Was ist besser Gastherme oder Gaskessel?
Gefragt von: Frau Prof. Thekla Weigel | Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (69 sternebewertungen)
Eine Gastherme ist kompakter und günstiger in der Anschaffung, ideal für geringeren Warmwasserbedarf, während ein Gas-Brennwertkessel größer ist, oft mit externem Speicher, besser für hohen Wärmebedarf geeignet ist und durch Brennwerttechnik effizienter die Wärme aus dem Gas gewinnt, was bei hohen Verbräuchen die Laufkosten senkt und Umweltaspekte verbessert. Die Entscheidung hängt von Platz, Warmwasserbedarf und Budget ab, wobei Brennwerttechnik bei beiden Bauarten heute Standard ist.
Was ist der Unterschied zwischen Gaskessel und Gastherme?
Gasbrennwertheizungen sind Gasheizungen, die mit Brennwerttechnik arbeiten. Gasthermen sind Gasheizungen, die an der Wand hängen. Gasbrennwertkessel sind Gasheizungen, die typischerweise auf dem Boden stehen. Gas-Kombithermen vereinen Heizfunktion und Warmwasserbereitung in einem wandhängenden Gerät.
Ist eine Gastherme noch sinnvoll?
Grundsätzlich macht es Sinn, eine Gasheizung zu erneuern, weil eine moderne Heizung mit Brennwerttechnik energieeffizient arbeitet, weniger Abgase produziert und sich auch die laufenden Kosten senken lassen. Die Erneuerung der Gasheizung muss jedoch wirtschaftlich vertretbar sein.
Was ist aktuell die billigste Art zu Heizen?
Die günstigste Heizung hängt davon ab, ob Sie die Anschaffung oder die laufenden Kosten betrachten: In der Anschaffung sind Elektroheizungen am billigsten, während bei den Betriebskosten Holzpellets und insbesondere Wärmepumpen (oft in Kombination mit Photovoltaik) oft die Nase vorn haben, da sie Umgebungswärme nutzen. Für eine schnelle, aber teure Stromheizung sind Konvektoren gut, für dauerhaft niedrige Kosten sind Wärmepumpen oder Pelletheizungen die Favoriten, die sich durch staatliche Förderungen amortisieren können.
Welche Heizung baut man jetzt in ein altes Haus?
Für einen Altbau eignen sich besonders Wärmepumpen (oft mit Dämmung), Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas) und Biomasseheizungen (Pellets) wegen der 65%-Regel, aber auch (grüne) Gas-Brennwertheizungen als Übergangslösung oder Brennstoffzellenheizungen, die gut mit dem Gasanschluss im Altbau funktionieren; die beste Wahl hängt stark vom Dämmzustand des Hauses ab.
heizung.de erklärt: Die Gasheizung
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Kann ich in 10 Jahren noch mit Gas heizen?
Kein Verbot alter Öl- und Gasheizungen
Öl- oder Gasheizungen, die bereits in Betrieb sind, dürfen weiterlaufen, solange sie funktionieren. Sie können repariert werden, wenn sie kaputtgehen. Eine Austauschpflicht besteht nur, wenn die Heizung irreparabel ist.
Was kostet eine komplette Gasheizung für ein Einfamilienhaus?
Eine neue Gasheizung für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Einbau typischerweise 6.000 bis 12.000 Euro, abhängig von Gerät (Therme vs. Kessel), Leistung und zusätzlichen Arbeiten wie Kaminsanierung. Der reine Austausch einer alten Anlage liegt oft bei 8.000 Euro aufwärts, während ein Umstieg von Öl zusätzliche Kosten von 10.000 bis 15.000 Euro verursacht. Beachten Sie, dass reine Gaskäufe kaum noch gefördert werden und ab 2028 nur noch 65% erneuerbare Energien integriert werden müssen.
Was für eine Heizung sollte man jetzt einbauen?
Jetzt ist die Wärmepumpe oft die beste Wahl, besonders im Neubau und gut gedämmten Altbau, da sie erneuerbare Energien nutzt, staatlich gefördert wird und zukunftssicher ist. Alternativen sind Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas/Öl), Biomasseheizungen (Pellets/Holz) oder der Anschluss an die Fernwärme, wenn verfügbar, während Gasheizungen nur noch mit strengen Auflagen für erneuerbare Gase gefördert werden. Die Entscheidung hängt stark vom Zustand Ihrer Immobilie ab (Dämmung, Heizkörpergröße).
Was kostet eine neue Gastherme mit Einbau?
Eine neue Gastherme mit Einbau kostet inklusive Gerät und Montage meist zwischen 4.800 € und 12.000 €, wobei Gasetagenheizungen eher am unteren Ende (ca. 3.500–5.000 €) und größere Anlagen oder Kombithermen (mit Warmwasser) höher liegen, oft sogar bis zu 15.000 € oder mehr bei zusätzlichen Arbeiten wie Schornsteinsanierung, die weitere 1.000 € bis 2.500 € kosten kann. Die Kosten hängen stark von Gerätetyp (Therme vs. Kessel), Leistung, Hersteller und nötigen Zusatzarbeiten ab, wie z. B. Abgassystem oder Warmwasserspeicher.
Womit sollte ich meinen Gaskessel ersetzen?
