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Was kommt nach der GIS?

Gefragt von: Frau Prof. Birgitt Schuster  |  Letzte Aktualisierung: 9. Juli 2026
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Nach der GIS (Gebühren Info Service) kommt in Österreich der ORF-Beitrag (offiziell die „Haushaltsabgabe“), eine geräteunabhängige Finanzierung für den ORF, die seit dem 1. Jänner 2024 gilt und die alte GIS-Gebühr ersetzt. Diese Abgabe von 15,30 € monatlich (plus eventuelle Landesabgabe) muss von jedem Haushalt gezahlt werden, unabhängig davon, ob Geräte vorhanden sind, und wird von der neu gegründeten ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) eingehoben. Bestehende GIS-Zahler wurden automatisch übernommen.

Was kommt statt GIS?

Seit 1. Jänner 2024 wird der ORF -Beitrag ("Haushaltsabgabe") von der OBS eingehoben. Der ORF -Beitrag ersetzt die bisherige GIS -Gebühr. Der ORF -Beitrag muss pro "Hauptwohnsitz" von einer dort gemeldeten volljährigen Privatperson bezahlt werden.

Wie wird die ORF Haushaltsabgabe eingehoben?

Die ORF-Haushaltsabgabe (ORF-Beitrag) ersetzt die bisherige GIS-Gebühr (Rundfunkgebühr). Sie beträgt 15,30 Euro monatlich pro Haushalt und ist von der Mehrwertsteuer und Bundesabgaben befreit. Je nach Bundesland wird der Betrag inklusive Länderabgabe eingehoben. Diese liegt zwischen 0,00 Euro und 4,70 Euro pro Monat.

Wer muss OBS zahlen?

Der ORF-Beitrag wird von der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) eingehoben. Er ist im ORF-Beitrags-Gesetz festgelegt und pro Adresse mit mindestens einer volljährigen Person mit Hauptwohnsitz in Österreich zu zahlen.

Wie hoch ist der ORF-Beitrag 2025?

15,30 Euro pro Monat hebt die ORF-Beitragstochter OBS (bisher: GIS) von Haushalten und Unternehmen ein, unabhängig vom Empfang, per ORF-Gesetz 2025 festgesetzt bis einschließlich 2029. Die auf Radio- und TV-Geräte eingehobene GIS betrug, je nach Bundesland, bis zu 28,65 Euro (in der Steiermark).

GIS Gebühren werden abgeschafft - Was du wissen musst

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Wer hat die höchsten Rundfunkgebühren in Europa?

Die Rundfunkgebühren Österreichs zählen zu den höchsten in Europa. Ähnlich hohe Beiträge zur Finanzierung des öffentlich‐rechtlichen Rundfunks finden sich nur in Skan‐ dinavien und in deutschsprachigen Ländern, während die Gebühren im Rest Europas deutlich geringer sind.

Was passiert, wenn man die ORF-Gebühr nicht zahlt?

Was passiert, wenn ich die Gebühr nicht bezahle? Wer keine Anmeldung vornimmt und den ORF-Beitrag nicht bezahlt, muss mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 2.180€ rechnen.

Ist man als Pensionist von der GIS befreit?

zukünftig auch von der ORF-Haushaltsabgabe befreien lassen. Das trifft auch auf Pensionistinnen und Pensionisten zu. Medienministerin Susanne Raab hat angekündigt, dass die Voraussetzungen zur Befreiung für den neuen ORF-Beitrag dieselben sein werden, die auch bisher für die GIS-Gebühr gelten.

Welche Länder zahlen keine Rundfunkgebühren?

Es gibt eine wachsende Zahl von Ländern, die keine direkten Rundfunkgebühren erheben, darunter Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Finnland, die Slowakei (seit 2023 über Steuern finanziert), Ungarn, Andorra, Belgien und Estland, die entweder auf Steuerfinanzierung setzen oder eine andere Finanzierungsstruktur haben, oft mit mehr kommerziellen Sendern und staatlicher Unterstützung für die Grundversorgung, wie in Luxemburg. 

