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Was darf der Notar berechnen?

Gefragt von: Helmar Bischoff-Held  |  Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2026
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Ein Notar darf nur gesetzlich festgelegte Gebühren berechnen, die sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) richten und vom sogenannten Geschäftswert abhängen (z. B. Kaufpreis), wobei er bei Immobiliengeschäften meist 1 bis 1,5 % des Preises veranschlagt, inklusive Beurkundung, Vollzugstätigkeiten und Mehrwertsteuer, wobei die Kosten für alle Notare gleich sind und nicht verhandelbar sind.

Wie ermittelt der Notar den Geschäftswert?

Der Notar berechnet den Geschäftswert nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) anhand des wirtschaftlichen Werts des Geschäfts, z.B. dem Kaufpreis bei Immobilien, dem Bruttovermögen bei Vollmachten oder dem Reinvermögen bei Testamenten, wobei Schulden oft nur teilweise abzugsfähig sind; der konkrete Wert wird dann in den Gebührentabellen (A und B) des Gesetzes verwendet, um die finale Gebühr zu bestimmen, die üblicherweise zwischen 0,5 % und 2 % des Wertes liegt, plus Auslagen und USt. 

Haben alle Notare die gleichen Preise?

Nein, Notarkosten sind nicht immer gleich, aber ihre Grundstruktur ist bundesweit einheitlich und nicht verhandelbar durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt, was bedeutet, sie sind bei jedem Notar gleich hoch, variieren aber je nach Geschäftswert (z. B. Kaufpreis) und Art des Geschäfts (z. B. einfacher Kaufvertrag vs. komplexe Vertragsgestaltung). Zusätzliche Kosten wie Auslagen und Mehrwertsteuer kommen hinzu, und in seltenen, komplexen Fällen können höhere Gebührensätze anfallen, aber ein klassischer Immobilienkauf hat meist einheitliche Kosten. 

Kann man über die Gebühren bei einem Notar verhandeln?

Die Notargebühren sind durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt und nicht verhandelbar. Werden allerdings einige Leistungen nicht in Anspruch genommen, besteht Einsparpotenzial. Bei einem Hauskauf bzw. bei einem Grundstückskauf ist ein Notar gesetzlich vorgeschrieben.

Was ist der häufigste Fehler, der einem Notar unterläuft?

Einer der häufigsten Fehler von Notaren ist, dass sie ihren Namen nicht genau so drucken oder unterschreiben, wie er auf ihrer Notarbestellung erscheint .

Die Notar- & Grundbuchkosten – das sollten Sie wissen | Der Immobilien-Teilverkauf mit wertfaktor

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Was kann ich tun, wenn die Notarrechnung zu hoch ist?

Man kann also als Betroffener mit der Notarkostenrechnung bewaffnet zum Landgericht gehen und dort auf der Geschäftsstelle eine Überprüfung der Rechnung beantragen. Es ist nicht notwendig, einen Anwalt für diesen Antrag einzuschalten.

Kann der Notar mein Vermögen prüfen?

Der Notar ist verpflichtet, im Rahmen seiner Prüfungs- und Belehrungspflicht nach § 17 Abs. 1 BeurkG die Vermögensangaben auf Plausibilität zu prüfen. Er muss die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Geschäfts aufklären und auf mögliche Risiken hinweisen.

Was kostet eine Stunde Beratung beim Notar?

Aus Erfahrung kann jedoch gesagt werden, dass im Regelfall die Kosten für eine erste Beratung bei ca. 100 bis 200 Euro zzgl. Mehrwertsteuer liegen. Sollten die Kosten für die Erstberatung höher ausfallen, werden Sie hierüber vorab informiert.

Wie kann man Notarkosten sparen?

Kosten sparen beim Notar

  1. Verzicht auf eine Auflassungsvormerkung: Die Auflassungsvormerkung ist eine Sicherheit für den Käufer, dass der Verkäufer die Immobilie in der Zwischenzeit nicht an Dritte veräußert. ...
  2. Verzicht auf das Notaranderkonto: Das Treuhandkonto des Notars heißt Notaranderkonto.

Wie viel kostet ein Vertragsentwurf beim Notar?

Ein Vertragsentwurf beim Notar kostet oft eine Vorstufe der eigentlichen Beurkundungsgebühr, meist als doppelte Gebühr nach dem GNotKG angesetzt, was bei einem Immobilienkauf typischerweise 0,5 bis 1 % des Kaufpreises entspricht, wobei die Gesamtkosten (Entwurf, Beurkundung, Grundbucheintragung, etc.) sich oft auf 1 bis 1,5 % des Kaufpreises summieren und vom Käufer getragen werden. Der Entwurf allein ist schon kostenpflichtig, auch wenn der Vertrag platzt, und wird je nach Aufwand berechnet, oft mit einer Mindestgebühr. 

Was kostet ein Testament beim Notar 400000 Euro?

Für ein Testament mit einem Nachlasswert von 400.000 € liegen die Notarkosten für ein Einzeltestament grob zwischen 700 € und 1.000 € (inkl. MwSt., zzgl. Auslagen), abhängig davon, ob es sich um eine einfache Beurkundung oder eine komplexere Errichtung handelt, während ein gemeinschaftliches Testament (z. B. Ehegattentestament) entsprechend teurer ist und etwa das Doppelte kosten kann (z. B. um die 1.900 €). Die genauen Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und dem konkreten Geschäftswert. 

