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Was darf man wenn man aus der Probezeit raus ist?

Gefragt von: Ulrike Wirth-Behrens  |  Letzte Aktualisierung: 20. April 2026
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Nach der Probezeit fallen die strengeren Regeln weg: Die 0,0-Promille-Grenze für Fahranfänger bis 21 Jahre gilt weiterhin, aber danach gelten die normalen 0,5 Promille. Verstöße werden wie bei erfahrenen Fahrern behandelt, und man ist nicht mehr automatisch für Aufbauseminare qualifiziert, kann aber durch schwerere Verstöße Punkte sammeln und Fahrverbote erhalten. Die Probezeit endet offiziell nach den ersten zwei Jahren, wenn keine schwerwiegenden Verstöße (A-Verstöße) oder zwei weniger schwerwiegende (B-Verstöße) begangen wurden.

Was ändert sich, wenn man nicht mehr in der Probezeit ist?

Bei Auszubildenden muss die Probezeit jedoch zwischen einem und vier Monaten liegen. Ist die Probezeit zu Ende, läuft das Arbeitsverhältnis automatisch weiter und der Arbeitsvertrag muss nicht geändert oder neu geschlossen werden.

Was darf man in der Probezeit Führerschein nicht?

In der Führerschein-Probezeit darf man keinen Alkohol (0,0 Promille-Grenze gilt für alle Fahranfänger), keine Drogen, nicht mit dem Handy telefonieren/texten, keine schwerwiegenden Verstöße (A-Verstöße) wie rote Ampel überfahren, zu geringer Abstand oder Fahrerflucht begehen, da dies zu einem Aufbauseminar und einer Verlängerung der Probezeit führt, und auch keine Kinder ohne Kindersitz mitnehmen, da dies als B-Verstoß zählt. 

Was sind alles B-Verstöße?

Ein B-Verstoß ist ein weniger schwerwiegender Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) während der Führerschein-Probezeit, der zwar ein Bußgeld und Punkte nach sich zieht, aber allein noch keine drastischen Folgen hat; zwei B-Verstöße wirken jedoch wie ein schwerwiegender A-Verstoß und führen zu einem Aufbauseminar und der Verlängerung der Probezeit. Typische Beispiele sind abgefahrene Reifen, das Überziehen des TÜVs (Hauptuntersuchung) um mehr als acht Monate oder das Fahren mit mangelhafter Ladungssicherung.
 

Was sollte man in der Probezeit nicht tun?

In der Probezeit darf man grundsätzlich keine schwerwiegenden Verkehrsverstöße begehen (z. B. Alkohol am Steuer, zu schnell fahren, Handynutzung, Fahrerflucht, Abstandsverstöße), da dies zu einer Verlängerung der Probezeit und einem Aufbauseminar führt. Im Job gilt: Man darf nicht durch Unpünktlichkeit, Desinteresse, Lästereien oder ungefragt Prozesse ändern auffallen; auch muss man sich an grundlegende Verhaltensregeln halten und darf sich nicht zu übermütig verhalten. Eine Kündigung ist leichter, aber auch Schwangere und Minderjährige genießen Kündigungsschutz, und fristlose Kündigungen erfordern wichtige Gründe. 

Geblitzt in der Probezeit?!?! 😱 Ist jetzt der Führerschein weg?!

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Was ist anders, wenn man aus der Probezeit raus ist?

Nach Ablauf der Probezeit

Ist die Probezeit ausgestanden, ahndet die Ordnungsbehörde Verkehrsverstöße ebenfalls nach den Bußgeldvorschriften. Ob es sich dann um einen A- oder einen B-Verstoß handelt, spielt aber keine Rolle mehr. Je nach Verstoß drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und vielleicht sogar ein Fahrverbot.

Welche Rechte gibt es in der Probezeit?

