Was kann man bei Pflegegrad 3 nicht mehr?
Gefragt von: Hans-Ulrich Günther | Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (3 sternebewertungen)
Bei Pflegegrad 3 können Menschen viele Dinge nicht mehr selbstständig ausführen, wie die Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Tätigkeiten, da sie auf umfassende Hilfe angewiesen sind, oft körperlich, geistig und psychisch überfordert sind, was eine tägliche Betreuung erfordert, jedoch dürfen nicht unwichtige Bereiche wie Autofahren oder intime Fragen bei der Begutachtung ausgeschlossen werden, solange die Selbstständigkeit nicht vollständig entfällt.
Kann man mit Pflegegrad 3 noch alleine wohnen?
Ja, mit Pflegegrad 3 kann man grundsätzlich alleine leben, aber nur mit umfangreicher Unterstützung durch ambulante Pflegedienste, Haushaltshilfen, Tagespflege und/oder Angehörige sowie einer barrierefreien Wohnung, da eine schwere Selbstständigkeitseinschränkung vorliegt und der Alltag nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden kann. Ob das Leben allein möglich ist, hängt von der individuellen Situation ab; bei fehlender Unterstützung oder Demenz kann ein Umzug ins Pflegeheim notwendig werden, während bei ausreichend Hilfe und Anpassungen das eigenständige Wohnen machbar ist.
Was darf man beim MDK nicht sagen?
Beim MDK darf man nicht lügen oder die Situation beschönigen, aber auch nicht so tun, als wäre man gesünder als man ist; man sollte ehrliche Einblicke in den Pflegealltag geben, aber unzulässige Fragen zu Religion, Politik oder Finanzen ignorieren und den Gutachter nicht einschüchtern oder unter Druck setzen, um einen realistischen Pflegegrad zu ermitteln.
Was steht mir bei Pflegegrad 3 alles zu?
Bei Pflegegrad 3 stehen Ihnen monatlich 599 € Pflegegeld oder 1.497 € Pflegesachleistungen (für ambulante Dienste) zu, zusätzlich gibt es den monatlichen 131 € Entlastungsbetrag, bis zu 42 € für Pflegehilfsmittel, Zuschüsse für Wohnumfeldverbesserung (bis 4.180 € pro Maßnahme), Kurzzeit- und Verhinderungspflege (jährlich kombiniert 3.539 €), Tages-/Nachtpflege (bis 1.357 €/Monat) und Beiträge für Pflegekurse sowie technische Hilfsmittel, je nach Bedarf.
Welche Leistungen und Ansprüche hat man im Pflegegrad 3?
Für Pflegegrad 3 gibt es ab 2025 folgende monatliche Leistungen: Pflegegeld 599 €, Pflegesachleistungen 1.497 €, Tages-/Nachtpflege 1.357 €, Vollstationäre Pflege 1.319 €, Entlastungsbetrag 131 €, Pflegehilfsmittel 42 € und Hausnotruf 25,50 €, wobei die tatsächlichen Beträge je nach individueller Situation und Anbieter leicht variieren können.
Pflegegrad 3: Geld, Leistungen & Ansprüche - das müsst ihr wissen! - Pflegestufe 3
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Welche Einschränkungen gibt es bei Pflegegrad 3?
Bei Pflegegrad 3 sind Betroffene in ihrer Selbstständigkeit schwer beeinträchtigt und benötigen regelmäßig Hilfe bei Grundbedürfnissen wie Körperpflege, Anziehen, Essen, Mobilität (Aufstehen, Gehen, Umlagern) und der Bewältigung krankheitsbedingter Anforderungen, oft durch kognitive (z.B. Demenz) oder schwere motorische Einschränkungen. Sie können ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen und benötigen Unterstützung im Haushalt, bei der Betreuung und der medizinischen Versorgung, um weiterhin zu Hause leben zu können.
Wie viele Stunden Pflege stehen mir pro Woche bei Pflegegrad 3 zu?
Bei Pflegegrad 3 gibt es keine feste Stundenzahl, da die Einstufung auf einem Punktesystem basiert, aber der durchschnittliche Zeitaufwand liegt oft bei 3 bis 5 Stunden täglich (ca. 21 bis 35 Stunden pro Woche), aufgeteilt in Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) und hauswirtschaftliche Versorgung, wobei der genaue Bedarf je nach Person variiert. Es handelt sich um ein Budget für Pflegeleistungen, nicht um eine exakte Stundenvorgabe, die sich nach den individuellen Bedürfnissen richtet.
Was für Vergünstigungen gibt es bei Pflegegrad 3?