Was ist der Höchstbetrag, den ein Notar verlangen darf?

Die Bundesstaaten können eine maximale Notargebühr festlegen. Viele Notare berechnen ihre Gebühren pro Unterschrift. Wussten Sie, dass einige US-Bundesstaaten die Gebühr nicht regulieren? Das bedeutet, dass Notare ihre Gebühren selbst festlegen können. Die höchste Notargebühr in Staaten mit Gebührenregulierung beträgt jedoch 20 US-Dollar .

Was zählt zum Vermögen beim Notar?

Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.

Ist der Geschäftswert gleich dem Verkehrswert?

Nein, Geschäftswert und Verkehrswert sind nicht immer gleich, aber der Verkehrswert (Marktwert) einer Immobilie ist oft die maßgebliche Basis für die Berechnung des Geschäftswerts bei Notar- und Gerichtskosten, da der Geschäftswert den wirtschaftlichen Wert des Geschäfts abbildet. Der Verkehrswert ist der objektiv ermittelbare Wert auf dem freien Markt, während der Geschäftswert je nach Situation (z.B. bei Rückauflassungsvormerkungen nur die Hälfte) abweichen kann, aber meist am Verkehrswert orientiert wird. 

Wie berechnet sich der Geschäftswert beim Notar?

Der Notar berechnet den Geschäftswert nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) anhand des wirtschaftlichen Werts des Geschäfts, z.B. dem Kaufpreis bei Immobilien, dem Bruttovermögen bei Vollmachten oder dem Reinvermögen bei Testamenten, wobei Schulden oft nur teilweise abzugsfähig sind; der konkrete Wert wird dann in den Gebührentabellen (A und B) des Gesetzes verwendet, um die finale Gebühr zu bestimmen, die üblicherweise zwischen 0,5 % und 2 % des Wertes liegt, plus Auslagen und USt. 

Welches Vermögen muss angegeben werden?

Dazu gehören beispielsweise bestimmte Beträge an Barvermögen, Altersvorsorgepläne, eine selbstgenutzte Immobilie und persönliche Gegenstände wie Hausrat. Ein angemessenes Auto kann ebenfalls zum Schonvermögen zählen, wenn es zur Aufnahme oder Fortführung einer Beschäftigung benötigt wird.

Wie hoch sind die Notarkosten für eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?

Die Kosten für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung variieren stark nach Ihrem Vermögen, beginnen aber oft bei einer Mindestgebühr von ca. 60 € und können je nach Vermögenshöhe auch mehrere hundert Euro betragen, da die Gebühren sich nach dem Geschäftswert richten. Die Patientenverfügung wird oft günstiger beurkundet (ca. 60 €), während die Vorsorgevollmacht sich nach Ihrem Vermögen richtet (mindestens 60 €, aber potenziell deutlich mehr). Kombinierte Dokumente verursachen meist nur geringe Mehrkosten. 

Wo kann man eine Notarrechnung prüfen lassen?

Zur Überprüfung der notariellen Kostenberechnung kann jede kostenschuldende Person die Entscheidung des Landgerichts beantragen, in dessen Bezirk die Notarin oder der Notar seinen Amtssitz hat (§ 127 Abs. 1 GNotKG). Hierzu sollten Sie einen Hinweis in der Kostenberechnung Ihres Notariats finden.

Warum Kosten Notare so viel?

Das Gebührensystem ist sorgfältig austariert. Es führt dazu, dass Notarinnen und Notare viele Amtstätigkeiten ohne eine kostendeckende Gebühr durchführen. Dies wird dadurch ausgeglichen, dass sie bei großen Geschäften höhere Gebühren vereinnahmen.

Wie hoch sind die Notarkosten bei 300.000 €?

Für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von etwa 300.000 € können Sie somit rund 4.500 € an Notarkosten erwarten, plus rund 1.500 € an Grundbuchgebühren.

Wann kann ein Notar strafbar werden?

Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat den Weg dazu eröffnet, dass Notare sich bei einer Gebührenunterschreitung der Bestechlichkeit im Amt (§ 332 StGB) strafbar machen, wenn der Auftraggeber danach mit einer erneuten Beurkundung kommt (BGH, AnwBl Online 2018, 667).

Was klärt man beim Notar?

Typische Aufgaben eines Notars sind die Beurkundung von Rechtsgeschäften des Grundstücks-, Familien-, Gesellschafts- und Erbrechts, die Beglaubigung von Unterschriften, Handzeichen und Abschriften, die Durchführung freiwilliger Versteigerungen und die Vermittlung bei Nachlassauseinandersetzungen.

Wer haftet bei Notarfehlern?

Gemäß § 61 BNotO haftet für eine Amtspflichtverletzung des Notariatsverwalters die Notarkammer dem Geschädigten neben dem Notariatsverwalter als Gesamtschuldner. Im Innenverhältnis zwischen Notarkammer und Notariatsverwalter ist jedoch der Notariatsverwalter allein verpflichtet.

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