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Was ist besser Betreuungskraft oder Betreuungsassistent?

Gefragt von: Patricia Schütz  |  Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2026
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Es gibt keinen klaren "besser"-Vergleich, da die Begriffe Betreuungskraft und Betreuungsassistent oft synonym verwendet werden (auch als Alltagsbegleiter) und sich die genauen Aufgaben je nach Einrichtung unterscheiden können, aber Betreuungsassistenten haben oft eine spezifischere Qualifikation nach § 53c SGB XI und dürfen neben der sozialen Betreuung auch bei bestimmten grundlegenden Pflegetätigkeiten helfen, während reine Betreuungskräfte sich eher auf soziale Aktivitäten konzentrieren, wobei die Unterscheidung gesetzlich nicht immer einheitlich ist. Für die pflegerischen Kernaufgaben (Körperpflege, Nahrungsaufnahme) sind qualifizierte Pflegekräfte zuständig.

Wo ist der Unterschied zwischen Betreuungskraft und Betreuungsassistent?

Alltagsbegleiter sind oft für eine umfassende Betreuung und Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen zuständig. Betreuungskräfte hingegen konzentrieren sich hauptsächlich auf die soziale Betreuung und Aktivierung von Menschen, die Hilfe benötigen.

Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Assistenz?

Was unterscheidet sie von der Betreuung? Der Begriff Assistenz in der Behindertenhilfe, auch persönliche Assistenz genannt, ersetzt den Begriff Betreuung. Er steht für eine selbstbestimmte Behindertenhilfe, die Menschen mit Behinderung ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll.

Was darf ein Betreuungsassistent nicht?

Zusätzliche Betreuungskräfte dürfen weder regelmäßig noch planmäßig in körperbezogene Pflegemaßnahmen sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden werden. Maßnahmen der Behandlungspflege bleiben ausschließlich dafür qualifizierten Pflegekräften vorbehalten.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Betreuungsassistenten?

Ihre Ausbildung dauert zwischen 2,5 und 3 Monaten (je nach gewählter Weiterbildung bei uns) und schließt mit einem Praktikum in einer Pflegeeinrichtung ab. In der Ausbildung lernen Sie neben den Grundlagen des § 43b aus dem SGB XI vor allem, wie Sie Menschen würdevoll pflegen und betreuen.

#Pflegeberuf: Was macht eine Betreuungskraft?

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Was verdiene ich als Betreuungsassistent?

Entgelt für den Beruf: Betreuungskraft / Alltagsbegleiter/in

Das untere Quartil liegt bei 2.518 € und das obere Quartil beträgt 3.632 €.

Was ändert sich 2025 für Betreuungskräfte?

Zum 1. Januar 2025 werden Pflegeleistungen um 4,5 % angehoben, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Davon profitieren insbesondere Leistungen wie das Pflegegeld, ambulante Sachleistungen, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie der Entlastungsbetrag.

Was muss ein Betreuungsassistent machen?

Ein Betreuungsassistent unterstützt Pflegebedürftige (oft Senioren, Menschen mit Demenz oder Behinderung) durch soziale Betreuung und Aktivierung, nicht durch medizinische Pflege, um deren Lebensqualität zu steigern. Hauptaufgaben sind die Organisation und Durchführung von Freizeitaktivitäten (Spaziergänge, Spiele, Basteln, Singen), Gespräche führen, Begleitung bei Terminen und leichte Hilfe im Alltag (Haushalt, Tiere füttern), wobei der Fokus auf der Förderung der Selbstständigkeit und dem sozialen Kontakt liegt. 

Wer bezahlt Betreuungsassistenten?

Finanzierung. Die Kosten für die zusätzlichen Betreuungskräfte werden durch die Pflegekassen bzw . privaten Versicherungsunternehmen, die die private Pflege-Pflichtversicherung durchführen über einen gesonderten Zuschlag zur Pflegevergütung vollständig abgegolten.

Was ist der Unterschied zwischen 43b und 53b?

§ 43b SGB XI regelt den Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige, während § 53b SGB XI die Qualifikation und Aufgaben der Betreuungskräfte sowie die Richtlinien für diese Tätigkeiten festlegt; sie ergänzen sich, wobei 43b die Finanzierung ermöglicht und 53b die Standards setzt, um die Qualität der Betreuung sicherzustellen. Kurz gesagt: 43b = Anspruch/Leistung, 53b = Ausbildung/Standards.
 

Was muss eine Assistenz können?

Was muss eine Assistentin können?

  • Position beziehen. ...
  • Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. ...
  • Empathie für die Chefin/den Chef. ...
  • Assistenzen erziehen ihre Chefs nicht – sie assistieren. ...
  • Den Blick für das große Ganze bewahren. ...
  • In der Ruhe liegt die Kraft. ...
  • Formulieren Sie eindeutig und nicht durch die Blume.

Was bedeutet Betreuungsassistenz?

