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Was ist der Unterschied zwischen Venlafaxin und Citalopram?

Gefragt von: Karola Miller  |  Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2026
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Citalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), der nur das Serotonin-System beeinflusst, während Venlafaxin ein Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) ist, der sowohl Serotonin als auch Noradrenalin erhöht, was es potenziell wirksamer bei stärkeren Depressionen und Angststörungen machen kann, aber oft mit mehr Nebenwirkungen wie Schwitzen, Herzrasen oder Mundtrockenheit verbunden ist, während Citalopram oft besser verträglich ist, aber bei der Wirksamkeit in Rankings manchmal schlechter abschneidet.

Was wirkt besser, Venlafaxin oder Citalopram?

Es gibt kein pauschal "besseres" Medikament; Citalopram (ein SSRI) ist oft besser verträglich und kann bei leichten bis mittelschweren Depressionen gut wirken, während Venlafaxin (ein SNRI) bei stärkeren Depressionen und ausgeprägter Angst oft wirksamer ist, da es zusätzlich Noradrenalin beeinflusst, aber auch mehr Nebenwirkungen (wie z.B. Blutdruckerhöhung) haben kann, weshalb die Wahl vom Schweregrad der Depression, den Symptomen und der Verträglichkeit abhängt. 

Worin unterscheidet sich Venlafaxin von Citalopram?

Citalopram wirkt als SSRI, indem es die Serotoninkonzentration (5-HT) im synaptischen Spalt erhöht und dadurch angstlösende Effekte erzielt. Venlafaxin wirkt als SNRI, indem es die Konzentrationen von 5-HT und Noradrenalin (NE) im synaptischen Spalt erhöht und so therapeutische, angstlösende Effekte erzielt .

Welches Antidepressivum ist besser als Venlafaxin?

Escitalopram lindert antidepressive Symptome mindestens so effektiv wie die dual wirksamen Substanzen Venlafaxin und Duloxetin. Auch im Vergleich zu Citalopram hat der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gut abgeschnitten.

Welches ist das beste verträgliche Antidepressivum?

Die besten verträglichen Antidepressiva sind oft Wirkstoffe wie Escitalopram, Sertralin, Agomelatin und Vortioxetin, da sie ein gutes Nutzen-Risiko-Verhältnis bieten und häufig gut akzeptiert werden, besonders SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wie Escitalopram und Sertralin gelten als Mittel der ersten Wahl bei leichten bis mittelschweren Depressionen, da sie gut wirken und weniger Nebenwirkungen verursachen können als ältere Medikamente. Wichtig ist jedoch, dass die Verträglichkeit individuell ist und vom Arzt abgewogen werden muss, da auch bei vermeintlich gut verträglichen Mitteln Nebenwirkungen auftreten können, wie z.B. eine mögliche Verlängerung der QT-Zeit bei Citalopram. 

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Welches Antidepressiva hat die geringsten Nebenwirkungen?

Es gibt nicht das Antidepressivum mit den absolut wenigsten Nebenwirkungen, da dies individuell verschieden ist, aber Escitalopram und Sertralin (SSRI) sowie Agomelatin und Vortioxetin gelten als besonders verträglich mit gutem Risiko-Nutzen-Verhältnis. Bupropion ist vorteilhaft bei Gewichtszunahme, aber kann Erregung verursachen. Die Wahl hängt stark von den individuellen Symptomen und dem Ansprechen ab; die meisten Nebenwirkungen klingen nach den ersten Wochen ab.
 

Welches ist das beste Medikament gegen Angstzustände mit den wenigsten Nebenwirkungen?

Welches SSRI ist bei Angstzuständen am besten geeignet und hat die wenigsten Nebenwirkungen? Es gibt kein SSRI, das für jeden optimal ist, aber im Allgemeinen scheinen Citalopram, Escitalopram und Sertralin von den meisten Menschen gut vertragen zu werden. Ihr Arzt kann Ihnen bei der Auswahl der für Sie besten Option helfen und Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen.

Für wen ist Venlafaxin geeignet?

Venlafaxin wird zur Therapie von Depressionen, Angst- und Panikstörungen bei Erwachsenen angewendet.

