Was darf ich mit meinem Handy filmen?
Gefragt von: Jürgen Appel | Letzte Aktualisierung: 21. September 2026sternezahl: 4.5/5 (45 sternebewertungen)
Sie dürfen im öffentlichen Raum filmen, solange Sie keine Personen gezielt und erkennbar aufnehmen oder deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzen, was meist eine Einwilligung erfordert. Private Aufnahmen sind nur mit Erlaubnis gestattet, das heimliche Filmen von Personen im privaten Umfeld oder aus dem öffentlichen Raum heraus ist strafbar (§ 201a StGB). Bei Tonaufnahmen gilt: Heimliche Aufnahmen sind fast immer verboten, da sie die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes verletzen (§ 201 StGB).
Was darf ich mit dem Handy filmen?
Beim Filmen im öffentlichen Raum können Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Die Datenschutzgrundverordnung verbietet grundsätzlich das Filmen von Personen ohne deren Einwilligung. Nach dem KUG (§ 22 Kunsturhebergesetz) dürfen Bilder und Videos in der Regel nicht ohne Einwilligung verbreitet werden.
Wann darf man filmen ohne Erlaubnis?
Schon fürs bloße Knipsen gilt: Sie dürfen nur Menschen fotografieren oder filmen, die damit auch einverstanden sind. Wer Foto- oder Filmaufnahmen von Personen ohne deren Einverständnis veröffentlicht, dem droht sogar eine Strafe. So steht es ausdrücklich in Paragraf 22 und 32 des Kunsturhebergesetzes.
Wann ist filmen strafbar?
Wenn eine Aufnahme heimlich erfolgt und insbesondere den höchstpersönlichen Lebensbereich betrifft, kann dies nach § 201a Strafgesetzbuch (StGB) sogar strafbar sein. Das Gesetz soll Menschen davor schützen, in sehr privaten und intimen Momenten ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung gefilmt zu werden.
Kann ich jemanden anzeigen, weil er mich gefilmt hat?
Ja, man kann jemanden anzeigen, wenn man ohne Einverständnis gefilmt wird, besonders wenn es in den privaten oder höchstpersönlichen Lebensbereich eingreift, da dies das Persönlichkeitsrecht verletzt und strafbar sein kann (§ 201a StGB). Auch eine Veröffentlichung der Aufnahmen ohne Einwilligung ist rechtlich problematisch. Bei Verdacht auf eine Straftat sollte man zur Polizei gehen und Anzeige erstatten sowie Beweise sichern.
Filmen mit dem Smartphone | 10 Tipps für den Start
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Was tun, wenn ich gegen meinen Willen gefilmt werde?
Was man tun kann, wenn man betroffen ist
- Wenn jemand ohne Erlaubnis Fotos von einem macht, kann man zur Polizei gehen oder vor Gericht ziehen.
- Am besten ist es, immer vorsichtig zu sein, um sich selbst zu schützen.
Sind Handy-Videos vor Gericht zulässig?
Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main entschied nun, dass auch unbearbeitete Smartphone-Aufnahmen urheberrechtlich geschützt sein können und eine exklusive Rechteübertragung zulässig ist (LG Frankfurt am Main, Urteil vom 16. Mai 2025, Az. 2-06 O 299/24).
Ist eine Videoaufnahme als Beweis zulässig?
Die Entscheidung unterstreicht, dass eine permanente und anlasslose Videoüberwachung durch Privatpersonen in der Regel unzulässig ist, da sie gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt. Solche Aufnahmen können vor Gericht nicht als Beweismittel verwertet werden.
Wo liegen die Grenzen des Rechts am eigenen Bild?
Dieses Grundrecht umfasst auch das Recht am eigenen Bild, welches in den §§ 22 und 23 Kunstur- heberrechtsgesetz (KunstUrhG) geregelt ist. WO LIEGEN DIE GRENZEN DES RECHTS AM EIGENEN BILD? Das Recht am eigenen Bild ist immer dann zu beach- ten, wenn eine Person auf einem Foto oder Video er- kennbar ist.
Was bedeutet es, gefilmt zu werden?
Bedeutung von gefilmt auf Englisch
Bewegte Bilder mit einer Kamera aufnehmen, üblicherweise um einen Film für das Fernsehen oder das Kino zu machen : Die meisten Szenen wurden in einem Studio gedreht.
Was tun, wenn man heimlich gefilmt wird?
Wenn Sie heimlich gefilmt wurden, sollten Sie sofort Beweise sichern (Fotos/Videos der Kamera) und dann umgehend Strafanzeige bei der Polizei erstatten, um den Täter an der Vernichtung von Beweismaterial zu hindern; zusätzlich können zivilrechtliche Schritte für Unterlassung, Schadensersatz und Löschung der Aufnahmen eingeleit, was oft die Hilfe eines spezialisierten Anwalts erfordert, besonders bei Veröffentlichungen im Internet, da dies eine Verletzung Ihres Persönlichkeitsrechts darstellt und strafbar ist.
Was ist ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht?
Eine Persönlichkeitsrechtsverletzung ist dann gegeben, wenn unwahre Tatsachen verbreitet werden, die dazu geeignet sind, die betroffene Person verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Verleumdung stellt zugleich eine Straftat gem. § 187 StGB dar.
Ist es erlaubt Menschen in der Öffentlichkeit zu filmen?