Bei Pflegegrad 3 gibt es viele Vergünstigungen wie monatliches Pflegegeld (599 €) oder Pflegesachleistungen (1.497 €), einen Entlastungsbetrag (131 €) für Betreuungsdienste, bis zu 42 €/Monat für Pflegehilfsmittel (Einmalhandschuhe etc.), Zuschüsse für Barrierefreiheit (einmalig 4.180 €), einen Hausnotruf-Zuschuss und Leistungen für Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie steuerliche Vorteile für Pflegende (z.B. Pflegepauschbetrag) und Rentenversicherungsbeiträge.
Wie viel Geld bekommen pflegende Angehörige bei Pflegegrad 3?
Für pflegende Angehörige bei Pflegegrad 3 gibt es verschiedene Unterstützungen: Sie erhalten Pflegegeld (599 €), wenn sie die Pflege selbst übernehmen, oder Pflegesachleistungen (1.497 €) für professionelle Dienste, können aber auch eine Kombination wählen. Zusätzlich gibt es einen Entlastungsbetrag von 131 € monatlich, Mittel für Verhinderungs- (3.539 €/Jahr) und Kurzzeitpflege, Unterstützung für Wohnumfeldverbesserung (bis 4.180 € pro Maßnahme), Pflegehilfsmittel (40 €) sowie Pflegekurse und Ansprüche auf Pflegezeit.
Wer zahlt die Putzfrau bei Pflegegrad 3?
Bei Pflegegrad 3 zahlt die Pflegekasse die Haushaltshilfe über verschiedene Wege: Hauptsächlich über den monatlichen Entlastungsbetrag (125 €) für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzen, oder über Pflegesachleistungen (bis zu 1.497 €), wenn ein Pflegedienst die Aufgaben übernimmt, sowie durch die Kombination von Pflegegeld und Sachleistungen. Oft wird eine anerkannte Haushaltshilfe oder ein Pflegedienst beauftragt, der direkt mit der Kasse abrechnet, wobei Sie nur einen Eigenanteil zahlen.
Welche Fangfragen stellt der MDK?
Fragen bei der MDK Begutachtung
- Müssen sie in die Praxis fahren oder macht der Arzt Hausbesuche?
- Nehmen Sie die Medikamente selbstständig ein, oder benötigen Sie Hilfe?
- Welche Hilfsmittel benutzen Sie? ( ...
- Werden Sie von Angehörige oder von einem Pflegedienst gepflegt?
- Wie viel Zeit benötigen sie pro Woche für die Pflege?
Wie schwer ist es Pflegegrad 3 zu bekommen?
Pflegegrad 3 erhalten Versicherte mit einer anerkannten „schweren Beeinträchtigung der Selbständigkeit“. Das entspricht 47,5 bis unter 70 Punkten im Pflegegutachten.
Welche Beeinträchtigungen gelten als pflegebedürftig?
Als pflegebedürftig gelten Personen, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen haben oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können.
Kann ich mit Pflegegrad 3 Autofahren?
Ja, mit Pflegegrad 3 dürfen Sie grundsätzlich Auto fahren, solange Sie körperlich und geistig dazu in der Lage sind und eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gewährleisten können. Der Pflegegrad allein führt nicht automatisch zum Entzug des Führerscheins; entscheidend ist die individuelle Fahrtüchtigkeit, die bei Bedarf vom Arzt beurteilt werden sollte, wie www.buerger-geld.org betont.
Wie oft sollte man bei Pflegestufe 3 duschen?
Bei Pflegegrad 3 gibt es keine feste Regel, wie oft geduscht werden muss, da es vom individuellen Pflegebedarf abhängt; oft wird Duschen oder Baden 2–3 Mal pro Woche eingeplant, aber häufigere Ganzwaschungen am Waschbecken sind auch möglich, besonders bei Inkontinenz oder wenn der Pflegebedürftige noch fit ist, täglich zu duschen. Wichtig sind die körperliche Verfassung, die Hautgesundheit und die Aktivierung des Pflegebedürftigen.
Kann man Pflegebedürftige alleine lassen?
Das Grundgesetz (GG) schützt alle Menschen davor und erlaubt, im gesetzlichen Rahmen eigene Entscheidungen zu treffen. Es gibt kein Gesetz, wodurch Angehörige zur Pflege angehalten werden können. Im Umkehrschluss müssen Pflegebedürftige die Pflege durch Verwandte auch nicht dulden.
Was kann man bei Pflegestufe 3 alles beantragen?
Bei Pflegegrad 3 können Sie eine Kombination aus Geld- und Sachleistungen beantragen, darunter Pflegegeld oder Pflegesachleistungen, Entlastungsbeträge, Tages- und Nachtpflege (bis 1.357 €/Monat), Kurzzeit- und Verhinderungspflege (bis 3.539 € jährlich im gemeinsamen Budget), Pflegehilfsmittel (bis 42 €/Monat), Zuschüsse für Wohnraumanpassung (bis 4.180 €), sowie Hausnotruf und Beratungsbesuche. Die genaue Kombination hängt davon ab, ob Sie zu Hause oder in einer Einrichtung gepflegt werden.
