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Was ist weiße Depression?

Gefragt von: Loni Hammer-Wiedemann  |  Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2026
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Weiße Depression ist ein Begriff aus der tiefenpsychologischen Forschung (oft mit André Green verbunden) für eine Form der Depression, die sich durch eine tiefe, oft unbemerkte innere Leere und Sinnlosigkeit auszeichnet, selbst wenn äußerlich alles gut zu funktionieren scheint, und die mit dem Verlust einer "lebendigen" Mutterbeziehung in der frühen Kindheit erklärt wird. Sie wird auch als maskierte oder somatisierte Depression bezeichnet und zeigt sich nicht durch typische Trauer, sondern durch ein chronisches Gefühl der Bedeutungslosigkeit, als sei das Leben ein Bühnenstück.

Was ist eine weiße Depression?

Die weiße Depression ist eine besondere Grundform der Depression, genauer gesagt eine Subspezies der endogenen Depression, also einer Depression ohne (zunächst) erkennbare Ursache. Synonyme für diese Depression sind: larvierte Depression. maskierte Depression.

Was ist die schwerste Form der Depression?

Depression dritten Grades – die schwerste Form

Dabei drehen sich die Gedanken vermehrt um den Tod und nicht selten treten konkrete Selbsttötungsgedanken auf, die immer wieder auch zu Suizidversuchen oder vollendeten Suiziden führen.

Was ist eine stille Depression?

Der Begriff der stillen Depression ist kein offizieller Fachbegriff, wird aber häufig im Zusammenhang mit Depressionen verwendet. Die stille Depression ist eine Form der depressiven Erkrankung, die nach außen kaum sichtbar ist.

Was sind die 3 Stufen der Depression?

Auch wenn eine Depression für die Betroffenen immer eine sehr schwere Belastung darstellt, wird zwischen leichten, mittelgradigen und schweren Depressionen unterschieden.

Wie erkenne ich eine Depression?

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Was löst depressive Schübe aus?

Die Ursache dafür ist vermutlich ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn: Ein Mangel an Noradrenalin und Serotonin wird für die Symptome der Erkrankung verantwortlich gemacht. Zudem treten Depressionen oft in Verbindung mit anderen Krankheiten auf.

Was sind die 3 Hauptsymptome einer Depression?

Hauptsymptome

  • Gedrückte, depressive Stimmung. Depressionen gehen oft mit einer niedergeschlagenen, gedrückten Stimmung einher. ...
  • Interessen- oder Freudlosigkeit. Menschen mit Depression verlieren das Interesse an früher für sie bedeutsamen Dingen und Aktivitäten.

Welche Depression zeigt sich nicht als traurig?

Was ist eine Smiling Depression? Depressive Menschen wirken auf ihr Umfeld längst nicht immer schwermütig und traurig. Auch hinter einem stets fröhlichen und unbeschwerten Lächeln kann sich eine tiefe Verstimmung verbergen. Smiling Depression nennt sich diese psychische Erkrankung.

Was sind die vier Hauptsymptome einer Depression?

Eine Depression ist eine psychische Störung, die unter anderem durch eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit (Anhedonie), fehlenden Willensantrieb (Abulie) und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet ist.

Was ist eine kalte Depression?

Menschen mit einer Winterdepression haben über einen längeren Zeitraum typische Symptome einer Depression, wie etwa Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit. Menschen mit Winterblues blicken melancholisch auf das Jahr zurück und sind in sich gekehrt, können aber noch Freude empfinden.

Was ist eine Jammerdepression?

FeedbackVeralteter, heute wegen des abwertenden Charakters nicht mehr verwendeter Begriff für ausdrucksstark klagende Schilderung von Beschwerden. Er wurde früher vor allem benutzt im Rahmen der sog. Jammerdepression (schwere agitierte Depression mit anhaltenden Klagen über das Leiden).

Wie verhält sich ein stark depressiver Mensch?

Was eine schwere Depression kennzeichnet

Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung. Betroffenen fällt oft schwer, über ihre Situationen zu sprechen. Die Belastung wird sich selbst gegenüber häufig kleingeredet und ist mit Scham behaftet, was den Leidensdruck zusätzlich erhöhen kann.

Ist ein komisches Gefühl im Kopf ein Symptom von Depression?