Auch in der Probezeit haben Arbeitnehmer grundlegende Rechte wie Anspruch auf Lohn, Urlaub (anteilig) und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sowie Schutz durch Arbeitszeit-, Jugend- und Mutterschutz. Der Hauptunterschied ist die verkürzte Kündigungsfrist (zwei Wochen) und das Fehlen des allgemeinen Kündigungsschutzes, wobei spezielle Gruppen wie Schwangere oder Schwerbehinderte auch dann Sonderkündigungsschutz genießen. 

Woher weiß ich, ob A oder B-verstoßen?

Die Kategorie „A-Verstöße“ umfasst dabei schwere Ordnungswidrigkeiten, wie zum Beispiel das Fahren unter Alkoholeinfluss oder das „Geisterfahren“. Leichtere Vergehen, wie etwa mit abgefahrenen Reifen zu fahren, fallen unter die Kategorie der B-Verstöße.

Wie lange dauert normal die Probezeit?

Die Dauer einer Probezeit hängt stark vom Kontext ab: Im Arbeitsverhältnis dauert sie normalerweise bis zu 6 Monate (maximal zulässig), verkürzt sich aber oft auf 3-4 Monate; bei Führerscheinen auf Probe sind es immer 2 Jahre, die sich bei schweren Verstößen verlängern können. 

Wie viele Verstöße darf man in der Probezeit haben?

Wer bereits zwei A-Verstöße in der Probezeit begangen hat, bekommt eine schriftliche Verwarnung. In diesem Fall wird dann auch die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen. Sollten Sie tatsächlich drei A-Verstöße begangen haben, wird Ihnen der Führerschein entzogen.

Wann aus der Probezeit raus?

Man ist aus der Probezeit raus, wenn die regulären zwei Jahre nach Erhalt des Führerscheins (bzw. der Prüfbescheinigung beim Fahren ab 17) erfolgreich absolviert wurden und keine schwerwiegenden Verstöße zu einer Verlängerung geführt haben. Die Probezeit beginnt mit der Aushändigung des Dokuments und läuft auch ohne Fahrpraxis automatisch ab, kann aber bei Verkehrsdelikten auf vier Jahre verlängert werden.
 

Was dürfen Fahranfänger nicht?

In der Führerschein-Probezeit darf man keinen Alkohol (0,0 Promille-Grenze gilt für alle Fahranfänger), keine Drogen, nicht mit dem Handy telefonieren/texten, keine schwerwiegenden Verstöße (A-Verstöße) wie rote Ampel überfahren, zu geringer Abstand oder Fahrerflucht begehen, da dies zu einem Aufbauseminar und einer Verlängerung der Probezeit führt, und auch keine Kinder ohne Kindersitz mitnehmen, da dies als B-Verstoß zählt. 

Was sind schwere Verstöße in der Probezeit?

Ein schwerwiegender oder zwei weniger schwerwiegende Verstöße in Folge werden mit einer Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre geahndet. Unter anderem gelten das Überfahren einer roten Ampel, Fahrerflucht und das Telefonieren am Steuer als A-Verstöße.

Was sind alles A-Verstöße?

A-Verstöße sind schwerwiegende Verkehrsverstöße, die besonders in der Führerschein-Probezeit zu strengen Konsequenzen wie einem Aufbauseminar und einer Verlängerung der Probezeit führen, darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen über 20 km/h, Rotlichtverstöße, Fahren unter Alkohol/Drogen, Handy am Steuer, Missachtung der Vorfahrt, Abstandsverstöße oder das Überholen im Überholverbot; auch Straftaten wie Fahrerflucht oder fahrlässige Körperverletzung zählen dazu.
 

Was ändert sich ab 2025 beim Führerschein?

Der digitale sowie der physische Führerschein werden für Pkw und Motorräder 15 Jahre gültig sein. Es sei denn, der Führerschein wird als Personalausweis verwendet, dann ist er nur 10 Jahre gültig. Lkw- und Busführerscheine bleiben weiterhin fünf Jahre gültig.

