Was gibt es für Konsequenzen?
Gefragt von: Herr Prof. Götz Lindemann B.A. | Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (47 sternebewertungen)
Konsequenzen sind die Folgen einer Handlung oder Situation und können positiv (Belohnung) oder negativ (Bestrafung/Lernprozess) sein, wobei man zwischen natürlichen (z.B. Frieren ohne Jacke) und logischen/pädagogischen (z.B. aufräumen nach Chaos) unterscheidet, die in der Erziehung sinnvoll sind, um Verhalten zu steuern. Sie führen zu Lernerfahrungen wie Stolz, Scham, Vor- oder Nachteilen, je nach Alter und Situation, und dienen der Selbststeuerung, im Gegensatz zu sinnlosen Strafen.
Welche Beispiele gibt es für Konsequenzen?
Natürliche Konsequenzen sind Dinge, die aufgrund eines bestimmten Handelns oder Verhaltens ganz natürlich folgen. Beispiel: Wenn dein Kind im Winter ohne Jacke nach draußen geht und dann friert, ist das Frieren eine natürliche Konsequenz.
Welche Arten von Konsequenzen gibt es?
Häufig verwendet und durchaus positiv besetzt in der Fach- und Beratungsliteratur ist der Begriff der Konsequenzen. Dabei lassen sich für Erziehungsfragen zwei For- men von Konsequenzen unterscheiden: Die logischen/natürlichen Konsequenzen und die pädagogischen/erzieherischen Konsequenzen.
Was sind Konsequenzen?
Konsequenzen sind die Folgen oder Auswirkungen, die sich aus einer Handlung, Entscheidung oder Situation ergeben, und können positiv (Belohnung) oder negativ (Strafe, Sanktion) sein. Der Begriff beschreibt auch Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit im Handeln, also das konsequente Verfolgen eines Ziels. Im weiteren Sinne sind es logische Resultate, die ein Verhalten nach sich zieht, wie z.B. Frieren, wenn man im Winter keine Jacke anzieht.
Was sind angemessene Konsequenzen?
Beispiele hierfür sind: angemessene Konsequenzen: Kinder erleben direkte Folgen ihres Handelns (z. B. wenn ein Kind ein Spielzeug absichtlich kaputt macht, kann es nicht mehr damit spielen).
Effective consequences: What to do when children cross boundaries?💡
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Was sind natürliche Konsequenzen?
Natürliche Konsequenzen sind die direkt erlebbaren Folgen einer Handlung – sie passieren von selbst, ohne dass Eltern eingreifen müssen. Diese Art von Konsequenzen sind besonders effektiv, weil sie authentisch und klar sind. Sie spiegeln das echte Leben wider und helfen Kindern, ihre Entscheidungen besser zu verstehen.
Was sind die 5 Säulen guter Erziehung?
Die 5 Säulen der Erziehung nach Tschöpe-Scheffler sind ein Modell für entwicklungsfördernde Erziehung und umfassen Liebe und emotionale Wärme, Achtung und Respekt, Kooperation, Struktur und Verbindlichkeit sowie Förderung; diese Säulen helfen Eltern, eine positive Beziehung zum Kind aufzubauen, Selbstständigkeit zu fördern und das Kind auf das Leben vorzubereiten, indem sie Sicherheit, Orientierung und die Entfaltung der Persönlichkeit ermöglichen.
Was ist eine positive Konsequenz?
Positive Konsequenzen sind angenehme Folgen oder Belohnungen, die auf erwünschtes Verhalten folgen, um dessen Häufigkeit zu erhöhen (positive Verstärkung), wie Lob, Extra-Zeit oder ein Extra-Privileg, und helfen, Kindern Orientierung und Selbstvertrauen zu geben, während sie die Entwicklung von Selbstverantwortung und Problemlösungsfähigkeiten fördern. Sie werden oft in Erziehung und Psychologie genutzt, um Verhalten zu formen, indem man etwas Angenehmes hinzufügt, wenn das gewünschte Verhalten gezeigt wird.
