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Was ist die mindestmiete?

Gefragt von: Eckhardt Vogt B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026
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"Mindestmiete" kann zwei Bedeutungen haben: Entweder die Mindestmietdauer (eine vertraglich festgelegte Zeit, in der nicht gekündigt werden kann) oder die steuerlich relevante Mindestmiethöhe (mindestens 50-66% der ortsüblichen Miete, um Werbungskosten abzusetzen). Im gewerblichen Mietrecht kann es auch eine Sockelmiete sein, die fix gezahlt wird, bevor umsatzabhängige Teile hinzukommen.

Wie hoch ist die Mindestmiete?

Mindestmiete einhalten: mindestens 50 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete. Um die steuerlichen Vorteile einer Vermietung zu erhalten, muss die Miete mindestens 50 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen.

Was verstehen Sie unter Mindestmiete?

Die Mindestmiete, auch bekannt als Festmiete, Dauermiete, Vertragsmiete oder Pauschalmiete, ist der Mindestbetrag, den der Mieter dem Vermieter zahlt, damit dieser für einen bestimmten Zeitraum eine Mindestsumme erhält .

Was bedeutet Mindestmiete?

Bei einer Mindestmietdauer verzichten Mieter und Vermieter auf das ordentliche Kündigungsrecht. Mieter verpflichten sich somit, die Wohnung für eine vertraglich festgelegte Mindestdauer anzumieten. Die typische Mindestmietdauer liegt zwischen 12 und 48 Monaten.

Wie gering darf die Miete sein?

Um den Mietpreis zu berechnen, sind Vermieter auch im Jahr 2025 dazu verpflichtet, die Kappungsgrenze einzuhalten. Sie besagt, dass die Mietpreise innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent erhöht werden dürfen (§558 Abs. 3 BGB). In einigen Städten oder Gemeinden gelten sogar 15 Prozent.

Umsatzmiete einfach erklärt | Berechnung, Vor- und Nachteile, Betriebspflicht

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Ist ein Mindestmietvertrag erlaubt?

Vermietern steht gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) Vertragsfreiheit zu, weshalb eine Mindestmietdauer rechtlich zulässig ist. Sie ist allerdings nur dann wirksam, wenn sie ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart wurde. Hierfür ist die Schriftform des § 550 BGB erforderlich.

Wie billig darf ich meine Wohnung vermieten?

Wer Wohnraum zu einer Miete anbietet, die weniger als 50 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt, wird bei der Einkommensteuer nach wie vor stark benachteiligt. Diese Vermieter müssen eine Kürzung ihrer Werbungskosten hinnehmen.

Ist es strafbar, zu wenig Miete zu verlangen?

Bei einem Mietwucher (§ 291 StGB) – wenn die Miete mindestens 50 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt und eine Zwangslage ausgenutzt wird – ist der Mietvertrag sogar nichtig und der Vermieter macht sich strafbar.

Wie hoch muss eine Mietwohnung mindestens sein?

Voraussetzung für Anrechnung: alle Räume müssen mindestens zwei Meter hoch sein, Schrägen mit weniger als einem Meter Höhe dürfen nicht berechnet werden; Räume, deren Höhe dazwischen liegt, zählen zur Hälfte als Wohnfläche.

Wie lange muss man mindestens mieten?

Wie lange kann eine Mindestmietdauer sein? Eine rechtliche Regelung, wie lange eine Mindestlaufzeit sein darf oder muss, gibt es nicht. Durchschnittlich liegt die Dauer jedoch zwischen einem und zwei Jahren. Gibt es hier Probleme ist Beratung durch einen Anwalt für Mietrecht ratsam.

Wie hoch ist der Mindestmietbetrag?

Mindestmiete oder Mietausfallmiete

Dies ist der Mindestbetrag, der garantiert wird, selbst wenn die tatsächlichen Lizenzgebühren (basierend auf Umsatz oder Produktionsmenge) geringer ausfallen . Der Nutzer muss diesen Mindestbetrag zahlen, damit der Inhaber stets Einnahmen erzielt.

Wann ist die Miete zu niedrig?

In 492 deutschen Städten und Gemeinden müssen sich Vermieterinnen und Vermieter an die Mietpreisbremse halten. Das bedeutet: Bei Neuvermietung darf der Mietzins für eine Wohnung nur zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen.

Wie lange dauert die Mindestmiete?

Wie lange darf die Mindestmietdauer betragen? Eine Mindestmietdauer zwischen 12 und 48 Monaten ist üblich. Die gesetzliche Grenze einer Mindestmietdauer beträgt maximal vier Jahre. Jede Klausel, die eine Dauer von mehr als vier Jahren besagt, ist rechtlich unwirksam und der Mietvertrag als unbefristet anzusehen.

Ist 1000 € Miete viel?

Nach der 40er-Mietregel darf die monatliche Miete deiner Wohnung nicht mehr als 1.000 Euro betragen (40.000 Euro / 40 = 1.000 Euro). Diese Regel ist einfach anzuwenden und bietet einen guten Richtwert.

Kann ich jemanden kostenlos bei mir Wohnen lassen?

