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Was kann ich für meine Wohnung Miete verlangen?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Paul Kiefer  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Um die passende Miete für Ihre Wohnung zu bestimmen, orientieren Sie sich am ortsüblichen Mietspiegel und der Größe der Wohnung (m²), addieren Zuschläge für Ausstattung und Lage, ziehen Abschläge für Mängel ab und beachten Sie die Mietpreisbremse (max. 10 % über Vergleichsmiete in Gebieten mit angespannter Lage). Die Miete sollte idealerweise nicht mehr als 30-40 % Ihres Nettoeinkommens ausmachen.

Wie berechne ich die Miete für meine Wohnung?

Die Kaltmiete besteht ausschließlich aus den Mietkosten für die Nutzung der Wohnung selbst, ohne die Berücksichtigung der Betriebskosten. Sie wird berechnet, indem die Wohnfläche des Objekts mit dem Quadratmeterpreis aus dem Mietspiegel multipliziert wird.

Wie viel kostet 1 qm Wohnfläche Miete?

Bundesweit lagen die Bestandsmieten zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022 mit 7,28 Euro je Quadratmeter knapp 2,40 Euro je Quadratmeter unter den durchschnittlichen Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Jahr 2022 von 9,66 Euro je Quadratmeter.

Wie viel Miete darf ich verlangen?

Die Miete darf maximal 20% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Nur in wenigen Ausnahmefällen haben Vermieter die Möglichkeit, eine höhere Miete zu berechnen. Eine Kaltmiete, die 50% höher als die Vergleichsmiete ist, wertet der Gesetzgeber als strafbaren Mietwucher.

Wie hoch sollten die Mietkosten maximal sein?

Maximal sollten Sie nicht mehr als 30 % Ihres monatlichen Nettoeinkommens für die Warmmiete ausgeben, um finanziell gesund zu bleiben. Das ist jedoch nur eine Faustregel; in teuren Großstädten kann der Anteil höher sein, solange genügend Geld für alle anderen Lebenshaltungskosten und Rücklagen bleibt. Rechnen Sie Ihr persönliches Budget durch, um zu sehen, wie viel wirklich tragbar ist. 

Wieviel Miete darf ich verlangen? [Einfach erklärt] | Frag IMMY.at

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Ist 1000 € Miete viel?

Nach der 40er-Mietregel darf die monatliche Miete deiner Wohnung nicht mehr als 1.000 Euro betragen (40.000 Euro / 40 = 1.000 Euro). Diese Regel ist einfach anzuwenden und bietet einen guten Richtwert.

Was passiert, wenn man zu billig vermietet?

Wer Wohnraum zu einer Miete anbietet, die weniger als 50 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt, wird bei der Einkommensteuer nach wie vor stark benachteiligt. Diese Vermieter müssen eine Kürzung ihrer Werbungskosten hinnehmen.

Wie rechnet sich die Vermietung?

Dabei lässt sich zwischen der Bruttomietrendite und der Nettomietrendite unterscheiden. Die Bruttomietrendite stellt die Relation zwischen den jährlichen Mieteinnahmen und dem Kaufpreis in Prozent dar. Sie berechnet sich anhand folgender Formel: (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) x 100.

Wann gilt Miete als Wucher?

Mietwucher beginnt, wenn die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um mindestens 50 % übersteigt und der Vermieter die Zwangslage des Mieters ausnutzt, was eine Straftat darstellt (§ 291 StGB). Liegt die Miete 20 % über der Vergleichsmiete und nutzt der Vermieter eine Mangellage aus, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit (§ 5 WiStG). Beide Fälle erfordern, dass der Mieter keine Alternative findet, was durch den örtlichen Mietspiegel (in Städten über 50.000 Einwohner) bestimmt wird. 

Wie kann ich als Vermieter den Mietpreis festlegen?

Der Grundsatz lautet: Bei der Wiedervermietung einer Wohnung darf die Vermieterseite als zulässige Miete höchstens die ortsübliche Vergleichsmiete plus zehn Prozent fordern (§ 556d Abs. 1 BGB). Beispiel: Laut Mietspiegel beträgt die ortsübliche Vergleichsmiete für eine Wohnung 6,50 €/m² nettokalt.

Sind 600 € Miete viel?

Die 30-Prozent-Mietregel orientiert sich an Ihrem monatlichen Nettoeinkommen. Ihre Miete sollte nicht über 30 % Ihres Nettoeinkommens liegen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 Euro entspricht dies ungefähr 600 Euro Miete.

Wie viel Miete zahlen ist normal?

Bundesweit betrug die Bruttokaltmiete, die Mieterhaushalte im Jahr 2022 für ihre gesamte Wohnung bezahlen mussten, im Schnitt rund 598 Euro. Dieser Wert ergibt sich aus einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von rund 513 Euro je Wohnung und kalten Nebenkosten in einer Höhe von 85 Euro je Wohnung.

Was ist ein normaler Preis pro m2?

Im Durchschnitt liegen die Hausbaukosten pro Quadratmeter bei einem selbstgebauten Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung zwischen 1.300 und 1.700 €/m².

