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Was ist der storchengang?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Susan Engelhardt MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2026
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„Der Storchengang beschreibt eine Gangart, die zum klassischen Wassertreten dazugehört“, so Lehmkuhl. Die Füße werden abwechselnd aus dem Wasser gehoben und nach unten gedreht, ähnlich wie ein Storch beim Gehen. Dadurch soll die Wirkung des Wassertretens optimiert werden.

Was ist Storchengang beim Menschen?

Charakteristische Gehweise bei Menschen, deren Fußhebemuskeln gelähmt sind (z.B. aufgrund einer Peroneuslähmung). Die Betroffenen nehmen beim Gehen das Bein auffallend hoch und setzen den Fuß unvermittelt auf den Boden zurück ohne abzurollen.

Warum Storchengang?

Häufig tritt eine Fußheberschwäche nach einem Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung, einem Bandscheibenvorfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma auf. Um ein Stolpern zu vermeiden, heben Betroffene oft die Hüfte einseitig hoch und Schwingen das Bein beim Laufen nach vorne (auch Stepper- oder Storchengang genannt).

Warum kann ich meine Fußspitze beim Gehen nicht mehr anheben?

Menschen, die ihre Fußspitze beim Gehen nicht mehr anheben können, leiden an einer sogenannten Fußheberschwäche, auch Fußheberparese genannt. Beim Laufen sendet das Gehirn Signale an das Rückenmark, und von dort gehen die Impulse zur Bewegung an die Beinnerven.

Welche Auswirkungen hat eine Peroneuslähmung auf das Gangbild?

Das hat Auswirkungen auf das Gangbild: Zunächst ist der Hackengang (Fersengang) eingeschränkt. Bei einer höhergradigen Parese kommt es dann zum charakteristischen „Steppergang”: Das Bein wird beim Gehen hoch angehoben und mit hängender Fußspitze wieder aufgesetzt.

Was der Gang über Krankheiten verrät

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Wie lange dauert eine Peroneuslähmung?

Die Prognose ist gut. Je nach Ausmaß der Schädigung dauert es wenige Tage bis einige Monate, bis die Muskelfunktion wieder hergestellt ist.

Kann sich eine Fußheberparese zurückbilden?

Ob eine Fußheberschwäche heilbar ist, hängt stark von der Ursache der Erkrankung ab. Fußheberschwäche infolge eines Schlaganfalls oder eines Bandscheibenvorfalls kann sich im Laufe der Zeit verbessern oder gar ganz zurückbilden. Bei neurologischen Erkrankungen ist die Chance auf Heilung jedoch geringer.

Was ist die Ursache einer Peroneuslähmung?

Als Ursachen für eine Peroneuslähmung kommen Verletzungen, Kompressionsschädigungen, Raumforderungen und Schädigungen im Rahmen ärztlicher Maßnahmen (iatrogen) infrage.

Warum stolpere ich so oft?

Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckprobleme, aber auch Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson, ein Schlaganfall, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Demenz, Nervenschäden (Polyneuropathie) oder Epilepsie. Auffällig häufiges Stürzen sollte daher in jedem Fall vom Neurologen abgeklärt werden.

Was bedeutet es, wenn der Zehenstand nicht mehr möglich ist?

Auch wenn man den Zehenstand nicht mehr einseitig einnehmen kann, ist eine Abklärungen dringend. Bei häufig wiederkehrenden Schmerzen beim längeren Gehen sollte eine Arthrose des unteren Sprunggelenks abgeklärt werden. Sehr wichtig für die Frage der Behandlung sind Bewegungseinschränkungen des unteren Sprunggelenkes.

Welcher Arzt ist bei Gangstörungen der richtige Ansprechpartner?

Im Normalfall ist dies entweder ein Neurologe oder ein Orthopäde. Ebenso kann es sein, dass Du einen HNO-Arzt aufsuchen musst, falls Deine Gangstörungen durch Gleichgewichtsprobleme im Innenohr verursacht wird.

Was ist ein Storchenschritt?

Beim Wassertreten soll das Wasser bis zirka eine Handbreit unter dem Knie reichen. Man geht dabei 30 bis 40 Schritte im Storchengang, das heißt, man zieht den Fuß immer komplett aus dem Wasser. Danach wird das Wasser abgestreift und man lässt die Beine trocknen.

Welche neurologischen Ursachen können Gangunsicherheit haben?

