Was hat der Arzt vom hausarztvertrag?
Gefragt von: Irma Breuer | Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (14 sternebewertungen)
Vom Hausarztvertrag (HzV) profitiert der Arzt durch höhere, fairere Vergütung, weniger Bürokratie, langfristige Planungssicherheit und eine gestärkte Patientenbindung, was zu einer besseren Koordination und Qualität führt, da er die medizinische Versorgung zentral koordiniert und unnötige Doppeluntersuchungen vermeidet, was wiederum Zeit für den Patienten schafft und die Zusammenarbeit mit Fachärzten verbessert.
Was verdient ein Arzt am Hausarztvertrag?
Das entspricht etwa 29.000 Euro als Monatsreinertrag, der potenziell als Gehalt von der Praxis ausgeschüttet werden kann. Nach Abzug aller Folgekosten wie etwa Krankenversicherungen, die Beiträge für das Versorgungswerk sowie Steuern kommen niedergelassene Ärzte auf ein Gehalt von etwa 15.000 Euro netto pro Monat.
Welche Vorteile hat der Arzt beim Hausarztmodell?
Für Ärzte bieten Hausarztprogramme (HzV) eine gestärkte Praxis-Position mit fairerer Vergütung (oft ca. 30 % mehr), weniger Bürokratie, langfristiger Planungssicherheit und mehr Zeit für Patienten, da sie eine zentraleLotsenfunktion übernehmen und die Versorgung koordinieren, Doppeluntersuchungen vermeiden und so die Behandlungsqualität verbessern. Sie fördern eine umfassendere Betreuung und eine bessere Arzt-Patienten-Beziehung, da sie alle Befunde bündeln und Medikamentenwechselwirkungen vermeiden.
Welche Nachteile hat der Hausarzttarif?
Nachteile des Hausarzttarifs sind die eingeschränkte freie Arztwahl, die Notwendigkeit einer Überweisung für Fachärzte, ein potenziell höherer Zeitaufwand durch Erstbesuch beim Hausarzt, eine Bindung an die Krankenkasse (oft ein Jahr), erschwerter Zugang zu Zweitmeinungen und mögliche höhere Kosten, wenn man ohne Überweisung zum Spezialisten geht oder die Hausarztpraxis Leistungen wie Ultraschall privat abrechnet, wie eine AOK-Analyse auf YouTube zeigt und Krankenkasseninfo berichtet. Patienten können sich zudem in ländlichen Regionen einschränken, wenn der Hausarzt ausfällt.
Was beinhaltet der Hausarztvertrag?
Im Rahmen des Hausarztvertrags behandelt der Hausarzt den Patienten, überweist an entsprechende Fachärzte oder ins Krankenhaus. Im Idealfall hat er auf diese Weise einen Gesamtüberblick über Krankengeschichte und Behandlungen.
Hausarztmodell bald Pflicht? Das musst du wissen! | Marktcheck SWR
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Was bekommt ein Arzt für ein Hausarztprogramm?
Im Hausarztprogramm erhält der Arzt eine verbesserte und strukturierte Vergütung durch Pauschalen und zusätzliche Leistungen, weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und eine gestärkte Patientenbindung, da er die komplette Versorgung koordiniert und alle Befunde zentral erhält, was die Qualität sichert und Doppeluntersuchungen vermeidet. Durchschnittlich sind die Einnahmen und der Gewinn für Hausärzte in solchen Verträgen oft höher (teilweise bis zu 30 % mehr) als in der Regelversorgung, da sie eine Führungsrolle als Koordinator und Lotse übernehmen.
Was passiert, wenn ich trotz Hausarztvertrag ohne Überweisung zum Facharzt gehe?
Du musst im Zweifel die Behandlung selbst bezahlen, wenn du ohne Überweisung zum Facharzt gehst. Das betrifft nicht nur die Arztkosten, sondern auch die eventuell anfallenden Untersuchungen oder Behandlungen. Es gibt allerdings eine Ausnahme, wenn du das sogenannte Direktwahlrecht hast.
Was passiert, wenn ich trotz Hausarztvertrag zu einem anderen Arzt gehe?
Wenn Sie trotz Hausarztvertrag zu einem anderen Arzt gehen, kann das zu Problemen bei der Abrechnung führen, da Sie vertraglich an Ihren eingeschriebenen Hausarzt gebunden sind und Fachärzte meist nur mit Überweisung aufsuchen dürfen; die Krankenkasse zahlt dann möglicherweise nicht vollständig, es sei denn, es liegt ein Notfall vor oder Sie haben einen wichtigen Grund (z.B. Umzug) oder Sie haben den Vertrag fristgerecht gekündigt oder widerrufen.
