Was ist eine kalte Flamme?
Gefragt von: Carlo Wilhelm-Bauer | Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (24 sternebewertungen)
Eine kalte Flamme ist eine Form der Verbrennung, die bei viel niedrigeren Temperaturen (oft schon ab ca. 120 °C) als sichtbare Flammen stattfindet, weil die Reaktion nicht vollständig abläuft, sondern sich auf einer Oberfläche stabilisiert, wodurch wenig Licht und Wärme freigesetzt wird; sie wird z.B. in modernen Heizsystemen (Porenbrennern), speziellen Trockendampfkaminen (oft mit Ultraschall) oder der kalten Pyrotechnik für Effekte genutzt. Es gibt auch medizinische Anwendungen mit Plasma, das sich kalt anfühlt, um Hautkrankheiten zu behandeln, und der Begriff beschreibt umgangssprachlich Geräte zur Haarentfernung an Tieren.
Welche Temperatur hat eine kalte Flamme?
"Kaltes Feuer" (chemilumineszierende Flammen) brennt bei viel niedrigeren Temperaturen als normales Feuer, oft schon ab etwa 120 °C für die Einleitungsreaktion von Kohlenwasserstoffen, während die eigentliche Flamme je nach Brennstoff und Mischung typischerweise zwischen 300 °C und 500 °C liegt, was für sichtbares, aber schwächeres Leuchten reicht, ohne das umgebende Material sofort zu verbrennen. Es ist eine Vorstufe der Verbrennung mit Wärmeabgabe, aber ohne vollständige Zerstörung, oft sichtbar durch Methanol oder Borane.
Was sind kalte Flammen?
Bei der „Kalte Flammen Reaktion“ handelt es sich um eine Vorreaktion der Verbrennung unter Wärmeabgabe. Der Brennstoff wird in einem Temperaturbereich von 300 °C bis 500 °C eingebracht und nur zu einem Teil umgesetzt.
Ist es möglich, eine kalte Flamme zu haben?
Kalte Flammen können in Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Aldehyden, Ölen, Säuren, Wachsen und sogar Methan auftreten . Die niedrigste Temperatur einer kalten Flamme ist nicht genau definiert und wird üblicherweise als die Temperatur festgelegt, bei der die Flamme in einem dunklen Raum mit bloßem Auge erkennbar ist (kalte Flammen sind bei Tageslicht kaum sichtbar).
Was bedeutet kaltes Feuer?
Kaltes Feuer wird i.d.R. angewandt, um die Streuschicht auf Acker- und Grünlandbrachen zu reduzieren, die Auswirkungen einer Mahd werden nachgeahmt (SCHREIBER 2000).
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Was ist die kühlste Flamme?
Die kühlsten Flammen entstehen normalerweise durch eine Wasser-Alkohol-Mischung, da das Wasser zusammen mit dem Alkohol verdunstet und die Flamme kühlt. Zum Beispiel verbrennt eine 50:50-Mischung aus Isopropylalkohol und Wasser auf einem Lappen, ohne den Lappen zu verkohlen.
Kann Feuer kalt sein?
Ja, es gibt "kaltes Feuer", was meistens Leuchterscheinungen meint, die durch chemische Reaktionen ohne starke Hitze entstehen, wie bei Biolumineszenzen (z.B. Glühwürmchen) oder bestimmten chemischen Prozessen, die Licht erzeugen, aber kaum Wärme abgeben, und im weitesten Sinne auch chemische Stoffwechselreaktionen (Verbrennungen) im Körper. Der Begriff kann sich auch auf spezielle Brenntechniken beziehen, um Vegetation zu kontrollieren, die eher glimmt als brennt, aber die klassische Vorstellung von Feuer mit Hitze ist anders.
Wie kalt kann eine Flamme sein?
Es gibt also keine festgesetzte Temperatur, unterhalb derer keine Flamme existieren kann.
Ist eine Flamme immer gleich heiß?
Innerhalb einer Flamme gibt es in der Regel unterschiedliche Bereiche, deren Temperaturen sich um einige hundert Kelvin unterscheiden können. Dass mit Luft eine geringere Flammtemperatur erreicht wird als mit reinem Sauerstoff, liegt in erster Linie daran, dass der enthaltene Stickstoff mit erhitzt werden muss.
Welche Farbe hat die wärmste Flamme?
Bei der Verbrennung wird aber gleichzeitig Wärme frei. Und so entstehen in der Flamme Temperaturen von 1200 bis 1400 Grad. Bei dieser Hitze fangen die Rußteilchen an zu glühen – das ist das Gelb-Rote, was wir sehen.
Welche 3 Flammentypen gibt es?
Mit dem Gasbrenner kannst du drei verschiedene Flammentypen erzeugen: die leuchtende Flamme, die nicht leuchtende Flamme und die rauschende Flamme.
Was tun bei Kältebrand?
Bei einer Kälteverbrennung (Erfrierung) sofort an einen warmen Ort, nasse Kleidung ausziehen, mit warmen Decken zudecken, nicht reiben oder Schnee benutzen und langsam aufwärmen, ggf. warmes Wasser (ca. 40°C) verwenden; bei schweren Fällen oder Unsicherheit Notruf 112 wählen und medizinische Hilfe suchen.
Ist die blaue oder die rote Flamme heißer?