Typisch für Depressionen ist ein diffuser Druck im ganzen Kopf. Es handelt sich nicht um einen Kopfschmerz, sondern ein Gefühl des äußeren Drucks auf den Kopf. Typische körperliche Symptome bei depressiven Episoden sind ein Engegefühl im Brustkorb, Druck auf der Brust, flache Atmung, schweres Atmen und Keuchen.

Was ist eine lächelnde Depression?

Wer an einer Smiling Depression leidet, zeigt keine klassischen Symptome wie Rückzug, Antriebslosigkeit oder tief empfundene Traurigkeit. Stattdessen präsentieren sich viele Betroffene als kontrolliert, leistungsfähig, zugewandt – oft sogar gut gelaunt.

Wie sieht ein Mensch mit Depressionen die Welt?

Veränderte Wahrnehmung

Die Wahrnehmung und das Erleben verändern sich durch eine Depression oft sehr stark. Betroffenen scheint die Welt häufig in einen dunklen Schleier gehüllt, sie fühlen sich kraftlos und empfinden keine Freude mehr am Leben. Die Gefühlswelt ist monoton. Auch die Selbstwahrnehmung ist verändert.

Was für Gedanken hat man bei einer Depression?

Typische depressive Gedanken

Menschen, die unter Depressionen leiden, zeigen häufig sehr ähnliche Denkmuster. Diese sind meist übermäßig kritisch, pessimistisch und von tiefer Hoffnungslosigkeit geprägt. Typisch bei einer Depression sind negative Gedanken wie: Ich bin nicht liebenswert.

Welche körperlichen Schmerzen hat man bei Depressionen?

Auch körperliche Beschwerden treten häufig im Zusammenhang mit Depressionen auf. Typisch sind Magen-Darm-Probleme, Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich sowie eine starke körperliche Schwäche. Es kann zu Potenzproblemen und Libidoverlust kommen.

Welches Symptom deutet fast immer auf eine Depression hin?

Anzeichen einer Depression

Fast immer bestehen hartnäckige Schlafstörungen und ein verminderter Appetit, der oft mit Gewichtsverlust einhergeht.

Wie heißt die Vorstufe von Depression?

Symptomatik Symptome einer Dysthymie. Das Hauptsymptom einer Dysthymie ist die depressive Verstimmung (an mehreren Tagen). Die Verstimmung muss über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren auftreten und kann bis zu mehreren Jahren andauern.

Welche Krankheit wird mit Depression verwechselt?

Diagnose und Zusammenhang mit anderen Erkrankungen

Oft wird die manisch-depressive Störung mit einer unipolaren Depression oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung verwechselt, da sich die Merkmale von diesen Erkrankungen häufig ähneln.

Wie erkennt man eine stille Depression?

Eine stille Depression bleibt oft unbemerkt, da Betroffene nach außen funktional und kontrolliert wirken, während sie innerlich gegen Gefühle von Leere und Überforderung kämpfen. Sie neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, Perfektionismus zu zeigen und sich durch ständige Erreichbarkeit zu überlasten.

Wie äußert sich ein psychischer Zusammenbruch?

Die typischen Anzeichen sind: Sprachlosigkeit. veränderte Wahrnehmung, bei der Betroffene sich selbst oder ihr Umfeld als fremd empfinden. Einengung des Bewusstseins, Gedanken kreisen unaufhörlich um die auslösende Situation.

Wie verhält sich ein Mensch mit Depressionen?

Die Hauptsymptome der Depression sind:

Weitere Symptome, sogenannte Nebensymptome sind: Interessenlosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Angst, innere Unruhe, Grübeln, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl von innerer Leere. Den Betroffenen fällt es schwer, den ganz normalen Alltag zu bewältigen.

Was ist die weiße Depression?

Die larvierte Depression ist eine Sonderform (ein Subtyp) einer depressiven Störung. Sie wird auch somatisierte Depression oder maskierte Depression genannt. Im Vordergrund stehen körperliche Symptome. Die Depression wird im Körper erlebt („vitalisiert“).

Was sind Auslöser für Depressionen?

Eine familiäre Veranlagung, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, emotional belastende Ereignisse, eine Veränderung der Konzentrationen von Hormonen oder anderen Substanzen im Körper sowie andere Faktoren können zu einer Depression beitragen.