Zum Inhalt springen

Was ist lg1 und lg2 in der Pflege?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Milan Walter  |  Letzte Aktualisierung: 1. November 2026
sternezahl: 4.5/5 (46 sternebewertungen)

LG1 und LG2 (Leistungsgruppe 1 und 2) sind Qualifikationen in der Pflege, die definieren, welche medizinischen Tätigkeiten Pflegekräfte (oft Pflegehilfskräfte) eigenständig ausführen dürfen, um Pflegefachkräfte zu entlasten. LG1 umfasst grundlegende Aufgaben wie Blutdruckmessen, Medikamentengabe und Blutzuckermessung, während LG2 komplexere Tätigkeiten wie die Versorgung von Dekubitus (Wundliegen) Grad 2, Klistiere oder suprapubische Katheterpflege beinhaltet, wofür mehr Fachkenntnis nötig ist.

Was darf man mit LG1 und LG2?

Mit LG1 und LG2 (Leistungsgruppe 1 & 2) in der Pflege dürfen Pflegehilfskräfte ihre Kompetenzen erweitern, um nach ärztlicher Anordnung medizinische Tätigkeiten zu übernehmen, die über die Grundpflege hinausgehen, wie z.B. Blutdruck-/Blutzuckermessung (LG1), Injektionen (s.c.), Medikamentengabe, Kompressionsstrümpfe anziehen (LG1) sowie Flüssigkeitsbilanzierung, Katheterversorgung (SPK), Dekubitusversorgung (Grad 2) und Einreibungen (LG2). Diese Qualifikation ermöglicht eine eigenständigere Arbeit in Krankenhäusern, Heimen und ambulanten Diensten, entlastet Fachkräfte und eröffnet bessere Berufsaussichten. 

Wie lange dauert LG1 und LG2?

Die Dauer der Weiterbildung für Behandlungspflege LG 1 und LG 2 variiert je nach Anbieter, umfasst aber meist ca. 160-186 Theorie-Unterrichtseinheiten (UE) plus ein obligatorisches dreimonatiges Praktikum, was sich in Vollzeit auf etwa 5 Wochen komprimieren lässt, aber auch länger dauern kann, je nach Tempo und Bundesland (z.B. in NRW oft ein verpflichtendes 480-stündiges Praktikum). 

Was ist der Behandlungspflegeschein LG 1 und LG 2?

Behandlungspflegeschein (LG1) - Grundlehrgang/Ausbildung

In diesem Kurs erlernen Pflegehilfskräfte die Fähigkeiten um Maßnahmen der Behandlungspflege 1 durchführen zu können. Im Anschluss an den Lehrgang ist noch eine Praxisanleitung von 20h in der eigenen Pflegeeinrichtung/Pflegedienst notwendig.

Was ist LG2 in der Pflege?

Die LG2-Qualifikation steht für Leistungsgruppe 2 der Behandlungspflege und umfasst komplexere medizinische Aufgaben, die eine höhere Verantwortung und oft eine dreijährige Pflegeausbildung (Pflegefachkraft) voraussetzen.

Behandlungspflege Kurse | LG1 & LG2 | Pflege | Erste-Hilfe | Medical-Moments | Folge 11

18 verwandte Fragen gefunden

Was bedeutet LG1 in der Pflege?

LG1 in der Pflege steht für Leistungsgruppe 1 der Behandlungspflege und ist eine Qualifikation, die Pflegehilfskräften nach einer entsprechenden Schulung erlaubt, grundlegende medizinische Aufgaben unter Anleitung einer Fachkraft auszuführen, wie z.B. Blutdruck messen, Medikamente richten, Insulin spritzen oder Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen. Diese Weiterbildung ist ein wichtiger Schritt, um den Fachkräftemangel zu mildern und die Versorgung zu sichern, da sie Pflegehelfern erweiterte Kompetenzen nach § 37 SGB V vermittelt.
 

Was bedeutet LG1?

LG1 (Leistungsgruppe 1) ist eine Qualifikation in der deutschen Pflege, die Pflegehilfskräften nach einer speziellen Schulung erlaubt, grundlegende medizinische Aufgaben der Behandlungspflege zu übernehmen, wie Blutdruck messen, Medikamente richten und einfache Verbände anlegen, und ergänzt oft die komplexere LG2-Qualifikation für fortgeschrittenere Tätigkeiten. Sie ermöglicht Pflegekräften, ihren Aufgabenbereich zu erweitern und ist eine wichtige Qualifizierung für die häusliche und ambulante Pflege, um den steigenden Bedarf zu decken.
 

