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Was ist der Rauchpunkt bei Öl?

Gefragt von: Frau Prof. Petra Schreiber  |  Letzte Aktualisierung: 25. März 2026
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Der Rauchpunkt ist die Temperatur, bei der ein Öl anfängt zu rauchen, sich zersetzt und dabei gesundheitsschädliche Stoffe wie Acrolein freisetzt, was zu bitterem Geschmack führt und das Öl ungenießbar macht. Er hängt stark von der Qualität und Raffination ab: Natives (kaltgepresstes) Öl hat einen niedrigeren Rauchpunkt (z.B. Olivenöl 160–180 °C), während raffiniertes Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl) diesen erst bei höheren Temperaturen (oft über 220 °C) erreicht und sich daher besser zum scharfen Anbraten eignet.

Welches Öl hat den höchsten Rauchpunkt?

Raffiniertes Avocadoöl hat mit rund 271 °C den höchsten Rauchpunkt unter den gängigen Speiseölen, gefolgt von Erdnussöl (ca. 230 °C) und raffiniertem Rapsöl (ca. 200–220 °C), was es ideal für Frittieren und scharfes Anbraten macht. Wichtig ist die Raffination, da rohe Öle wie natives Olivenöl einen deutlich niedrigeren Rauchpunkt haben (130–175 °C). 

Was bedeutet ein hoher Rauchpunkt bei Öl?

Er gibt die maximale Temperatur an, auf die ein Öl erhitzt werden darf, bevor sich giftige Stoffe bilden. Je höher der Rauchpunkt, desto besser ist es geeignet. Als Beispiele für geeignete Öle sind unter anderem Sonnenblumenöl (Rauchpunkt: 220 °C) und raffiniertes Olivenöl (Rauchpunkt: 230 °C).

Welches gesunde Öl hat einen hohen Rauchpunkt?

Raffinierte Öle wie Sonnenblumen-, Raps- oder Sojaöl eignen sich besonders gut zum Braten, da sie einen hohen Rauchpunkt haben und hitzebeständiger sind als native Öle.

Welche Öle sollte man vermeiden?

Man sollte Öle mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren (Kokos-, Palmöl) und stark Omega-6-lastige Öle (Sonnenblumen-, Distel-, Mais-, Sojaöl) meiden oder stark reduzieren, da sie Entzündungen fördern können, wenn sie nicht durch Omega-3-Fettsäuren ausgeglichen werden. Auch raffinierte und gehärtete Fette sowie stark erhitzte Transfette (in Frittiertem, Fertigprodukten) sind zu meiden. Ätherische Öle wie Bergamotte oder Zitrone können bei Sonnenlicht hautschädigend wirken.
 

Pflanzenöl im Test: Diese Öle sind gesund und zum Braten | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

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Welches Öl ist auf Platz 1?

Rapsöl ist in einem rückläufigen Gesamtmarkt erneut das beliebteste Speiseöl in Deutschland – und hält diesen Spitzenplatz seit nunmehr einem Jahrzehnt. Kein anderes Öl gelangte im Jahr 2018 häufiger in die Einkaufswagen der deutschen Verbraucher.

Welchen Rauchpunkt hat Olivenöl?

Der Rauchpunkt von Olivenöl variiert je nach Qualität stark: Raffiniertes Olivenöl hat einen hohen Rauchpunkt (bis ca. 230°C) und ist gut zum scharfen Anbraten, während natives Olivenöl extra (kaltgepresst) bei niedrigeren Temperaturen (ca. 160–190°C) raucht und sich besser zum Dünsten oder für kalte Speisen eignet, aber dennoch für viele Bratvorgänge ausreichend ist. Moderne Forschung zeigt, dass der Rauchpunkt nicht der einzige Indikator für Stabilität ist; hochwertiges natives Olivenöl ist durch Polyphenole sogar hitzestabiler als oft angenommen, solange es nicht qualmt.
 

Welches Öl ist am gesündesten zum Braten?