Im öffentlichen Raum dürfen Sie grundsätzlich filmen – im privaten Raum nur mit Erlaubnis. Öffentlicher Raum: Dazu zählen Straßen, Plätze, Parks und öffentliche Wege. Hier dürfen Sie filmen, solange Sie keine Personen gezielt und erkennbar aufnehmen oder urheberrechtlich geschützte Werke im Fokus zeigen.
Ist das filmen fremder Personen erlaubt?
Wenn sie Ton- oder Bildaufnahmen, zum Beispiel mit ihrem Handy, von jemand anderen ohne dessen Zustimmung anfertigen, erfüllt diese Handlung den Straftatbestand des § 201 bzw. § 201a StGB. Strafbar ist es auch, solche unbefugten Aufnahmen zu gebrauchen oder Dritten zugänglich zu machen.
Wann sind heimliche Aufnahmen erlaubt?
Dazu gehören etwa Reden bei Veranstaltungen oder Diskussionen in den Medien. In solchen Situationen kann das Mitschneiden erlaubt sein, solange keine berechtigte Erwartung auf Vertraulichkeit besteht. In sehr seltenen Fällen kann eine heimliche Aufnahme ausnahmsweise gerechtfertigt sein.
Welche Strafe droht bei unerlaubten filmen?
Welche strafrechtlichen Konsequenzen drohen bei einem Verstoß gegen § 201 a StGB? Bei einem Verstoß gegen 201 a StGB droht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. Damit droht auch eine Eintragung im Zentralregister (Vorstrafe) und eine Eintragung im Führungszeugnis.
Ist es strafbar, ungewollt gefilmt zu werden?
Der Pressesprecher des Bundesamts für Datenschutz, Christof Stein, erklärt: Wenn Personen in der Öffentlichkeit gefilmt oder fotografiert werden, ohne dass vorher eine Einwilligung eingeholt wurde, liegt sowohl ein Datenschutzverstoß als auch eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte vor.
Ist es strafbar, ein Video ohne Zustimmung zu veröffentlichen?
Die DSGVO: Auch Fotos und Videos sind personenbezogene Daten
In diesem Fall stellt das Anfertigen, Veröffentlichen oder Verbreiten des Bildes eine „Verarbeitung“ personenbezogener Daten dar. Diese ist bis auf wenige Ausnahmen nur zulässig, wenn die betreffende Person eingewilligt hat (Art. 6 DSGVO).
Wann sind Bildaufnahmen ohne Einwilligung der Person zulässig?
Bildaufnahmen ohne Einwilligung sind zulässig, wenn Personen nur Beiwerk sind (z.B. im Hintergrund einer Landschaft), bei öffentlichen Versammlungen (Demonstrationen, Sportevents) das Gesamtgeschehen im Fokus steht, die Aufnahme rein privaten Zwecken dient oder ein höheres künstlerisches/journalistisches Interesse besteht, wobei hier die Gerichte sehr streng sind und das Persönlichkeitsrecht stets zu wahren ist, besonders bei Verbreitung im Netz.
Ist es strafbar, jemanden ohne Einwilligung zu filmen?
Ja, das Filmen ohne Einverständnis kann eine Straftat sein, insbesondere wenn es den höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, z.B. in der eigenen Wohnung, in Umkleiden oder Bädern, oder wenn intime Details heimlich aufgenommen werden (§ 201a StGB). Auch das Veröffentlichen solcher Aufnahmen ist strafbar, wobei neben dem Strafgesetzbuch (StGB) auch das Recht am eigenen Bild (Kunsturhebergesetz, KUG) gilt, das grundsätzlich die Einwilligung verlangt, besonders bei Veröffentlichung. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren, mit möglichen Eintragungen ins Führungszeugnis.
Wann sind Videoaufnahmen erlaubt?
Laut Bundesdatenschutzgesetz ist Videoüberwachung am Arbeitsplatz an öffentlich zugänglichen Orten erlaubt, wenn sie für die Wahrung des Hausrechts erforderlich ist (§ 6b BDSG). Ebenso zulässig ist die Überwachung, wenn sie dem festgelegten Zweck dienen, berechtigte Interessen zu wahren.
Kann man Videoaufnahmen vor Gericht verwenden?
Aufnahmen dürfen in Einzelfällen verwendet werden
Zulässig ist das Abspielen einer Aufnahme gegenüber Dritten (etwa dem Gericht) dann, wenn ein Rechtfertigungsgrund dafür vorliegt. Das kann z.B. eine Notwehrsituation, rechtfertigender Notstand oder ein überwiegendes Interesse sein.
Wie redet man einen Richter an?
Am besten sagen Sie: "Frau Richterin", "Herr Richter", oder "Frau Vorsitzende" oder "Herr Vorsitzender". Nach der Belehrung werden Sie meist gebeten, vor dem Gerichtssaal zu warten. Sie müssen hinausgehen, damit Sie von dem, was die anderen sagen, nicht beeinflusst werden.
Sind WhatsApp-Nachrichten als Beweis vor Gericht zulässig?
Ja, grundsätzlich können Nachrichten als Beweise vor deutschen Gerichten verwendet werden. Es gibt allerdings Unterschiede zwischen „WhatsApp“-Nachrichten und z.B. „EncroChats“.
Wann darf man Gespräche eigentlich heimlich aufnehmen?
Gespräche zwischen Arbeitgebern und ihren Angestellten sind vertraulich und dürfen daher nicht einfach so aufgenommen werden. Das Aufzeichnen per Smartphone oder Diktiergerät ist nur zulässig, wenn das Gegenüber sich damit einverstanden erklärt. Das gilt für Vorgesetzte wie auch für Arbeitnehmer.
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