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Was ist ein Separierungskonto?

Gefragt von: Philip Reichert-Giese  |  Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026
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Ein Separierungskonto ist meist eine informelle Bezeichnung für ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto), ein spezielles Girokonto in Deutschland, das einen monatlichen Grundfreibetrag vor Pfändungen durch Gläubiger schützt, um das Existenzminimum zu sichern. Der Begriff wird auch für ein Auskehrungskonto genutzt, ein Unterkonto, auf das die Bank Beträge über dem Freibetrag verschiebt, die dann an den Gläubiger ausgekehrt werden können. Es dient dazu, das Sozialstaatsprinzip durchzusetzen, indem es lebensnotwendige Gelder schützt, während der Rest pfändbar bleibt.

Was passiert mit dem Geld auf dem Auskehrungskonto?

Geld auf dem Auskehrungskonto (ein Unterkonto des P-Kontos) sind eigentlich unverbrauchte Beträge, die über den monatlichen Freibetrag hinausgingen: Sie werden zunächst dort geparkt, um eine sofortige Pfändung zu verhindern und können im nächsten Monat wieder auf das normale P-Konto überwiesen werden, um den Freibetrag zu erhöhen; wird dieser Betrag jedoch auch im Folgemonat nicht verbraucht, droht nach etwa drei Monaten die Pfändung durch den Gläubiger, es sei denn, es handelt sich um einen speziellen Fall (Moratorium).
 

Wie kann ich mein PSK-Auskehrungskonto löschen?

DieLöschung eines PSK-Auskehrungskontos kann verschiedene Gründe haben, beispielsweise wenn Sie keine Verwendung mehr für das Konto haben oder die Gebühren für das Konto nicht mehr tragen wollen. In der Regel müssen Sie sich an Ihre Bank oder das Finanzinstitut wenden, das das PSK-Auskehrungskonto führt.

Was passiert mit Gemeinschaftskonto bei Trennung?

Gemeinschaftskonto bei Scheidung oder Trennung

Denn bei einem Oder-Gemeinschaftskonto könne jeder Kontoinhaber beziehungsweise jede Kontoinhaberin auch nach der Trennung allein über das gesamte Kontoguthaben weiter verfügen.

Wem gehört das Geld auf einem Einzelkonto?

Ein Einzelkonto gehört nur einem Ehegatten allein. Das gilt auch dann, wenn der andere Ehegatte eine Kontovollmacht hat. Deshalb gehört auch ein Guthaben auf diesem Konto einzig und allein dem betreffenden Ehegatten. Umgekehrt sind Schulden auf dem Konto auch nur seine Schulden.

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Sollten Ehepaare ein Konto haben oder getrennte?

Ein Gemeinschaftskonto ist sinnvoll, wenn zwei oder mehr Personen – wie etwa Familien, Partner, Vereine oder WG-Bewohner – zusammen Ausgaben bezahlen möchten. Es ist praktisch, um gemeinsame Rechnungen zu führen, denn alle haben bei der Bank den gleichen Zugriff.

Was ist besser, Einzel- oder Gemeinschaftskonto?

Ein Gemeinschaftskonto eignet sich für Paare, WGs oder Familien, um gemeinsame Kosten zu teilen, bietet Transparenz, birgt aber gesamtschuldnerische Haftung; ein Einzelkonto gibt volle Autonomie, erfordert aber mehr Aufwand für die Verwaltung geteilter Ausgaben, oft kombiniert mit einer Vollmacht. Die Wahl hängt von der gewünschten Transparenz und dem Grad des finanziellen Zusammenwachsens ab – es gibt auch eine Mischform mit Einzelkonten plus einem „Oder“-Gemeinschaftskonto. 

Welcher Kontostand zählt bei Trennung?

Hat der Ehegatte aus Anlass der Trennung das gemeinsame Girokonto leergeräumt, lässt sich mit einem Kontoauszug beweisen, welchen Kontostand das Konto am Tag der Trennung hatte. Sind Sie Mitkontoinhaber, haben Sie gegenüber der Bank gleichermaßen einen Anspruch darauf, wie der Kontostand war.

Welche Nachteile hat ein Gemeinschaftskonto?

Nachteile eines Gemeinschaftskontos sind die gesamtschuldnerische Haftung für Schulden (auch bei Überziehung), die steuerlichen Risiken durch Schenkungssteuer bei ungleichen Einzahlungen, potenzielle Konflikte bei unterschiedlichen Finanzvorstellungen, die Komplexität bei Trennung oder Tod und dass eine Pfändung das Konto komplett blockiert, so Sparda-Bank Berlin, WirtschaftsWoche. 

