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Was ist ein Selbstgespräch?

Gefragt von: Wilhelmine Held  |  Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2026
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Selbstgespräche sind ein normales Kommunikationsmittel mit sich selbst, das hilft, Gedanken zu ordnen, Probleme zu lösen, Emotionen zu verarbeiten und die Konzentration zu steigern, indem man sich selbst Anweisungen gibt oder Situationen durchdenkt. Sie dienen der Selbstmotivation, der Vorbereitung auf Gespräche und der Strukturierung von Handlungen und können sowohl innerlich als auch laut geführt werden, wobei das Aussprechen die Verarbeitung intensiviert. Während sie meist harmlos sind, können exzessive oder negativ gefärbte Selbstgespräche ein Anzeichen für psychische Belastung sein, die Grenze ist erreicht, wenn die Realität nicht mehr von der inneren Welt unterschieden werden kann.

Was bedeuten Selbstgespräche?

Selbstgespräche sind eine normale Form der Eigenkommunikation, die hilft, Gedanken zu sortieren, Probleme zu strukturieren, Stress abzubauen und sich selbst zu motivieren; sie sind ein nützliches Werkzeug zur Selbstorganisation und -reflexion, das die kognitive Leistung und Koordination verbessern kann, indem man sich selbst Anweisungen gibt oder schwierige Situationen durch das laute Formulieren verarbeitet. 

Was ist Selbstgespräch?

Selbstgespräche sind die Art und Weise, wie du mit dir selbst sprichst, mit deiner inneren Stimme . Dir ist das vielleicht nicht bewusst, aber du tust es mit ziemlicher Sicherheit. Diese innere Stimme begleitet dich vom Aufwachen bis zum Schlafengehen und kann dir helfen, Erfahrungen zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen.

Sind Selbstgespräche eine psychische Störung?

Zwar werden Selbstgespräche im öffentlichen Raum häufig mit einer psychischen Erkrankung in Verbindung gebracht, sind aber nur selten ein Anzeichen dafür.

Wie nennt man ein Selbstgespräch?

Der Monolog (griechisch μόνος mónos, deutsch ‚allein', und griechisch λόγιον lógion, deutsch ‚[Aus-]Spruch', siehe -log; lateinisch Soliloquium) ist im Gegensatz zum Dialog ein Selbstgespräch und findet vor allem im Drama Verwendung.

(Inner) monologue - what is it and how do you write it?

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Sind Selbstgespräche in Ordnung?

Dabei reden die meisten Erwachsenen gelegentlich mit sich selbst. Psychologen haben herausgefunden, dass Selbstgespräche keineswegs ein Anzeichen für Verrücktheit sind. Im Gegenteil: Sie können sehr sinnvoll sein. Für kleine Kinder ist dies völlig normal: Sie reden, singen und murmeln ständig vor sich hin.

Was sind die 5 Phasen des Selbstgesprächs?

Helmstetter erläutert die von ihm so genannten fünf Ebenen des Selbstgesprächs ( Negative Akzeptanz, Erkenntnis und Veränderungsbedürfnis, Entscheidung zur Veränderung, Das bessere Ich und Universelle Affirmation ) und zeigt Ihnen, wie Sie diese Ebenen durcharbeiten können, um tiefgreifende Veränderungen in Ihrem Leben zu bewirken.

Ist Selbstgespräch eine psychische Störung?

Selbstgespräche können zwar hilfreich sein, aber auch schädlich. Zwar ist Selbstgespräch nicht in jedem Fall ein Anzeichen für eine psychische Erkrankung, doch ist es ein häufiges Merkmal bei Menschen mit bestimmten psychischen Störungen . Negative Selbstgespräche können zudem das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen stark beeinträchtigen.

Wann sind Selbstgespräche nicht mehr normal?

„Die Grenze, bis zu welchem Punkt Selbstgespräche normal sind und ab wann krankhaft, ist sicherlich fließend”, sagt Falkai. Problematisch wird es in jedem Fall dann, wenn sich der inneren Stimme fremde, real nicht existente Stimmen hinzugesellen und sich der Betroffene mit diesen angeregt unterhält.

Was sind erste Anzeichen von Schizophrenie?

Frühwarnzeichen für Schizophrenie sind oft subtil und schleichend (Prodromalphase), wie sozialer Rückzug, Leistungsabfall in Schule/Beruf, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, gesteigerte Empfindlichkeit für Reize (Licht, Geräusche) und ein allgemeines Misstrauen oder die Wahrnehmung von Verschwörungen. Auch ungewöhnliche Interessen (z.B. Religiöses, Übernatürliches) und Veränderungen in der Wahrnehmung, wie das Gefühl, beobachtet zu werden oder seltsame körperliche Empfindungen, können erste Hinweise sein, die oft mit der Pubertät verwechselt werden.
 

Was sagen Selbstgespräche über einen aus?

Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass das Sprechen mit sich selbst einen wichtigen Zwischenschritt in der kindlichen Gehirn- und Sprachentwicklung darstellt. Mit der Zeit verlagert sich dieses Selbstgespräch in die gedankliche Ebene und wird zur „inneren Stimme“.

Was sind die 5 Ps des Selbstgesprächs?

Die 5 Ps stehen für Präsenz, Geduld, Perspektive, Beharrlichkeit und Verspieltheit . Jede dieser Eigenschaften spiegelt einen Aspekt unseres wahren Selbst wider, der Heilungsprozesse auf natürliche Weise unterstützt. Wenn diese Eigenschaften aktiv sind, fühlen sich unsere inneren Anteile gesehen, gehört und verstanden.

