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Was gab es nicht in der DDR?

Gefragt von: Lars Diehl  |  Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2026
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In der DDR gab es keine Meinungsfreiheit, Reisefreiheit in den Westen, freie Marktwirtschaft, unabhängige Medien, freie Parteien oder eine Gewaltenteilung, sowie Mangel an vielen Westprodukten wie Südfrüchten und bestimmten Lebensmitteln; stattdessen gab es staatliche Kontrolle, Planwirtschaft und strenge Verbote, z. B. gegen westliche Medien.

Was durfte man nicht in der DDR?

Rauschgift, Betäubungsmittel und andere Gifte; Kinderspielzeug militärischen Charakters; gebrauchte Gegenstände als Geschenk (ausgenommen davon sind gebrauchte Textilien und Schuhe, wenn diese nach der letzten Benutzung gewaschen oder gereinigt wurden); Arzneimittel (ausgenommen davon ist der persönliche Reisebedarf);

Was gab es in der DDR nicht zu kaufen?

In der DDR gab es Mangelwirtschaft, daher fehlten oft Südfrüchte (Bananen, Orangen, Kiwis, Mangos), Kaffee, Kakao, Mandeln, bestimmte hochwertige Elektronik (oft nur "Bückware" oder Westprodukte über Quellen), sowie eine große Auswahl an Markenprodukten und westliche Konsumgüter, da Importe wegen Devisenmangels stark eingeschränkt waren, was zu langen Schlangen und "Erfindungsreichtum" bei Ersatzstoffen führte. 

Welches Obst gab es in der DDR nicht?

Alles, was auf heimischem Boden wuchs, war meist auch erhältlich: Äpfel, Birnen und Kirschen genauso wie Kartoffeln oder Kohl, seltener Tomaten oder Paprika. Während im Westen aber neben der bald allgegenwärtigen Banane auch Kiwis, Mangos oder Lychees in die Läden kamen, waren diese in der DDR ganz unbekannt.

Was war in der DDR Mangelware?

Auch Fleisch und Wurst waren Mangelware. Bis 1958 erhielten die Menschen Lebensmittelkarten, mit denen sie ihre Rationen an Grundnahrungsmitteln abdecken konnten. Zusätzlich gab es sogenannte Exquisit- und Delikat-Läden.

8 bizarre Dinge, die es in der DDR wirklich gab

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Was war billig in der DDR?

Einkaufen: Lebensmittel in der DDR

Waren des täglichen Grundbedarfs wie Milch, Gemüse, Fisch, Obst oder Kartoffeln gab es besonders günstig zu kaufen. Diese Lebensmittel wurden nämlich staatlich subventioniert, d. h. der Staat zahlte Geld dazu, damit sie so billig waren.

Wie hieß das Kaufhaus am Alex zu DDR-Zeiten?

20 Jahre GALERIA Kaufhof am Alexanderplatz“ (S. 3) heißt es dazu: „Schon zu DDR-Zeiten hatte das Centrum-Warenhaus eine Abteilung mit Produkten aus dem „nicht-sozialistischem“ Ausland Allerdings war der sogenannte Delegationskauf nur Diplomaten, Prominenten und Politikern vorbehalten.

Was war typisches DDR-Essen?

Typische DDR-Gerichte sind herzhafte Hausmannskost wie Soljanka, Königsberger Klopse, Jägerschnitzel (oft aus Jagdwurst), Eier in Senfsoße, Letscho, Tote Oma (Blutwurst mit Sauerkraut), Würzfleisch, Quarkkeulchen und einfache, aber beliebte Süßspeisen wie Eierkuchen (Plinsen) oder der Kuchen Kalter Hund, oft geprägt durch Kreativität mit verfügbaren Zutaten und Einflüsse aus Osteuropa.
 

Was war in der DDR eine Grilletta?

Die Grilletta, auch Grillette (Mehrzahl: Grilletten), ist eine aus der Küche der Deutschen Demokratischen Republik hervorgegangene Variante des Hamburgers. Auch die zugehörigen Imbissstände und -gaststätten, an oder in denen sie verkauft wurden, hießen in der DDR oft Grilletta.

War in der DDR Schokolade Rinderblut?

Und was ist nun mit dem Stierblut in der Schokolade? Ein Gerücht, nicht mehr. Aber weil die Konsistenz der DDR-Schokolade oft krümelig war, hält es sich bis heute.

Welches Lied war in der DDR verboten?

