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Was dürfen Lehrer in der Schweiz nicht?

Gefragt von: Herr Dr. Edmund Arndt  |  Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026
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In der Schweiz dürfen Lehrer keine körperlichen Strafen anwenden, Schüler entwürdigen (z.B. in die Ecke stellen), das Briefgeheimnis verletzen, Handys länger als den Unterricht einziehen oder ohne Einverständnis der Eltern nachsitzen lassen; auch die Verletzung der persönlichen Grenzen, etwa bei sexueller Belästigung, sowie die Diskriminierung von Schülern aufgrund ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung sind strengstens untersagt.

Was dürfen Lehrer alles nicht machen?

Was Lehrer nicht tun dürfen: Ein Überblick

  • Entwürdigen, z.B. Schulkinder in die Ecke schicken.
  • Taschen durchsuchen.
  • Toilettenverbot erteilen.
  • Klasse unter Kollektivstrafe stellen.
  • Strafaufgaben ohne Lerneffekt stellen.
  • Handy einsehen.
  • Briefgeheimnis verletzen, z.B. von Schulkindern herumgereichte Zettel laut vorlesen.

Kann man als deutscher Lehrerin der Schweiz arbeiten?

Anerkennung des Lehrerberufs in der Schweiz

Wer als deutsche:r Lehrer:in bereits das zweite Staatsexamen gemacht hat, wird die Anerkennung ohne Probleme bekommen. Für die Anerkennung des Abschlusses ist eine Gebühr in Höhe von 400 Schweizer Franken (etwa 350 Euro) fällig.

Wie lange darf ein Lehrer das Handy wegnehmen in der Schweiz?

Als Faustregel gilt, dass das Handy noch am gleichen Tag, spätestens am Ende der Unterrichtszeit, der Schülerin oder dem Schüler zurückgegeben werden muss. Nicht zulässig ist das Einziehen und Zurückbehalten des Handys über einen längeren Zeitraum, das heisst während mehrerer Tage.

Ist Nachsitzen in der Schweiz erlaubt?

«Es ist nicht gestattet, Schülerinnen und Schüler ohne vorgängige Orientierung der Erziehungsbe- rechtigten beispielsweise eine Stunde "nachsitzen" zu lassen. Ein solches Verhalten greift in die Rechte der Erziehungsberechtigten ein.»

Was Lehrer NICHT dürfen! Aber trotzdem machen! mit Rechtsanwalt Christian Solmecke - Teil 2 🗣🚫

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Hat man das Recht im Unterricht auf die Toilette zu gehen?

Grundsätzlich ist es SchülerInnen allerdings auch während des Unterrichts gesetzlich erlaubt zur Toilette zu gehen. Verbietet der Lehrer den Toilettengang verstößt er gegen Art. 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), das Verbot der Folter und unangemessener Behandlung.

Welche Strafen dürfen Lehrer verhängen?

Was Lehrer nicht dürfen

Zweierlei Arten von Strafen sind Lehrkräften prinzipiell verboten, egal wie sehr sich ein Schüler danebenbenimmt. Eine ist natürlich jegliche Anwendung von körperlicher Gewalt. Die Prügelstrafe an den Schulen wurde in der DDR 1949, in der Bundesrepublik 1973 abgeschafft.

Wie viele Minuten darf ein Lehrer zu spät kommen?

Lehrer dürfen den Unterricht aus pädagogischen Gründen um wenige Minuten (oft 1-3 Minuten) überziehen, um eine Aufgabe abzuschließen, aber nicht dauerhaft oder zur Bestrafung, da die Pausen der Erholung dienen; es gibt keine feste Minutenanzahl, es unterliegt dem pädagogischen Ermessen, aber längeres Überziehen (z.B. 30 Minuten) ist unzulässig und muss verhältnismäßig bleiben. 

Was besagt die 70/30-Regel im Unterricht?

Die Lernenden übernehmen 70 % des Sprechens und 30 % des Zuhörens .

Die Lernenden, nicht die Lehrenden, müssen im Mittelpunkt stehen und aktiv lernen. Das kann und wird nicht geschehen, wenn Sie den Großteil des Gesprächs führen und die Lernenden den Großteil des Zuhörens übernehmen.

Dürfen Lehrer sehen, was du auf deinem Handy machst?

Wenn Sie mit dem Schul-WLAN verbunden sind, kann die Schule möglicherweise Ihre Online-Aktivitäten einsehen . Dazu gehören die von Ihnen besuchten Webseiten und die von Ihnen genutzten Online-Dienste. Inhalte innerhalb von Apps oder spezifische Details Ihres Surfverhaltens können jedoch in der Regel nicht eingesehen werden, es sei denn, die Schule hat Überwachungssoftware auf Ihrem Gerät installiert.

Sind Lehrer in der Schweiz sehr gefragt?

Um diesem Anstieg gerecht zu werden und die Pensionierungen auszugleichen, müssten zwischen 2022 und 2031 zwischen 43.000 und 47.000 neue Grundschullehrer eingestellt werden . Pensionierungen sind ein Hauptgrund für diesen erheblichen Personalbedarf.

Wie viele Stunden arbeitet ein Lehrerin der Schweiz?

Eine Mehrheit der Kantone definiert für die Lehrpersonen eine Jahresarbeitszeit. In der Regel liegt sie zwischen 1880 und 1950 Stunden. Die Unterrichtsverpflichtung auf der Sekundarstufe liegt in der Regel zwischen 22 und 26 Lektionen.

Wie viel Steuern zahlt man in Deutschland, wenn man in der Schweiz arbeitet?

