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Was ist besser Gleitsichtbrille oder 2 Brillen?

Gefragt von: Herr Dr. Ralph Mack B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 8. Januar 2026
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Es gibt keine pauschal „bessere“ Lösung; eine Gleitsichtbrille ist praktisch für den Alltag, da sie alle Entfernungen abdeckt, aber eine Anpassung ist nötig und spezielle Aufgaben (z.B. PC-Arbeit) profitieren von einer Zweitbrille (z.B. Bildschirm- oder Lesebrille). Zwei Brillen (Nah und Fern) bieten oft klarere Sicht für spezifische Aufgaben, sind aber unpraktischer durch das ständige Wechseln und Mitführen. Die Entscheidung hängt vom Lebensstil, den Sehbedürfnissen und dem Budget ab, wobei eine Kombination aus Gleitsicht-Allrounder und Spezialbrille ideal sein kann.

Wann ist eine Gleitsichtbrille nicht geeignet?

Eine Gleitsichtbrille ist oft ungeeignet bei sehr aktiven Menschen, die viel Sport treiben (wegen des eingeschränkten Sichtfelds und der Verzerrungen), bei Sturzgefahr (Treppen unscharf), bei schlechten Lichtverhältnissen (mehr Reflexionen) und wenn die Brille nicht perfekt angepasst ist (z.B. bei speziellen Sehproblemen, stark unterschiedlichen Stärken oder schlechter Zentrierung), was zu Kopfschmerzen oder Nackenproblemen führen kann. Auch bei sehr starken Fehlsichtigkeiten oder spezifischen Sehproblemen wie Nahastigmatismus kann eine separate Brille sinnvoller sein. 

Was ist der größte Nachteil von Gleitsichtgläsern?

Unscharfe Nahsicht oder Fernsicht mit Gleitsichtbrillen

Nacken- und Schulterschmerzen sind häufig die gesundheitlichen Nachteile von Gleitsichtbrillen. Durch einen zu hohen Sitz der Gleitsichtbrille werden die Träger gezwungen, den Kopf unnatürlich weit nach unten zu neigen.

Für wen lohnt sich eine Gleitsichtbrille?

Eine Gleitsichtbrille ist sinnvoll, wenn Sie ab etwa 40 Jahren unscharf in der Nähe sehen (Alterssichtigkeit/Presbyopie), ständig zwischen Brillen wechseln oder die Arme beim Lesen ausstrecken, um schärfer zu sehen, da sie eine nahtlose Korrektur für Ferne, Nähe und mittlere Distanzen (wie PC) in nur einer Brille bietet. Sie ist ideal, wenn Sie Komfort suchen, nicht ständig Brillen auf- und absetzen möchten, aber dennoch klare Sicht in allen Bereichen benötigen, inklusive Autofahren und Handy-Nutzung.
 

Welchebrille ist besser: Bifokalbrille oder Gleitsichtbrille?

Gleitsichtbrillen sind die modernere und meist bessere Wahl gegenüber Bifokalbrillen, da sie einen nahtlosen Übergang zwischen Fern-, Zwischen- (z.B. PC) und Nahbereich bieten, ohne die sichtbare Linie und den "Bildsprung" der Bifokalbrille, wodurch sie ein natürlicheres Seherlebnis ermöglichen und ästhetisch unauffälliger sind. Während Bifokalbrillen nur zwei klare Sehbereiche (Nah und Fern) mit einer harten Trennkante haben, bieten Gleitsichtgläser durch sanfte Stärkeverläufe eine durchgehende Sehschärfe und sind daher komfortabler für den Alltag, erfordern aber eine kurze Eingewöhnung.
 

Unterschied zwischen Standard und Premium Gleitsichtgläsern erklärt

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Sind Gleitsichtbrillen besser als Bifokalbrillen?

Auf einen Blick: Gleitsichtgläser bieten eine nahtlose, streifenfreie Sehkorrektur in allen Entfernungen und sind damit ideal für den modernen digitalen Lebensstil. Bifokalgläser bieten eine zuverlässige und kostengünstige Korrektur für Fern- und Nahsicht.

Was ist besser, eine Gleitsichtbrille oder zwei Brillen?

Was ist besser - Gleitsichtbrille oder 2 Brillen? Ob eine Gleitsichtbrille oder zwei separate Brillen besser sind, ist eine Frage, die stark von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Einzelnen abhängt. Eine Gleitsichtbrille bietet den klaren Vorteil der Bequemlichkeit und Flexibilität.

Ab welchem Alter ist eine Gleitsichtbrille sinnvoll?