Unter einer Gangstörung versteht man eine Bewegungsstörung, die das Gehen bzw. das Gangbild betrifft. Sie kann neurologische, orthopädische oder psychogene Ursachen haben. Gangstörungen vermindern die Mobilität und erhöhen gerade bei älteren Patienten das Sturzrisiko.

Welche 5 Übungen sollte man jeden Tag machen?

Wir zeigen Ihnen fünf einfache Fitness-Übungen, die Sie ohne viel Aufwand garantiert in Ihren Tagesablauf integrieren können.

  • Auf einem Bein balancieren. ...
  • Auf die Zehenspitzen stellen. ...
  • Bauch-Training – ganz einfach im Sitzen. ...
  • Die Treppe nehmen. ...
  • Kniebeugen an der Wand machen.

Wie rollt man beim Gehen richtig ab?

Auch beim Gehen setzen wir fast immer zuerst mit der Ferse auf (medial) und rollen dann über dem Mittelfuß zum großen Zeh hin ab.

Was bedeutet ständiger Bewegungsdrang?

Akathisie ist eine körperliche Bewegungsunruhe, bei der Arme und Beine ständig bewegt werden müssen. Der andauernde körperliche Bewegungsdrang führt auch zu einer inneren Unruhe. Die Akathisie kommt häufig als Symptom bei Parkinson vor, ist aber auch häufig eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente.

Warum gehen alte Menschen langsam?

Die Geschwindigkeit des Gehens verlangsamt sich, weil ältere Erwachsene kürzere Schritte machen. Der wahrscheinlichste Grund für die verkürzte Schrittlänge (der Abstand von einem Fersenaufprall zum nächsten) ist eine Schwäche der Wadenmuskeln.

Was sind psychische Gangstörungen?

Die Frequenz der Ab- Gangstörungen sind ein häufiges Symptom psychiatrischer Erkrankungen. Sie können zu er- heblichen Einschränkungen der Mobilität führen und haben eine immense subjektive und so- zioökonomische Bedeutung für den Betroffenen.

Warum stolpert man im Alter?

Meist falsche Gewichtsverlagerung

Die meisten Senioren (41 Prozent) stürzten aufgrund einer inadäquaten Gewichtsverlagerung beim Vorwärtsgehen, Stehen oder Hinsetzen. Stolpern war mit 21 Prozent der Fälle die zweithäufigste Ursache.

Kann Polyneuropathie zu Lähmungen führen?

Symptome. Typischerweise beginnt eine Polyneuropathie mit Taubheitsgefühl und Mißempfindungen an den Füßen. Im Verlauf kann sich die Symptomatik ausweiten und zu Lähmungen führen und/oder die oberen Extremitäten betreffen. Aber auch andere Manifestationsformen sind nicht selten.

Was ist eine Schädigung des Wadenbeinnervs?

Die Peroneuslähmung entsteht, wenn die Steuerung der Muskeln, die den Fuß anheben, beeinträchtigt ist. Ursache ist eine Schädigung des Wadenbeinnervs, dem sogenannten Nervus peroneus. Diese Schädigung kann an verschiedenen Stellen auftreten – zum Beispiel im Gehirn, im Rückenmark oder direkt im Bereich des Beins.

Was tun gegen Nervenkompressionssyndrom?

Schonung, Lagerungsschienen, Handgelenksmanschetten sind die ersten Therapie-Ansätze bei der Behandlung von Engpass-Syndromen der Hand. Nach einer eingehenden Untersuchung wird eine hochauflösende Kernspin-Tomographie entscheidende Anhaltspunkte liefern, ob eine OP des Nervenkompressionssyndrom notwendig wird.

Wie hoch ist die Schwerbehinderung (GdB) bei Fußheberparese?

Wegen der hochgradigen Fußheberschwäche sei der Beurteilungsbereich schon maximal ausgeschöpft und ein GdB von 40 empfohlen worden.

Warum knickt mein Bein plötzlich weg?

Wenn das Bein beim Bandscheibenvorfall wegknickt, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Nerven in der Lendenwirbelsäule gereizt oder geschädigt sind. Der Grund: Die vorgewölbte Bandscheibe übt Druck auf die Nervenwurzel aus, die für die Steuerung der Beinmuskulatur zuständig ist.

Welcher Bandscheibenvorfall strahlt in die Füße?

Ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule wirkt sich auf die untere Extremität aus. Die Schmerzen können bis in die Beine (Oberschenkel/Unterschenkel) und Füße ausstrahlen. Bei einem Massenvorfall L4/L5 können die Betroffenen auch unter einer Inkontinenz von Stuhl und Urin leiden.

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