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Was für Menschen kommen in die Psychiatrie?

Gefragt von: Frau Prof. Paula Pape  |  Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2026
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In die Psychiatrie kommen Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, schweren Depressionen, bipolaren Störungen, Persönlichkeitsstörungen oder akuten Krisen, wenn eine ambulante Therapie nicht mehr ausreicht oder eine Gefahr für sich oder andere besteht. Auch Suchterkrankungen und Essstörungen können Gründe sein, wenn sie eine intensive Behandlung erfordern.

Was für Menschen sind in der Psychiatrie?

Welche Erkrankungen werden in einer psychiatrischen Klinik behandelt?

  • Depressionen.
  • Bipolare Störungen.
  • Borderline-Syndrom.
  • Burnout.
  • Schizophrenie.
  • Psychosen.
  • Angst- und Panikstörungen.
  • Suchterkrankungen.

Warum kommt jemand in die Psychiatrie?

Fremdgefährdung: Wenn ein psychisch Kranker damit droht, andere zu verletzten oder gar zu töten oder wenn er andere bereits verletzt hat, ist das ein handfester Grund für die Unterbringung in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik.

Bei welchen Krankheiten kommt man in die Psychiatrie?

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu verschiedenen psychischen Erkrankungen, die in unserer Klinik besonders häufig behandelt werden.

  • ADHS.
  • Angststörungen.
  • Bipolare Störung.
  • Borderline.
  • Demenz.
  • Depression.
  • Schizophrenie.
  • Sucht.

Wann macht es Sinn, in eine Psychiatrie zu gehen?

Man kommt in die Psychiatrie, wenn schwere psychische Probleme den Alltag unmöglich machen oder eine akute Gefahr für sich selbst (Eigengefährdung) oder andere (Fremdgefährdung) besteht, die ambulant nicht mehr behandelbar ist, sei es durch eine geplante, freiwillige Aufnahme oder eine unfreiwillige Einweisung nach Psychisch-Krankengesetz (PsychKG) bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung.
 

Ein Experte erklärt, wann man von schwerer Depression spricht

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Was sind Gründe, in die Psychiatrie zu kommen?

Gründe für eine Einweisung in die Psychiatrie sind meist akute psychische Krisen, die eine Eigen- oder Fremdgefährdung (z.B. Suizidversuch, Gewaltandrohung) mit sich bringen, oder wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, um schwere Krankheiten wie Schizophrenie, schwere Depressionen, Bipolare Störungen oder Essstörungen zu bewältigen, oft verbunden mit Kontrollverlust über das eigene Handeln. Man unterscheidet zwischen freiwilliger Einweisung und Zwangseinweisung, letztere durch Ärzte, Polizei oder Angehörige bei akuter Gefahr veranlasst. 

Wie merkt man, dass es einem psychisch nicht gut geht?

Ihre Stimmung hat sich verändert (betrübt, überglücklich, nervös, gereizt, verängstigt). Sie leiden an Schlafstörungen (sie schlafen nicht gut oder haben morgens Mühe aufzustehen). Sie haben mehr oder weniger Appetit als üblich. Sie sind demotiviert.

Wann gilt man als psychisch krank?

Man gilt als psychisch krank, wenn Denken, Fühlen, Wahrnehmung oder Verhalten über einen längeren Zeitraum deutlich von der Norm abweichen und Leidensdruck oder eine eingeschränkte Alltagsbewältigung verursachen, was von Fachleuten anhand internationaler Klassifikationen wie der ICD-11 diagnostiziert wird, oft erkennbar an starken Gefühlsveränderungen (z. B. tiefe Traurigkeit), Konzentrationsproblemen, sozialem Rückzug oder starken Verhaltensänderungen. 

Wie zeigt der Körper, dass die Seele leidet?

Zu Sorgen und Ängsten können körperliche Symptome wie Schlafschwierigkeiten, permanente Anspannung, körperliche Verspannung, Reizdarmsyndrom oder Herzleiden kommen. Die GAS kann in jedem Alter auftreten und betrifft eher Frauen als Männer.

Welche psychische Krankheit hat die höchste Suizidrate?

Die Menschen können in existenzielle Krisen mit großer innerer Verzweiflung geraten, was bis zum Suizid führen kann. Die narzisstische Persönlichkeit weist mit 14% die höchste Suizidrate auf.

Wie lange bleiben Menschen in der Psychiatrie?

Ein Aufenthalt in der Psychiatrie variiert stark, dauert aber oft durchschnittlich vier bis acht Wochen, je nach Diagnose (z.B. Depressionen) und Behandlungsbedarf, wobei Akutbehandlungen kürzer (ca. 3 Wochen), komplexere Störungen (Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen) aber auch mehrere Monate bis über 14 Wochen in Anspruch nehmen können. Die genaue Dauer wird individuell von den Ärzten in Absprache mit dem Patienten festgelegt, oft gefolgt von ambulanter Weiterbehandlung, und kann von sehr kurzen Kriseninterventionen bis zu längeren Aufenthalten reichen.
 

Warum sollte jemand in eine psychiatrische Anstalt gehen?

Wichtigste Erkenntnisse: Anzeichen dafür, dass Ihnen ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik helfen könnte, sind unter anderem Selbstmordgedanken, der Drang zur Selbstverletzung oder die Unfähigkeit, Ihre Grundbedürfnisse selbst zu befriedigen .

Wann sollte ich mich in die Psychiatrie einweisen?

