Was besagt die 10% Faustregel?
Gefragt von: Nadine Fritz | Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026sternezahl: 4.6/5 (43 sternebewertungen)
Die 10%-Faustregel besagt, dass Auszubildende während ihrer gesamten Ausbildung nicht mehr als 10 % der Ausbildungszeit fehlen sollten, um ihre Prüfungszulassung nicht zu gefährden; bei einer dreijährigen Ausbildung sind das etwa 60 bis 66 Fehltage, die in Praxis und Berufsschule anfallen können. Diese Grenze ist keine starre gesetzliche Vorgabe, sondern eine gängige Richtlinie der Kammern (IHK, HWK), die bei Überschreitung zu einer Einzelfallprüfung führen kann, um zu klären, ob der Ausbildungsinhalt trotzdem vermittelt wurde.
Was bedeutet die 10%-Regel in der Ausbildung?
Die 10%-Regel bedeutet: Du solltest in deiner Ausbildung (grob gerechnet) nicht mehr als rund zehn Prozent der Gesamtzeit fehlen. Aber ganz wichtig: Das ist kein Gesetz, sondern ein Richtwert, an dem sich vor allem IHKs und Handwerkskammern bei vielen Berufen orientieren.
Sind 10 Krankheitstage im Jahr viel?
Wie oft darf ich krank sein, ohne dass mein Arbeitsplatz gefährdet ist? Hier gilt, dass der Arbeitgeber bis zu 30 Fehltage pro Jahr hinnehmen muss. Ist der Beschäftigte mehr als 30 Tage (also 6 Wochen) im Jahr krank, so gilt dies grundsätzlich als unzumutbar.
Was passiert, wenn man zu viele Krankheitstage in der Ausbildung hat?
Regelmäßige Anwesenheit während der Ausbildung ist essenziell, um alle notwendigen Fertigkeiten zu erwerben. Zu viele Fehltage bergen das Risiko, nicht zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, insbesondere wenn mehr als 10 Prozent der Arbeitstage fehlen – das entspricht bei drei Jahren ca. 66 Tagen.
Wie lange darf man während einer Umschulung krank sein?
eine Umschulung wird von der Deutschen Rentenversicherung in der Regel nicht abgebrochen bzw. verlängert, nur weil während der Umschulung mehr als 42 Tage mit Arbeitsunfähigkeit vorliegen.
Normal distribution / Gaussian distribution
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Was tun, wenn man den Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann?
Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, müssen Sie ärztliche Atteste sammeln, eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, prüfen, ob eine berufliche Rehabilitation oder Umschulung möglich ist, und sich bei geringem Einkommen beim Jobcenter (Bürgergeld/Sozialhilfe) melden, wobei die EM-Rente vorrangig ist. Parallel dazu sollten Sie prüfen, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung greift und sich bei der Arbeitsagentur für berufliche Reha-Maßnahmen beraten lassen.
Wer bezahlt eine krankheitsbedingte Umschulung?
Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren vormals erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, können die Umschulungskosten auch von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen werden.
Ist zu oft krank sein ein Kündigungsgrund?
Ja, eine Kündigung wegen zu häufiger Krankheit ist unter strengen Voraussetzungen möglich, aber nicht automatisch wirksam; sie muss auf einer negativen Gesundheitsprognose basieren und die betrieblichen Beeinträchtigungen sowie die Verhältnismäßigkeit prüfen, wobei oft mehr als 30 Fehltage im Jahr (ca. 6 Wochen) als Richtwert gelten und die Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingereicht werden muss, um wirksam zu sein.
Wie oft darf ich während der Berufsschulzeit fehlen?
Es gibt keine starre gesetzliche Grenze, aber als Faustregel gelten ca. 10 % der gesamten Ausbildungszeit (rund 60-66 Tage bei 3 Jahren) als Richtwert, bei deren Überschreitung die Zulassung zur Abschlussprüfung durch die Kammer in Einzelfällen geprüft wird. Bei zu vielen unentschuldigten Fehltagen drohen sogar Konsequenzen wie eine Kündigung, während entschuldigte Fehltage (z.B. durch Krankheit) die Zulassung nur gefährden, wenn die Kammer das Erreichen des Ausbildungsziels nicht mehr sicherstellt, was oft eine Nacharbeit oder Verlängerung erfordert.