Worin unterscheidet sich Venlafaxin von anderen Antidepressiva?

Kurz zusammengefasst: Effexor (Venlafaxin) und Lexapro (Escitalopram) sind beides Antidepressiva, wirken aber unterschiedlich: Effexor ist ein SNRI, Lexapro hingegen ein SSRI . Effexor kann bei therapieresistenter Depression oder Angstzuständen helfen, während Lexapro aufgrund seiner milderen Nebenwirkungen und der einfacheren Dosisreduktion oft bevorzugt wird.

Welches ist das meist verschriebene Antidepressivum?

Das am häufigsten verschriebene Antidepressivum ist nicht ein einzelner Wirkstoff, sondern die Klasse der SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), zu der Präparate wie Sertralin, Escitalopram und Citalopram gehören, die als erste Wahl bei Depressionen und Angststörungen gelten, obwohl Wirkstoffe wie Duloxetin und Mirtazapin auch sehr häufig verordnet werden, wie der Statista Arzneimittel-Atlas zeigt. 

Was ist stärker als Citalopram?

In den zwei Überlegenheitsstudien verbesserte sich die depressive Symptomatik im Behandlungsverlauf unter Escitalopram statistisch signifikant und klinisch relevant stärker als unter Citalopram (p<0,05 bzw. p<0,001 [25, 41]).

Können Citalopram und Venlafaxin zusammen eingenommen werden?

Die gleichzeitige Anwendung von Citalopram und Venlafaxin kann das Risiko eines seltenen, aber schwerwiegenden Krankheitsbildes, des sogenannten Serotonin-Syndroms, erhöhen . Zu den Symptomen können unter anderem Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfälle, extreme Blutdruckschwankungen, erhöhter Puls, Fieber, starkes Schwitzen, Schüttelfrost oder Zittern, verschwommenes Sehen usw. gehören.

Ist Citalopram mit Effexor vergleichbar?

Citalopram wird zur Behandlung von Depressionen, einschließlich schwerer depressiver Störungen (Major Depression), eingesetzt. Es ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) . Diese Medikamente wirken vermutlich, indem sie die Aktivität des Botenstoffs Serotonin im Gehirn erhöhen.

Welche Nebenwirkungen hat Venlafaxin 75 mg?

Venlafaxin 75 mg kann häufig Nebenwirkungen wie starkes Schwitzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Herzklopfen, Verdauungsprobleme (Durchfall, Verstopfung), Nervosität und sexuelle Funktionsstörungen (Libidoverlust) verursachen. Auch Blutdruckanstiege, Herzfrequenzänderungen sowie Veränderungen der Leberwerte oder Elektrolyte sind möglich. Besonders bei Absetzen können starke Entzugserscheinungen auftreten.
 

Welche Antidepressiva verursachen in der Regel keine Gewichtszunahme?

Antidepressiva, die in der Regel keine oder sogar eine Gewichtsabnahme verursachen, sind hauptsächlich Bupropion, Fluoxetin und oft auch Agomelatin sowie Venlafaxin. Bupropion gilt als das Mittel mit dem geringsten Risiko für Gewichtszunahme, während Fluoxetin häufig zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust führt. Es ist wichtig, dies mit einem Arzt zu besprechen, da die Reaktion individuell ist.
 

Kann man von einem Antidepressiva auf ein anderes wechseln?

Nein, Antidepressiva kann man nicht einfach so wechseln; ein Umstieg muss immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da ein plötzliches Absetzen zu starken Absetzsymptomen führen kann. Der Wechsel erfolgt meist durch langsames Ausschleichen des alten Medikaments und gleichzeitiges, langsames Einschleichen des neuen, wobei das Tempo je nach Medikament und Verträglichkeit variiert, manchmal sogar ein direkter Wechsel möglich ist, wenn die Präparate ähnlich wirken, aber das ist die Ausnahme. 

Welches Medikament ist vergleichbar mit Venlafaxin?

Medikamente, die Venlafaxin ähneln, sind andere Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Duloxetin und Desvenlafaxin, die einen ähnlichen dualen Wirkmechanismus auf Serotonin und Noradrenalin haben, sowie Milnacipran; sie werden zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt, wobei Duloxetin auch bei somatischen Beschwerden genutzt wird. 

