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Was ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Keller?

Gefragt von: Hiltrud Graf B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 14. April 2026
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Die optimale Luftfeuchtigkeit im Keller liegt meist zwischen 40 % und 60 %, wobei Werte bis 65 % noch als unbedenklich gelten, besonders bei kühleren Kellern mit Temperaturen um 10–15 °C. Bei höherer Feuchtigkeit steigt das Risiko für Schimmel und Modergeruch, während zu trockene Luft Materialien austrocknen kann. Bei Nutzung als Wohnraum oder Lager für empfindliche Dinge sind 40–60 % ideal, bei Lagerung von Lebensmitteln können leicht höhere Werte akzeptabel sein.

Wie feucht darf ein Keller maximal sein?

Ein Keller darf eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 65 Prozent haben, wobei der Wert je nach Nutzung variiert; über 65-70 % steigt das Schimmelrisiko stark an, während unter 40 % Materialien austrocknen können, weshalb eine Überwachung mit einem Hygrometer wichtig ist, um Schäden an Bausubstanz und gelagerten Gütern zu vermeiden. 

Sind 40 % Luftfeuchtigkeit gut für den Keller?

Die ideale Luftfeuchtigkeit im Keller liegt typischerweise zwischen 40 % und 55 % . Dieser Bereich ist optimal, da er hohe Luftfeuchtigkeit verhindert, die zu Feuchtigkeit und Kondensation führen kann. Außerdem reduziert er muffige Gerüche und beugt Schimmelbildung vor, die in feuchten Bereichen besonders gut gedeiht.

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent im Keller bedenklich?

Eine Luftfeuchtigkeit von 80 % im Keller ist sehr hoch und kritisch, da dies Schimmelbildung begünstigt und die Bausubstanz schädigen kann; ideal sind 50–65 %, besonders in älteren Kellern kann sie oft dauerhaft über 70 % liegen, was Maßnahmen wie intelligentes Lüften (nur wenn außen kühler und trockener), den Einsatz eines Luftentfeuchters mit Hygrostat oder in Extremfällen eine Kellerdämmung erfordert.
 

Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal für einen Keller ohne Fenster?

Für den Keller ist eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 65 Prozent ideal. Gerade in fensterlosen Räumen lohnt es sich, die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zu messen. Liegt sie nämlich stark über dem idealen Wert, ist reines Belüften nicht ausreichend. Dann empfiehlt es sich, einen Luftentfeuchter zu kaufen.

Keller richtig Lüften - Diese typischen Fehler solltest du unbedingt vermeiden!

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Bei welcher Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel im Keller?

Schimmel entsteht im Keller typischerweise bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 65-70 Prozent über längere Zeit, idealerweise bei Werten um die 80 Prozent, da sich dann Kondenswasser an kühlen Oberflächen bildet und Schimmelsporen einen perfekten Nährboden finden. Die optimale Luftfeuchtigkeit im Keller liegt bei 40 bis 60 Prozent; Werte über 70% garantieren Schimmelbildung, daher sind ein Hygrometer und richtiges Lüften wichtig. 

Soll man im Winter die Kellerfenster offen lassen?

Nein, Kellerfenster sollten im Winter nicht dauerhaft offen bleiben, aber regelmäßiges Stoßlüften bei kalter, trockener Außenluft ist ideal, um Feuchtigkeit zu senken und Schimmel vorzubeugen; Fenster nur bei Frost kurz (5-10 Min.) ganz öffnen, um die kalte Luft hereinzulassen und die feuchte warme Luft entweichen zu lassen, aber ein Auskühlen der Bausubstanz und Wasserleitungen verhindern.
 

Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal für einen Altbaukeller?

Für den Keller in einem Altbau liegt die optimale Luftfeuchtigkeit idealerweise zwischen 35 % und 55 %, im Winter sogar eher im unteren Bereich, um Schimmel vorzubeugen, da alte Bausubstanz oft empfindlicher ist. Werte über 60–65 % begünstigen Schimmelbildung; über 70 % wird es kritisch, weshalb ein regelmäßiges Messen mit einem Hygrometer ratsam ist und Stoßlüften, besonders zu kühlen Tageszeiten, hilft, die Feuchtigkeit zu kontrollieren.
 

Wann gilt ein Keller als trocken?

Bei der Skala von Profigeräten gilt ein Wert von 50 als trocken. Ab 80 ist die Wand leicht feucht und ab 120 hat man es mit einer stark durchfeuchteten bis durchnässten Kellerwand zu tun.

Wie bekomme ich die Luftfeuchtigkeit im Keller runter?

Um die Luftfeuchtigkeit im Keller zu senken, sollten Sie richtig lüften (Stoßlüften bei kühler Außenluft), Heizung und Luftzirkulation nutzen (Möbel von Wänden abrücken, leicht heizen) und Feuchtigkeitsquellen wie Wäschetrocknen vermeiden oder sofort lüften; bei hartnäckigen Problemen helfen elektrische Luftentfeuchter, langfristig kann eine professionelle Abdichtung nötig sein.
 

Warum ist im Keller die Luftfeuchtigkeit so hoch?

Warme Luft enthält hohe Wassermengen. Wenn Sie nun das Kellerfenster öffnen, dringt die warme Luft in den kalten Raum und kühlt sich ab. Kalte Luft kann allerdings weniger Wasser aufnehmen als warme, weshalb sich die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Wie schnell steigt die Luftfeuchtigkeit im Keller?

Luftfeuchtigkeit im Keller

Der Keller ist der kälteste Raum eines Gebäudes. Deshalb kann die Luft nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie in anderen Räumen und kondensiert schneller. Die Luftfeuchtigkeit im Keller sollte nicht konstant über 60% steigen.