Was kann ich tun, wenn mein Auszubildender ständig krank ist?
Was tue ich, wenn sich ein Azubi ständig krankmeldet?
- Suchen Sie das Gespräch. Ihr Auszubildender ist nicht verpflichtet, Ihnen den Grund seiner Krankheit mitzuteilen. ...
- Zeigen Sie Verständnis. ...
- Lassen Sie sich Nachweise zeigen. ...
- Ziehen Sie externe Unterstützung hinzu. ...
- Netzwerktreffen: wirAusbilder DIALOG LIVE.
Welches Land hat den höchsten Krankenstand?
Es gibt keine eindeutige Antwort, da die Daten je nach Quelle und Betrachtungsweise (z.B. bezahlte vs. unbezahlte Fehltage) variieren, aber Deutschland wird oft mit einer hohen Zahl an Kranktagen (z.B. 2022 ca. 25 bezahlte Tage pro Person laut OECD) genannt, während auch Frankreich mit steigenden Fehlzeiten, besonders psychisch bedingten, und die Schweiz mit fast zwei Wochen pro Jahr (2023) hohe Werte aufweisen, was die internationalen Vergleiche komplex macht.
Wie sage ich einem Mitarbeiter, dass er zu oft krank ist?
Das Gespräch kann dann folgendermaßen ablaufen:
- Begrüßung / Freude zeigen, dass er oder sie wieder da ist.
- Fragen, ob er oder sie wieder fit ist.
- Fragen, ob die Erkrankung mit der Arbeit zu tun hat.
- Informationen geben, was in der Abwesenheit im Betrieb passiert ist.
- Erzählen, welche Aufgaben im Team anstehen.
Wann kann man aufgrund von Krankheit gekündigt werden?
Man kann wegen Krankheit gekündigt werden, wenn eine negative Gesundheitsprognose besteht, die betrieblichen Interessen erheblich beeinträchtigt sind und die Weiterbeschäftigung unzumutbar wird, typischerweise nach sehr häufigen kurzen Fehlzeiten (z.B. über 30 Tage in 3 Jahren) oder bei Langzeiterkrankungen, wobei strenge Voraussetzungen und ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durch den Arbeitgeber erfüllt sein müssen, bevor eine Kündigung wirksam wird. Besonders in der Probezeit ist eine Kündigung wegen Krankheit einfacher möglich, da dort der allgemeine Kündigungsschutz noch nicht greift.
Wie viele Fehltage sind 10%?
sodass bei einer dreijährigen Ausbildung 10% entsprechend 55 Fehltage von der Handelskammer ohne besondere Prüfung toleriert werden (Urlaubstage nicht eingerechnet).
Wie viel sind 10% von 3 Jahren Ausbildung?
10 Prozent von 3 Jahren Ausbildung sind rund 60 bis 70 Arbeitstage (ca. 12-14 Wochen), was eine häufig genutzte Faustregel für die maximal erlaubten Fehlzeiten darstellt, bevor eine Einzelfallprüfung der zuständigen Kammer (z.B. IHK) zur Prüfungszulassung nötig wird, um sicherzustellen, dass der Azubi trotzdem alle Ausbildungsinhalte gelernt hat.
Was kann man als Azubi beantragen, wenn man alleine wohnt?
Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kann beantragen, wer während der Ausbildung nicht mehr bei den Eltern wohnt. Der monatliche Zuschuss von bis zu 781 Euro wird von der Agentur für Arbeit ausgezahlt.
Kann man als Azubi wegen zu oft krank gekündigt werden?
Ja, ein Ausbildungsbetrieb kann einem Azubi wegen ständiger Krankheit kündigen, aber nur unter strengen Voraussetzungen, da dies eine seltene Ausnahme ist und eine sogenannte personenbedingte Kündigung darstellt, die das Ausbildungsziel ernsthaft gefährdet, z. B. bei über 45-60 Krankheitstagen in zwei Jahren oder wenn eine Gesundung unwahrscheinlich ist. Zuerst gibt es Gespräche und Abmahnungen; eine Kündigung kommt erst bei erheblichen betrieblichen Beeinträchtigungen oder wenn die Eignung für den Beruf dauerhaft entfällt.