Wie kann ich Selbstgespräche stoppen?

Befolge zunächst eine einfache Regel: Sag dir selbst nichts, was du nicht auch zu anderen sagen würdest . Sei freundlich und ermutigend zu dir selbst. Wenn ein negativer Gedanke auftaucht, bewerte ihn rational und konfrontiere ihn mit positiven Bestätigungen deiner Stärken. Denke an die Dinge, für die du in deinem Leben dankbar bist.

Welche Menschen machen Selbstgespräche?

Menschen, die Selbstgespräche führen, sind oft gewissenhaft, introvertiert oder impulsiv, haben ein starkes Bedürfnis nach Kognition oder waren einsam als Kinder (z.B. Einzelkinder). Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht krankhaft ist, sondern oft die Konzentration fördert, Gedanken sortiert, Probleme löst, Motivation steigert und Stress abbaut – ähnlich wie ein innerer Monolog, der nur gelegentlich laut wird, um die Realität greifbarer zu machen. 

Was sind innerliche Selbstgespräche?

„Wenn wir von Selbstgesprächen sprechen, meinen wir in der Regel ein bewusstes, willentliches inneres oder äußeres Sprechen mit uns selbst. Menschen wissen dabei, dass die Gedanken und Worte aus ihnen selbst kommen – es ist eine Form von dialogischem Denken und Selbstregulation“, erklärt Haneveld.

Was ist negatives und positives Selbstgespräch?

Negative Selbstgespräche untergraben unser Selbstvertrauen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Positive Selbstgespräche hingegen führen zu einer glücklicheren und gesünderen Lebenseinstellung und verbessern unsere Erfolgschancen deutlich. Jeder Mensch führt Selbstgespräche.

Bei welcher psychischen Erkrankung führt man Selbstgespräche?

Häufiges Symptom bei Depression und Demenz

„Bestimmte psychische Erkrankungen im Bereich der Psychosen beispielsweise haben als Kernsymptom eine Störung der Denkabläufe“, sagt auch Wedekind. Auch bei Patienten mit schweren Depressionen oder Demenzkranke kommen Selbstgespräche häufig vor.

Wie merkt man, dass man innerlich kaputt ist?

Dass du innerlich kaputt bist, erkennst du an Gefühlen der Leere, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit, begleitet von körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Herzklopfen, Übelkeit und ständiger Müdigkeit, sowie psychischen Anzeichen wie sozialem Rückzug, Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, innerer Unruhe, dem Gefühl, eine Rolle zu spielen, oder der Unfähigkeit, Freude zu empfinden. Typisch sind auch ein Mangel an Interesse, sich selbst zu versorgen, und eine innere Zerrissenheit, die sich in Inkonsequenz zeigt.
 

Wie verhalten sich Menschen mit wenig Selbstwertgefühl?

Menschen können aus unterschiedlichen Gründen ein niedriges Selbstwertgefühl aufweisen. Häufig haben Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl negative Gefühle wie Angst zu versagen, verhalten sich unauthentisch anderen gegenüber oder trauen sich nicht, ihre Ziele zu verfolgen.

Ist es bedenklich, Selbstgespräche zu führen?

Nein, Selbstgespräche sind normalerweise nicht schlimm, sondern ein normales und oft sehr nützliches menschliches Verhalten, das hilft, Gedanken zu ordnen, Probleme zu lösen, Stress zu bewältigen, die Konzentration zu fördern und sich selbst zu motivieren; erst wenn sie zwanghaft, belastend oder wie fremde Stimmen wirken, können sie ein Anzeichen für psychische Probleme sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Welche Arten von Selbstgesprächen gibt es?

Hier wird in der Forschung zwischen System 1 und System 2 Selbstgesprächen unterschieden. System 1 Selbstgesprä- che kommen spontan, schnell und sind eher emotionsgesteuert, während Sys- tem 2 Selbstgespräche das Resultat innerer Reflexion sind.

Was sind negative Selbstgespräche?

Die meisten schenken ihnen weiter keine Beachtung, doch sie bleiben nicht ohne Folgen. Negative Selbstgespräche – auch Self Talk oder Selbstbotschaften genannt – hinterlassen einen bleibenden Eindruck in der Psyche und haben Einfluss darauf, wie man seine Umwelt wahrnimmt oder was man sich zutraut.

Warum führe ich ständig Selbstgespräche?

Sie führen Selbstgespräche, um Ihre Gedanken zu ordnen, Probleme zu strukturieren, sich zu motivieren, Stress abzubauen und die Konzentration zu steigern, wobei oft dieselben Gehirnregionen wie bei echten Gesprächen aktiv sind. Es hilft, das Handeln zu planen, Emotionen zu verarbeiten und die Leistung zu verbessern, indem man Dinge ausspricht, um sie klarer zu fassen. In Maßen sind Selbstgespräche ein gesundes Werkzeug zur Selbstorganisation und Selbstregulierung. 

Was sind positive Selbstgespräche?

Die meisten Selbstgespräche dienen in erster Linie dazu, Eindrücke und Gedanken zu sortieren. Dadurch, dass wir die Dinge zu Sätzen formulieren und (laut oder leise) aussprechen, werden wir aufmerksamer, hören uns quasi selbst zu und können so Probleme besser ordnen, strukturieren, angehen und dann auch lösen.

Wie nennt man ein Selbstgespräch noch?

Monolog m. 'Selbstgespräch', Übernahme (18. Jh.)