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Was ist passiv impfen?

Gefragt von: Ortrud Kuhn  |  Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2026
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"Passives Impfen" (passive Immunisierung) bedeutet, dass dem Körper fertige Antikörper (Immunglobuline) direkt injiziert werden, anstatt das eigene Immunsystem zur Antikörperproduktion anzuregen, wie es bei aktiven Impfungen der Fall ist; dies bietet einen sofortigen, aber nur kurzfristigen Schutz, da die Antikörper vom Körper abgebaut werden und das Immunsystem keine langfristige Erinnerung entwickelt, was es ideal für akute Situationen wie nach einer Tollwut- oder Tetanus-Exposition macht, bis eine aktive Impfung wirkt.

Was sind passive Impfungen?

Passive Impfungen, auch passive Immunisierung genannt, bedeutet, dass einem Menschen fertige Antikörper (Immunglobuline) direkt injiziert werden, um sofortigen, aber nur kurzfristigen Schutz gegen einen Erreger oder dessen Giftstoffe zu bieten, im Gegensatz zur aktiven Impfung, die das eigene Immunsystem trainiert. Sie wird in Notfallsituationen nach Kontakt mit einem Erreger eingesetzt (z. B. Tollwut, Tetanus, Hepatitis B) oder wenn aktive Impfung nicht möglich ist, da die Antikörper nach Wochen bis Monaten wieder abgebaut werden. 

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Impfung?

Der Hauptunterschied liegt darin, dass die aktive Impfung das eigene Immunsystem anregt, langfristige Gedächtniszellen und Antikörper gegen einen Erreger zu bilden (Schutz über Jahre), während die passive Impfung fertige Antikörper direkt in den Körper gibt, was sofort, aber nur kurzfristig (Wochen bis Monate) schützt, weil der Körper die Antikörper wieder abbaut. Aktive Impfungen sind die üblichen Schutzimpfungen (z. B. Masern), während passive Immunisierung oft bei akuten Expositionen eingesetzt wird, wenn keine Zeit für eine aktive Immunisierung bleibt. 

Was ist eine passive Heilimpfung?

Dagegen handelt es sich bei der passiven Impfung (auch Heilimpfung) um eine lediglich passive Immunisierung durch Gabe von Antikörpern. Es stehen bereits Impfungen gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten zur Verfügung.

Ist die Grippeimpfung eine passive Impfung?

Die Grippeimpfung ist eine aktive Immunisierung gegen die durch das Influenzavirus verursachte Grippe.

Wie funktionieren Impfungen? Aktive und passive Immunisierung

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Welche 3 Arten von Impfungen gibt es?

Sie helfen dem Körper, Immunität gegen Krankheitserreger zu entwickeln, ohne dass man die Krankheit selbst durchmachen muss. Es gibt verschiedene Typen von Impfstoffen: Totimpfstoffe, Lebendimpfstoffe und genbasierte Impfstoffe.

Welche Nachteile hat die passive Immunisierung?

Nachteile der passiven Immunisierung sind das Fehlen einer Langzeitimmunität (Schutz nur für Wochen bis Monate), da der Körper keine Gedächtniszellen bildet, das Risiko allergischer Reaktionen (einschließlich Anaphylaxie) auf die fremden Antikörper, und die potenzielle Übertragung von Krankheiten (bei der Gabe von Antikörpern von Mensch zu Mensch). Der Schutz ist kurzlebig, da die Antikörper abgebaut werden, was keine bleibende Immunität schafft.
 

Wie lange schützt eine passive Impfung?

Einziger Nachteil: Der Schutz währt nur für eine kurze Zeit, in der Regel etwa für drei Monate. Ärzte nutzen die passive Immunisierung daher nur im Notfall: wenn nämlich unklar ist, ob jemand, der Kontakt mit einem Erreger hatte, ausreichend immun dagegen ist.

Wie wird passiver Impfstoff hergestellt?

Impfseren zur passiven Immunisierung werden meist aus gepoolten Blutserumspenden von vielen verschiedenen Menschen gewonnen. Hierbei besteht ein theoretisches Risiko für die Übertragung von Krankheiten, das jedoch durch das umfassende Screening der Blutspender und Methoden zur Virusinaktivierung minimiert wird.