Wie kann man sein Geld vor einer Scheidung in Sicherheit bringen?

Um Vermögen vor einer Scheidung zu schützen, sind ein notariell beurkundeter Ehevertrag (z.B. mit Gütertrennung), eine faire Scheidungsfolgenvereinbarung oder der Einsatz einer Familienstiftung die besten Wege, um den gesetzlichen Zugewinnausgleich zu modifizieren oder zu umgehen. Wichtig ist, rechtzeitig (am besten vor der Ehe) zu handeln, Vermögenswerte zu dokumentieren (Anfangsvermögen) und bei drohender Vermögensverschiebung einen vorzeitigen Zugewinnausgleich zu beantragen oder bei Schenkungen eine Zustimmung einzuholen. 

Was passiert, wenn man ein P-Konto auflöst?

Wenn Sie ein P-Konto auflösen, wird der Pfändungsschutz aufgehoben, was bedeutet, dass Ihr gesamtes Guthaben wieder pfändbar wird und Ihr Konto entweder in ein normales Girokonto zurückgewandelt oder komplett gekündigt wird, wobei Sie bei bestehender Pfändung das Geld an die Gläubiger abgeben müssen, falls es den Freibetrag übersteigt, oder Sie erst auf eine Umwandlung warten müssen, bevor Sie ein neues P-Konto eröffnen können. 

Wie komme ich an mein Geld vom P-Konto?

Auf einem P-Konto können Sie Geld ganz normal abheben, solange Ihr Guthaben innerhalb des monatlichen Freibetrags liegt (aktuell mind. 1.560 €), denn der Schutz gilt fortlaufend, nicht nur bei Geldeingang. Sie können die Sparkassen-Card für Bargeldabhebungen am Automaten oder Zahlungen nutzen; Überweisungen und Lastschriften funktionieren ebenfalls bis zum Freibetrag. Wichtig: Das P-Konto ist ein reines Guthabenkonto ohne Dispokredit, also keine Überziehung möglich. 

Was passiert, wenn man zu viel Geld auf einem P-Konto hat?

Wenn Sie zu viel Geld auf einem P-Konto haben, wird der Überschuss automatisch auf ein separates, geschütztes Auskehrungskonto umgeleitet und kann für bis zu drei Monate angespart werden; nach dieser Frist (also im vierten Monat) wird das angesparte Restguthaben an die Gläubiger ausgezahlt, wenn es nicht verbraucht wurde, da der Pfändungsschutz dann entfällt und die Bank den Betrag freigeben muss. 

Was bedeutet PSK Auskehrungskonto?

Ein PSK-Auskehrungskonto ist ein spezielles Unterkonto eines Pfändungsschutzkontos (P-Konto), das überschüssige Gelder verwaltet, die den monatlichen Freibetrag übersteigen, um sie zunächst zu sichern und einen Ausgleich schwankender Einkommen zu ermöglichen, bevor sie an Gläubiger "ausgekehrt" werden. Dieser Mechanismus, geregelt in § 850k ZPO, schützt das Existenzminimum, indem nicht verbrauchte oder überschüssige Beträge in den nächsten Monat übertragen werden, was einen Puffer für unregelmäßige Zahlungen schafft. 

Was passiert, wenn man mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat?

Wenn Sie mehr als 100.000 € auf einem Konto haben, sind Beträge darüber hinaus nicht gesetzlich abgesichert, falls die Bank pleitegeht, Sie können also den übersteigenden Teil verlieren, aber Sie können Ihr Risiko durch Aufteilung auf mehrere Banken oder alternative Anlagen minimieren und Sparkassen bieten oft zusätzliche Absicherung über freiwillige Fonds. Zudem müssen Sie mit niedrigen oder negativen Zinsen (Verwahrentgelt) rechnen und Inflation entwertet das Guthaben langfristig. 

Warum soll man nicht so viel Geld auf dem Girokonto haben?

Man sollte nicht zu viel Geld auf dem Bankkonto haben, weil es durch Inflation an Wert verliert (Geldentwertung), oft keine oder nur geringe Zinsen bringt und höhere Risiken wie Cyberkriminalität birgt; zudem fallen bei manchen Banken für hohe Guthaben sogar Verwahrentgelte an, wodurch man Geld verliert, anstatt es zu vermehren. Stattdessen sollte man größere Beträge in besser verzinsten Anlagen wie Tages- oder Festgeld (Tagesgeld ist flexibler) oder Wertpapieren (langfristig) anlegen, wobei die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank schützt.
 