Für gesundes Braten eignen sich Öle mit hohem Rauchpunkt und vielen einfach ungesättigten Fettsäuren wie raffiniertes Rapsöl, High-Oleic-Sonnenblumenöl und Avocadoöl (für hohe Temperaturen), während natives Olivenöl gut zum sanften Anbraten und Dünsten ist. Generell sollten Sie für höhere Hitze raffinierte Öle wählen und für kalte Speisen unraffinierte Öle (wie Lein- oder Hanföl), da diese hitzeempfindlich sind.
 

Warum sollte man Rapsöl nicht erhitzen?

Hitze kann allerdings einen Teil der wertvollen Fettsäuren und Vitamine zerstören. Werden Fette und Öle zu hoch erhitzt, können zudem gesundheitsschädliche und zum Teil krebserregende Zersetzungsprodukte entstehen.

Was ist gesünder, Rapsöl oder Sonnenblumenöl oder Olivenöl?

Rapsöl gilt oft als der beste Allrounder wegen seines idealen Verhältnisses von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren, während Olivenöl mit einfach ungesättigten Fettsäuren punktet, und Sonnenblumenöl besonders reich an Vitamin E ist. Alle drei sind gesund, aber Rapsöl wird von der DGE als "Öl der Wahl" für den täglichen Gebrauch empfohlen, da es auch für Hitze geeignet ist, während natives Olivenöl für Salate besser ist. 

Wie hoch ist der Rauchpunkt von Bertolli Olivenöl Classico?

Mit einem Rauchpunkt von bis zu 210 Grad Celsius ist er ideal zum Braten, Backen und Sautieren.

Welches Öl ist das gesündeste?

Laut Stiftung Warentest ist Rapsöl das gesündeste aller Speiseöle. Es hat eine ideale Fettsäure-Verteilung. Rapsöl ist sehr gesund und gut fürs Herz. Es stärkt durch seinen hohen Vitamin-E-Gehalt dein Immunsystem.

Welches Öl hat einen niedrigen Rauchpunkt?

Öle mit niedrigem Rauchpunkt sind meist kaltgepresste, unraffinierte Öle wie Leinöl, Hanföl, Kürbiskernöl und kaltgepresstes Olivenöl, die sich hervorragend für Salate und kalte Speisen eignen, da sie empfindlich auf Hitze reagieren und wertvolle Inhaltsstoffe verlieren. Sonnenblumen- und Distelöl haben ebenfalls niedrigere Rauchpunkte, während raffinierte Öle wie Maiskeim- oder Rapsöl höhere Temperaturen vertragen.
 

Warum qualmt mein Öl in der Pfanne?

Wenn Öl in der Pfanne raucht, ist die Temperatur zu hoch – der sogenannte Rauchpunkt ist erreicht oder überschritten, was zur Zersetzung der Fettsäuren führt und gesundheitsschädliche Stoffe freisetzt. Sie sollten das Braten abbrechen, das Öl entsorgen, die Pfanne reinigen und mit einem frischen, hitzebeständigeren Öl neu starten, da das Rauchen ein klares Zeichen für Überhitzung ist. 

Was ist gesünder, Butter oder Öl zum Braten?

Pflanzenöle sind gesünder als Butter, da sie mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten, die gut für Herz und Gefäße sind, während Butter viele gesättigte Fettsäuren hat. Fürs Braten sind spezielle Öle mit hohem Ölsäureanteil (wie Raps- oder Olivenöl) besser geeignet, da sie höhere Temperaturen vertragen, ohne schädliche Stoffe zu bilden; bei hohen Temperaturen sollte man Butter meiden, aber Butterschmalz oder spezielle Bratbutter sind eine hitzestabilere Alternative für den Geschmack. 

Welches Öl darf man nicht anbraten?

Öle wie Leinöl, Kürbiskernöl, Walnussöl und kaltgepresstes Sonnenblumenöl sind nicht zum Braten geeignet, da sie einen hohen Anteil an empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben und schnell verbrennen (niedriger Rauchpunkt), schädliche Stoffe freisetzen und ranzig werden können. Auch native Olivenöle (Extra Vergine) sollten besser nur kalt verwendet oder bei niedrigen Temperaturen genutzt werden, da sie schnell an Geschmack und gesunden Eigenschaften verlieren, wenn sie erhitzt werden.
 

