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Was genau passiert bei einer Fettexplosion?

Gefragt von: Karola Hess  |  Letzte Aktualisierung: 25. April 2026
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Eine Fettexplosion passiert, wenn man versucht, brennendes, über 100°C heißes Fett mit Wasser zu löschen: Das Wasser sinkt durch seine höhere Dichte auf den Boden, verdampft dort schlagartig zu Dampf und dehnt sich dabei extrem aus (bis zum 1700-fachen Volumen), wodurch es das brennende Fett explosionsartig in die Höhe schleudert und in unzählige feine, leicht entzündliche Tröpfchen zerstäubt, was zu einer meterhohen Stichflamme und einer Vergrößerung der Brandfläche führt.

Was passiert bei einer Fettexplosion?

Zu einer sogenannten "Fettexplosion" kommt es, wenn sich z.B. Frittierfett auf seinen Zündpunkt von 280 Grad erhitzt und so selbstständig zu brennen beginnt.

Was ist eine Fettwolkenexplosion?

Eine Fettexplosion entsteht beim Eingießen von Wasser in brennendes Fett. Brennendes Fett hat eine Temperatur von weit über 100 Grad C. Wird Wasser in das brennende und dabei sehr heiße Fett geschüttet, sackt das Wasser in dem Topf oder der Friteuse aufgrund der größeren Dichte auf den Boden.

Was passiert, wenn Öl verpufft?

Fettbrände entstehen, wenn Speisefette oder Öle über Ihren Brennpunkt erhitzt werden. Ausbruchort solcher Brände sind meist Küchen, da hier diese Fette und Öle eingesetzt werden. Meist wird versucht diesen Brand mit Wasser zu löschen, was zu einer sogenannte Fettexplosion führt.

Wann fängt Fett an zu brennen?

Fett beginnt bei hohen Temperaturen zu brennen, typischerweise ab etwa 280°C bis 300°C, wobei es sich selbst entzünden kann, wenn es über seinen Rauchpunkt hinaus erhitzt wird. Der kritische Punkt liegt deutlich über dem Siedepunkt von Wasser (100°C). Ein Fettbrand sollte nie mit Wasser gelöscht werden, da dies eine explosionsartige Fettexplosion auslösen kann, sondern mit einem Deckel, einem Fettbrand-Feuerlöscher oder indem die Hitzequelle abgestellt wird.
 

entstehender Fettbrand mit Wasser gelöscht führt zur Fettexplosion

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Was sollte man nach einem Fettbrand tun?

Eine der wichtigsten Regeln bei einem Fettbrand ist, dass dieser keinesfalls mit Wasser gelöscht werden darf. Doch wie sollte im Ernstfall reagiert werden? Wenn der Brand noch nicht übergegriffen hat, sollte bei den ersten auftretenden Flammen sofort die Sauerstoffzufuhr unterbrochen werden.

Wie hoch ist der Rauchpunkt von Ölen?

Im Allgemeinen liegt der Rauchpunkt von raffinierten Ölen knapp über 200°C, während native oder kaltgepresste Öle einen Rauchpunkt unter 200°C haben. Abhängig von der Ölqualität haben native oder kaltgepresste Öle Rauchpunkte zwischen 120°C und 190°C.

Warum kommt es zu einer Verpuffung?

Meist kommt es zu einer Verpuffung, weil es zu unzureichender Belüftung gekommen ist. Verpuffungen können schwerwiegende Verletzungen und Schäden verursachen und sind eine der Hauptursachen für Brände und Explosionen.

Wie viel Grundwasser kann ein Tropfen Öl verseuchen?

1 Tropfen Öl verseucht 1.000l Grundwasser. Pro Schaden belaufen sich die Kosten auf durchschnittlich 4.500 Euro. Ein ausgelaufener Öltank von nur 3.000 Litern kann demnach mehr als 1.074.000.000l Grundwasser verseuchen. Die Reinigungs- und Rettungskosten sind erheblich.

Was tun bei Verpuffung?

Bei einer Verpuffung sollten Sie sofort die Heizungsanlage abschalten, die Fenster öffnen, um den Raum zu belüften, und die Feuerwehr benachrichtigen.

Wie löscht man eine Fettexplosion?

Was ist eine Fettexplosion? Zu einer Fettexplosion kommt es, wenn falsch auf einen Fettbrand reagiert wird und man instinktiv Wasser zum Löschen benutzt.

Welche 3 Arten von Fetten gibt es?

Es gibt 3 Arten von Fetten:

  • Gesättigt.
  • Einfach ungesättigt.
  • Mehrfach ungesättigt.

Was passiert, wenn man einen Fettbrand mit Wasser löscht?

Ganz im Gegenteil – das Hinzugeben von Wasser würde bei einem Fettbrand nur zu einer Verschlimmerung und einer Fettexplosion führen. Denn durch die extreme Hitze verdampft das Wasser schlagartig und reißt das brennende Fett mit in die Luft.

Warum sollte man kein Wasser auf brennendes Fett gießen?