Welche Sätze sollte ein guter Arzt niemals sagen?
Alles wird gut?: Gute Ärzte sagen nie DIESE fünf Sätze
- „Warum haben Sie so lange gewartet, bevor Sie zu uns gekommen sind? “ Dieser Satz sollte tabu sein. ...
- „Alles wird gut! “ ...
- „Sollen wir alles versuchen? “ ...
- „Wir können nichts anderes tun. “ ...
- „Was haben die anderen Ärzte getan oder gesagt? “
Was bringt mir die hausarztzentrierte Versorgung?
Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) bietet Patienten einen festen Ansprechpartner, bessere Koordination, weniger Doppeluntersuchungen und Krankenhausaufenthalte, ein besseres Medikationsmanagement sowie intensivere Betreuung durch den Hausarzt, oft verbunden mit zusätzlichen Leistungen wie erweiterten Check-ups und einfacherer DMP-Teilnahme, was die Behandlungsqualität erhöht und die Gesundheitskosten senkt.
Für welche Ärzte brauche ich beim Hausarztmodell keine Überweisung?
Im Hausarztmodell (HzV) brauchen Sie keine Überweisung für Augenärzte, Frauenärzte (Gynäkologen), Kinderärzte und Zahnärzte, sowie im Notfall. Zu anderen Fachärzten (z.B. Orthopäden, Hautärzte) benötigen Sie eine Überweisung Ihres Hausarztes, um eine koordinierte Behandlung zu gewährleisten und Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
Für wen lohnt sich HZV?
einen Quartalsumsatz von 40 € oder weniger aufweisen (hat jede Praxis, und zwar nicht zu knapp), dann sind das genau die richtigen Kandidaten für die HzV. Hier fahren Sie in der Regel betriebswirtschaftlich deutlich besser.
Was muss ich beim Hausarztmodell beachten?
Versicherte, die am Hausarztmodell teilnehmen wollen, müssen sich für einen Hausarzt als ständige Ansprechperson entscheiden. Der vom Patienten ausgewählte Hausarzt muss auch am Hausarztmodell der jeweiligen Krankenkasse teilnehmen. Im Krankheitsfall muss die erkrankte Person zunächst die Hausarztpraxis aufsuchen.
Wie sinnvoll ist ein Hausarztvertrag?
Ja, Hausarztverträge (auch Hausarztmodell oder Primärarztprinzip genannt) sind für viele Patienten sinnvoll, weil sie die Behandlung koordinieren, Doppeluntersuchungen vermeiden und die Qualität der Versorgung durch den Hausarzt als "Lotsen" erhöhen, oft verbunden mit direkten Vorteilen wie höheren Bonusprogrammen, kürzeren Wartezeiten und besseren Sprechzeiten, auch wenn die freie Arztwahl eingeschränkt wird und man bei Abwesenheit des Hausarztes nur eingeschränkt andere Ärzte wählen darf.
Wie viel Geld bekommt ein Hausarzt pro Patient?
Ein Hausarzt bekommt pro Patient im Quartal eine Pauschale, die altersabhängig zwischen ca. 20 und 30 Euro liegt, plus zusätzliche Pauschalen (z.B. für Gespräche oder Chroniker) und Einzelleistungen, wobei der durchschnittliche Fallwert (Honorareinnahme pro Patient über alle Behandlungen) etwa 50 bis 70 Euro pro Quartal beträgt – wovon Praxis- und Personalkosten bezahlt werden müssen. Die Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
Was verdient ein Arzt an einer Blutuntersuchung?
Ein Arzt verdient an einer Blutuntersuchung nicht nur durch die reine Entnahme, sondern durch die Gesamtleistung (Entnahme, Analyse, Beratung), wobei die Kosten für gesetzlich Versicherte bei Indikation entfallen, aber für Selbstzahler variieren, und die Abrechnungspositionen für die Entnahme selbst (z.B. ca. 4,20–15 €) sowie die Laboranalyse (z.B. ca. 5,38 € für ein großes Blutbild) getrennt vergütet werden, während der Einkommen eines Arztes pauschal durch Besuchspauschalen (z.B. 15,80 € bis 30,70 €) oder Fallpauschalen pro Patient erfolgt und nicht direkt an Einzeluntersuchungen gebunden ist, wobei Fachärzte für Laboratoriumsmedizin monatlich zwischen 6.000 € und über 9.000 € brutto verdienen können.
Wie sagt man danke an einen Arzt?