Wie kann ich meinen ORF-Beitrag verweigern?

Gemäß dem ORF-Gesetz müssen die Jahresbeiträge innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden. Falls diese Frist verstreicht, werden normalerweise zusätzliche Zahlungsaufforderungen verschickt. Personen, die weiterhin die Zahlung verweigern, müssen mit Säumnis-Zuschlägen, einem Mahnverfahren und einer Verwaltungsstrafe rechnen.

Wie oft wird die Haushaltsabgabe bezahlt?

Die ORF-Haushaltsabgabe. Die ORF-Haushaltsabgabe ersetzt ab 1.1.2024 die ORF-Gebühr (GIS) für Radio und Fernsehen. Sie beträgt 15,30 Euro monatlich, ist nicht mehr geräteabhängig, sondern wird für jede Adresse (Haushalt) bezahlt, an der mindestens eine Person den Hauptwohnsitz hat.

Wie kann ich mich von der Rundfunkgebühr befreien lassen?

Eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag ist möglich, wenn Sie bestimmte Sozialleistungen wie Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung oder BAföG (ohne Elternwohnung) erhalten, oder bei besonderen Härtefällen, wenn das Einkommen nur knapp über der Grenze liegt. Auch Menschen mit Behinderung können eine Ermäßigung (Merkzeichen „RF“) oder Befreiung (z.B. Taubblinde) beantragen. Der Antrag muss schriftlich beim Beitragsservice mit entsprechenden Nachweisen (Bescheid der Behörde) gestellt werden. 

Ist der ORF-Beitrag Pflicht?

Seit 1. Jänner 2024 ist der geräteunabhängige ORF-Beitrag in Höhe von EUR 15,30 pro Monat zu entrichten. Dieser ersetzt die GIS -Gebühr und dient der Sicherstellung der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ( ORF ). Diese neue Abgabe müssen neben Haushalten auch Unternehmen verpflichtend entrichten.

Habe keinen Fernseher, muss ich gez zahlen.?

Ja, man muss den Rundfunkbeitrag (früher GEZ) zahlen, auch wenn man keinen Fernseher, kein Radio oder kein Internet hat, denn die Gebührenpflicht gilt für jede Wohnung, unabhängig von Empfangsgeräten oder Nutzung, da die Angebote auch über das Internet zugänglich sind und die Zahlung an die Wohnung gekoppelt ist. Es gibt nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Menschen mit bestimmten Behinderungen oder in Gemeinschaftsunterkünften, und eine Befreiung ist nur auf Antrag bei geringem Einkommen möglich. 

Wie hoch ist die Rundfunkgebühr 2025?

Der Rundfunkbeitrag bleibt 2025 bei den bisherigen 18,36 Euro pro Monat, da die Bundesländer eine geplante Erhöhung auf 18,94 Euro gestoppt haben; ARD und ZDF haben dagegen Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, eine Entscheidung steht aber noch aus. Bis auf Weiteres gilt der alte Betrag, eine Anpassung wird erst nach dem Gerichtsurteil erwartet. 

Muss ich die Haushaltsabgabe für meinen Nebenwohnsitz bezahlen?

Muss man für den Nebenwohnsitz zahlen? Bezahlen muss man den ORF-Beitrag nur für den Hauptwohnsitz. Hat man einen Nebenwohnsitz, muss man die Abgabe - anders als bisher - kein weiteres Mal entrichten.

Wann wird der Rundfunkbeitrag in Deutschland abgeschafft?

Über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,94 Euro streiten die Bundesländer mit den Rundfunkanstalten – das Bundesverfassungsgericht wird 2026 entscheiden (1 BvR 2524/24). Du kannst Dich aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.

Welches Land hat die höchsten GEZ-Gebühren?

