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Was ist besser Barfen oder Trockenfutter?

Gefragt von: Eleonore Sauter-Bär  |  Letzte Aktualisierung: 4. April 2026
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Weder BARFen noch Trockenfutter sind pauschal „besser“; beide haben Vor- und Nachteile, wobei BARF oft als natürlicher und individuell anpassbarer gilt (mehr Feuchtigkeit, Vitamine), während Trockenfutter durch Bequemlichkeit, Lagerung und oft durch Zahnreinigung punktet, aber weniger Feuchtigkeit und potenziell mehr Getreide enthält; die Wahl hängt von den Bedürfnissen des Hundes, dem Budget und dem Zeitaufwand ab, wobei eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter immer wichtig ist und eine Kombination nur mit Vorsicht (z.B. kaltgepresstes Trockenfutter) möglich ist, da die Verdauungszeiten unterschiedlich sind.

Warum empfehlen Tierärzte kein BARF?

Nachgewiesenermaßen können BARF-Rationen eine hohe Keimbelastung enthalten - vor allem mit Enterobakterien. Betroffene Hunde scheiden diese für andere Tiere aber auch den Menschen infektiösen Bakterien wieder aus.

Was sagt Martin Rütter zum Barfen?

Das erfreuliche Ergebnis: FRESCO FrischBarf by Martin Rütter sichert sich den 1. Platz und ist Barf Testsieger! Unser Frisch- Barf überzeugt nicht nur durch höchste Qualität, sondern wurde auch als absolut unbedenklich eingestuft.

Warum lehnen Tierärzte Rohfütterung ab?

Tierärzten wurde beigebracht, dass industriell hergestelltes Hundefutter mit zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen das Beste für den Hund sei. Daran trifft sie keine Schuld; ihre Ausbildung hat sie lediglich dazu verleitet, die Wirksamkeit von Rohfutter zu bezweifeln, da sie die Vorteile von Rohfutter für Hunde als unzureichend wissenschaftlich belegt ansehen.

Ist BARF gut oder schlecht für Hunde?

Hohe Keimbelastung

Rohes Fleisch kann bei mangelnder Hygiene ein Nährboden für Bakterien wie Salmonellen oder sogar Parasiten sein. Barfen birgt deshalb ein hohes Infektionsrisiko – auch wenn der Magen eines Hundes unempfindlicher ist als der eines Menschen.

Trocken- und Nassfutter - was ist besser? | Tierarzt Dr. Gregor Berg

33 verwandte Fragen gefunden

Warum sind so viele Tierärzte gegen Barfen?

Tierärzte sprechen sich oft aus zwei Gründen gegen klassisches BARFen aus: Hohe Keimbelastung: Viele herkömmliche BARF Produkte weisen eine starke Belastung mit Bakterien und Keimem auf – häufig weit über den gesetzlich erlaubten Grenzwerten.

Wann sollte man Hunde nicht Barfen?

Eine chronische Überversorgung mit Eiweiß kann unter Umständen sogar Leber und Nieren schädigen. Bereits leber- und nierenkranke Tiere sollte man daher nicht barfen.

Warum empfehlen Tierärzte Trockenfutter?

Der Vorteil von Trockenfutter ist, dass bei einem hochwertigem Futter-/Anbieter, alles das drin ist, was das Tier braucht. Beim Trockenfutter weniger Essensreste zwischen den Zähnen. Die Zahnsteinbildung ist dadurch geringer als beim Nassfutter. Zur Vermeidung von Zahnstein gibt es sogar spezielles Trockenfutter.

Ist es ein Fehler, Hunde nur mit Fleisch zu füttern?

Kein Grund zur Sorge, du kannst deinen Hund nur mit gekochtem Fleisch füttern und ihn trotzdem bedarfsdeckend ernähren. Zwar verzehren die wild lebenden Verwandten unserer Haushunde ihre Beutetiere roh. Doch unsere Begleithunde leben schon sehr lange mit uns Menschen zusammen.

Was bedeutet Rohfütterung?