Als Grenzgänger zahlen Sie Ihre Steuern in Deutschland. In der Schweiz wird jedoch ein Pauschalbetrag in Höhe von 4,5% des Bruttolohns als Quellensteuer einbehalten. Dieser Pauschalbetrag wird dann bei der Ermittlung der in Deutschland zu zahlenden Steuern angerechnet.

Was darf man als Lehrer nicht tragen?

Unsere modischen No-Gos:

  • transparente Kleidung (oder viele Cut-Outs)
  • bauchfreie Tops.
  • löchrige, verschlissene oder ungewaschene Kleidung.
  • Hosen die deinen Schüler:innen einen Blick auf deine Unterwäsche gewähren.
  • T-Shirts mit expliziten oder extremen Statements, Bildern, Logos oder Symbolen.

Was sind pädagogische Strafen?

In der Pädagogik ist eine Strafe eine geplante, unangenehme Konsequenz oder Sanktion (z.B. Entzug von Privilegien), die auf unerwünschtes Verhalten folgt, um dieses zu korrigieren und zu verhindern, aber moderne Pädagogik betont eher logische Konsequenzen, die direkt mit dem Fehlverhalten zusammenhängen, anstatt willkürliche Strafen, da diese oft auf Angst basieren und die Beziehung belasten können. Strafen zielen auf Verhaltensänderung ab, indem sie ein negatives Ereignis hinzufügen (positive Strafe) oder ein positives entziehen (negative Strafe). 

Was stresst Lehrer am meisten?

Der größte Belastungsfaktor für Lehrkräfte ist zugleich auch die stärkste Ressource: Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Deutsches Schulportal: Lehrkräfte leiden mehr als viele andere Berufsgruppen unter psychischen Erkrankungen und Erschöpfung bis hin zum Burnout.

Was ist die goldene Regel im Unterricht?

Falls Sie es vergessen haben: Hier ist die Definition der goldenen Regel: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest . So einfach ist das. Eines sei vorweg gesagt: Wenn dich ein Freund, Feind, Kollege, Professor oder Vorgesetzter schlecht behandelt, ist es richtig, für dich einzustehen.

Was bedeutet Paragraph 90 in der Schule?

Der Schulleiter könne nach § 90 Schulgesetz den Ausschluss vom Unterricht bis zu fünf Unterrichtstagen anordnen, wenn ein Schüler durch schweres oder wiederholtes Fehlverhalten seine Pflichten verletze und dadurch die Erfüllung der Aufgabe der Schule oder Rechte anderer gefährde.

Warum 45 Minuten Unterricht?

Eine Schulstunde dauert 45 Minuten, weil Preußen dies 1911 offiziell einführte, um den Nachmittagsunterricht abzuschaffen, da die einstündigen Stunden die Kinder ermüdeten; die kürzere Zeit ermöglichte es, alle Stunden auf den Vormittag zu legen und den Schultag zu verkürzen, wobei die Zeit durch effizienteres Unterrichten eingespart wurde, und orientierte sich teilweise am sogenannten Akademischen Viertel. 

Welche Rechte haben Eltern gegenüber Lehrern?

Sie haben ein Anspruch auf die erforderlichen Informationen, die ihre Kinder betreffen und das Recht auf individuelle Beratung durch die Lehrer. Des Weiteren haben sie das Recht nach vorheriger Absprache mit dem Lehrer am Unterricht teilzunehmen.

Was besagt die 10-Minuten-Regel im Unterricht?

Die von der National PTA und der National Education Association formulierte „10-Minuten-Regel“ besagt, dass Kinder pro Klassenstufe und Abend etwa 10 Minuten Hausaufgaben machen sollten .

Wie lange darf ein Lehrer maximal überziehen?

Auch das Überziehen einer Unterrichtsstunde ist generell möglich. Wenn der Lehrer mit seinem Thema noch nicht fertig ist, darf er zur Erreichung des Lernzieles auch über den Gong hinweg unterrichten. Allerdings gilt das nur für ein paar Minuten, er darf nicht die komplette große Pause ausfallen lassen.

Kann der Lehrer den Toilettengang verbieten?

Nein, ein Lehrer darf den Toilettengang nicht generell verbieten, da er ein Grundbedürfnis und Menschenrecht ist, das durch das Grundgesetz und die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt wird. Er kann jedoch Regeln aufstellen, um Missbrauch zu verhindern, muss aber bei dringendem Bedürfnis eines Schülers den Gang erlauben, da ein generelles Verbot gegen die Menschenwürde verstoßen und sogar strafbar sein kann, wenn der Schüler dadurch Nachteile erleidet. 

Was sind positive Bestrafungen?

Positive Bestrafung bedeutet, nach einem unerwünschten Verhalten eine unangenehme Konsequenz hinzuzufügen, um dessen Auftreten zu verringern (z. B. ein Bußgeld für Geschwindigkeitsübertretung). Negative Bestrafung bedeutet, nach dem Verhalten einen erwünschten Reiz zu entfernen, um dessen Auftreten zu verringern (z. B. einem Teenager das Handy wegzunehmen, weil er die Ausgangssperre missachtet hat).

Welche Dinge dürfen Lehrer nicht tun?

Was Lehrer nicht tun dürfen: Ein Überblick

  • Entwürdigen, z.B. Schulkinder in die Ecke schicken.
  • Taschen durchsuchen.
  • Toilettenverbot erteilen.
  • Klasse unter Kollektivstrafe stellen.
  • Strafaufgaben ohne Lerneffekt stellen.
  • Handy einsehen.
  • Briefgeheimnis verletzen, z.B. von Schulkindern herumgereichte Zettel laut vorlesen.

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