Während die Deutschen pro Jahr derzeit 210 Euro bezahlen, sind es in der Schweiz umgerechnet 417,55 Euro, in Österreich 298,56 Euro. Zudem ist das hiesige duale System in seiner Vielfalt einzigartig.

Hat die USA einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Die bekannteste und einer der nommiertesten Nachrichtensendungen der USA ist die PBS News Hour. Sie wird all abendlich von über 350 Mitglieds-Stationen ausgestrahlt und startete 1975 zunächst als Nachrichtenprogramm der PBS Stationen WNET New York und WETA Washington, D.C.

Ist man mit Pflegegrad 4 von der Rundfunkgebühr befreit?

Ein Pflegegrad 4 allein berechtigt nicht zur Befreiung vom Rundfunkbeitrag (GEZ), aber Sie können eine Befreiung oder Ermäßigung beantragen, wenn Sie durch den Pflegegrad bedingte Sozialleistungen (z.B. Sozialhilfe, Grundsicherung), bestimmte Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis ("RF") oder den Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung haben, wobei letzteres meist zur Abmeldung führt, da die eigene Wohnung wegfällt. Der Antrag muss mit entsprechenden Nachweisen beim Beitragsservice eingereicht werden, und es gibt spezifische Formulare für verschiedene Fälle. 

Sind Behinderte von GIS befreit?

Ja, Pflegebedürftige oder Menschen mit Behinderung können unter bestimmten Voraussetzungen eine Befreiung vom ORF-Beitrag oder Haushaltsumlage (ehemals GIS) beantragen. Zusätzlich zur Befreiung vom ORF-Beitrag (Radio und Fernsehen) ist auch eine Befreiung von den Entgelten für den Telefonanschluss möglich.

Was passiert, wenn man die GIS nicht bezahlt?

“ Verweigern Sie also die Auskunft, dann begehen Sie eine Verwaltungsübertretung, welche nach einer Meldung der GIS an die Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu 2.180 Euro sanktioniert werden kann.

Kann ich den Rundfunkbeitrag verweigern?

Den Rundfunkbeitrag zu verweigern ist rechtlich riskant, da dies zu Mahnungen, Bußgeldern bis 1000 Euro und im Extremfall zu Erzwingungshaft führen kann; stattdessen sollten Sie bei geringem Einkommen eine Befreiung (z.B. bei Bürgergeld, BAföG, Grundsicherung) beantragen oder bei Programmkritik formelle Beschwerden bei den Landesrundfunkanstalten einreichen, da eine Verweigerung wegen "schlechter Inhalte" meist erfolglos ist. Es gibt nur wenige gesetzliche Ausnahmen, die einen Anspruch auf Befreiung begründen, ansonsten ist die Zahlung verpflichtend, wie Gerichte immer wieder bestätigen.
 

Wie lange kann der Rundfunkbeitrag nachgefordert werden?

Der Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) kann bis zu drei Jahre rückwirkend nachgefordert werden, wenn die Anmeldepflicht versäumt wurde, wobei die reguläre Verjährungsfrist für die Beitreibung von Schulden nach drei Jahren beginnt, aber erst nach einem rechtskräftigen Festsetzungsbescheid nach 30 Jahren verjährt, was eine Vollstreckung über diesen langen Zeitraum ermöglicht. Eine rückwirkende Befreiung ist ebenfalls bis zu drei Jahre möglich, wenn die Voraussetzungen (z.B. Sozialleistungsbezug) nachgewiesen werden können. 

Kann man sich gegen den ORF-Beitrag wehren?

Rechtsmittel und Vollstreckung

Wer gegen eine Zahlungsaufforderung rechtlich vorgehen will, muss binnen 14 Tagen die Ausstellung eines schriftlichen Bescheides verlangen (Einschreiben samt Rückschein!). Gegen diesen Bescheid kann man dann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.

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