Wie fühlt man sich unter Venlafaxin?

Müdigkeit kann als Nebenwirkung bei der Einnahme von Venlafaxin auftreten. Etwa 10 von 100 Personen leiden in den ersten 2 Wochen der Therapie unter Tagesmüdigkeit und Schläfrigkeit.

Was verändert Venlafaxin?

Venlafaxin hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und von Serotonin aus dem synaptischen Spalt. In geringerem Maß wird auch die Wiederaufnahme von Dopamin beeinflusst. Venlafaxin wirkt stimmungsaufhellend und antriebssteigernd. Neuere Studien legen nahe, dass Venlafaxin auch antinozizeptive Eigenschaften besitzt.

Was sollte man nicht nehmen, wenn man Venlafaxin nimmt?

Trinken Sie keinen Alkohol, während Sie mit Venlafaxin G.L. behandelt werden, da dies zu extremer Müdigkeit und Bewusstlosigkeit führen kann. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und/oder bestimmten Arzneimitteln kann die Symptome Ihrer Depression und anderer Erkrankungen, wie z.B. Angststörungen, verschlimmern.

Welches Antidepressivum wirkt am besten gegen Angst?

Die besten Antidepressiva gegen Angst sind oft SSRI (wie Sertralin, Escitalopram, Paroxetin) und SNRI (wie Venlafaxin, Duloxetin) als Mittel der ersten Wahl, da sie gut untersucht und wirksam sind, gefolgt von Alternativen wie Pregabalin, Opipramol oder Buspiron bei Nichtansprechen. Die Wahl hängt stark von der spezifischen Angststörung ab (z.B. Panikstörung, soziale Phobie, generalisierte Angst) und muss immer individuell durch einen Arzt entschieden werden, der auch Nebenwirkungen und Verträglichkeit berücksichtigt. 

Kann Venlafaxin zu Gewichtszunahme führen?

Während der Einnahme von Venlafaxin kann es bei falscher Dosierung zur Gewichtszunahme kommen. Zudem erhöht der Arzneistoff den Lipidspiegel bei längerer Anwendung, was die vermehrte Ablagerung von Fettgewebe fördert.

Welches Medikament wirkt stark angstlösend?

Starke Medikamente gegen Angstzustände sind oft Benzodiazepine (z.B. Lorazepam/Tavor) für die akute Krise, da sie schnell wirken, aber ein hohes Suchtrisiko bergen, sowie Antidepressiva (SSRIs wie Escitalopram, Paroxetin, Sertralin oder SNRIs wie Venlafaxin) für die langfristige Behandlung, da sie die Serotonin- oder Noradrenalin-Werte beeinflussen. Auch spezielle Mittel wie Pregabalin oder Buspiron werden eingesetzt, aber die Wahl des richtigen Medikaments hängt stark von der spezifischen Angststörung und der individuellen Situation ab und muss immer ärztlich verschrieben und überwacht werden. 

Welches ist das verträglichste Antidepressivum?

Die besten verträglichen Antidepressiva sind oft Wirkstoffe wie Escitalopram, Sertralin, Agomelatin und Vortioxetin, da sie ein gutes Nutzen-Risiko-Verhältnis bieten und häufig gut akzeptiert werden, besonders SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wie Escitalopram und Sertralin gelten als Mittel der ersten Wahl bei leichten bis mittelschweren Depressionen, da sie gut wirken und weniger Nebenwirkungen verursachen können als ältere Medikamente. Wichtig ist jedoch, dass die Verträglichkeit individuell ist und vom Arzt abgewogen werden muss, da auch bei vermeintlich gut verträglichen Mitteln Nebenwirkungen auftreten können, wie z.B. eine mögliche Verlängerung der QT-Zeit bei Citalopram. 

Was ist die niedrigste Dosierung von Venlafaxin?

Die niedrigste wirksame Dosis sollte beibehalten werden. Es wird empfohlen, eine Dosis von täglich 37,5 mg retardiertem Venlafaxin für 7 Tage anzuwenden. Danach sollte die Dosis auf täglich 75 mg erhöht werden.