Wenn Ihr vorhandener Gaskessel ersetzt werden muss, haben Sie im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Entweder Sie ersetzen ihn durch einen neuen Gaskessel oder Sie beißen in den sauren Apfel und steigen komplett auf Elektroheizung mit einer Luft- oder Erdwärmepumpe um .
Wie lange sind Gasthermen noch erlaubt?
Bestehende Gasthermen dürfen grundsätzlich weiterlaufen, bis sie 30 Jahre alt sind (mit Ausnahmen) oder kaputtgehen und nicht mehr repariert werden können, wobei der Betrieb bis spätestens 2044 erlaubt bleibt und ab 2045 nur noch 65% erneuerbare Energien zulässig sind. Der Einbau neuer Gasheizungen ist nur noch mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien (z.B. Biogas, Wasserstoff) erlaubt, die Fristen für die verbindliche Umstellung auf 65 % erneuerbare Energien beginnen je nach Kommune zwischen 2026 und 2028, abhängig von der kommunalen Wärmeplanung.
Wie viel kW sollte eine Gastherme für ein Einfamilienhaus haben?
✅ Laut unseren Empfehlungen sollte für ein 150 m² großes Haus eine Heizleistung von 12-15 kW gewählt werden, abhängig vom Grad der Isolierung. Dies ist natürlich das Minimum, da es sich herausstellen kann, dass in den nächstgelegenen Geschäften kein Gaskessel mit genau dieser Leistung verfügbar ist.
Wie gut sind Vaillant Gasthermen im Test der Stiftung Warentest?
Für die Gastherme Vaillant ecotec exklusiv VC 146/4-7 gab es die Gesamtnote 2,1 (gut). Grund für die vergleichsweise schlechte Note waren die verbesserungswürdige Warmwasserbereitung und der hohe Stromverbrauch bei Pumpe, Ventilator und Regelung.
Wie viel kostet eine neue Gasheizung für ein Einfamilienhaus?
Für eine neue Gasheizung im Reihenhaus müssen Sie mit Gesamtkosten von ca. 9.000 € bis 15.000 € rechnen, abhängig vom Gerät (Therme vs. Kessel), Leistung und Installationsaufwand; Geräte allein kosten 3.500 € - 7.800 €, Installation 1.000 € - 3.000 € plus eventuelle Mehrkosten für Schornstein, Speicher oder Gasanschluss, wobei reine Gasheizungen aktuell keine staatliche Förderung erhalten.
Warum werden Gasheizungen ab 2026 teurer?
Gasheizungen werden 2026 teurer, weil der CO₂-Preis pro Tonne steigt (auf bis zu 65 €), was die Kosten für fossile Brennstoffe direkt erhöht, sowie durch höhere Gas-Netzentgelte, da die Netze aufgrund des sinkenden Gasverbrauchs schneller abgeschrieben werden müssen. Diese Faktoren verteuern Gas und Öl gegenüber Strom, wodurch sich der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen lohnt.
Ist der Einbau einer neuen Gasheizung noch sinnvoll?
Man darf noch eine Gasheizung einbauen, aber nur mit hohen Auflagen und sinkender Zukunftssicherheit, da sie ab 2029 schrittweise mit 15 % erneuerbaren Gasen betrieben werden muss und bis 2045 klimaneutral sein muss. Einbau ist in Bestandsgebäuden erlaubt, bis die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist (meist bis 2028). Verbraucherschützer raten wegen steigender CO2-Preise und fehlender Förderung für reine Gasheizungen vom Einbau ab, empfehlen H2-Ready-Geräte oder den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?
Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.
Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?
Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.
Kann eine Gasheizung 40 Jahre halten?
Kann eine Heizung 40 Jahre halten? Theoretisch kann eine Heizung 40 Jahre oder sogar länger halten, das ist allerdings nicht empfehlenswert. Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, fallen in der Regel unter die gesetzliche Austauschpflicht, es sei denn, sie nutzen Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik.
Welche Marke ist die beste Gasheizung?
Es gibt nicht den einen besten Hersteller, aber Viessmann (mit der Vitodens 300-W als Testsieger), Remeha (Calenta 15DS) und Brötje (Ecotherm Plus WGB-S 17/20E) werden oft für ihre Qualität und Effizienz gelobt, laut Stiftung Warentest. Andere starke Marken sind Junkers (zuverlässig und effizient), Buderus, Wolf und Vaillant, wobei die beste Wahl vom individuellen Bedarf (Preis, Heizleistung, Warmwasserbereitung) abhängt.
Ist Viessmann oder Buderus besser?
Sowohl Buderus als auch Viessmann sind führende Hersteller mit hochwertigen Heizsystemen, wobei Viessmann oft für technologische Innovationen und höhere Effizienz gelobt wird (z.B. Vitodens 200-W Testsieger Gastherme). Buderus (gehört zu Bosch) punktet häufig mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, guter Qualität und günstigeren Wärmepumpen-Modellen, auch mit Testsiegen bei Stiftung Warentest. Die Wahl hängt von Prioritäten ab: Viessmann bei Innovationsführerschaft, Buderus bei Kosten und einem guten Gesamtpaket.
Ist eine neue Gasheizung sparsamer als eine alte?
Die Erneuerung der Gasheizung bietet viele Vorteile: Eine neue Heizung ist sparsamer im Verbrauch und verursacht so weniger Heizkosten. Außerdem lassen sich auch Einsparungen bei den CO2-Emissionen erreichen, was für eine geringere Umweltbelastung sorgt.
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