Ja, Sie dürfen jemanden mietfrei wohnen lassen, besonders bei nahen Angehörigen, aber es hat steuerliche Konsequenzen: Das Finanzamt stuft dies oft als "Liebhaberei" ein, wodurch Sie keine Werbungskosten (z.B. Abschreibung, Zinsen) geltend machen können, und es können Schenkungssteuer anfallen. Ein schriftlicher Vertrag ist ratsam, um klare Verhältnisse zu schaffen und Probleme zu vermeiden, auch wenn keine Miete fließt, da eine unentgeltliche Überlassung steuerlich anders behandelt wird als eine mit Miete (oder nur Nebenkosten).
 

Wann gilt Miete als Wucher?

Mietwucher beginnt, wenn die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um mindestens 50 % übersteigt und der Vermieter die Zwangslage des Mieters ausnutzt, was eine Straftat darstellt (§ 291 StGB). Liegt die Miete 20 % über der Vergleichsmiete und nutzt der Vermieter eine Mangellage aus, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit (§ 5 WiStG). Beide Fälle erfordern, dass der Mieter keine Alternative findet, was durch den örtlichen Mietspiegel (in Städten über 50.000 Einwohner) bestimmt wird. 

Sind Mieteinnahmen bis 500 € steuerfrei?

Einen festen Freibetrag für Mieteinnahmen gibt es nicht. Entscheidend ist Ihr Gesamteinkommen und der Grundfreibetrag (2025: 12.096 €). Kurzfristige Untervermietung kann bis 520 € jährlich steuerfrei sein, wenn keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.

Ist Untermiete meldepflichtig?

Wer hier seine Wohnung an Touristinnen oder Touristen untervermieten will, braucht in der Regel eine Genehmigung des Bezirksamtes oder muss das Vorhaben zumindest anzeigen. Wer mehr als 50 Prozent der Wohnung selbst bewohnt, benötigt keine Genehmigung. Die Registrierpflicht besteht allerdings weiterhin.

Wie lange darf eine Wohnung unbewohnt sein?

Schreibt Ihre Hausratversicherung in Ihren Versicherungsbedingungen also fest, dass für vorübergehendes Unbewohntsein ein Zeitraum von 60 Tagen gilt, dann darf die Wohnimmobilie nicht für 60 aufeinanderfolgende Tage leer stehen.

Wie hoch ist der Mindestbetrag für einen Mietvertrag?

Mindestlänge des AST

Üblicherweise haben AST-Mietverträge eine Laufzeit von sechs oder zwölf Monaten , dies bedeutet jedoch nicht, dass keine der Parteien den Mietvertrag verlängern oder im Voraus eine längere oder kürzere Laufzeit vereinbaren kann!

Wann ist ein Mieter unkündbar?

Ein Mieter ist faktisch unkündbar, wenn ein lebenslanges Wohnrecht besteht, der Mietvertrag auf Lebenszeit geschlossen wurde, ein vertraglicher Kündigungsverzicht (oft nach langer Zeit) vereinbart ist, oder wenn der Mieter durch die Sozialklausel (Härtefall) (§ 574 BGB) geschützt ist, z.B. wegen Alter (über 60/schwerbehindert) und langer Mietdauer (mind. 15 Jahre) bei fehlender Ersatzwohnung. Auch ein Zeitmietvertrag mit einer unwirksamen Laufzeit über vier Jahren (wird unbefristet) oder ein Vermieter ohne berechtigtes Interesse machen den Mieter unkündbar. 

Ist eine Mindestmietdauer von 3 Jahren zulässig?

Ja, eine Mindestmietdauer von 3 Jahren ist in Deutschland grundsätzlich zulässig, da die gesetzliche Obergrenze für den Kündigungsausschluss bei 4 Jahren liegt. Während dieser Zeit können weder Mieter noch Vermieter die ordentliche Kündigung aussprechen, jedoch bleiben Sonderkündigungsrechte (z.B. bei Mängeln) und das Recht zur außerordentlichen Kündigung (z.B. bei Nichtzahlung der Miete) bestehen, berichtet advocado.de. Bei längeren Klauseln über 4 Jahre wird die gesamte Vereinbarung unwirksam. 

Bin ich verpflichtet, Miete zu nehmen?

Als Immobilieneigentümer obliegt Ihnen die Entscheidung, ob Sie eine Miete verlangen oder auf diese Einnahme verzichten. Daher spricht aus rechtlicher Sicht grundsätzlich nichts dagegen, eine solche Vereinbarung zum mietfreien Wohnen zu treffen.

Was ist ein Hamburger Mietvertrag?

Ein häufig genutzter Mietvertrag ist der „Hamburger Mietvertrag für Wohnraum“. Diesen Vertrag stellt der Grundeigentümer-Verband Hamburg von 1832 e.V. zur Verfügung. Der Vertrag wird vor allem von privaten Vermieterinnen und Vermietern benutzt.

Wie viel Miete muss ich mindestens nehmen?

Sie müssen mindestens die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen, um steuerliche Vorteile zu behalten; bei Vermietung an Angehörige gelten spezielle Regeln mit der 66%-Grenze (volle Absetzbarkeit) und der 50%-Grenze (teilweise Absetzbarkeit), sonst riskieren Sie, dass das Finanzamt die Vermietung nicht anerkennt. Die ortsübliche Miete ermitteln Sie über den Mietspiegel, basierend auf Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr der Immobilie.