Kann ein Vermieter die Miete selbst bestimmen?

Eine Übersicht zur ortsüblichen Vergleichsmiete kann beispielsweise in Form eines Mietspiegels oder in einer Mietdatenbank vorliegen. Darüber hinaus haben Vermieter und Mieter auch die Möglichkeit, die Vergleichsmiete selbst zu ermitteln.

Wie stelle ich die ortsübliche Miete fest?

Wie findet man die ortsübliche Vergleichsmiete?

  1. Orientierung am Mietpreis von wenigstens drei vergleichbaren Mietobjekten (idealerweise in direkter Nähe)
  2. Gutachten von Ausschüssen und Sachverständigen einholen.
  3. Auskünfte aus Mietdatenbanken nutzen.
  4. Kalkulation mit Hilfe des örtlichen Mietspiegels.

Wie berechnet man die Kostenmiete?

Die Kostenmiete berechnet sich hauptsächlich aus den Finanzierungskosten (Zinsen für Land, Bau, Darlehen) und den laufenden Betriebskosten (Grundsteuer, Wasser, Verwaltung, Instandhaltung, etc.) für den Vermieter, wobei diese gesetzlich nur tatsächlich entstandene Aufwendungen decken darf, um preisgebundene Wohnungen bezahlbar zu halten. Die Berechnung erfolgt oft nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip, indem die Gesamtkosten durch die Wohnfläche geteilt werden, um eine Durchschnittsmiete pro Quadratmeter zu ermitteln. 

Wie kann ich prüfen, ob meine Miete zu hoch ist?

Hilfe bei der Erkennung von Mietwucher bieten die Mietspiegel, die seit 2022 von allen Kommunen, in denen mehr als 50.000 Menschen leben, erstellt und laufend aktualisiert werden müssen. Kommunen und lokale Mietervereine bieten oft einen Mietspiegelrechner, mit dem Du rausfinden kannst, ob deine Miete zu hoch ist.

Was passiert, wenn man zu viel Miete verlangt?

Lässt sich der Vermieter eine unangemessen hohe Miete versprechen, verhält er sich auch ordnungswidrig. Dies kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000€ belegt werden. Außerdem kann der Mieter die Rückzahlung der überzahlten Miete verlangen. Was eine unangemessen hohe Miete ist, regelt § 5 WiStG.

Was ändert sich 2025 für Mieter und Vermieter?

Wichtige Änderungen für Mieter im Jahr 2025

Die Mietpreisbremse wird 2025 verschärft und bundesweit einheitlich geregelt. Vermieter sind verpflichtet, bei Neuvermietungen die Vormiete offenzulegen und dürfen die ortsübliche Vergleichsmiete nur noch in deutlich engeren Grenzen überschreiten.

Wie viel bleibt von 1000 € Mieteinnahmen?

Für die 1.000 Euro Mieteinnahmen würde sich also eine Steuer von 49,10 Euro ergeben. Ist das Einkommen höher, steigt auch der Durchschnittsteuersatz: Wer als Alleinstehender ein Einkommen von 35.000 Euro hat, zahlt 6.216 Euro Einkommensteuer bei einem Durchschnittssteuersatz von 17,76 Prozent.

Wie viel Miete sollte netto bleiben für den Vermieter?

Die 40er-Mietregel empfiehlt, maximal 1/40 des Jahresbruttogehalts für die monatliche Miete einzuplanen, bietet aber nur grobe Orientierung. Die 30-Prozent-Regel bezieht sich auf das monatliche Nettoeinkommen und ist realistischer, berücksichtigt jedoch keine individuellen Ausgaben.

Wie berechnet man den Preis für eine Wohnung?

Der Quadratmeterpreis wird berechnet, indem man den Kaufpreis oder die Kaltmiete durch die Gesamtwohnfläche (in m²) teilt. Als Gesamtquadratmeterzahl gilt die reine Wohnfläche. Der Quadratmeterpreis hängt von vielen Faktoren ab: Lage, Baujahr, Zustand, Größe sowie Ausstattung.

Wie viel Miete muss man verlangen?

Verlangen Sie mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete (66-Prozent-Grenze) von Ihren Angehörigen, können Sie alle Kosten als Werbungskosten absetzen. Liegt die Miete unter 66 Prozent, aber über 50 Prozent der ortsüblichen Miete, müssen Sie dem Finanzamt eine Einkünfteerzielungsabsicht beim Finanzamt vorlegen.

Ist es angemessen, über Mietpreise zu verhandeln?

Mieter können mit Vermietern über die Mietpreise für neue oder bestehende Mietverträge verhandeln . Vor den Verhandlungen sollten sie sich über die Mietpreise und die Verfügbarkeit von Wohnungen in der Gegend informieren. Ein Kompromiss mit dem Vermieter hinsichtlich der Mietdauer im Gegenzug für eine günstigere Monatsmiete ist eine erfolgversprechende Verhandlungstaktik.

Was ist die 66% Regel?

Verbilligte Vermietung – die steuerlichen Auswirkungen

Beträgt der Mietpreis mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete, so gilt die Vermietung als entgeltlich.

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