Was ist konsequentes Verhalten?
Was wir tun oder nicht tun, zieht Konsequenzen nach sich. Zum anderen, und darum soll es auf den folgenden Seiten auch gehen, wird der Begriff häufig gleichbedeutend mit Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit verwendet. Konsequent sein, das bedeutet, sich folgerichtig zu benehmen.
Welche Konsequenzen gibt es bei Kindern?
Konsequenzen bei Kindern hängen vom Alter und Verhalten ab, reichen von logischen Folgen (z.B. Pfütze aufwischen nach Umstoßen des Bechers) über positive Verstärkung (Lob) bis hin zu Altersgerechten Regeln (Lohn/Strafe), aber schädliche Strafen (Misshandlung, emotionale Vernachlässigung) können zu langfristigen psychischen und physischen Problemen wie Asthma, ADHS oder Depressionen führen. Wichtig ist, dass Konsequenzen nachvollziehbar, altersgerecht und mit Achtung verbunden sind und Alternativen aufgezeigt werden, anstatt nur zu bestrafen.
Sind Konsequenzen positiv oder negativ?
Das Wort Konsequenz ist bei uns ein ähnlich missverstandener Begriff wie Autorität. Auch hier wird eine durchgehend positive Bedeutung meist negativ interpretiert. In der Erziehung wird die ‚Konsequenz' meist unbedacht mit ‚Härte' oder ‚Strenge' gleichgesetzt.
Welche Formen des Verhaltens gibt es?
Verhaltensweisen sind vielfältig und lassen sich nach Bewusstheit (unbewusst, automatisch, bewusst), Beobachtbarkeit (offen, verdeckt), Intention (zufällig, gezielt) und Art (sozial, emotional, kognitiv, physiologisch) einteilen, wobei Beispiele von Reflexen und Körperhaltung bis zu komplexen Mustern wie Kooperation, Konflikt, Spiel, Arbeit und Lernstrategien reichen. Es gibt auch spezifische Muster wie toxische oder herausfordernde Verhaltensweisen, die sich durch Wiederholung und starke emotionale oder soziale Auswirkungen auszeichnen.
Welche Sätze sollten Eltern nie sagen?
10 Sätze, die Eltern niemals zu ihren Kindern sagen sollten
- Das interessiert mich nicht. ...
- Daran hast du die Schuld! ...
- Das habe ich dir doch gleich gesagt. ...
- Es macht mich traurig, wenn du so bist. ...
- Lass mich in Ruhe, ich habe keine Zeit. ...
- Warum kannst du nicht sein wie dieser oder jener. ...
- Hör auf zu weinen!
Was sind pädagogische Strafen?
In der Pädagogik ist eine Strafe eine geplante, unangenehme Konsequenz oder Sanktion (z.B. Entzug von Privilegien), die auf unerwünschtes Verhalten folgt, um dieses zu korrigieren und zu verhindern, aber moderne Pädagogik betont eher logische Konsequenzen, die direkt mit dem Fehlverhalten zusammenhängen, anstatt willkürliche Strafen, da diese oft auf Angst basieren und die Beziehung belasten können. Strafen zielen auf Verhaltensänderung ab, indem sie ein negatives Ereignis hinzufügen (positive Strafe) oder ein positives entziehen (negative Strafe).
Welche Beispiele gibt es für konsequente Erziehung?
Konsequent sein bedeutet nicht starr sein
Beispiele: Wenn Besuch kommt, darf dein Kind auch mal länger aufbleiben. Wenn eine Geburtstagsfeier ist, darf dein Kind auch mal mehr Süßes essen. Wenn es Wochenende ist, darf dein Kind auch mal einen langen Film mit dir anschauen usw.
Was bedeutet es, wenn jemand konsequent ist?
Konsequenz leitet sich vom lateinischen Wort «consequentia» ab und bedeutet «folgen» oder auch «mit Folge» («cum sequentia»). Im übertragenen Sinne bedeutet es die Folgerichtigkeit Ihres Denkens und Handelns.