Die Rohfütterung für Hunde, auch bekannt als Barfen, beinhaltet typischerweise die Fütterung von rohem Fleisch, fleischigen Knochen, Innereien, Gemüse und Obst. Das Konzept des Barfens orientiert sich an der natürlichen Ernährung des Wolfes, dem Vorfahr unsere Haushunde.

Was heißt "nein" auf Hundesprache?

Das Kommando „Nein“ beim Hund dient als Abbruchsignal, um unerwünschtes Verhalten sofort zu stoppen, z. B. das Anspringen oder das Fressen vom Boden. Trainiert wird es oft mit dem „Nimm-Nein-Spiel“: Biete ein Leckerli, sag „Nein“, schließe die Hand, wenn er es nimmt; wenn er aufgibt, belohne ihn aus der anderen Hand. Wichtig sind eine klare Stimme, das richtige Timing, eine konsequente Handlung (z. B. Hand schließen) und das sofortige Belohnen des erwünschten Abbruchverhaltens (z. B. Blickkontakt suchen), um dem Hund zu zeigen, was stattdessen richtig ist.
 

Was ist das gesündeste Fressen für Hunde?

Das gesündeste Futter für Hunde kombiniert hochwertige Proteine (Muskelfleisch, Fisch, Innereien), leicht verdauliche Kohlenhydrate (Reis, Süßkartoffeln) und frisches Gemüse (Kürbis, Karotten, Spinat), um alle Nährstoffe abzudecken, wobei Fisch, Hüttenkäse und bestimmte Obst- und Gemüsesorten wie Blaubeeren die Gesundheit von Haut, Fell und Immunsystem zusätzlich fördern. Wichtig ist eine ausgewogene, frische Zubereitung und bei empfindlichen Hunden eine Monoprotein-Basis, um Allergien zu vermeiden.
 

Was bedeutet die 3-3-3 Regel bei Hunden?

Die 3-3-3-Regel ist eine Faustregel für die Eingewöhnung von Adoptivhunden und besagt, dass ein Hund nach 3 Tagen (Orientierung), 3 Wochen (Routinen verstehen) und 3 Monaten (echtes Vertrauen, sich fallen lassen) verschiedene Phasen durchläuft, wobei Geduld entscheidend ist. In den ersten 3 Tagen ist der Hund meist überwältigt und unsicher, nach 3 Wochen kennt er die grundlegenden Abläufe, und nach 3 Monaten hat er sich vollständig eingelebt und zeigt sein wahres Wesen.
 

Sind Hunde, die gebarft werden, gesünder?

Hunde, die gebarft werden, leben gesünder

Grund hierfür sind die Inhaltsstoffe des neuen Futters, das unter anderem große Mengen an Getreide enthält. Mit BARF bekommt ein Hund ausschließlich das, was er wirklich verwerten kann. Das Risiko für Krankheiten sinkt so drastisch.

Welches Hundefutter ist Platz 1?

Testsieger mit der einzigen „Sehr gut“-Bewertung im gesamten Test ist das Hundefutter Sunny Hills Premium Softbrocken von 4Paws. Es überzeugt vor allem in der am stärksten gewichteten Testkategorie Ernährungsphysiologische Qualität (60 % der Testnote) mit einer glatten 1,0.

Welche Alternativen gibt es zu BARF für Hunde?

Eine mögliche Alternative zu BARF ist hochwertiges Nassfutter. Insbesondere „Pur-Dosen“, also reine Fleischmahlzeiten, kommen der Rohfütterung in Bezug auf schnelle Verdaulichkeit, Konsistenz und Zusammensetzung relativ nah.

Was ist pures Gift für Hunde?

Pures Gift für Hunde sind unter anderem Schokolade, Alkohol, Xylit (Süßstoff), Zwiebeln und Knoblauch, Weintrauben und Rosinen, Koffein, bestimmte Medikamente (wie Paracetamol), Nikotin und giftige Pflanzen (Oleander, Eibe, Lilien). Auch Macadamianüsse, der Kern von Steinobst (wegen Blausäure) und rohe Kartoffeln (wegen Solanin) sind extrem gefährlich, während selbst kleine Mengen Xylit lebensbedrohlich sein können.
 

Was ist besser für den Hund, rohes oder gekochtes Fleisch?

