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Was bedeutet die O bis O Regel?

Gefragt von: Irena Reichel  |  Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2026
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Die O-bis-O-Regel ist eine Faustregel für den Reifenwechsel: Man sollte von Oktober bis Ostern Winterreifen fahren und den Rest des Jahres Sommerreifen nutzen, da in diesem Zeitraum typischerweise winterliche Straßenverhältnisse wie Schnee, Glätte oder Reifglätte herrschen. Die Regel ist eine grobe Richtlinie, die von vielen Automobilclubs und Versicherungen empfohlen wird, um bei winterlichen Bedingungen die Sicherheit zu erhöhen und der situativen Winterreifenpflicht in Deutschland zu entsprechen.

Was ist die O bis O Regel?

Viele Versicherungen und Automobilclubs verweisen wieder auf die sogenannte „O-bis-O-Regel“. Demnach sollten die Autofahrer von Oktober bis Ostern wintertaugliche Reifen am Auto montiert haben.

Was ist von o bis o?

"Von O bis O" (Oktober bis Ostern) ist eine bekannte Faustregel für Autofahrer, die besagt, dass man Winterreifen von Oktober bis Ostern aufziehen und im Sommer wieder Sommerreifen verwenden sollte, da in diesem Zeitraum häufig winterliche Bedingungen (Schnee, Eis, Temperaturen unter 7 °C) herrschen. Es ist eine Orientierungshilfe für den saisonalen Reifenwechsel, wobei der Zeitpunkt je nach Wetterlage angepasst werden sollte, da es keine feste gesetzliche Pflicht gibt, sondern eine situative Winterreifenpflicht.
 

Was bedeutet MS ohne Schneeflocke?

Reifen, die lediglich mit einer Kennung „M+S“, „M&S“ oder „M.S. “ versehen sind und nicht über das Alpine-Symbol verfügen, gelten ab dem 1. Oktober 2024 nicht mehr als Reifen für winterliche Verhältnisse gemäß Paragraf 36 Abs. 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).

Sind Ganzjahresreifen 2025 noch erlaubt?

Ja, Allwetterreifen sind 2025 in Deutschland weiterhin erlaubt, aber nur, wenn sie das Alpine-Symbol (Schneeflocke im Bergpiktogramm) tragen; reine M+S-Reifen sind bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr zulässig, da eine Übergangsfrist zum 30. September 2024 endete, so der ADAC und Reifen.com. Das bedeutet, dass ältere Ganzjahresreifen ohne Schneeflocken-Symbol, die vor 2018 hergestellt wurden, bei Schnee und Eis nicht mehr gefahren werden dürfen.
 

Die "O bis O"-Regel

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Welche Allwetterreifen sind ab dem 1. Oktober 2024 gültig?

Allwetterreifen halten je nach Fahrstil, Kilometerleistung und Qualität meist 40.000 bis 60.000 Kilometer, oft aber nur 3 bis 5 Jahre, da die Gummimischung schneller altert oder das Profil abnutzt als bei Saisonreifen. Vielfahrer wechseln sie oft schon nach 35.000 km, während Wenigfahrer sie bis 50.000 km nutzen können, wobei ein Wechsel spätestens nach 6 Jahren ratsam ist. 

Werden noch Allwetterreifen ohne Schneeflockensymbol verkauft?

Bis dahin gibt es eine Übergangsregelung: Ihre Allwetterreifen ohne Schneeflockensymbol gelten bis einschließlich September 2024 noch als Allwetterreifen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese vor 2018 hergestellt worden sind.

Haben alle Allwetterreifen Schneeflockensymbol?

Ja, moderne Allwetterreifen müssen das Schneeflockensymbol (Alpine-Symbol) tragen, um im Winter legal gefahren werden zu dürfen, da sie sonst den gesetzlichen Anforderungen nicht genügen. Dieses Symbol zeigt eine Schneeflocke innerhalb eines dreizackigen Berges und bestätigt die Wintertauglichkeit nach strengeren Tests. Ältere Reifen mit nur der M+S-Kennzeichnung sind nur noch eine Übergangsregelung, die bis September 2024 galt.
 

Welche neuen Reifenregelungen gelten ab 2025?

