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Was bedeutet Blues auf Deutsch?

Gefragt von: Gunda Hoppe  |  Letzte Aktualisierung: 14. März 2026
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"Blues" auf Deutsch bedeutet entweder die Musikrichtung (der Blues) oder eine melancholische Stimmung (den Blues haben), was sich mit Begriffen wie Trübsinn, Schwermut oder umgangssprachlich Katerstimmung übersetzen lässt, da das englische "blue" (blau) auch Traurigkeit ausdrückt. Es gibt auch deutsche Blues-Künstler und eine Szene, die sich mit dem Genre auseinandersetzt, oft in Verbindung mit Rock.

Was bedeutet Blues übersetzt?

Das Wort Blues leitet sich von der bildhaften englischsprachigen Gemütslage I've got the Blues bzw. I feel blue („ich bin traurig“, einer Dysphorie oder Melancholie) ab.

Was bedeutet "Ich habe den Blues"?

"Den Blues haben" bedeutet, traurig, niedergeschlagen oder bedrückt zu sein, ein Gefühl der Melancholie zu empfinden, das oft mit dem englischen Ausdruck "I've got the blues" verbunden ist und sich auf die Musikrichtung Blues bezieht, die aus der Geschichte afroamerikanischer Leidenserfahrungen entstand. Es kann auch ein tieferes emotionales Durchatmen in schwierigen Zeiten beschreiben, um Schmerz und Angst zu verarbeiten und neue Perspektiven zu finden, nicht nur eine depressive Stimmung.
 

Was bedeutet der Begriff Blues?

Blues ist eine afroamerikanische Musikrichtung, die um 1900 in den USA entstand und sich durch eine oft 12-taktige Struktur, spezielle „Blue Notes“ und gefühlvolle Texte über Leid und Hoffnung auszeichnet und die Grundlage für viele moderne Musikstile wie Jazz, Rock und Soul bildete. Der Name leitet sich von der englischen Redewendung „feeling blue“ (traurig sein) ab. 

Warum heißt es Blues?

Die Lieder erinnerten sie an ihre Heimat auf der anderen Seite des Atlantiks. Der wehmütigen Stimmung verdankt die Musikrichtung ihren Namen: Wer sich "blue" (also "blau") fühlt, ist traurig oder melancholisch. Den Feldarbeitern bedeutete die Musik sehr viel.

What is BLUES? The Blues Pattern - Simply Explained!

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Was ist typisch für Blues?

Typische Merkmale des Blues sind das 12-Takt-Schema (I-IV-V-Akkorde), die Bluestonleiter mit ihren charakteristischen „Blue Notes“ (verminderte Quinte), ein oft synkopischer Shuffle-Rhythmus und „Call-and-Response“ zwischen Gesang und Instrumenten, die stark gefühlvolle, emotionale Ausdrucksweise sowie die Improvisation, oft über eine einfache Instrumentierung wie Gitarre, Bass und Schlagzeug.
 

Warum gilt der Blues als Teufelsmusik?

Der Blues wurde aufgrund seiner Ursprünge in afroamerikanischen Spirituals und Arbeitsliedern, die sich mit Themen wie Leid und Widrigkeiten auseinandersetzten und oft mit den konservativen christlichen Werten der damaligen Zeit kollidierten, als „Teufelsmusik“ bezeichnet.

Was bedeutet die Redewendung „Blues“?

Sich deprimiert oder traurig fühlen , wie zum Beispiel: Nachdem ich das alte Haus in so einem schlechten Zustand gesehen hatte, war ich wochenlang niedergeschlagen, oder: Patricia neigt dazu, sich um die Feiertage herum niedergeschlagen zu fühlen.

Welche 3 Stufen hat ein Blues?

Für einen einfachen Blues in C-Dur sind das:

  • C7 (Stufe I - die Tonika): C – E – G – B♭
  • F7 (Stufe IV - die Subdominante): F – A – C – E♭
  • G7 (Stufe V - die Dominante): G – B – D – F.

Was ist der Unterschied zwischen Jazz und Blues?

Jazz und Blues haben gemeinsame Wurzeln, aber Blues ist oft einfacher, emotional tiefgründiger, textlastiger und nutzt häufig das 12-Takt-Schema, während Jazz komplexere Harmonien, Rhythmen (Swing), ausgefeilte Improvisationen und eine größere Bandbreite an Instrumenten (Bläser, Klavier) nutzt und oft rein instrumental ist, obwohl er Elemente des Blues integriert. 

Welche Menschen hören Blues?

Jazz, Blues und Soul

Dieses Musikgenre zieht besonders extrovertierte Menschen mit starkem Selbstbewusstsein an. Sie neigen auch dazu, sehr einfallsreich, klug und entspannt zu sein.

Was bedeutet "I'm feeling blue"?