Ist die Corona-Impfung eine passive Impfung?

COVID-19: Mehr Schutz für immungeschwächte Patienten durch langwirksame Antiköper-Gabe. Passive Immunisierung ergänzt die klassische Impfung. 26.02.2025 : Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet, an COVID-19 zu erkranken.

Ist die Tetanus-Impfung passiv oder aktiv?

Die Tetanus-Impfung ist grundsätzlich eine aktive Impfung (Totimpfstoff), die das Immunsystem zur Bildung eigener Antikörper anregt, aber bei Verletzungen kann auch eine passive Immunisierung mit fertigen Antikörpern (Immunglobulinen) nötig sein, um sofortigen Schutz zu bieten, was dann eine Simultanimpfung (aktiv + passiv) ist. Der Standard-Tetanus-Impfstoff ist ein Tetanus-Toxoid (inaktiviertes Toxin) für die Langzeit-Vorsorge.
 

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver?

Der Hauptunterschied ist der Fokus: Im Aktiv steht die handelnde Person (Subjekt) im Vordergrund und führt die Handlung aus (z.B. "Der Schüler schreibt den Test"), während im Passiv die Handlung selbst oder das, was mit jemandem/etwas geschieht, im Mittelpunkt steht und der Handelnde oft unwichtig ist oder weggelassen wird (z.B. "Der Test wird geschrieben"). Aktiv ist die Tätigkeitsform, Passiv die Leideform. 

Was passiert im Körper nach einer Impfung?

Nach einer Impfung wird das Immunsystem aktiviert, indem es dem Impfstoff (einem harmlosen Teil des Erregers) begegnet, woraufhin es Gedächtniszellen und Antikörper bildet, um bei einem echten Krankheitserreger schnell reagieren zu können; leichte Impfreaktionen wie Fieber oder Armschmerzen sind oft ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem arbeitet, um Schutz aufzubauen.
 

Was ist der Unterschied zwischen passiver und aktiver Impfung?

Der Hauptunterschied liegt darin, dass die aktive Impfung das eigene Immunsystem anregt, langfristige Gedächtniszellen und Antikörper gegen einen Erreger zu bilden (Schutz über Jahre), während die passive Impfung fertige Antikörper direkt in den Körper gibt, was sofort, aber nur kurzfristig (Wochen bis Monate) schützt, weil der Körper die Antikörper wieder abbaut. Aktive Impfungen sind die üblichen Schutzimpfungen (z. B. Masern), während passive Immunisierung oft bei akuten Expositionen eingesetzt wird, wenn keine Zeit für eine aktive Immunisierung bleibt. 

Welche Impfungen sind Lebendimpfungen?

Lebendimpfungen enthalten abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Erreger und rufen eine starke, oft langanhaltende Immunität hervor; zu den bekanntesten zählen die MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln), die Windpocken- (Varizellen) und die Gelbfieberimpfung, sowie der Rotavirus- und der Typhus-Schluckimpfstoff. Sie können leichte Krankheitssymptome verursachen, sind aber nicht für immungeschwächte Personen oder Schwangere geeignet. 

Ist die FSME-Impfung eine passive Impfung?

Eine passive Impfung gegen FSME ist seit 2003 in Deutschland nicht mehr verfügbar. Ein eindeutiger Nutzen dieser Impfung wurde nie bewiesen. In Einzelfällen wurden schwere FSME-Krankheitsverläufe nach Verabreichung dieser passiven Impfung vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen berichtet.

Was ist die passive Impfung?

Eine passive Impfung (oder Immunisierung) ist die direkte Gabe von fertigen Antikörpern (Immunglobulinen) gegen einen Erreger, anstatt das eigene Immunsystem zur Produktion anzuregen, wie bei einer klassischen aktiven Impfung; sie bietet sofortigen, aber nur kurzfristigen Schutz (Wochen bis Monate), da die Antikörper abgebaut werden, und wird bei akuter Gefahr (z. B. nach Tetanus-Wunde) oder wenn eine aktive Impfung nicht möglich ist, eingesetzt.
 

