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Was ist besser für Arbeitgeber Minijob oder kurzfristige Beschäftigung?

Gefragt von: Ingeborg Kremer  |  Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026
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Für Arbeitgeber ist die kurzfristige Beschäftigung meistens günstiger und flexibler, da keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen und oft nur geringe Umlagen gezahlt werden müssen, während der Arbeitnehmer die Steuern trägt, sofern die Beschäftigung zeitlich begrenzt (bis 3 Monate oder 70 Tage) und nicht berufsmäßig ausgeübt wird und das Entgelt angemessen bleibt. Der Minijob (450-Euro-Job) verursacht pauschale Abgaben von rund 30 % für den Arbeitgeber (Kranken-, Rentenversicherung, Pauschalsteuer) und ist daher teurer, bietet dafür aber eine klarere Einkommensgrenze und ist auch für längere Zeiträume geeignet, wenn die 450-Euro-Grenze eingehalten wird.

Was kostet den Arbeitgeber eine kurzfristige Beschäftigung?

Kurzfristige Beschäftigungen können auf zwei Arten versteuert werden: mit einer pauschalen Lohnsteuer von 25 Prozent oder nach der individuellen Lohnsteuerklasse der Minijobberin oder des Minijobbers. Die Unfallversicherungsbeiträge zahlt der Arbeitgeber direkt an den zuständigen Unfallversicherungsträger.

Welche Nachteile hat eine kurzfristige Beschäftigung?

Nachteile kurzfristiger Beschäftigung:

Nicht geeignet als dauerhafte Einkommensquelle (zeitlich limitiert) Geringere soziale Absicherung (Arbeitslosengeld, Rente, Krankenversicherung) Kein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Was spart der Arbeitgeber bei einem Minijob?

Wenn ein 556-EUR-Minijobber in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, zahlt der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag von 13 % des Verdienstes zur Krankenversicherung. Zur Rentenversicherung entrichtet der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag von 15 %. Pflege- und Arbeitslosenversicherung sind beitragsfrei.

Wie viel Abzüge gibt es bei kurzfristiger Beschäftigung?

Steuerabzug

Bei kurzfristig Beschäftigten wird ähnlich wie bei geringfügig Beschäftigten nach § 40a EStG eine Pauschalierung der Lohnsteuer vorgenommen. Der pauschale Steuersatz beträgt 25 % mit der Hinzurechnung von Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

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Wie werden 2 Gehälter versteuert?

Für den zweiten Job bekommen Sie automatisch Steuerklasse VI (6), wenn Sie dort mehr als 556 Euro im Monat verdienen. Verdienen Sie nicht mehr als 556 Euro sind Sie ein/e Minijobber/in und müssen bei der Pauschalbesteuerung gar keine Steuern bezahlen – Sie brauchen also auch keine Steuerklasse für den Minijob.

Welche Nachteile hat der Arbeitgeber bei einem Minijob?

Der Minijob wird oft als so einfach und günstig angepriesen. Für den Arbeitgeber ist er meist teuer, wenig flexibel, mit erhöhtem Dokumentationsaufwand verbunden und bringt oft Ärger, wenn die Minijober mehrere Beschäftigungen nebeneinander ausüben.

Was kostet mich als Arbeitgeber ein Minijobber?

Dazu gehören pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, Umlagen und Steuern an die Minijob-Zentrale und zusätzlich Unfallversicherungsbeiträge an den Unfallversicherungsträger. Im Minijob liegen die Abgaben an die Minijob-Zentrale für gewerbliche Arbeitgeber insgesamt bei höchstens 31,17 Prozent.

Was kostet ein geringfügig Beschäftigter dem Arbeitgeber 2025?

Ein geringfügig Beschäftigter (Minijobber) kostet den Arbeitgeber 2025 pauschal rund 31,47 % seines Bruttoverdienstes, wobei die Verdienstgrenze bei 556 € pro Monat liegt. Die Hauptbestandteile sind 13 % für die Krankenversicherung, 15 % für die Rentenversicherung, 2 % Pauschalsteuer und ca. 1,47 % für Umlagen (U1/U2), wobei die genauen Umlagesätze variieren können. Im Privathaushalt sind die Beiträge oft niedriger, z. B. nur 5 % für Kranken- und Rentenversicherung. 

Was ist der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und einem Minijob?

Obwohl beide Beschäftigungsformen als geringfügige Beschäftigungen gelten, gibt es einige wesentliche Unterschiede: Dauer der Beschäftigung: Während Minijobs auf Dauer angelegt sein können, sind kurzfristige Beschäftigungen zeitlich begrenzt.

Was ist bei einer kurzfristigen Beschäftigung zu beachten?

Eine kurzfristige Beschäftigung gilt, wenn sie nicht berufsmäßig und nicht regelmäßig ist und maximal 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr dauert (alternativ 90 Tage in der Landwirtschaft). Sie ist sozialversicherungsfrei (keine Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung), der Arbeitgeber zahlt nur Beiträge zur Unfallversicherung. Der Verdienst ist unerheblich, aber bei mehr als 603 € pro Monat muss geprüft werden, ob die Beschäftigung noch nicht berufsmäßig ist. 

