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Was bedeutet Konventionierung?

Gefragt von: Magdalene Wilke-Meister  |  Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026
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Konventionierung ist ein Begriff aus der Raumordnung, der vor allem in Südtirol eine staatliche Förderung von bezahlbarem Wohnraum beschreibt, indem spezielle Bindungen an eine Immobilie geknüpft werden: Sie darf nur von berechtigten Personen (meist Ansässige oder Arbeitende in der Provinz) bewohnt werden und die Miete ist durch einen Landesmietzins begrenzt, was sie günstiger macht.

Was heißt Konventionierung?

Die „Konventionierung“ meint ein Konzept der Raumordnung (Artikel 39), während die Sozialbindung ein Konzept der Wohnbauförderung meint, wenngleich im Volksmund beide Konzepte oftmals synonym verwendet werden.

Wer darf eine konventionierte Wohnung kaufen?

WER DARF EINE KONVENTIONIERTE WOHNUNG KAUFEN? Jeder kann eine konventionierte Wohnung kaufen.

Was heißt konventionierte Wohnung?

Was besagt die Bindung? Die Bindung bei konventionierten Wohnungen bezieht sich darauf, dass die Wohnung ständig für den eigenen Wohnbedarf besetzt werden muss. Die Bewohner müssen dabei seit mindestens fünf Jahren ihren Wohnsitz in Südtirol haben oder hier arbeiten und bisher keine angemessene Wohnung besitzen.

Was heißt subventionierte Wohnung?

Als subventionierte Wohnungen oder Sozialwohnungen gelten Wohnungen, die gezielt durch die öffentliche Hand vergünstigt werden. Diese Wohnungen werden nur an Personen vermietet, die strenge Einkommens- und Vermögenslimiten sowie Belegungsvorschriften erfüllen.

Makler-Kritik an 100% Konventionierung | Bericht Rai Südtirol

39 verwandte Fragen gefunden

Was sind die Nachteile einer Genossenschaftswohnung?

Nachteile einer Genossenschaftswohnung sind oft lange Wartezeiten (auf die Wohnung und bei der Rückzahlung der Anteile), die finanzielle Verpflichtung durch den Erwerb von Anteilen (mit Verlustrisiko bei Insolvenz), die Beitrittspflicht, eine eingeschränkte Entscheidungsfreiheit durch das Genossenschaftsprinzip (oft nur eine Stimme pro Mitglied) und die Notwendigkeit, sich an die Satzungen der Genossenschaft zu halten, was die Kündigung erschweren kann. 

Was bedeutet frei finanzierte Eigentumswohnung?

Freifinanzierte Wohnungen sind Anlegerwohnungen oder Wohnungen zur freien Nutzung, die sozusagen „frei" finanziert werden, sprich ohne Wohnbauförderung. Man kann diese Wohnungen zB. vermieten, was man bei einer geförderten Wohnung nicht darf.

Was ist der Konventionalwert einer Wohnung?

Der Konventionalwert einer Wohnung ergibt sich aus den gesetzlichen Baukosten je Quadratmeter multipliziert mit der Konventionalfläche. Der so berechnete Betrag wird um den Anteil der Baugrundkosten im Ausmaß von 30 Prozent erhöht.

Wie viel vom Lohn erhält man für Miete?

Wie sehen die Wohnkosten im Gesamtbudget aus? Der Dachverband empfiehlt, dass die Wohnkosten nicht mehr als ein Viertel der Nettoeinnahmen betragen. Das mag überraschen, denn weit verbreitet ist die Auffassung, dass Wohnen bis zu einem Drittel der Einnahmen kosten darf. Mit einem Viertel bist du auf der sicheren Seite.

Welches Baujahr gilt nach einer Sanierung?

Welches Baujahr gibt man bei kernsanierten Gebäuden an? Tragen Sie bitte in diesem Fall immer das ursprüngliche Baujahr des Gebäudes ein. Selbst bei einer kompletten Modernisierung des Gebäudes, bleiben die tragenden Gebäudeteile (Außenwände, tragende Innenwände, Decken und Dachkonstruktion) meist erhalten.

Kann man mit 2000 Euro netto ein Haus finanzieren?

Ja, mit 2000 € netto kann man ein Haus finanzieren, aber das Budget ist begrenzt und stark vom Eigenkapital sowie den Nebenkosten abhängig; üblich sind monatliche Raten von 30-40 % des Einkommens (ca. 600-800 €), was Kredite von ca. 140.000 € bis 180.000 € ermöglicht, wobei mindestens die Nebenkosten (10-15 % des Kaufpreises) durch Eigenkapital gedeckt werden sollten. 

Wie viel Kredit bekommt man ohne Eigenkapital?

Wie viel Kredit Sie ohne Eigenkapital bekommen, hängt stark von Ihrem Einkommen, Ihrer Bonität und der Art der Finanzierung (z.B. 100% oder 110% Finanzierung für Immobilien) ab; eine Faustregel ist, dass die monatliche Rate nicht mehr als 35-40% Ihres Nettoeinkommens ausmachen sollte, aber die Banken prüfen individuelle Faktoren wie Einkommensstabilität und Schufa-Score genau, wobei höhere Zinsen und strengere Anforderungen die Folge sein können.
 