Ist die Gürtelroseimpfung eine Lebendimpfung?

Ja, es gibt einen Lebendimpfstoff gegen Gürtelrose (Zostavax), aber die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt heute den deutlich wirksameren und langlebigeren Totimpfstoff (Shingrix) als Standardimpfung für alle über 60-Jährigen und Risikogruppen ab 18, da der Lebendimpfstoff nur eine eingeschränkte Wirksamkeit hat und für Immungeschwächte ungeeignet ist. Der Totimpfstoff enthält keine lebenden Viren, ist gut verträglich und wird in zwei Dosen verabreicht, auch wenn bereits der Lebendimpfstoff genutzt wurde.
 

Ist die Tollwut-Impfung aktiv oder passiv?

Die Tollwutimpfung ist immer eine Kombination aus aktiver (Totimpfstoff, der den Körper zur Antikörperbildung anregt) und passiver Immunisierung (direkte Gabe von Antikörpern, Immunglobulin), wenn ein Risiko besteht, da der Körper nicht sofort selbst Antikörper bilden kann; bei einer Reise ohne Risiko ist nur die aktive Impfung nötig, um langfristigen Schutz aufzubauen. Die passive Immunisierung mit fertigen Antikörpern dient als Sofortschutz nach einem Biss oder Kontakt, während die aktive Impfung den lang anhaltenden, eigenen Schutz aufbaut. 

Wie werden passive Impfstoffe hergestellt?

Die bei der passiven Impfung (s. u.) verabreichten Antikörper werden in der Regel aus menschlichem Blut hergestellt. Aus bis zu 20.000 gepoolten (zusammengegossenen) Blutkonserven werden die Antikörper extrahiert.

Welche Impfung hält ein Leben lang?

Lebenslangen Schutz bieten meist Lebendimpfungen wie gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR) und Windpocken (Varizellen) nach vollständiger Grundimmunisierung. Andere Impfungen, die Teile des Erregers nutzen (z.B. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten), erfordern regelmäßige Auffrischungen, da der Schutz nachlässt. Die STIKO empfiehlt Auffrischungen für Erwachsene, z.B. alle 10 Jahre für Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten.
 

Was sind die Vorteile einer passiven Immunisierung?

Der Hauptvorteil der passiven Immunisierung ist der sofortige Schutz durch direkt verabreichte Antikörper, was bei akuten Infektionen oder nach Erregerkontakt entscheidend ist, wenn keine Zeit für den Aufbau eines Immungedächtnisses bleibt, da die Antikörper direkt wirken und das Immunsystem entlasten. Sie ist nützlich, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder ein unbekannter Erreger vorliegt und wird beispielsweise bei Tetanus, Tollwut oder nach Kontakt mit Masern eingesetzt.
 

Wie schnell wirkt die Impfung bei einer passiven Immunisierung?

Eine passive Immunisierung wirkt sofort, hält aber nur wenige Wochen bis Monate an.

Ist die Tetanus-Impfung aktiv oder passiv?

Die Tetanus-Impfung ist grundsätzlich eine aktive Impfung (Totimpfstoff), die das Immunsystem zur Bildung eigener Antikörper anregt, aber bei Verletzungen kann auch eine passive Immunisierung mit fertigen Antikörpern (Immunglobulinen) nötig sein, um sofortigen Schutz zu bieten, was dann eine Simultanimpfung (aktiv + passiv) ist. Der Standard-Tetanus-Impfstoff ist ein Tetanus-Toxoid (inaktiviertes Toxin) für die Langzeit-Vorsorge.
 

Warum bietet die passive Immunisierung keinen Langzeitschutz?

Durch die passive Immunisierung entsteht ein sofortiger Schutz - dieser hält jedoch lediglich einige Wochen bis maximal drei Monate an, da sich die zugeführten Antikörper wieder abbauen. Die passive Immunisierung wird somit vorrangig im Notfall eingesetzt und bietet keinen Langzeitschutz.