Man darf einen Fettbrand nicht mit Wasser löschen, weil das Wasser sofort unter das extrem heiße Fett sinkt, dort schlagartig verdampft und sich explosionsartig ausdehnt, wodurch das brennende Fett in winzige Tröpfchen zerstäubt und sich mit dem Wasserdampf zu einer meterhohen, riesigen Stichflamme vermischt, die einen Großbrand auslösen kann. Es entsteht eine gefährliche Fettexplosion, die zu schwersten Verbrennungen führt. 

Wie wird verbranntes Fett ausgeschieden?

Verbranntes Fett wird hauptsächlich als Kohlenstoffdioxid (CO2) über die Lunge ausgeatmet (ca. 84 %) und zu einem kleineren Teil als Wasser durch Urin, Schweiß und Tränen ausgeschieden. Dieser Stoffwechselprozess zerlegt Fettmoleküle (Triglyceride) in ihre Bestandteile, die dann oxidiert werden und als CO2 und H2O (Wasser) den Körper verlassen, wobei Energie freigesetzt wird.
 

Was passiert, wenn Wasser in die Friteuse kommt?

Kommt Wasser in das brennende Fett beziehungsweise in die Friteuse, verdampft das Wasser schlagartig und schleudert Fett feinverteilt heraus. Dieses Fett zündet dann schlagartig durch, es kommt zur sogenannten Fettexplosion!

Was ist schwerer, 1 kg Öl oder 1 kg Wasser?

Im Gegensatz dazu: In einem Öl liegen die Teilchen sehr weit auseinander, daher ist Öl leichter als Wasser und schwimmt an der Wasseroberfläche.

Was passiert, wenn Öl ins Grundwasser gelangt?

Im offenen Gelände oder durch unsachgemäßes Entfernen kann Öl ins Grundwasser gelangen. Bereits ein einziger Tropfen Öl kann bis zu 1.000 Liter Wasser verunreinigen.

Wie kommen Pestizide ins Grundwasser?

Die Verwendung von Pestiziden wirkt sich indirekt auf Gewässer aus: Durch Abfluss und Abdrift kommen sie ins Wasser und schädigen hier Lebensraum und Bewohner. So verändern sich beispielsweise wirbellose Organismen, wenn Sie mit dem Pestizid Lamda-Cythalothrin in Kontakt kommen.

Warum knallt meine Ölheizung?

Wenn Ihre Ölheizung knallt, kann das von harmlosen Materialausdehnungen (Metall dehnt sich aus und reibt) bis zu gefährlichen Verpuffungen (zu viel Öl/Luft-Gemisch im Brenner) reichen. Mögliche Ursachen sind verstopfte Brenner, Falschluft, falscher Systemdruck, zu hoch eingestellte Pumpen oder Probleme im Abzug; ein lautes Knallen ist ein Warnsignal und sollte umgehend von einem Fachmann überprüft werden, da es auf eine ernste Störung hindeuten kann. 

Was passiert bei einer Explosion mit dem Körper?

Menschen mit einer Explosionsverletzung im Bauchraum haben eventuell Schmerzen im Bauchraum, Übelkeit, Erbrechen, Blut im Erbrochenen, rektale Schmerzen und Schmerzen in den Hoden. Weitere Explosionsverletzungen sind Blindheit, Taubheit, Rückenmarksverletzungen oder Schmerzen beim Gehen.

Was verursacht eine Explosion ohne Feuer?

Siedende Flüssigkeitsexplosionen sind eine Art von mechanischer Explosion, die auftreten kann, wenn ein Behälter, der eine unter Druck stehende Flüssigkeit enthält, reißt und dabei eine rasche Volumenzunahme durch die Verdampfung der Flüssigkeit verursacht.

Warum Olivenöl nicht über 180 Grad?

Kaltgepresstes Olivenöl

Durch die schonende Gewinnung bleiben die wertvollen Geschmacks- und Begleitstoffe erhalten, aber auch die Hitzeempfindlichkeit nimmt zu. Kaltgepresste Olivenöle sollten dementsprechend nicht über 180 °C erhitzt werden. Zum Vergleich: Sonnenblumenöl verträgt maximal 140 °C und Rapsöl ca. 170 °C.

Was ist der Flammpunkt?

Der Flammpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der eine brennbare Flüssigkeit oder ein Feststoff genügend entflammbare Dämpfe abgibt, um mit Luft ein zündfähiges Gemisch zu bilden, das bei Kontakt mit einer Zündquelle (z.B. einer Flamme) sofort entflammt. Er ist ein entscheidender Parameter zur Bestimmung der Brand- und Explosionsgefahr eines Stoffes und seiner Einstufung als Gefahrgut, wobei Stoffe mit Flammpunkten unter 23 °C als leicht entzündbar gelten. Wichtig ist die Unterscheidung zum Brennpunkt (brennt ohne externe Zündquelle weiter) und zur Zündtemperatur (Selbstentzündung ohne externe Zündquelle).
 

Warum sollte man Rapsöl nicht erhitzen?

Somit enthält Olivenöl ca. 87 % Fettsäuren, die als hitzebeständig oder hitzestabil gelten. Im Gegensatz dazu enthält Rapsöl, welches oftmals zum Braten verwendet wird, einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist somit zum Braten weniger gut geeignet.