Um sich bei einem Arzt zu bedanken, sind persönliche Worte der Wertschätzung, die Konkretes benennen (z.B. „Danke für Ihre Geduld/Kompetenz/Empathie“) oft am wirkungsvollsten, entweder direkt (mündlich), per handgeschriebenem Brief, einer Online-Bewertung, oder auch durch ein kleines Geschenk (wie Süßigkeiten für das Team) oder einen Bezug zur Medizin (wie ein Anatomie-Poster, siehe Amazon). Ein handgeschriebener Brief kombiniert mit einer positiven Online-Bewertung wird von Ärzten sehr geschätzt.
Wegen was werden Ärzte am häufigsten verklagt?
Operationsfehler .
Laut MDLinx werden Allgemeinchirurgen am häufigsten in Arzthaftungsprozessen genannt. Chirurgische Fehler bestehen oft darin, am falschen Körperteil zu operieren, OP-Tupfer oder -Instrumente im Körper zurückzulassen oder versehentlich ein Organ zu verletzen.
Kann ich einem Arzt das Vertrauen entziehen?
Wenn Sie einem Arzt das Vertrauen entziehen, können Sie den Behandlungsvertrag kündigen, was bei gesetzlich Versicherten oft nur mit gutem Grund (z. B. Vertrauensverlust, Behandlungsfehler) oder innerhalb des Quartals möglich ist; bei schwerwiegenden Verstößen kann auch die Approbation (Arzt-Zulassung) entzogen werden, was die Landesärztekammer oder zuständige Behörde veranlasst, bei Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit des Arztes, was jedoch ein hoher Maßstab ist, erklärt praktischArzt und tagesschau.de.
Welche Nachteile hat das Hausarztprogramm?
Nachteile des Hausarztprogramms sind die eingeschränkte freie Arztwahl (Überweisungspflicht für Fachärzte), erhöhter Zeitaufwand durch den Erstbesuch beim Hausarzt, die Bindung an eine Praxis für mindestens ein Jahr und die Schwierigkeit, eine Zweitmeinung einzuholen, da man sich auf den Hausarzt festlegt, der die Patientendaten erhält und Behandlungen koordiniert, was bei Krankheit oder Urlaub des Hausarztes ebenfalls zu Problemen führen kann, besonders in ländlichen Gebieten.
Kann mein Hausarzt sehen, ob ich bei einem anderen Hausarzt war?
Nein, Ihr Hausarzt sieht nicht automatisch, dass Sie bei einem anderen Arzt waren, da Ärzte an die Schweigepflicht gebunden sind; Daten werden nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung oder bei Vorliegen einer rechtlichen Grundlage weitergegeben, obwohl sich dies mit der elektronischen Patientenakte (ePA) ändert, da dort Befunde und Behandlungen sichtbar werden können, wenn Sie dies erlauben. Ohne Ihre Erlaubnis werden medizinische Details nur dann ausgetauscht, wenn es für die Behandlung notwendig ist (z.B. bei Vertretung) oder Sie selbst eine Weitergabe verlangen, etwa durch Einsicht in Ihre Patientenakte oder bei der ePA-Nutzung.
Wie komme ich aus einem Hausarztvertrag wieder raus?
Hausarztmodell: Wie den Hausarztvertrag kündigen
- Bei der Krankenkasse informieren ob man im Hausarztmodell ist.
- Kündigungsschreiben zum Hausarztvertrag zum nächstmöglichen Termin an die Krankenkasse senden.
- Um schriftliche Bestätigung des Kündigungstermins bitten.
- Arztsuche für den Hausarztwechsel beginnen.
Warum stellen Ärzte ungern Überweisungen aus?
Die Überweisung zum Urologen stellen Hausärzte oft ungern aus, da sie sich teils vom Kollegen kontrolliert fühlen.
Was bringt mir das Hausarztprogramm?
Vorteile von Hausarztprogrammen sind eine bessere Koordination der Behandlung, weniger Doppeluntersuchungen, schnellere Facharzttermine, erweiterte Sprechstunden (Früh/Abend/Samstag) und oft finanzielle Anreize durch die Krankenkasse wie niedrigere Zuzahlungen oder Prämien, da der Hausarzt als zentraler Koordinator agiert und Ihre Gesundheitsdaten im Blick behält.
Für welchen Facharzt brauche ich keine Überweisung vom Hausarzt?
Augenärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Hautärzte, HNO-Ärzte, Psychiater, Neurologen, Nerven- ärzte, Orthopäden und Urologen bieten offene Sprechstunden an, die Sie mit oder ohne eine Überweisung aufsuchen können.
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