Kann man während der Berufsschulzeit Urlaub nehmen?
Falls der Urlaub in der Schulzeit liegt, besteht trotzdem Anwesenheitspflicht in der Berufsschule. Besondere Regelungen: Mindestens zwei Wochen des Jahresurlaubs müssen während der Berufsschulferien genommen werden. In Ausnahmefällen kann Urlaub auch in der Schulzeit genehmigt werden.
Was passiert, wenn man einen Tag unentschuldigt in der Berufsschule fehlt?
Unentschuldigtes Fehlen in Berufsschule und Betrieb: Eine Abmahnung droht. Wie bereits erwähnt, gilt in der Ausbildung eine Teilnahmepflicht. Unentschuldigtes Fehlen in der Ausbildung, ob in der Berufsschule oder direkt im Ausbildungsbetrieb, wird kein Ausbilder lange tolerieren.
Kann ein Arzt 4 Wochen am Stück krankschreiben?
Ja, ein Arzt kann Sie ohne Probleme für vier Wochen am Stück krankschreiben, da es keine generelle Höchstgrenze gibt; die Dauer hängt von der Schwere der Erkrankung ab und wird individuell festgelegt, wobei bei Erstbescheinigungen oft maximal zwei Wochen (in Ausnahmefällen bis zu vier Wochen) attestiert werden und Verlängerungen durch Folgebescheinigungen möglich sind.
Was machen, wenn Mitarbeiter ständig krank sind?
Wenn Mitarbeiter ständig krank sind, sollten Sie das offene, wertschätzende Gespräch suchen, um Ursachen wie Stress oder Überlastung zu verstehen, die Arbeitsumgebung anpassen (z. B. durch Home-Office oder flexible Zeiten), Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) fördern und ggf. den Betriebsarzt einbinden, um gemeinsam Lösungen zu finden und arbeitsrechtliche Schritte (wie die AU-Abfrage bei der Krankenkasse oder bei Extremfällen die Kündigung) als letztes Mittel zu prüfen, falls das Problem bestehen bleibt.
Was antworten, wenn der Chef nach Krankheit fragt?
Wenn der Chef nach der Krankheit fragt, antworten Sie kurz, sachlich und professionell, ohne zu viele Details preiszugeben, da die genaue Ursache den Chef nichts angeht; sagen Sie etwa: „Es ist nichts Ernstes, ich muss mich nur auskurieren“, „Ich hatte eine {!nav}}private Angelegenheit“, „Ich bin wegen einer {!nav}}kleineren {!nav}}Sache krankgeschrieben, aber bald wieder fit“ oder einfach „Ich möchte darüber nicht sprechen, aber ich kümmere mich darum, bald wieder einsatzbereit zu sein“. Betonen Sie, dass Sie sich gut erholen und bald zurückkehren werden.
Was kann ich tun, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann?
Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, müssen Sie ärztliche Atteste sammeln, eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, prüfen, ob eine berufliche Rehabilitation oder Umschulung möglich ist, und sich bei geringem Einkommen beim Jobcenter (Bürgergeld/Sozialhilfe) melden, wobei die EM-Rente vorrangig ist. Parallel dazu sollten Sie prüfen, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung greift und sich bei der Arbeitsagentur für berufliche Reha-Maßnahmen beraten lassen.
Wie viel Geld bekommt man vom Arbeitsamt während einer Umschulung?
Arbeitslosengeld I (ALG I): Wenn du Anspruch auf Arbeitslosengeld I hast, erhältst du während der Umschulung weiterhin die monatlichen Zahlungen, die etwa 60 % (bzw. 67 % mit Kind) deines bisherigen Nettolohns betragen. Diese Zahlungen können während der gesamten Dauer der Umschulung fortgesetzt werden.
Werde ich bezahlt, wenn ich 2 Tage krankgeschrieben bin?
Wenn ein Arbeitnehmer anspruchsberechtigt ist, hat er Anspruch auf gesetzliches Krankengeld für die Tage, an denen er gearbeitet hätte, mit Ausnahme der ersten drei Tage . Diese Tage werden als „Anrechnungstage“ bezeichnet. Die ersten drei Anrechnungstage werden als „Wartetage“ bezeichnet.
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