Soll man bei Regen den Keller lüften?

Sehen Sie vom Lüften bei Regen oder Schnee ab, damit kein Wasser in die Kellerräume gelangt. Stellen Sie Möbel nicht direkt an die Wände, sondern lassen Sie Luft dazwischen. So kann die Luft im Raum optimal zirkulieren und es bilden sich keine Sporen hinter den Möbeln.

Welche Wandfeuchte im Keller ist normal?

Eine normale Kellerwand hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 1,5 bis 15 % (je nach Baustoff), wobei Werte zwischen 3-10 % oft als normal gelten, während die Luftfeuchtigkeit idealerweise bei 40-60 % liegt (max. 65 %), um Schimmel und Modergeruch zu vermeiden. Problematisch wird es ab ca. 80 Digits (Profi-Skala) oder über 65 % relativer Luftfeuchtigkeit, was auf Kondensation oder aufsteigende Feuchtigkeit hindeutet.
 

Sind alte Keller immer feucht?

Alte Keller sind so in der Regel durch Feuchte belastet. Für Keller von Altbauten bis ca. in die 1920er Jahre ist daher ein feuchter Keller eher der Normalzustand als ein Baumangel oder sogar ein Bauschaden. Das Gebäude büßt damit auch nichts an seiner Standsicherheit ein.

Wie lange dauert es, einen feuchten Keller zu Trocknen?

Zeitdauer: Leicht feuchte Wand: Kann innerhalb von ein paar Tagen bis zu einigen Wochen trocknen, besonders wenn unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Stark durchfeuchtete Wand: Kann mehrere Wochen bis Monate dauern, besonders wenn keine unterstützenden Maßnahmen ergriffen werden.

Wie lüfte ich einen feuchten Keller richtig?

Um einen feuchten Keller richtig zu lüften, sollten Sie Stoßlüften mit Durchzug (10–15 Minuten) praktizieren, am besten wenn es draußen kühler und trockener ist, idealerweise morgens oder abends, um warme, feuchte Sommerluft zu vermeiden. Schließen Sie die Fenster danach wieder komplett, lassen Sie sie nie auf Kipp, und nutzen Sie kalte Wintertage für maximalen Luftaustausch, da die kältere Luft weniger Feuchtigkeit trägt. 

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 77 Prozent im Keller bedenklich?

Kurz und knapp beantwortet: Für Kellerräume gilt meist ein Richtwert von rund 40–60 % relativer Luftfeuchte. Für reine Lagerbereiche sind Werte bis ca. 65 % in Ausnahmefällen noch akzeptabel. Bei einer Umwandlung des Kellers zum Wohn- oder Hobbyraum sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40–50 % sein.

Wie entferne ich muffigen Geruch aus dem Keller?

Um muffigen Kellergeruch zu beseitigen, müssen Sie zuerst die Feuchtigkeit reduzieren und lüften, dann die Ursachen (Schimmel, Rohre) bekämpfen und schließlich mit Hausmitteln wie Essig, Natron, Kaffee oder Aktivkohle die Gerüche neutralisieren und durch gute Lagerung vorbeugen. Bei hartnäckigen Problemen können Luftentfeuchter oder Bautrockner helfen und im Extremfall eine professionelle Abdichtung notwendig sein. 

Wie viel Prozent Feuchtigkeit darf im Keller sein?

Ein Keller darf eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 65 Prozent haben, wobei der Wert je nach Nutzung variiert; über 65-70 % steigt das Schimmelrisiko stark an, während unter 40 % Materialien austrocknen können, weshalb eine Überwachung mit einem Hygrometer wichtig ist, um Schäden an Bausubstanz und gelagerten Gütern zu vermeiden. 

Soll man einen feuchten Keller heizen?

Die Feuchtigkeit dem Keller entziehen

Im Winter empfiehlt sich, den Keller zu heizen. Durch kontrolliertes Heizen verhindern Sie nicht nur eingefrorene Wasser- und Heizungsrohre, sondern auch Schimmel oder Schäden an der Bausubstanz. Beim Heizen erwärmt sich die Luft, so dass sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Wie bekomme ich Feuchte Luft aus dem Keller?

Wenn Sie die Luftfeuchtigkeit senken oder tief halten wollen, lüften Sie den Keller 10 bis höchstens 15 Minuten täglich, am besten an kalten und trockenen Wintertagen. Die kalte Aussenluft wärmt sich auf, nimmt Luftfeuchtigkeit auf, entzieht dem Mauerwerk Feuchtigkeit und trocknet so den Keller langsam aus.

Warum sollten Kellerfenster im Sommer geschlossen bleiben?

Auch wenn die Bewohner:innen also vermuten, dass die warme Witterung den Keller trocknet – im Sommer sollten Kellertür und Kellerfenster besser geschlossen bleiben. Denn sonst verschlimmern sich die Probleme mit der Feuchtigkeit, was wiederum die ideale Grundlage für einen Schimmelpilzbefall ist.

Kann Schimmel trotz normaler Luftfeuchtigkeit entstehen?

Ja, Schimmel kann trotz scheinbar normaler Luftfeuchtigkeit entstehen, weil warme, feuchte Luft an kalten Stellen wie schlecht isolierten Außenwänden oder Fensterlaibungen kondensiert, lokale Oberflächenfeuchtigkeit auf über 80 % erhöht und so Schimmelbildung begünstigt. Falsches Lüften (zu wenig oder nur gekippt) und Baumängel wie Wärmebrücken sind Hauptursachen; Feuchtigkeit kann auch durch Lecks oder aufsteigende Nässe eindringen. Regelmäßiges Stoßlüften, richtiges Heizen und die Beseitigung baulicher Mängel sind entscheidend.