Menschen, die an einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung leiden, können zwangsweise in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden, wenn von ihnen eine gegenwärtige erhebliche Gefahr für sich selbst oder andere ausgeht und diese Gefahr auf andere Weise nicht abgewendet werden kann.

Wie ist der Tagesablauf in einer Psychiatrie?

Im Gegensatz zur vollstationären Therapie gehen Patienten in einer teilstationären Therapie (Tagesklinik) nach einem Therapietag von 8 Stunden plus Pause wieder nach Hause, so dass sie den Abend und die Nacht sowie die Wochenenden in der gewohnten häuslichen Umgebung verbringen können.

Was sind die drei häufigsten psychischen Erkrankungen?

Für psychisch Kranke ist diese Situation besonders schwierig auszuhalten. Die Statista-Grafik zeigt die häufigsten psychischen Leiden in Deutschland, über die der Spiegel berichtet: Besonders verbreitet sind Angststörungen (15,4 Prozent) wie Agoraphobie, Sozialphobie oder Panikstörungen.

Welchen Persönlichkeitstyp haben Psychiater?

Sie müssen über die Fähigkeit verfügen, komplexe psychische Erkrankungen zu verstehen. Zu den Stärken eines erfolgreichen Psychiaters gehören unter anderem: Empathie, Zuhörfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Aufgeschlossenheit und eine vorurteilsfreie Haltung .

Was sind Warnsignale des Körpers?

Körperliche Warnsignale sind Zeichen von Überlastung, Stress oder Krankheit und umfassen Schmerzen (Kopf, Rücken, Muskeln), Verdauungsprobleme (Übelkeit, Durchfall), Kreislaufbeschwerden (Herzrasen, Bluthochdruck, Schwindel), Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Konzentrationsmangel sowie psychische Symptome wie Reizbarkeit und innere Unruhe. Auch Hautveränderungen, Haarausfall, Nagelveränderungen oder Zahnfleischprobleme können auf Probleme hinweisen und sollten beachtet werden.
 

In welchem Organ sitzt die Seele?

Schon seit der Antike wird das Herz als Sitz der Seele und Gefühle gesehen. Das äußert sich auch heute noch in unserem Sprachgebrauch. Kein anderes Organ hat für den Menschen eine derart komplexe Bedeutung, die über die körperliche Funktion weit hinausgeht.

Wohin geht deine Seele, wenn dein Körper stirbt?

Die gängigste Ansicht besagt, dass die Seele mit dem Tod unmittelbar zu Gott geht und das persönliche Dasein fortbesteht. Das Leben endet nicht mit dem Tod, sondern unsere Seele lebt nach dem Tod weiter.

Wie merkt man, dass man psychisch kaputt ist?

Wenn Sie sich psychisch angeschlagen fühlen, äußert sich das oft durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit und sozialen Rückzug. Hinzu kommen können körperliche Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen und Verspannungen. Auch Angst, Panik, Gedankenkreisen und eine erhöhte Infektanfälligkeit sind häufige Anzeichen.
 

Woran merke ich, ob ich tatsächlich psychisch krank bin?

Denkstörungen – Konzentrations-, Gedächtnis- oder logische Denk- und Sprachprobleme, die schwer zu erklären sind. Erhöhte Empfindlichkeit – Übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber visuellen, akustischen, olfaktorischen oder taktilen Reizen; Vermeidung überreizender Situationen. Apathie – Verlust von Initiative oder Interesse an jeglicher Aktivität.

Welche 10 psychischen Krankheiten sind die schlimmsten?

Die "schlimmsten" psychischen Krankheiten sind subjektiv, aber häufig genannt werden Depression, Angststörungen, Schizophrenie/Psychosen, Bipolare Störungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen (v.a. Borderline), Suchterkrankungen und Essstörungen (Anorexie, Bulimie), weil sie die Lebensqualität stark beeinträchtigen, oft chronisch sind und zu Selbstmordgedanken führen können, wobei Schizophrenie und schwere Persönlichkeitsstörungen oft als besonders tiefgreifend empfunden werden. 

Was sind Warnsignale für eine mentale Überlastung?

Psychische Überlastung äußert sich durch Symptome wie innere Unruhe, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Leistungsabfall, oft begleitet von körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen und Magen-Darm-Problemen. Auch sozialer Rückzug, emotionale Leere, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, sind typische Anzeichen.
 

Was ist eine weiße Depression?

Die "weiße Depression" ist ein umgangssprachlicher Begriff für eine Form der Depression, die sich nicht durch Traurigkeit, sondern durch körperliche Symptome (somatisiert) oder ein tiefes Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit äußert, oft verbunden mit einer Abwesenheit von emotionaler Lebendigkeit – im Gegensatz zur „schwarzen Depression“ (klassische Trauer Depression). Sie wird auch als larvierte oder maskierte Depression bezeichnet und führt Betroffene oft zuerst zum Hausarzt, da die psychische Ursache hinter körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Verdauungsproblemen verborgen bleibt. 

Wie erkenne ich einen Nervenzusammenbruch?

Ein Nervenzusammenbruch (oft als akute Belastungsreaktion oder Burnout) zeigt sich durch eine Mischung aus starken emotionalen, körperlichen und kognitiven Symptomen wie Panik, extreme Reizbarkeit, Kontrollverlust, Herzrasen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und sozialem Rückzug, oft nach einer überwältigenden Stresssituation. Die Anzeichen variieren, aber typisch sind überwältigende Gefühle, körperliche Alarmzeichen (Herzrasen, Zittern, Atemnot) und das Gefühl, den Alltag nicht mehr bewältigen zu können, was eine professionelle Hilfe notwendig macht.