Ja, blaues Feuer ist deutlich heißer als rotes oder gelbes Feuer, weil es auf eine vollständigere Verbrennung mit höheren Temperaturen hindeutet; Blau hat eine kürzere Wellenlänge und höhere Energie als Rot, was sich in der höheren Temperatur der Flamme widerspiegelt, wie z.B. bei einem Gasbrenner mit blauer Flamme.
Wie viel Grad hat Glut Lagerfeuer?
Die Glut in einem Lagerfeuer erreicht typischerweise Temperaturen zwischen 500 °C und 800 °C in der Ausbrandphase, wobei die heißesten Stellen auch über 1000 °C erreichen können, insbesondere wenn die Flammen noch brennen; die Farbe der Glut (von Rot bis Gelbrot) gibt einen guten Hinweis auf die Temperatur.
Was bedeutet blaues Feuer?
Blaues Feuer bedeutet meist vollständige, saubere Verbrennung (bei Gasen) oder die Anwesenheit bestimmter chemischer Elemente wie Kupfer oder Schwefel (bei speziellen Effekten), aber auch eine hohe Temperatur, da die Flammenfarbe von der chemischen Zusammensetzung und dem Sauerstoffangebot abhängt. Es kann auch symbolisch für „himmlische Liebe“ stehen oder ein spezieller Effekt in Videospielen sein.
Wie hoch ist die Hitze bei einem Hausbrand?
Ein Hausbrand erreicht schnell sehr hohe Temperaturen, typischerweise 600 bis über 800 Grad Celsius schon nach wenigen Minuten, wobei die Hitze in bestimmten Bereichen (z. B. Decke oder bei Fettbränden) noch intensiver sein kann. Im Verlauf können die Temperaturen weiter auf 1.000 °C und mehr ansteigen, was Baumaterialien verformt, Stahl durchwärmt und eine immense Gefahr für Menschen darstellt.
Was ist die kälteste Flamme?
Die kälteste Flamme sind sogenannte "kalte Flammen" (Cool Flames), die bei der unvollständigen Verbrennung von Brennstoffen wie Kohlenwasserstoffen und Alkoholen bei niedrigen Temperaturen von etwa 120 °C bis 500 °C entstehen, oft kaum sichtbar sind und sich als schwaches Leuchten zeigen. Es gibt aber auch spezielle Materialien wie Weißer Phosphor, der bereits bei 30 °C in der Luft verbrennt und eine sehr niedrige Flamme erzeugt, sowie extremere Laborversuche, die Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (Pico-Kelvin) durch Bose-Einstein-Kondensate erreichen, aber das sind keine "echten" Verbrennungsflammen im klassischen Sinn.
Wird es durch Kerzen wärmer im Raum?
Ja, Kerzen können einen Raum erwärmen, da sie Wärme abgeben, aber ihre Heizleistung ist gering und für eine spürbare Erwärmung vieler Kerzen nötig, was Sicherheitsrisiken (Brand, CO2, Feinstaub) birgt; spezielle Teelichtöfen können die Wärme besser verteilen, aber auch sie ersetzen keine herkömmliche Heizung. Sie eignen sich eher, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und die Temperatur minimal zu erhöhen, besonders in gut isolierten, kleinen Räumen.
Wie viel Grad hat ein Lagerfeuer?
Ein Lagerfeuer hat je nach Zone unterschiedliche Temperaturen: Die kühlere blaue Zone nahe dem Holz erreicht etwa 600°C, während die gelb-orangen Bereiche der Flamme, bedingt durch glühende Rußpartikel, bis zu 1000°C bis 1400°C heiß werden können, mit Spitzenwerten bei ca. 1100°C, wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, wobei die Glut darunter um 800°C heiß glüht.
Gibt es so etwas wie kaltes Feuer?
Es ist auf der Erde selten, aber es kommt vor . Die Unterschiede zwischen „heißen“ und „kalten“ Flammen sind recht deutlich: Wenn eine kalte Flamme entzündet wird, erzeugt sie möglicherweise nur eine um einige zehn Grad Celsius höhere Temperatur als ihre Umgebung, während eine heiße Flamme die Temperatur um Tausende von Grad Celsius erhöht.
Was ist heißer, Glut oder Flamme?
Unter anderem die Temperatur des Feuers. Die Temperatur der sichtbaren Flamme bzw. des sichtbaren Feuers ist höher als die Temperatur der Glut. Innerhalb der Flamme und der Glut gibt es verschiedene Wärmezonen.
Was ist die kälteste Flammenfarbe?
Rot ist tatsächlich die kälteste Farbe. Entgegen dem, was uns unsere Küchenarmaturen suggerieren: Rotes Licht besitzt die geringste Energie. Eine blaue Flamme ist heißer als eine rote. Blaue Sterne am Himmel sind heißer als rote.
Warum ist Feuer heiß und nicht kalt?
Viele kleine Teilchen. Die Wärmeenergie des Feuers macht nämlich etwas mit uns. Grob gesagt besteht der Körper aus vielen, vielen kleinen Teilchen, die sich bewegen. Hitze sorgt dafür, dass diese Teile sich schneller bewegen.
Wie nennt man ein kaltes Feuer?
Kalte Flamme , eine Flamme mit einer maximalen Temperatur unter etwa 400 °C (752 °F).
Welche Temperatur hat eine Flamme?
Übliche Flammentemperaturen
900–1.600 °C (1.652–2.912 °F) [abhängig vom Luftventil, offen oder geschlossen.]
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