Wann gilt die Probezeit als bestanden?

Zur Probezeit zählen alle Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis rechtlich bestanden hat. Die Probezeit läuft auch bei einer Erkrankung, Urlaub, Arbeitsbefreiung, usw. grundsätzlich weiter.

Wie läuft die Probezeit ab?

Beim Führerschein dauert die Probezeit normalerweise zwei Jahre. Wer sich allerdings einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße leistet, muss damit rechnen, dass die Bewährungsphase von zwei auf insgesamt vier Jahre verlängert wird. Die Probezeit muss jedoch nur einmal durchlaufen werden.

Sollte ich mir wegen meiner Probezeit Sorgen machen?

Auch wenn es stimmt, dass Sie während dieser Probezeit wahrscheinlich genauer unter die Lupe genommen werden, besteht kein Grund zur Panik , und Sie sollten sich dadurch nicht davon abhalten lassen, sich mit vollem Einsatz Ihrer neuen Aufgabe zu widmen.

Wie viele Fehler darf man in der Probezeit machen?

In Ihrer Probezeit dürfen Sie sich keinen A-Verstoß leisten. Ein B-Verstoß ist weniger schlimm. Aber beim 2. Verstoß drohen auch hier eine Verlängerung Ihrer Probezeit, ein Aufbauseminar und Bußgeld.

Ist ein A oder B Verstoß schlimmer?

Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) werden außerdem in zwei Gruppen aufgeteilt: A-Verstöße (schwerwiegende Vergehen) B-Verstöße (weniger schwerwiegende Vergehen)

Wann endet meine Probezeit?

Man ist aus der Probezeit raus, wenn die regulären zwei Jahre nach Erhalt des Führerscheins (bzw. der Prüfbescheinigung beim Fahren ab 17) erfolgreich absolviert wurden und keine schwerwiegenden Verstöße zu einer Verlängerung geführt haben. Die Probezeit beginnt mit der Aushändigung des Dokuments und läuft auch ohne Fahrpraxis automatisch ab, kann aber bei Verkehrsdelikten auf vier Jahre verlängert werden.
 

Was bedeutet 14/10 auf dem Führerschein?

Die Angabe "14/10" auf dem Führerschein bedeutet, dass das Datum der Fahrerlaubniserteilung für eine bestimmte Klasse (z.B. Auto Klasse B) nicht direkt in Feld 10, sondern manuell in das Feld 14 eingetragen wurde, wobei die "10" angibt, dass es sich um das Erteilungsdatum der Fahrerlaubnis handelt; Feld 4a zeigt nur das Ausstellungsdatum des Dokuments an. Man findet es oft bei älteren Führerscheinen, die nachträglich umgeschrieben wurden, oder bei bestimmten Klassen, wo es als Vermerk dient. 

Was ist in der Probezeit verboten?

In der Probezeit darf man grundsätzlich keine schwerwiegenden Verkehrsverstöße begehen (z. B. Alkohol am Steuer, zu schnell fahren, Handynutzung, Fahrerflucht, Abstandsverstöße), da dies zu einer Verlängerung der Probezeit und einem Aufbauseminar führt. Im Job gilt: Man darf nicht durch Unpünktlichkeit, Desinteresse, Lästereien oder ungefragt Prozesse ändern auffallen; auch muss man sich an grundlegende Verhaltensregeln halten und darf sich nicht zu übermütig verhalten. Eine Kündigung ist leichter, aber auch Schwangere und Minderjährige genießen Kündigungsschutz, und fristlose Kündigungen erfordern wichtige Gründe. 

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Welche Nachteile hat die Probezeit?

Der größte Nachteil der Probezeit ist, dass sie sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer Unsicherheit schafft. Der Arbeitnehmer kann das Gefühl haben, dass er ständig kontrolliert wird und dass sein Arbeitsplatz gefährdet ist, wenn er Fehler macht.