Kann man mit LG1 und LG2 im Krankenhaus arbeiten?

Ihre Berufsperspektiven als Behandlungspfleger*in LG1/LG2

Mit unserer Weiterbildung schaffen Sie die ideale Grundlage für eine langfristige Karriere im Gesundheitswesen – ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder als ambulante Pflegekraft.

Wie viel kostet der Behandlungspflegeschein LG 1?

LG1 und LG2 jeweils: 400 EUR pro Person. Sie können die Module auch einzeln, also nur LG1 oder LG2, buchen.

Welche 3 Aufgaben dürfen Pflegehelfer nicht ausführen?

In diesem Fall darf man folgende Aufgaben nicht übernehmen: Injektionen setzen, Medikamente verabreichen, Kanülen o. ä. setzen, Wachkomapatienten/-innen betreuen sowie Beatmungsgeräte o.

Was verdient man mit Lg1 und Lg2?

Wie viel verdient ein Pflegehelfer-mit-Lg1-+-Lg2 in Deutschland? Wenn wir uns die Gehaltsstatistik von Pflegehelfer-mit-Lg1-+-Lg2 in Deutschland ab dem 24. Dezember 2025 ansehen, verdient der vertretene Arbeitnehmer 40.208 €; genauer gesagt 3.351 € pro Monat, 773 € pro Woche oder 19,71 € pro Stunde.

Was dürfen einjährige Pflegehelfer?

Ein 1-jähriger Pflegehelfer (oft als Pflegefachassistenz oder Krankenpflegehelfer bezeichnet) darf Grundpflege (Waschen, Anziehen, Mobilisation), Betreuung (Beschäftigung, Gespräche) und Hauswirtschaftliches (Zimmerreinigung, Wäsche) übernehmen, aber keine Medikamente verabreichen oder Wunden versorgen, da dies Fachkraft-Aufgaben sind; einfache medizinische Aufgaben wie Blutdruck-, Puls-, Blutzuckermessung sind oft unter Anleitung oder nach spezieller Weiterbildung erlaubt, aber Medikamentengabe (auch Richten) und Verbandwechsel sind tabu.
 

Was darf ich mit Pflegebasiskurs machen?

Der Pflegebasiskurs befähigt zur Arbeit in ambulanten Pflegediensten, stationären Altenpflegeeinrichtungen, sozialen Betreuungs- und Besuchsdiensten oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe. Auch für die Pflege von Angehörigen bildet die Weiterbildung eine solide Grundlage.

Was dürfen Pflegehilfskräfte nicht?

Pflegehelfer dürfen keine eigenständigen medizinischen Maßnahmen durchführen, wie Injektionen geben, Medikamente verabreichen (außer bei spezieller Delegation), Infusionen legen, Katheter wechseln oder komplexe Wundversorgung übernehmen; diese Aufgaben sind examinierten Pflegefachkräften vorbehalten, um Risiken für Patienten zu minimieren und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Sie konzentrieren sich auf die Grundpflege (Körperpflege, Hilfe bei der Ernährung, Mobilität) und Betreuung (Spaziergänge, Alltagsgestaltung). 

Welche Maßnahmen umfasst die Behandlungspflege LG 1 und LG 2 in NRW?

Die Behandlungspflege LG1 und LG2 in NRW sind Qualifikationen für Pflegehilfskräfte, die über grundlegende Tätigkeiten hinausgehen und spezifische Maßnahmen wie Blutdruck- und Blutzuckermessung (LG1) sowie komplexere Verbandwechsel, Katheterversorgung oder Injektionen (LG2) ermöglichen, geregelt nach § 37.2 SGB V und dem Landesrahmenvertrag NRW, und werden durch spezialisierte Kurse bei Anbietern wie Malteser, KPM oder TÜV vermittelt, um Pflegehelfer zu qualifizieren.
 

Was ist der Unterschied zwischen Pflegehelfer und Pflegefachhelfer?

Der Hauptunterschied liegt in Ausbildungstiefe und Befugnissen: Pflegehelfer (oder -assistenten) leisten vor allem Grundpflege (Körperpflege, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme) und arbeiten stark angeleitet, während Pflegefachkräfte (mit dreijähriger Ausbildung) auch Behandlungspflege (Medikamente, Wundversorgung) übernehmen dürfen, eigenständiger agieren und die Pflegeplanung mitgestalten können. Die Bezeichnung "Pflegefachhelfer" ist oft synonym mit "Pflegehelfer" oder "Pflegeassistenz" und kennzeichnet eine kürzere Qualifikation zur Unterstützung der Fachkräfte. 