Als Betreuungsassistent oder Betreuungsassistentin bieten Sie Patienten, die Hilfe benötigen, wichtige Betreuungsangebote. Sie kümmern sich um Menschen mit Demenz, geistiger Behinderung, psychischen Erkrankungen und anderen Einschränkungen.

Ist ein Betreuungsassistent eine Fachkraft?

Ein Betreuungsassistent ist eine spezifische Bezeichnung für eine qualifizierte Fachkraft in der Betreuung und Pflege von älteren oder pflegebedürftigen Menschen.

Was macht eine Betreuungskraft nicht?

Was viele nicht wissen: Betreuungspersonen dürfen keine medizinischen Handlungen durchführen. Das heißt zum Beispiel: keine Injektionen, keine Infusionen, keinen Wechsel eines Katheters oder einer PEG-Sonde. Auch dann nicht, wenn sie im Herkunftsland vielleicht ausgebildete Krankenschwestern sind.

Was verdient ein Betreuungsassistent bei der Caritas?

Die Vergütung einer Betreuungskraft bei der Caritas setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen: Das monatliche Gehalt liegt zwischen 2.723,17 Euro im ersten und 2.894,43 Euro ab dem 11ten Berufsjahr. Das entspricht der Vergütungsgruppe VG 10 der Anlage 2 AVR Caritas*.

Ist Betreuungsassistent das Gleiche wie Betreuungskraft?

Synonym für Alltagsbegleiter

Betreuungsassistent ist ein Synonym für den Beruf Betreuungskraft bzw. Alltagsbegleiter.

Wie viele Bewohner darf eine Betreuungskraft betreuen?

Als Betreuungskraft nach § 53 c kann man sowohl in stationären Pflegeeinrichtungen arbeiten als auch bei der Vielzahl an ambulanten Pflegediensten von privaten Unternehmen und gemeinnützigen Trägern. Eine Betreuungskraft in Vollzeit ist maximal für 20 Heimbewohner zuständig.

Wo kann man als Betreuungsassistent arbeiten?

Als fertig ausgebildete/r Betreuungsassistent/in kann man in Altenheimen, ambulanten Betreuungsgruppen, Pflegeheimen, stationären Wohngruppen, Tagespflegeeinrichtungen oder auch in Privathaushalten arbeiten.

Was verdient man als Betreuungsassistent?

Im Beruf Betreuungskraft beträgt das Durchschnittsgehalt 2.791 € brutto pro Monat, was einem Jahresgehalt brutto von 33.492 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.300 € brutto pro Monat.

Was kostet der 43b-Schein?

Während die Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 43b, 53b SGB XI mit durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Euro zu Buche schlägt, kann die Basisqualifikation nach §45b SGB XI bereits für 250 bis 400 Euro absolviert werden. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, die Kosten erstattet zu bekommen.

Wie hoch ist der Mindestlohn für Betreuungskraft?

Der Mindestlohn für Betreuungskräfte hängt von der Qualifikation ab und steigt schrittweise: Aktuell (ab Juli 2025) beträgt er für Pflegehilfskräfte 16,10 €, für qualifizierte Pflegehilfskräfte 17,35 € und für Fachkräfte 20,50 € brutto pro Stunde. Diese Sätze erhöhen sich weiter, zum Beispiel auf 16,52 € für Hilfskräfte ab dem 1. Juli 2026. Wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (z. B. in Privathaushalten), greift der allgemeine gesetzliche Mindestlohn (aktuell 13,90 € ab 2026). 

Was dürfen zusätzliche Betreuungskräfte nicht?

Dazu gehören Waschen, Versorgung von Wunden, Verabreichen von Medikamenten, Hilfe beim Toilettengang oder andere körpernahe Behandlungen. Es ist nicht erlaubt, die Betreuungskräfte für pflegerische Tätigkeiten einzuplanen, sowie für hauswirtschaftliche Maßnahmen.

Wann bekommen Betreuungskräfte mehr Geld?

Wann kommt die Gehaltserhöhung Pflege 2025? Die Gehaltserhöhung für Pflegekräfte tritt offiziell am 1. Juli 2025 in Kraft. Ab diesem Datum steigen die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte auf 16,10 € pro Stunde, für qualifizierte Pflegehilfskräfte auf 17,35 € pro Stunde und für Pflegefachkräfte auf 20,50 € pro Stunde.

Ist der Entlastungsbetrag 2025 auch für Privatpersonen nutzbar?

Der Entlastungsbetrag für Pflegebedürftige steigt 2025 auf 131 € monatlich (zuvor 125 €) und kann nun auch für Dienstleistungen durch Privatpersonen genutzt werden, was eine wichtige Neuerung darstellt, um z. B. Haushaltshilfen oder Betreuung zu bezahlen. Dieser Betrag steht Pflegebedürftigen mit jedem Pflegegrad zur Verfügung und dient der Erstattung von Kosten für Anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag, die helfen, die Selbstständigkeit zu erhalten und pflegende Angehörige zu entlasten. 

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