Das Alter als Orientierung dafür, ab wann eine Gleitsichtbrille sinnvoll ist. Bei den meisten Menschen setzt die Alterssichtigkeit zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr ein, und damit wird auch die Gleitsichtbrille relevant.

Ab welchem ​​Alter tragen Menschen Gleitsichtbrillen?

Gleitsichtgläser sind in der Regel für alle ab 40 Jahren notwendig. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich Presbyopie, eine altersbedingte Sehschwäche, bei der die Flexibilität des Augenfokussierungssystems nachlässt und das Fokussieren beim Lesen erschwert wird.

Was ist die Alternative zur Gleitsichtbrille?

Alternativen zur Gleitsichtbrille sind Multifokal-Kontaktlinsen, Bifokal- und Trifokalbrillen mit sichtbaren oder unsichtbaren Übergängen, separate Nah-, Fern- und Zwischenbereichsbrillen, spezielle Wellness-Gläser sowie dauerhafte Lösungen wie Augenlaser-Operationen (z.B. Monovision) oder Implantate (IOLs), die alle unterschiedliche Sehkomfort-Level, Gewöhnung und Kosten mit sich bringen.
 

Wie teuer darf eine gute Gleitsichtbrille sein?

Eine Gleitsichtbrille kann je nach Qualität, Marke und Serviceaufwand zwischen ca. 200 € bis über 1.500 € kosten, wobei gute Standardmodelle oft um die 300 € bis 600 € liegen, während Premium-Varianten mit breiterem Sehbereich und speziellen Beschichtungen teurer sind. Die Preise hängen stark von der Technologie der Gläser, dem Gestell (Marke vs. No-Name) und den individuellen Anpassungen ab, da die Krankenkassen in Deutschland kaum etwas übernehmen. 

Warum empfehlen Optiker Gleitsichtgläser?

Warum empfehlen Optiker Gleitsichtgläser? Viele Optiker empfehlen Gleitsichtgläser, weil sie mit nur einer Brille ein vollständiges Sehfeld ermöglichen, was die Lebensqualität verbessern und den Aufwand des Brillenwechsels verringern kann .

Ist eine Gleitsichtbrille zum Autofahren geeignet?

Ja, eine Gleitsichtbrille ist grundsätzlich gut zum Autofahren geeignet, da sie den nahtlosen Übergang zwischen Ferne (Straße), Mitte (Armaturenbrett) und Nähe (Navi) ermöglicht, oft aber eine Gewöhnung erfordert und spezielle Autofahrer-Gleitsichtgläser mit größerem Fernbereich die Sicherheit erhöhen können. Wichtig ist, den Kopf beim Blick in die Spiegel mitzudrehen, um die unscharfen Randbereiche zu meiden, oder spezielle Gläser mit größerem Sehfeld zu wählen. 

Warum sehe ich mit meiner Gleitsichtbrille alles unscharf?

Wenn eine Gleitsichtbrille verschwommen ist, liegt es oft an der Eingewöhnung, da sich Kopf- und Augenbewegungen anpassen müssen, um die verschiedenen Sehzonen zu finden. Häufige Ursachen sind aber auch falsche Zentrierung, ein ungünstiges Gleitsichtglas-Design (zu enge Sehbereiche) oder eine falsche Brillenanpassung (Sitz der Brille, Kopfhaltung), die zu Nackenschmerzen und Schwindel führen kann. Eine Korrektur ist meist durch eine optimale Zentrierung, ein passenderes Glasdesign oder eine neue Anpassung beim Optiker möglich. 

Kann man mit einer Gleitsichtbrille fernsehen?

Einige Menschen erleben Schwierigkeiten mit Gleitsichtbrillen beim Fernsehen. Die nahtlose Übergangszone, die für verschiedene Sehentfernungen ausgelegt ist, kann zu verschwommener Sicht auf dem Bildschirm führen, insbesondere wenn die Kopfhaltung nicht optimal ist.

Soll man Gleitsichtbrillen immer tragen?

Nein, eine Gleitsichtbrille muss man nicht immer tragen, aber es wird empfohlen, sie in der Eingewöhnungsphase konsequent und viel zu tragen, damit sich die Augen an die verschiedenen Sehzonen gewöhnen können. Später kann man sie situativ nutzen, aber sie bietet den Vorteil, dass sie alle Entfernungen in einem Glas vereint und den ständigen Brillenwechsel erspart, auch wenn man für spezielle Aktivitäten (z.B. Sport, Lesen im Bett) auch separate Brillen nutzen kann. 

Wann sollte man keine Gleitsichtbrille tragen?