Wie oft kann ich die 4000 € von der Pflegekasse beantragen?
Den Zuschuss von bis zu 4.000 € für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen können Sie mehrmals beantragen, wenn sich die Pflegesituation ändert und neue Maßnahmen notwendig werden. Pro Antrag stehen bis zu 4.180 € zur Verfügung, und bei mehreren Pflegebedürftigen in einem Haushalt kann der Betrag pro Person geltend gemacht werden, bis zu vier Personen (also bis zu 16.720 € für eine WG). Der Zuschuss ist nicht auf eine einmalige Zahlung beschränkt, sondern wird für jede neue, erforderliche Maßnahme erneut gewährt, solange die Voraussetzungen erfüllt sind.
Was darf man mit dem Pflegegeld machen?
Mit dem Pflegegeld darf man die häusliche Pflege flexibel und nach eigenen Bedürfnissen organisieren, z.B. für Hilfsmittel, Haushaltshilfe, Betreuung oder zur Entlohnung pflegender Angehöriger; es ist nicht zweckgebunden, muss aber der Sicherstellung der Pflege dienen und wird direkt an die pflegebedürftige Person ausgezahlt, die es dann verwendet oder weitergibt. Man kann es nutzen für:
Welche Steuervergünstigungen gibt es bei Pflegegrad 3?
Wenn Sie eine pflegebedürftige Person in Ihrer oder deren Wohnung im Inland oder EU- / EWR-Ausland persönlich pflegen und dafür keine Einnahmen erhalten, kann Ihnen für die entstehenden Aufwendungen ein Pauschbetrag gewährt werden. Dieser beträgt: bei Pflegegrad 2 600 EUR. bei Pflegegrad 3 1.100 EUR.
Ist man bei Pflegegrad 3 von der Zuzahlung befreit?
Ja, ein Pflegegrad 3 ist eine Voraussetzung für die Zuzahlungsbefreiung bei chronischen Erkrankungen, da er als Nachweis für eine „schwerwiegende chronische Krankheit“ gilt, oft zusammen mit dem Nachweis über Dauerbehandlung (mind. 1 Jahr, 1x/Quartal Arztbesuch). Sie müssen sich dann nur noch bis zu einer bestimmten Belastungsgrenze (2% des Bruttoeinkommens) an Zuzahlungen beteiligen, indem Sie den Pflegegrad-Bescheid der Pflegekasse bei Ihrer Krankenkasse einreichen; eine zusätzliche ärztliche Bescheinigung ist dann meist nicht nötig.
Welche kostenlosen Leistungen kann ich als Pflegeperson erhalten?
Ihre Gemeinde bietet möglicherweise ein lokales Sozialhilfeprogramm an (manchmal auch unter einem anderen Namen wie „Lokales Unterstützungsprogramm“ bekannt). Dieses Programm soll Ihnen in dringenden Notfällen oder bei akuten Problemen helfen. Jede Gemeinde hat ihr eigenes Programm, und einige bieten Gutscheine für Lebensmittel oder andere lebensnotwendige Artikel an.
Was darf man bei Pflegegrad 3 nicht mehr machen?
Mit Pflegegrad 3 können Betroffene viele Alltagsaufgaben wie Körperhygiene, Anziehen, Nahrungsaufnahme, Mobilität und Haushaltsführung nicht mehr eigenständig bewältigen und benötigen erhebliche Unterstützung, auch wenn alleine Leben noch möglich ist, wenn die Wohnung barrierefrei ist und regelmäßige Hilfe organisiert wird. Grundsätzlich darf man nicht mehr ohne fremde Hilfe zurechtkommen, aber Autofahren ist weiterhin erlaubt, solange die Fahrtüchtigkeit gegeben ist, und die Pflegekasse unterstützt mit Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder Entlastungsangeboten, um die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.
Was kann man zusätzlich zum Pflegegeld beantragen?
Darüber hinaus können Sie folgende Pflegeleistungen beantragen:
- Tages- und Nachtpflege.
- Kurzzeitpflege.
- Verhinderungspflege.
- Entlastungsleistungen.
- Wohnraumanpassung.
- Hilfsmittel im Pflegeheim.
Kann man mit Pflegegrad 3 noch alleine leben?
Ja, mit Pflegegrad 3 kann man grundsätzlich alleine leben, aber nur mit umfangreicher Unterstützung durch ambulante Pflegedienste, Haushaltshilfen, Tagespflege und/oder Angehörige sowie einer barrierefreien Wohnung, da eine schwere Selbstständigkeitseinschränkung vorliegt und der Alltag nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden kann. Ob das Leben allein möglich ist, hängt von der individuellen Situation ab; bei fehlender Unterstützung oder Demenz kann ein Umzug ins Pflegeheim notwendig werden, während bei ausreichend Hilfe und Anpassungen das eigenständige Wohnen machbar ist.
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