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Was hat ein Kapitän in der DDR verdient?

Gefragt von: Wenzel Schuler-Maurer  |  Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2026
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Kapitäne in der DDR verdienten deutlich mehr als der Durchschnitt, oft durch Zulagen und Devisenverdienst (z.B. bei der Interflug), mit Gehältern, die je nach Schiffstyp und Einsatzgebiet variierten; während das Durchschnittsgehalt 1989 bei etwa 1.300 Mark lag, verdienten Kapitäne (wie Piloten) oft 1200 Mark und mehr, zuzüglich Boni und Sonderzahlungen in D-Mark bei West-Fahrten, was sie zu einer gutverdienenden Schicht machte.

Was hat ein Seemann zu DDR-Zeiten verdient?

Ein Seemann in der DDR verdiente überdurchschnittlich gut, oft mehr als der Durchschnittslohn von ca. 800-1000 Mark, durch Zulagen, Prämien (z.B. für Wachdienst, Tropen/Polar), Überstunden und teilweise Auszahlung von Spesen in Devisen (D-Mark/Dollar) für Reisen ins nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (NSW), wobei Fachkräfte wie Kapitäne und leitende Offiziere am besten bezahlt wurden.
 

Was hat ein Pilot in der DDR verdient?

Das Gehalt eines Piloten lag mit 1200 Mark über dem Durchschnittseinkommen, welches Mitte der 1980er Jahre ca. 800-1000 Mark betrug. Bei Flügen ins NSW (nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet) wurden ein Teil des Gehalts und die Spesen in D-Mark oder Dollar ausgezahlt.

Was verdiente ein Chefarzt in der DDR?

Als Stationsarzt verdiente man ab dem fünften Jahr 1100 Mark, nach 30 Jahren 1450 Mark. Als Chefarzt hingegen startete man im fünften Jahr bereits mit 1600 Mark und landete nach 30 Berufsjahren bei 1950 Mark, mit Luft nach oben.

Wie hoch ist das Gehalt eines Kapitäns auf einem Schiff?

Das Gehalt eines Schiffskapitäns in Deutschland variiert stark je nach Schifffahrtsart, Unternehmensgröße und Erfahrung, liegt aber oft zwischen 5.000 € und 10.000 € brutto monatlich, mit Spitzengehältern bei großen Kreuzfahrtschiffen und internationalen Frachtern. Einsteiger verdienen weniger, während erfahrene Kapitäne mit über 10 Jahren Erfahrung auch 6.000 € bis über 9.000 € monatlich oder mehr erzielen können, ergänzt durch Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit.
 

" Zur See - Ein Kapitän erzählt " Dokumentarfilm zur Fernsehserie des Fernsehens der DDR " Zur See"

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Wie viel verdient ein Kapitän auf der AIDA?

Ein AIDA-Kapitän verdient sehr gut, mit Jahresgehältern, die je nach Erfahrung und Schiffskategorie variieren, aber oft deutlich über 100.000 € liegen können – erfahrene Kapitäne können mit einem Basisgehalt von rund 141.000 € rechnen, plus Boni, was Gesamtgehälter von bis zu 184.000 € oder mehr ermöglichen kann. Das Gehalt setzt sich oft aus Grundgehalt, Zulagen und leistungsabhängigen Bonussen zusammen, wobei auch Boni von der Unternehmenserfolgs abhängen. 

Wie hoch ist das Gehalt eines Kreuzfahrtschiffkapitäns?

Ein erfahrener Schiffskapitän in Indien kann ein durchschnittliches Jahresgehalt zwischen 40 Lakhs und über 70 Lakhs ₹ (48.000 bis 84.000 US-Dollar) verdienen, wobei Spitzenverdiener bei großen internationalen Unternehmen über 1 Crore ₹ erhalten.

Wer hat in der DDR am meisten verdient?

Wohlhabend in der DDR

Als reichster Bürger galt Anwalt Wolfgang Vogel, DDR-Unterhändler bei Häftlingsfreikäufen.

Was verdiente ein Pfarrer in der DDR?

Die Pfarrer wurden von der Kirche bezahlt und erhielten ca. 400–600 Mark pro Monat.

Was hat ein Polizist in der DDR verdient?

Das Gehalt eines Volkspolizisten lag über dem Durchschnittseinkommen, das Mitte der 1980er Jahre ca. 800-1000 Mark betrug.

Was hat eine Lehrerin in der DDR verdient?

Eine Übertragung in das folgende Jahr war nicht möglich. Der Jahresmindestbetrag für hervorragende Lehrleistungen lag bei 400 DDR-Mark.

Wie lange musste man in der DDR arbeiten bis zur Rente?

30 bis 34 Jahren versicherungspflichtiger Tätigkeit = 3 Jahre. 35 bis 39 Jahren versicherungspflichtiger Tätigkeit= 4 Jahre. bei 40 und mehr Jahren versicherungspflichtiger Tätigkeit = 5 Jahre Zurechnungszeit.

Welcher Beruf ist in Deutschland am besten bezahlt?

Medizinisches Fachpersonal (Ärzte, Chirurgen, Zahnärzte)

Das Gesundheitswesen ist nach wie vor Deutschlands bestbezahlter Sektor. Allgemeinchirurgen verdienen durchschnittlich 219.807 €, Kardiologen 224.475 €. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Medizinstudium, das Bestehen der Approbationsprüfung und Deutschkenntnisse (mindestens Niveau B2).

Wie hoch war die Durchschnittsrente in der DDR?