Seit 2025 gelten neue, strengere Regeln für Motorradreifen: Herstellerfreigaben (Unbedenklichkeitsbescheinigungen) sind für abweichende Reifentypen nicht mehr ausreichend; stattdessen müssen diese in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden, was eine Einzelabnahme bei einer Prüforganisation (TÜV/DEKRA) erfordert, da ältere Reifen mit Freigabe ab dem 31.12.2024 ungültig wurden, was die Betriebserlaubnis gefährdet. Für Pkw gibt es ebenfalls Winterreifen-Pflichten, die das Alpine-Symbol (Schneeflocke) vorschreiben. 

Sind Ganzjahresreifen dasselbe wie Allwetterreifen?

Es gibt keinen Unterschied; "Allwetterreifen" und "Ganzjahresreifen" sind zwei Bezeichnungen für dieselbe Art von Hybridreifen, die Kompromisse für Sommer- und Winterbedingungen bieten, aber weder die Leistung spezialisierter Sommer- noch Winterreifen bei extremen Bedingungen erreichen können. Sie sind praktisch, sparen Wechsel und Lagerung, verschleißen aber schneller und haben bei Tests oft längere Bremswege im Schnee als echte Winterreifen.
 

Ist o bis o Pflicht?

Die Faustformel von Oktober bis Ostern (O bis O) ist ein grober Hinweis, hat rechtlich jedoch keine Relevanz. Die Pflicht gilt übrigens nicht für Anhänger. Der ADAC rät jedoch, auch bei Anhängern geeignete Reifen zu verwenden.

Zahlt die Autoversicherung bei einem Unfall mit Allwetterreifen?

Ja, Ihre Kfz-Versicherung zahlt auch bei Allwetterreifen, solange diese die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, insbesondere das Alpine-Symbol (Schneeflocke) tragen und die Mindestprofiltiefe einhalten; andernfalls drohen Regressforderungen der Haftpflicht oder Leistungskürzungen bei Kasko, falls die unzulässige Bereifung ursächlich für den Unfall war. Es gibt also grundsätzlich vollen Schutz, aber die korrekte Zulassung und der Zustand der Reifen sind entscheidend. 

Ist es erlaubt, bei 2 Grad mit Sommerreifen zu fahren?

Als Faustregel gilt: Von O bis O – von Oktober bis Ostern – sollten Winterreifen montiert sein. Der Wechselzeitpunkt kann jedoch je nach Wetterlage variieren. Bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius verlieren Sommerreifen erheblich an Haftung und Bremswirkung, weshalb dann ein früherer Wechsel sinnvoll ist.

Ist eine Schneeflocke ohne Berg auf einem Reifen ein Winterreifen?

Reifen mit nur einer Schneeflocke allein sind nicht ausreichend; es muss das Alpine-Symbol (3PMSF) sein, also eine Schneeflocke in einem stilisierten Berg, da reine M+S-Reifen (Matsch und Schnee) seit Oktober 2024 bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee, Eis, Matsch) in Deutschland nicht mehr als Winterreifen gelten und ein Bußgeld droht. Das Alpine-Symbol zeigt, dass der Reifen spezielle Wintertests bestanden hat und ist für die gesetzliche Winterreifenpflicht Pflicht.
 

Was ist o bis o?

"Von O bis O" (Oktober bis Ostern) ist eine bekannte Faustregel für Autofahrer, die besagt, dass man Winterreifen von Oktober bis Ostern aufziehen und im Sommer wieder Sommerreifen verwenden sollte, da in diesem Zeitraum häufig winterliche Bedingungen (Schnee, Eis, Temperaturen unter 7 °C) herrschen. Es ist eine Orientierungshilfe für den saisonalen Reifenwechsel, wobei der Zeitpunkt je nach Wetterlage angepasst werden sollte, da es keine feste gesetzliche Pflicht gibt, sondern eine situative Winterreifenpflicht.
 

Ist es erlaubt, im Winter ohne Schnee zu fahren?

Mit Sommerreifen im Winter ohne Schnee fahren ist technisch erlaubt, solange keine winterlichen Straßenbedingungen wie Glätte, Schneematsch oder Reif auftreten, aber dringend abzuraten, da die Gummimischung bei unter 7-8°C verhärtet und die Haftung stark nachlässt, was den Bremsweg verlängert und die Sicherheit gefährdet; bei winterlichen Verhältnissen drohen Bußgelder und Versicherungsprobleme. 