Sind kurzfristige Beschäftigungen steuerfrei?

Kurzfristige Beschäftigungen sind lohnsteuerpflichtig. Die Lohnsteuerberechnung für kurzfristig Beschäftigte kann anhand ihrer individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale erfolgen. Unter bestimmten Bedingungen kann eine Abrechnung mit einer pauschalen Lohnsteuer von 25 Prozent erfolgen.

Wer zahlt die Krankenkasse bei kurzfristiger Beschäftigung?

Die Arbeitgeber zahlen für die kurzfristige Beschäftigung keine Beiträge zur Sozialversicherung. Jedoch müssen Arbeitgeber für eine kurzfristige Beschäftigung Umlagen zahlen. Die Umlagen sind zum Ausgleich ihrer Aufwendungen bei Krankheit („U1“) und Schwangerschaft bzw. Mutterschaft („U2“) ihrer Minijobber.

Wie viel kostet eine 520 € Kraft den Arbeitgeber?

Ein Arbeitgeber zahlt für einen 520-Euro-Job (Minijob) zusätzlich zum Lohn noch Pauschalbeiträge für Sozialversicherungen und Steuern, was die Gesamtkosten auf etwa 31 % des Bruttoverdienstes (ca. 150 € bei 520 € Lohn) erhöht, bestehend aus 13 % Krankenversicherung, 15 % Rentenversicherung und 2 % Pauschalsteuer plus geringe Umlagen (U1, U2) für Krankheit und Mutterschaft, bei Privathaushalten sind die Sätze teils niedriger. 

Wie hoch ist der Stundenlohn bei kurzfristiger Beschäftigung?

Kurzfristige Beschäftigung: Richtig einstufen, abrechnen ... / 5.3.2 Verdienstgrenze maximal 19 EUR. Der Stundenlohn muss 2025 mind. 12,82 EUR betragen (Mindestlohn) und darf nicht höher als 19 EUR sein und zwar auch dann, wenn die Beschäftigung zu einem unvorhergesehenen Zeitpunkt erforderlich wird.

Sind Minijobber teurer für den Arbeitgeber?

Für den gewerblichen Arbeitgeber sind Minijobs teurer als voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Anstatt eines Arbeitgeberanteils von rund 20 Prozent des Bruttolohns für gesetzliche Sozialabgaben, muss er bei Minijobs rund 30 Prozent aufwenden.

Was zahlt der Arbeitgeber?

Zu dem im Vertrag vereinbarten Bruttogehalt kommen Kosten zwischen 21% und 23% für die Sozialversicherung und bis zu 5% für gesetzliche Umlagen hinzu. Darüber hinaus erbringen viele Arbeitgeber noch freiwillige Leistungen zur Belohnung und Motivation ihrer Beschäftigten.

Wie hoch sind die Kosten für einen Minijob bei einem privaten Arbeitgeber?

Geringere Abgaben für Minijobs im Haushalt

Als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin im Privathaushalt zahlen Sie für einen Minijob mit Verdienstgrenze Abgaben von maximal 14,62 Prozent. Der Minijobber zahlt einen Beitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 13,6 Prozent vom Verdienst.

Welche Kosten hat ein Arbeitgeber bei einem Minijob?

Seit 2013 sind neu begonnene Minijobs rentenversicherungspflichtig. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber des Minijobbers einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent, oder sogar nur 5 Prozent als Privathaushalt, an die Rentenversicherung abführt.

Was ist die 70-Tage-Regelung für kurzfristige Beschäftigung in Deutschland?

Die 70 Tage Regelung. Umgangssprachlich wird die kurzfristige Beschäftigung auch 70-Tage-Job genannt, denn auch hier gilt die 70-Tage-Regelung: Arbeitnehmende dürfen jährlich höchstens 70 Tage oder drei Monate am Stück kurzfristig beschäftigt werden.

Sind Minijobber teurer als Festangestellte?

Für gewerbliche Arbeitgeber ist ein Minijobber deutlich teurer als ein festangestellter Mitarbeiter, die Abgabenlast kann bis zu 29,4% betragen. Für Arbeitgeber im Privathaushalt fallen die pauschalen Abgaben deutlich geringer aus, die maximale Belastung beträgt hier nur 12,94%.

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Welche Steuerklasse ist am besten, wenn beide arbeiten?

Für den Job, von dem Sie den höheren Lohn erhalten, sollten Sie je nach Familienstand die Steuerklasse 1-5 wählen. Der Lohnabzug für den zweiten und jeden weiteren Job ist entsprechend mit der Steuerklasse 6 vorzunehmen. Die Steuerklasse 6 bietet Ihnen keine Freibeträge und führt damit zu einer höheren Steuerbelastung.

Kann ich zwei Hauptjobs haben?

Zwei oder mehr Minijobs auszuüben ist erlaubt, solange der Verdienst insgesamt nicht über 603 Euro monatlich liegt. Was bei Minijobs neben einem Hauptjob gilt und welche Regelungen sonst noch bei mehreren Minijobs greifen, erfahren Sie hier.

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