Welches Öl nehme ich zum scharf anbraten?

Für scharfes Anbraten eignen sich raffinierte Öle mit hohem Rauchpunkt wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl oder Erdnussöl, da diese hitzestabil sind und nicht so schnell verbrennen. Auch Kokosöl, Palmöl (ökologisch bedenklich) und spezielle Bratöle (oft raffiniert) sind gut geeignet. Wichtig ist, dass das Öl nicht "nativ" oder "kaltgepresst" ist, sondern für hohe Temperaturen verarbeitet wurde, um geschmacksneutral und hitzebeständig zu sein.
 

Was ist besser zum Braten, Olivenöl oder Rapsöl?

Sowohl Rapsöl als auch Olivenöl eignen sich zum Braten, aber für unterschiedliche Temperaturen: Rapsöl (besonders raffiniertes) ist ein guter Allrounder mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren, gut für mittlere Hitze. Natives Olivenöl (Extra) ist geschmacklich intensiv, aber mit niedrigerem Rauchpunkt (ca. 180°C) eher zum leichten Braten und Dünsten gedacht, während spezielle Bratöle (z.B. High-Oleic) oder raffiniertes Rapsöl für scharfes Anbraten über 200°C besser sind, da dort gesunde Stoffe erhalten bleiben. 

Was passiert, wenn man Olivenöl auf 200 Grad erhitzt?

Dadurch steigt der Rauchpunkt und sie eignen sich besser zum Braten. Raffiniertes Olivenöl ist hitzebeständig bei Temperaturen von ca. 200 Grad Celsius. Bei der Heißpressung gehen aber sowohl ein großer Teil des Aromas als auch die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Öls verloren.

Kann man Bertolli Olivenöl zum Braten nehmen?

Je nach erreichter Temperatur kannst du auch kalt extrahiertes Olivenöl zum Braten nehmen. Beispielsweise alle BERTOLLI Native Olivenöle Extra, da diese bis 185 Grad Celsius erhitzbar sind.

Was bedeutet Vergine bei Olivenöl?

"Virgin Olivenöl" (oder "Natives Olivenöl") bedeutet, dass das Öl direkt aus Oliven durch rein mechanische Verfahren (Pressen) gewonnen wurde, ohne Chemikalien oder Hitze über 27°C, um Qualität, Geschmack und Nährstoffe zu erhalten; die höchste Güteklasse ist "Extra Vergine" (Extra Natives Olivenöl), das fehlerfrei sein muss, während einfach "Virgin" oder "Nativ" Öl einen höheren Säuregehalt haben darf, aber immer noch naturbelassen ist.
 

Hat Aldi gutes Olivenöl?

Aldi Olivenöle schneiden bei Tests, insbesondere denen der Stiftung Warentest im Jahr 2025, durchweg gut ab und gehören oft zu den Preis-Leistungs-Siegern, mit Noten im Bereich "gut" (ca. 2,2-2,3) für Produkte wie Cantinelle (jetzt Bellasan) und Gut Bio, die sowohl sensorisch als auch chemisch überzeugen, oft sogar besser als teurere Marken. 

Welches Öl hilft gegen Bauchfett?

Olivenöl: Dein Verbündeter gegen hartnäckiges Bauchfett

Laut „merum“ hat sich Olivenöl seit Langem als herz- und kreislauffreundliches Lebensmittel etabliert. Nun zeigen neue Studien, dass es auch beim Gewichtsmanagement und der Reduzierung von Bauchfett helfen kann.

Bei welchem Discounter gibt es das beste Olivenöl?

Das beste Olivenöl vom Discounter ist laut aktuellen Tests häufig eine Eigenmarke, wobei Rewe Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra oft als Testsieger oder Preistipp mit guter Qualität und Note "gut" abschneidet, dicht gefolgt von Aldi-Produkten wie Bellasan (ehemals Cantinelle) oder Gut Bio, die ebenfalls eine sehr gute Preis-Leistung bieten. Lidl-Öle wie Primadonna (Bio) sind ebenfalls oft unter den besseren günstigen Optionen zu finden, aber die genauen Ergebnisse variieren leicht je nach Testzeitpunkt.