Wie lange dauert der LG1 und LG2 Schein?

Der Lehrgang ist als Modul konzipiert, eine in sich geschlossene Lerneinheit, mit einem Zeitumfang von 186 Unterrichtseinheiten. Diese setzt sich aus Präsenztagen und einem persönlichen Praxisauftrag von 26 Std. zusammen.

Was ist günstiger, 24 Stunden Pflege oder Pflegeheim?

Die 24-Stunden-Pflege ist im Durchschnitt günstiger, wenn die laufenden Haushaltskosten eingerechnet und die familiäre Situation stabil sind. Das Pflegeheim verursacht höhere Eigenanteile, bietet jedoch mehr Sicherheit, professionelle Strukturen und Entlastung für Angehörige.

Was zahlt die Krankenkasse für Behandlungspflege?

Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für Pflege, Betreuung und Behandlungspflege bis zu einem Betrag von jährlich 1.854 Euro. Voraussetzung ist, dass keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des Elften Buchs Sozialgesetzbuch ( SGB XI) festgestellt ist.

Was darf ich mit LG1 und LG2 machen?

Mit LG1 und LG2 (Leistungsgruppe 1 & 2) in der Pflege dürfen Pflegehilfskräfte ihre Kompetenzen erweitern, um nach ärztlicher Anordnung medizinische Tätigkeiten zu übernehmen, die über die Grundpflege hinausgehen, wie z.B. Blutdruck-/Blutzuckermessung (LG1), Injektionen (s.c.), Medikamentengabe, Kompressionsstrümpfe anziehen (LG1) sowie Flüssigkeitsbilanzierung, Katheterversorgung (SPK), Dekubitusversorgung (Grad 2) und Einreibungen (LG2). Diese Qualifikation ermöglicht eine eigenständigere Arbeit in Krankenhäusern, Heimen und ambulanten Diensten, entlastet Fachkräfte und eröffnet bessere Berufsaussichten. 

Was gehört zur Behandlungspflege LG1 und LG2?

Behandlungspflege LG1 und LG2 sind standardisierte Leistungsgruppen für qualifizierte Pflegehilfskräfte, die erweiterte medizinische Aufgaben übernehmen dürfen, um Pflegefachkräfte zu entlasten und die Patientenversorgung zu verbessern. LG1 umfasst grundlegende Tätigkeiten wie Blutdruck-/Blutzuckermessen, Medikamentengabe und Verbandwechsel. LG2 beinhaltet spezialisiertere Aufgaben wie die Versorgung von Dekubitus Grad 2, Katheterpflege (SPK) und Flüssigkeitsbilanzierung. 

Was dürfen Pflegehilfskräfte in der ambulanten Pflege?

Als Pflegehilfskraft bist du im ambulanten Pflegedienst überwiegend für grundpflegerische Tätigkeiten wie die Körperpflege zuständig. Aber auch die Hilfe im täglichen Leben, zum Beispiel das Zubereiten von Mahlzeiten oder die Unterstützung beim Spazierengehen, liegt in deinem Aufgabenbereich.

Wie viel kostet ein LG1 Schein?

Die Kosten für den LG1-Schein (Behandlungspflege Leistungsgruppe 1) variieren je nach Anbieter, liegen aber oft zwischen etwa 350 € und 900 € für den reinen Modulpreis oder sind Teil eines größeren Pakets, wobei manche Anbieter Kosten von ca. 400 € pro Modul (LG1 oder LG2) nennen, während andere Komplettpakete für LG1+LG2 um 970 € anbieten. Es gibt auch Möglichkeiten zur Förderung durch Bildungsgutscheine, und der Preis kann je nach Schulungsinstitut und enthaltenen Leistungen (Materialien, Praxisanleitung) schwanken. 

Wer bekommt die 125 € bei Pflegegrad 1?

Alle Versicherten mit anerkanntem Pflegegrad, die ambulante Leistungen von der Pflegeversicherung beziehen, haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro. Entscheidend ist, dass sie im häuslichen Umfeld gepflegt werden.

Was darf ein gelernter Pflegehelfer?

Vor allem für Betreuung und Haushalt, nicht für medizinische Tätigkeiten. So dürfen die Betreuungskräfte zwar bei der sogenannten Grundpflege helfen – beim Anziehen und Waschen zum Beispiel oder beim Essen. Außerdem können sie mit den Pflegebedürftigen spazieren gehen oder sie anderweitig beschäftigen.

← Vorheriger Artikel
Wem kann ich sagen was in mir wühlt?
Nächster Artikel →
Wo gibt es Bastei Eierlikör?