Welche Steuer zahlt man, wenn man eine Wohnung kauft?

Wenn Sie für eine Wohnung, ein Grundstück oder ein Haus einen Kaufvertrag abschließen, müssen Sie Grunderwerbsteuer an das zuständige Finanzamt zahlen. Wie hoch diese ausfällt, bestimmt das jeweilige Bundesland. Sie kann zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen.

Wann gilt eine Immobilie als Zweitwohnsitz?

Was ist ein Zweitwohnsitz? Als Zweitwohnsitz gilt eine Immobilie, die neben Ihrem Hauptwohnsitz wohnlich von Ihnen genutzt wird. Der Hauptwohnsitz wird danach definiert, wo sich der Schwerpunkt Ihrer gesamten Lebensverhältnisse befindet, beispielsweise der Aufenthaltsort Ihrer Familie.

Welche Voraussetzungen muss eine Wohnung erfüllen?

Die Wohnung hat eine baulich getrennte, in sich abgeschlossene Wohneinheit zu sein, wichtig ist ein eigener Zugang. Um als Wohnung im Sinne des Gesetzes zu gelten müssen fernerhin Toilette, Dusche oder Bad und eine Toilette vorhanden sein. Eine letzte Anforderung ist, dass die Wohnfläche größer als 23 Quadratmeter ist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Zweitwohnung und einer Nebenwohnung?

Der Gesetzgeber bezieht die Definition des Zweitwohnsitzes auf die Tatsache, dass ein Bewohner mit mehreren Wohnungen eine davon zwangsläufig als Hauptwohnsitz nutzt (§ 21 BMG, Abs. 1). „Nebenwohnung ist jede weitere Wohnung des Einwohners im Inland“, heißt es in Abs. 3 weiter.

Wie viel Miete bei 2000 € netto?

Bei 2000 € Nettoeinkommen liegt die empfohlene Warmmiete idealerweise bei rund 600 €, basierend auf der gängigen 30-Prozent-Regel (30 % von 2000 €), aber je nach Wohnort (Großstadt vs. ländlich) und persönlichen Ansprüchen können auch bis zu 800 € (40 %) oder mehr realistisch sein, wobei dann die restlichen Lebenshaltungskosten geringer ausfallen müssen. 

Wie hoch muss Ihr Einkommen sein, um eine Wohnung mieten zu können?

Es gibt natürlich viele verschiedene Faktoren, aber einer der wichtigsten ist die Fähigkeit des Mieters, die Miete zu zahlen. Viele Hausverwaltungen wenden die 30%-Regel an, bei der sie das gesamte Nettoeinkommen des Haushalts berücksichtigen und 30 % für die Miete abziehen.

Wie viel Gehalt bei 1000 € Miete?

Die 40er-Mietregel: Hiernach sollte das Bruttogehalt vierzig Mal höher sein als die monatlichen Mietausgaben. Wer 40.000 brutto im Jahr verdient, solle sich demnach eine Miete von 1000 € (warm) leisten können.

Was ist Konventionierung?

Konventionierung (laut Art. 79) bedeutet, dass die Wohnung nur an provinzansässige oder hier Arbeitende weiterveräußert werden darf und nicht zum Marktwert, sondern nur zum Landesmietzins an ortsansässige oder hier Arbeitende vermietet werden darf.

Welche Räume zählen nicht zur Wohnfläche?

Nicht zur Wohnfläche zählen Keller, Dachböden, Garagen, Heizungsräume, Waschküchen sowie Abstellräume außerhalb der Wohnung, weiterhin Tür- und Fensternischen unter 13 cm Tiefe und Flächen unter Treppen mit weniger als 1 Meter Höhe; auch Balkone, Terrassen und Loggien werden meist nur teilweise (z.B. 25-50%) angerechnet, während unbeheizte Wintergärten nur zur Hälfte zählen.
 

Haben Wohnungen einen guten Wiederverkaufswert?

Wohnungen können zwar weiterhin an Wert gewinnen, insbesondere in gefragten Stadtlagen, jedoch in der Regel nicht mehr so ​​schnell . Ihr Wert hängt oft vom Instandhaltungszustand des Gebäudes und der Attraktivität der Lage ab.

Ist eine Eigentumswohnung Vermögen?

Die Immobilie als „verwertbares Vermögen“: Die Eigentumswohnung gilt als „verwertbares Vermögen“. Das bedeutet, das Sozialamt kann verlangen, dass die Immobilie verkauft oder beliehen wird, um die Pflegekosten zu finanzieren.

Wie bekommt man eine Wohnung, wenn man kein Geld hat?

Wer ein geringes Einkommen hat, kann finanzielle Hilfe für Mietkosten (Wohngeld) erhalten. Außerdem haben Wohngeldbeziehende die Möglichkeit, Bildung und Teilhabe- Leistungen für Ihre Kinder zu beantragen. Der Wohnberechtigungsschein hilft Ihnen, eine bezahlbare Wohnung zu bekommen.

Welche Nachteile hat der Kauf einer Immobilie im Volleigentum?

Die Durchführung von Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten nach dem Zufallsprinzip kann mitunter zu hohen, auf einmal fälligen Zahlungen führen. Der Erwerb des Eigentums kann kostspielig und zeitaufwändig sein. Bei Widerstand können die Kosten weiter steigen.