Eine Gleitsichtbrille ist oft ungeeignet bei sehr aktiven Menschen, die viel Sport treiben (wegen des eingeschränkten Sichtfelds und der Verzerrungen), bei Sturzgefahr (Treppen unscharf), bei schlechten Lichtverhältnissen (mehr Reflexionen) und wenn die Brille nicht perfekt angepasst ist (z.B. bei speziellen Sehproblemen, stark unterschiedlichen Stärken oder schlechter Zentrierung), was zu Kopfschmerzen oder Nackenproblemen führen kann. Auch bei sehr starken Fehlsichtigkeiten oder spezifischen Sehproblemen wie Nahastigmatismus kann eine separate Brille sinnvoller sein. 

Welche Brille im Alter?

Prinzipiell gibt es drei Arten, die Alterssichtigkeit zu korrigieren: Korrektion mit Brillen in den Unterarten Lesebrillen, Bifokal- und Trifokalbrillen sowie Gleitsichtbrillen. Korrektion mit Kontaktlinsen. Operative Korrektion mit dem Laser.

Kann man mit Brille jünger aussehen?

Eine Brille, die DIR steht

Mit der richtig gewählten Farbe kannst du hingegen deinen Teint zum Strahlen bringen und dich nicht nur jünger, sondern auch gesünder und wacher aussehen lassen. In unserer Farbberatung für Brillenträger verraten wir dir, wie du herausfinden kannst, welche Farbe dir steht.

Woher weiß ich, ob ich eine Gleitsichtbrille brauche?

Du merkst, dass du eine Gleitsichtbrille brauchst, wenn du in der Nähe unscharf siehst (Zeitung, Handy), deinen Arm verlängern musst, um scharf zu sehen, schnell müde Augen/Kopfschmerzen bekommst oder häufig die Brille wechselst, weil du ohne sie im Nahbereich besser siehst, aber in der Ferne nicht. Es ist ein Zeichen, wenn das Lesen anstrengender wird und du bei schlechten Lichtverhältnissen noch schlechter erkennst, was auf eine beginnende Alterssichtigkeit (Presbyopie) hindeutet.
 

Wann zahlt die Krankenkasse eine Gleitsichtbrille?

Wann die Krankenkasse dafür zahlt. In drei Fällen wird deine Brille von der Krankenkasse übernommen: bei Kurz- oder Weitsichtigkeit ab 6,25 Dioptrien, einer Hornhautverkrümmung ab 4,25 Dioptrien und wenn nur noch eine maximale Sehkraft von unter 30 % vorliegt. Bei Minderjährigen ist die Brille meist Kassenleistung.

Wie lange braucht das Gehirn, um sich an eine Gleitsichtbrille zu gewöhnen?

Im Durchschnitt dauert dieser Prozess etwa ein bis zwei Wochen. In dieser Zeit gewöhnen sich Ihre Augen und Ihr Gehirn an das Zusammenspiel der verschiedenen Sehbereiche. Die Eingewöhnungszeit bei einer neuen Gleitsichtbrille ist völlig normal und kann je nach Person unterschiedlich lang ausfallen.

Was ist besser, Gleitsicht oder normale Brille?

Eine Gleitsichtbrille ist eine Mehrstärkenbrille. Es sind also mehrere Sehstärken in einem Glas vereint, sodass man in allen Entfernungen scharf sehen kann. Bei den meisten Menschen setzt die Alterssichtigkeit ab dem 45. Lebensjahr ein, und damit wird auch die Gleitsichtbrille relevant.

Soll man zwei Brillen haben?

Ist eine Ersatzbrille wirklich nötig? In Deutschland ist die Zweitbrille nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch es lohnt sich, für den Notfall eine weitere Brille zu haben, falls mit deiner Sehhilfe etwas passiert. Sonst wird es schwer, mit einer stark ausgeprägten Sehschwäche den Alltag zu bewältigen.

Wie viel sollte eine gute Gleitsichtbrille kosten?

Eine gute Gleitsichtbrille kostet in der Regel zwischen 300 und 1.200 Euro, wobei Einsteigermodelle bei ca. 100–300 € starten und Premium-Lösungen mit individueller Anpassung und hochwertigen Veredelungen auch 1.500 € oder mehr erreichen können, da der Preis stark von Glasqualität, Beschichtungen, Fassung und dem Grad der Individualisierung abhängt. Sie sollten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ab ca. 300–600 € rechnen, aber auch bei teureren Gläsern einen Mehrwert durch besseren Sehkomfort und größere Sehfelder erhalten, was eine Investition in Ihre Lebensqualität darstellt.