Welche Konsequenz hat es, wenn das Kind schlägt?
Wenn Kinder schlagen, sind die Konsequenzen für die Kinder selbst oft tiefgreifende emotionale und psychische Belastungen wie Angst, geringes Selbstwertgefühl, Depressionen und Probleme beim Beziehungsaufbau, da sie Gewalt erleben, die ihre Welt erschüttert. Für das schlagende Kind bedeutet es, dass es lernen muss, seine Gefühle anders zu regulieren, was durch Konsequenz, Ruhe und professionelle Hilfe unterstützt werden kann, um die Ursachen (Frust, Angst, Überforderung) zu bearbeiten.
Wie lernt man Konsequenzen?
6 Schritte, mit denen Sie konsequent führen
- Verbindlich statt schwammig. Formulieren Sie Ihre Ziele immer eindeutig, sodass keine Missverständnisse auftreten.
- Verantwortlichkeiten klar benennen. ...
- Kontrollieren ohne schlechtes Gewissen. ...
- Konflikte professionell lösen. ...
- Klares Feedback. ...
- Mut zu Entscheidungen.
Was sind positive Konsequenzen?
Positive Konsequenz – Ein Mittel, mit dem Lehrer die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein gewünschtes Verhalten in der Zukunft auftritt; oft als Verstärker bezeichnet. Negative Konsequenz – Ein Mittel, mit dem der Lehrer die Wahrscheinlichkeit verringert, dass in Zukunft ein unerwünschtes Verhalten auftritt.
Was ist positive Bestrafung?
Positive Bestrafung (auch direkte Bestrafung genannt) ist ein Konzept der operanten Konditionierung, bei dem ein unerwünschtes Verhalten reduziert wird, indem ein unangenehmer Reiz hinzugefügt wird, nachdem das Verhalten gezeigt wurde, wie ein Schimpfen, eine schlechte Note oder ein Stromschlag, um das Verhalten seltener auftreten zu lassen. Es bedeutet nicht, dass die Bestrafung „gut“ ist, sondern dass ein Reiz "hinzugefügt" wird, um die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens zu senken.
Wie nennt man Menschen, die immer alles positiv sehen?
Dahinter kann aber auch ein Phänomen stecken, das Experten „Toxic Positivity“ nennen – der Zwang, alles positiv zu sehen und sich glücklich fühlen zu müssen, auch wenn man es nicht ist. Wie so oft macht auch hier die Dosis das Gift. Optimismus kann Menschen helfen und ist Teil der kognitiven Verhaltenstherapie.
Was ist die beste Erziehung?
Der autoritative Erziehungsstil gilt als der beste, weil er eine Balance zwischen klaren Regeln und liebevoller Unterstützung schafft, was zu sozial kompetenten, selbstbewussten und verantwortungsbewussten Kindern führt; er kombiniert Konsequenz mit viel Zuneigung und Respekt, anstatt auf autoritäre Strenge oder permissive Nachsicht zu setzen. Er wird oft als "goldene Mitte" bezeichnet, da er Kindern hilft, sich eigenständig zu entwickeln und gleichzeitig Orientierung und Sicherheit gibt.
Was bedeutet emotionale Wärme?
Während für den einen emotionale Wärme bedeutet, mit dem Liebespartner*in zusammen zu sein, verbinden andere ein komfortabel eingerichtetes Zuhause mit Geborgenheit. Das Bedürfnis nach Rückendeckung ist in der Kindheit besonders groß. Kinder sind auf die Versorgung und Unterstützung durch ihre Eltern angewiesen.
Was sind die 5 Vs der Erziehung?
Ja, mit einem warmen Erziehungsklima, in dem sie präsent sind und sich fürsorglich um das Kind kümmern. Entscheidend sind die fünf Vs: Vertrautheit, Verlässlichkeit, Verständnis, Verfügbarkeit und voller Liebe zu sein.
Wie viel cm Absatz?
Wie hoch muss der hCG wert sein in der 4 SSW?