Sind Allwetterreifen 2025 verboten?

2025 gelten in Deutschland neue Vorschriften für das Fahren bei Schnee und Eis. Demnach dürfen nur Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol (auch Schneeflocken-Symbol genannt) verwendet werden, da sie als wintertauglich anerkannt sind.

Welche neuen Symbole gelten ab 2024 für Reifen in Deutschland?

Die Neuregelung im Überblick. Ab Oktober 2024 erfüllt das bekannte M+S-Zeichen nicht mehr die gesetzliche Anforderung für Winterreifen in Deutschland. Künftig sind ausschließlich Reifen mit dem Alpine Symbol zulässig. Ausnahmen gelten nur für Reifen, die sowohl das M+S-Symbol als auch das Alpine Zeichen tragen.

Was ändert sich ab dem 1.6.2025 für Autofahrer?

Ab 01. Januar 2025 steigt die CO²-Abgabe von derzeit 45 Euro auf 55 Euro pro Tonnen. Das bedeutet auch, dass Motorrad- und Autofahrer mit höheren Preisen an der Zapfsäule rechnen müssen. Ebenfalls ab Januar 2025 müssen alle neuen typengenehmigten Pkw die Abgasnorm Euro 6e erfüllen.

Sind Allwetterreifen 2024 noch zulässig?

Ja, Allwetterreifen sind weiterhin erlaubt, aber nur, wenn sie bei winterlichen Straßenverhältnissen das Alpine-Symbol (Schneeflocke im Berg) tragen; Reifen mit nur „M+S“-Kennzeichnung sind seit Oktober 2024 bei Schnee, Matsch und Eis nicht mehr zulässig und gelten dann als nicht wintertauglich. Diese Regelung betrifft neue Reifen seit 2018 und alte Reifen (nur M+S) seit Ende 2024, wodurch ein Verstoß zu Bußgeldern führen kann.
 

Ist MS dasselbe wie Schneeflocke?

Das Bergpiktogramm mit 3 Berggipfeln und Schneeflocke bestätigt im Gegensatz zum bisherigen einfachen M+S-Symbol, dass dem Reifen erfüllte Mindestanforderungen bei winterlichen Verhältnissen zugrunde liegen.

Wie sieht das Symbol für Ganzjahresreifen aus?

Ganzjahresreifen haben keine eigene Kennzeichnung und tragen wie Winterreifen das M+S Symbol und seit 2018 das Alpin Symbol. Du erkennst Allwetterreifen an dem Profil, ggf. dem Aufdruck des Herstellers und den Kaufunterlagen.

Ist das Schneeflockensymbol Pflicht?

Das Schneeflockensymbol (offiziell "Alpine-Symbol" oder 3PMSF) ist seit dem 1. Oktober 2024 die Pflicht für Winterreifen und Ganzjahresreifen in Deutschland bei winterlichen Straßenverhältnissen; ältere Reifen mit nur der "M+S"-Kennzeichnung sind nicht mehr ausreichend und können Bußgelder sowie Versicherungsprobleme nach sich ziehen. Das Symbol garantiert eine Mindest-Wintertauglichkeit durch Tests, die neue Reifen seit 2018 erfüllen müssen.
 

Wie alt dürfen Reifen maximal sein, um über den TÜV zu kommen?

Grundsätzlich gelten 10 Jahre als maximales Reifenalter. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt der TÜV jedoch, das Alter von Reifen auf höchstens sechs Jahre zu beschränken. So gering das Alter von Winterreifen auch sein mag: Es ist unerheblich, wenn die vorgeschriebene Profiltiefe bereits unterschritten ist.

Welche Ganzjahresreifen empfiehlt der ADAC?

Das Spitzenduo im ADAC Test bilden der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2 (ADAC Urteil 2,3). Beide Reifen zeigen auf jedem Untergrund eine zufriedenstellende Performance, wobei der Continental als einziger Reifen im Test die Gesamtnote „gut“ bei den Fahrsicherheitswerten erreicht.

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