Die Durchschnittsrente in der DDR war im Vergleich zu Westdeutschland niedriger, aber da die Rentenberechnung auf dem Durchschnittsverdienst der letzten 20 Jahre basierte, lagen die Renten in Ostdeutschland nach der Wende oft höher, besonders für Frauen, da diese eine hohe Erwerbsquote hatten, während die Löhne niedriger waren und die Rentenansprüche niedriger ausfielen, was zu heutigen höheren Ostrenten führte. 1989 betrug die Durchschnittsrente in der DDR etwa 427 Mark (ca. 520 Mark mit Zusatzrente), während die heutigen Ostrenten oft über denen im Westen liegen, da die DDR-Löhne zwar niedrig, aber die Rentenberechnung anders war.
 

Warum gab es in der DDR keine Arbeitslosen?

Offiziell gab es in der DDR keine Arbeitslosigkeit. Das Recht auf Arbeit war seit 1949 in der Verfassung verankert. Die Arbeitslo- senversicherung hatte, obwohl erst 1977 abgeschafft, keine große Bedeutung für die staatliche Arbeitsmarktpolitik.

Wie reinigten sich Seeleute den Hintern?

Seeleute benutzten ein sogenanntes „ Schlepptuch “. Dabei handelte es sich um ein langes, ausgefranstes Seil, das im Wasser baumelte. Die Seile waren an dem Teil des Schiffes befestigt, der als Toilette diente. Nach dem Benutzen ließen sie das Seil wieder ins Wasser fallen und überließen die Reinigung dem Meer.

Was hat ein Arzt in der DDR verdient?

Das Gehalt für Ärzte in der DDR lag in den späten 80ern oft zwischen 1.600 und 2.200 DDR-Mark (M), wobei Klinik- und Fachärzte mehr verdienten, während Berufseinsteiger um die 830 M erhielten. Ärzte genossen in der DDR keine großen Privilegien, und das Einkommen war vergleichsweise niedrig, was zusammen mit anderen Faktoren viele zur Flucht in den Westen bewegte, wo Gehälter deutlich höher waren. 

Haben DDR-Bürger in die Rente eingezahlt?

Ja, DDR-Bürger zahlten Beiträge in ein eigenes Rentensystem ein, das dann bei der Wiedervereinigung in das bundesdeutsche System integriert wurde, wobei spezielle Regelungen die Ansprüche aus der DDR-Zeit berücksichtigten, obwohl die Renten in der DDR niedriger waren und steuerfrei ausbezahlt wurden. Die Integration erfolgte durch die Überführung der Rentenansprüche und die Übernahme der Zahlungen durch die Deutsche Rentenversicherung, finanziert durch Beiträge der heutigen Erwerbsgeneration im Umlageverfahren. 

Was wurde in der DDR vom Lohn abgezogen?

Lohnabzüge in der DDR bestanden hauptsächlich aus einer Lohnsteuer und einem Sozialversicherungsbeitrag von 10 %, wobei die Steuerlast für Geringverdiener oft höher war als in der Bundesrepublik, während höhere Einkommen tendenziell niedriger besteuert wurden; es gab auch Abzüge für die Freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZRV) und die Lohnabrechnungen waren simpler, da die Sozialversicherung nicht so gegliedert war und die Besteuerung von Einkommenssteigerungen anders funktionierte. 

Wer war die schönste Frau der DDR?

"Sie ist nicht Politikerin, sondern Studentin: die 19-jährige Leticia Koffke aus Brandenburg. Koffke war nicht nur "Miss DDR" und "Vize-Miss Brandenburg", sondern wurde im Dezember 1990 auch zur schönsten Frau des wiedervereinigten Deutschlands gewählt.

Wer ist der reichste Ostdeutsche?

Der reichste Ostdeutsche ist derzeit Holger Loclair, Eigentümer des Folienherstellers Orafol, mit einem geschätzten Vermögen von rund 700 Millionen Euro, der damit als einziger gebürtiger Ostdeutscher in den Top-Listen der reichsten Deutschen vertreten ist. Er baute sein Imperium auf, indem er einen ehemaligen DDR-Betrieb nach der Wende privatisierte und zu einem global agierenden Unternehmen ausbaute.
 

Wo ist das Gold der DDR geblieben?

Die Goldreserve lagerte im Keller der „KoKo“-Zentrale* an der Wallstraße in Berlin-Mitte.

Was verdient ein Kapitän auf einer AIDA?

Ein AIDA-Kapitän verdient ein hohes Gehalt, das laut aktuellen Berichten (Ende 2025) bei erfahrenen Kapitänen rund 184.000 € brutto pro Jahr liegen kann, einschließlich Grundgehalt und Boni. Dies entspricht etwa 11.700 € brutto monatlich, ergänzt durch einen jährlichen Bonus von ca. 43.200 €, der sich nach der Unternehmensleistung richtet. Die Gehälter variieren je nach Erfahrung, Schiff und Verantwortlichkeit, aber Kapitäne gehören zu den Top-Verdienern der Branche. 

Wie viel verdienen prominente Kreuzfahrtkapitäne?

Das geschätzte Durchschnittsgehalt für einen Kapitän bei Celebrity Cruises beträgt 225.485 US-Dollar pro Jahr bzw. 108 US-Dollar pro Stunde . Einige Kapitäne berichten jedoch von einem Jahresgehalt von bis zu 412.638 US-Dollar (90. Perzentil). Die typische Gehaltsspanne liegt zwischen 169.114 US-Dollar (25. Perzentil) und 315.679 US-Dollar (75. Perzentil) jährlich.

Wer ist die bestbezahlte Person auf einem Kreuzfahrtschiff?

Die bestbezahlten Angestellten an Bord sind der Kapitän, der Hoteldirektor und der Kreuzfahrtdirektor .