Die Rockballade vom kleinen Otto ist ein Lied der DDR-Band Renft (bekannt auch als Klaus Renft Combo), das 1974 entstand und zum Verbot der Gruppe in der DDR führte.

Wo ist das Gold der DDR geblieben?

Die Goldreserve lagerte im Keller der „KoKo“-Zentrale* an der Wallstraße in Berlin-Mitte.

War Pippi Langstrumpf in der DDR verboten?

In der DDR bleibt Pippi Langstrumpf über Jahr- zehnte verboten, der Regierung ist das kleine schwedische Mädchen zu anarchisch. Erst 1975 gibt's die Villa Kunterbunt auch im Arbeiter- und Bauern-Staat – allerdings zensiert und gekürzt, sicher ist sicher.

Warum waren Jeans in der DDR verboten?

In den 50er- und 60er-Jahren sind Jeans in der DDR ein modisches No-Go. Sie gelten als kapitalistisches Teufelszeug und Hosen des Klassenfeindes. Im Handel gibt es sie offiziell nicht zu kaufen, höchstens als so genannte Bückware unterm Tresen.

Wie grüßte man sich in der DDR?

Der DDR-Gruß war vielfältig, am bekanntesten sind der FDJ-Gruß "Freundschaft!" und der Pioniergruß ("Seid bereit - Immer bereit!") mit der erhobenen Hand, aber auch der sportliche Gruß "Sport frei!" und der "Bruderkuss" unter Staatsführern prägten die Zeit, wobei der Fokus auf Gemeinschaft, Solidarität und sozialistischen Werten lag.
 

War Abtreibung in der DDR erlaubt?

Clara und Nadine: Anfang März 1972 wurde in der DDR das «Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft» beschlossen und in Kraft gesetzt. Damit waren Abtreibungen in den ersten drei Monaten ohne Angabe von Gründen straffrei möglich.

Wie hieß die Currywurst in der DDR?

An Imbiss-Ständen in Ost und West gleichermaßen beliebt waren die Currywurst und die Bockwurst. Nur in der DDR aber gab es Broiler, Ketwurst, Grilletta oder Krusta.

Wie hießen Pommes in der DDR?

In der DDR wurden Pommes Frites als „Pommes“ oder „Pommes frites“ bezeichnet und waren ein beliebtes Fast-Food-Gericht. Im Gegensatz zum Westen wurden Pommes Frites in der DDR oft in Imbissen und Kantinen angeboten, da private Fast-Food-Ketten nicht existierten.

Wer war der berühmte ostdeutsche Spion?

Markus Johannes Wolf (19. Januar 1923 – 9. November 2006), auch bekannt als Mischa, war ein deutscher Spionagemeister und Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung, der Auslandsgeheimdienstabteilung des ostdeutschen Ministeriums für Staatssicherheit (Ministerium für Staatssicherheit, abgekürzt).

Wie hieß Pizza in der DDR?

Krusta: eine Eigenkreation der DDR

Doch in der DDR heißt das Gericht nicht Pizza, sondern Krusta – und weicht erheblich vom italienischen Vorbild ab, weiß Prof.

Was war in der DDR beliebt?

Mineralwasser, Saft und Limonade trank man in der DDR genauso wie in der Bundesrepublik. Kaffee, Kakao und Tee waren als Heißgetränke beliebt.

Welche Nachspeise wurde in der DDR oftmals serviert?

Wackelpudding / Götterspeise

Auch die Götterspeise ist ein typisches Dessert in der DDR gewesen. Damals auch gerne Wackelpudding oder Wackelpeter genannt.

Wie hießen die Supermärkte in der DDR?

In der DDR gab es keine einheitlichen Supermärkte wie heute, sondern verschiedene Ladenformate: Die wichtigsten waren Konsum (Genossenschaften) und die staatliche HO (Handels-Organisation) mit ihren größeren Kaufhallen, oft unter dem Namen Centrum; es gab auch kleine Läden wie Delikatläden für "gehobenen Bedarf" und die Spezialläden Intershop, die Westwährung akzeptierten.
 

Was war am 4. November 1989?

Die Alexanderplatz-Demonstration war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR. Die Demonstration fand am Samstag, dem 4. November 1989, in Ost-Berlin statt und war die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR, die nicht vom Machtapparat ausgerichtet wurde.

War der Alexanderplatz in der DDR?

Der Alexanderplatz gilt als ein Beispiel für ideologisch beeinflusste Architektur in der Deutschen Demokratischen Republik. Der Fernsehturm war eine von weither sichtbare Landmarke und wurde zu einem Ost-Berliner Wahrzeichen.