Was passiert, wenn jemand stirbt und sie ein gemeinsames Bankkonto haben?

Was passiert mit dem Konto von Eheleuten im Todesfall? Ein Gemeinschaftskonto wandelt sich nicht in ein Nachlasskonto um. Als Mitkontoinhaber der verstorbenen Person können Sie bis zur Abwicklung des Nachlasses über das Konto verfügen.

Wem gehört das Geld auf dem Gemeinschaftskonto?

Das Geld auf einem Gemeinschaftskonto gehört grundsätzlich beiden Partnern je zur Hälfte, unabhängig davon, wer wie viel eingezahlt hat, es sei denn, es gibt eine klare Vereinbarung oder besondere Umstände (z.B. ein Schenkungseingang). Jeder Kontoinhaber darf über seinen Anteil verfügen; bei einer Trennung wird der Saldo hälftig geteilt, wobei der, der mehr einzahlt, einen Ausgleichsanspruch hat, was aber intern geklärt werden muss. 

Soll man als Ehepaar getrennte Konten haben?

Du solltest also ein Gemeinschaftskonto nur mit Menschen führen, denen Du vertrauen kannst. Hat die andere Person Probleme, ihr Geld zusammenzuhalten und gibt öfter spontan viel Geld aus, ist ein Gemeinschaftskonto womöglich nicht die passende Lösung. Getrennte Konten sind dann die bessere Wahl.

Kann ein Ehepartner einfach viel Geld vom gemeinsamen Konto abheben?

Jeder Ehegatte darf also maximal die Hälfte des Guthabens abheben und für sich verwenden. Aus den näheren Umständen kann sich aber ausnahmsweise auch einmal ergeben, dass intern einem der Eheleute mehr als die Hälfte des Guthabens zusteht.

Ist es sinnvoll, drei verschiedene Bankkonten zu haben?

Mehrere Giro- und Sparkonten können Ihnen helfen, Ihre Ausgaben zu kontrollieren und Ihre finanziellen Ziele zu erreichen . Die Anzahl der benötigten Konten hängt von Ihren Zielen ab. Beschränken Sie sich nicht nur auf Girokonten – Sparkonten und andere Kontoarten können Ihnen ebenfalls helfen.

Was darf man im Trennungsjahr nicht?

Im Trennungsjahr darf man keine häusliche oder wirtschaftliche Gemeinschaft mehr pflegen (getrennt von Tisch und Bett leben), also nicht mehr zusammen schlafen, kochen, einkaufen oder gemeinsame Finanzen verwalten, sondern muss eine klare Trennung von Haushalt und Lebensführung zeigen, was auch getrennte Schlafzimmer und Einkäufe bedeutet, auch wenn ein gemeinsamer Haushalt aus finanziellen Gründen unter Dach möglich ist. Versöhnungsversuche sind erlaubt, wenn sie kurz sind, aber zu lange Versuche können das Trennungsjahr zurücksetzen, und eine neue Partnerschaft ist grundsätzlich erlaubt, kann aber Unterhaltsfragen beeinflussen. 

Was ist die 3-Konten-Methode?

Die 3-Konten-Methode ist ein Finanzmanagement-System, bei dem das Einkommen auf drei separate Konten aufgeteilt wird: ein Fixkosten-Konto (Miete, Strom), ein Spaß- oder Genuss-Konto (Freizeit, Hobbys) und ein Sparkonto (Zukunft, Notfälle), nach dem Prinzip „Pay yourself first“. Es hilft, Ausgaben zu überblicken, Verpflichtungen zu erfüllen und gleichzeitig gezielt zu sparen, indem man sich zuerst "selbst bezahlt", bevor andere Rechnungen beglichen werden.
 

Was besagt die 50-30-20-Regel für Paare?

Gemeinsam als Paar ein Budget zu erstellen bedeutet, flexibel zu bleiben und als Team zusammenzuarbeiten – besonders wenn sich Bedürfnisse, Ziele und Finanzen ändern. Was besagt die 50/30/20-Regel für Ehepaare? Es handelt sich um eine beliebte Budgetierungsmethode, die empfiehlt , 50 % des Einkommens für notwendige Ausgaben, 30 % für Wünsche und 20 % für Ersparnisse oder Schuldentilgung einzuplanen .

Wer zahlt was auf getrennte Konten?

Getrennte Konten:

ein monatliches Haushaltsgeld eingezahlt wird. Je nach Gehaltshöhe werden daraus monatliche Fixkosten, Lebenshaltungskosten und Extras etwa zu gleichen Teilen von den Partnern bezahlt.

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