Hunde können Fleisch sowohl roh als auch gekocht fressen, wobei rohes Fleisch (wie Rind, Pute, Lamm) viele Nährstoffe enthält, aber Hygiene und Risiko für Erreger (besonders bei Schwein/Wild) beachten. Gekochtes Fleisch ist sicherer, besonders Schweinefleisch, da das Kochen das Aujeszky-Virus abtötet, aber Nährstoffe können verloren gehen, weshalb Kochwasser mitgefüttert werden sollte. Die Entscheidung hängt vom Hund, der Fleischsorte und deinen Hygienestandards ab.
 

Was ist das Pica-Syndrom beim Hund?

Das Pica-Syndrom beim Hund ist die wiederholte Aufnahme von nicht-essbaren Gegenständen (wie Steinen, Erde, Plastik, Stoff) und kann medizinische Ursachen (Mangelerscheinungen) oder Verhaltensprobleme (Stress, Langeweile, Angst) haben und ist gefährlich, da es zu Verdauungsproblemen oder inneren Verletzungen führen kann. Es erfordert eine tierärztliche Untersuchung, um Ursachen wie Nährstoffmangel oder Krankheiten auszuschließen, gefolgt von Management, Beschäftigung und Training, um das Verhalten zu ändern. 

Ist es schlimm, wenn ein Hund nur Trockenfutter bekommt?

Hochwertiges Trockenfutter für Hunde reicht als Alleinfutter durchaus aus. Es hat für das Tier sogar Vorteile gegenüber dem Nassfutter. Nicht selten passiert es, dass Hundebesitzer sich erst in den ersten Stunden nach der Anschaffung eines Hundes überlegen, was frisst der neue vierbeinige Kumpan eigentlich?

Welches ist das hochwertigste Trockenfutter für Hunde?

Testsieger ist das Futter 4Paws Sunny Hills aus dem Edeka-Verbund. Es liefert Hunden alle wichtigen Nährstoffe und kostet nur 70 Cent am Tag. Auch Marken von Aldi, Lidl und Netto schneiden gut ab. Ein Produkt für nur 25 Cent pro Tagesration schafft es sogar in die Top-Liste.

Was empfiehlt Martin Rütter für Hundefutter?

Martin Rütter empfiehlt die Marke FRESCO, insbesondere das Produkt FRESCO FrischBarf by Martin Rütter, eine Art Fertig-BARF, das biologisch artgerechte Rohfütterung mit einfacher Handhabung und hoher Sicherheit ( HPP-Verfahren) verbindet, sowie hochwertige Snacks wie Trainingsknöchelchen und -drops. Die Kooperation zielt auf natürliche, getreidefreie und hochwertige Ernährung ab, die auch bei seinen eigenen Hunden zum Einsatz kommt.
 

Wann macht Barfen Sinn?

Man kann Welpen bereits ab der 4. bis 5. Lebenswoche mit leicht verdaulichem BARF beginnen, ergänzend zur Muttermilch; Idealfall ist ein Start beim Züchter, ansonsten schrittweise Umstellung bei ausgewachsenen Hunden; wichtig ist eine langsame Gewöhnung über 10-14 Tage, bei Welpen eine ausgewogene Ration mit viel Calcium, die sich mit dem Wachstum ändert. 

Welches Fleisch ist das gesündeste für Hunde?

Rindfleisch ist vergleichsweise fetthaltig und daher kalorienhaltig und nahrhaft. Es ist daher das perfekte Futter für aktive und junge Hunde. Aber auch der Pansen vom Rind lässt sich gut füttern. Rinderhaut ist für zahnreinigende Kausticks besonders geeignet.

Wie viel kostet BARF pro Monat?

Die Kosten fürs Barfen variieren je nach Tiergröße, aber rechnen Sie monatlich mit 20-40 € für kleine Hunde, 50-80 € für mittlere Hunde (ca. 30 kg) und 100-180 € für große Hunde (ca. 60 kg), wobei Preise für Katzen niedriger sind (ca. 15-25 €) und von der Qualität der Zutaten, dem gewählten Futteranbieter und ob Sie selbst mischen oder Fertigprodukte kaufen, abhängen. 

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