"Feeling blue" ist eine englische Redewendung (Idiom) und bedeutet, sich traurig, niedergeschlagen, melancholisch oder deprimiert zu fühlen. Es beschreibt einen Zustand emotionaler Niedergeschlagenheit oder schlechter Laune, ähnlich wie "sich trübsinnig fühlen" oder "traurig sein".
 

Was macht ein Blues aus?

Grundsätzlich: Der Blues ist eine Musikrichtung, die um 1900 in den Südstaaten der USA entstand. Sie zeichnet sich durch eine simple Akkordstruktur (meist das 12-Takt-Schema) und gefühlvolle Melodien mit den berühmten "Blue Notes" aus. Wichtig: Das Herzstück des Blues ist das Gefühl.

Was heißt "Ich habe den Blues"?

Man meint damit, dass Personen, welche sich in einer melancholischen, niedergedrückter Stimmung befinden, eben den Blues haben. Kann sein, dass die Herbstnebel auf die Stimmung drücken, kann sein, dass die kurzen und meist doch recht kalten Wintertage vorübergehend eine Depression verursachen.

Was ist ein Blueser?

Blueser ist ein Sammelbegriff für Anhänger der Blues-Musik und eine Subkultur, besonders bekannt aus der DDR, wo sie sich durch lange Haare, Jeans und eine Vorliebe für Blues-Konzerte und das Trampen auszeichneten, oft von der Staatsmacht als "Gammler" abgewertet wurden. Der Begriff bezeichnet also einerseits Fans des Musikgenres (Blues-Musiker und -Fans) und andererseits eine spezifische Jugendkultur, die sich in der DDR formierte und eine Gegenbewegung zur offiziellen Kultur darstellte.
 

Was heißt Hackney auf Deutsch?

"Hackney" (deutsch) kann je nach Kontext eine edle Pferderasse („Hackney-Pferd“), eine historische Pferdedroschke („Droschke“, „Pferdedroschke“) oder auch ein Taxi („Taxi“, „Mietwagen“) bedeuten; es beschreibt oft etwas Miet- oder Nutz-Pferdebezogenes, aber auch einen Stadtteil in London.
 

Was sind typische Merkmale des Blues?

Blue Notes sind eines der prägnantesten Merkmale des Blues. Sie entstehen durch das absichtliche Absenken bestimmter Töne, wie der dritten, fünften oder siebten Note einer Tonleiter. Diese Noten verleihen der Musik einen melancholischen und „klagenden“ Klang, der typisch für den Blues ist.

Welchen Rhythmus hat der Blues?

Blues-Schema: Der typische Blues hat ein Schema von 12 Takten, die in drei Gruppen von jeweils vier Takten unterteilt sind. Es wird oft als I-IV-V-Akkordfolge dargestellt, wobei I, IV und V die erste, vierte und fünfte Stufe der Dur-Tonleiter sind.

Wie erkenne ich Blues?

Üblicherweise steht die erste Phrase in der Tonika, die zweite in der Subdominante und die dritte in der Dominante. Der Blues hat in der Regel eine Länge von zwölf Takten. Diese werden in den drei oben bereits erwähnten Phrasen zu vier Takten gegliedert. Hierbei spricht man meist von einer A-A-B Form.

Welche Bedeutung hat das Wort Blues?

Der Blues ist zuerst eine Form der Klage. Das Wort kommt vom englischen Wort "blue", was so viel wie "traurig" bedeutet. Die Klagegesänge wurden von den Sklaven auf den Plantagen entwickelt, die durch den Gesang ihr Leid klagten. Später machte man eine Musikrichtung daraus.

Woher stammt der Spruch "blau machen"?

Die Herkunft von „blau machen“ (schwänzen) liegt im mittelalterlichen Färberhandwerk, wo Färber Gesellen am „Blauen Montag“ untätig waren, weil die mit Färberwaid (Indigo) gefärbten Stoffe erst an der Luft oxidieren und blau werden mussten; währenddessen hatten sie frei, tranken viel und wurden „blau“ (betrunken) oder die Kleidung wurde blau. Eine andere Theorie verweist auf das Rotwelsche „belo“ (ohne). 

Was bedeutet die Redewendung "aus dem blauen heraus"?

Wenn Engländer sagen, dass etwas "out of the blue" ("aus dem Blauen heraus") geschieht, dann meinen sie damit, dass es völlig unerwartet und unvorhersehbar passiert. So, als würde plötzlich ein Blitz aus einem blauen, wolkenlosen Himmel herab schießen.

Welches Instrument hat eine wichtige Rolle in der Bluesmusik?

Heute sind die typischen Blues-Instrumente einer Band:

  • Mundharmonika – die Blues Harp ist eines der wichtigsten Blues-Instrumente.
  • Gitarre – ob akustisch oder elektrisch, das bekannteste Instrument.
  • Schlagzeug – der Rhythmusknecht jeder Band.
  • E-Bass und Kontrabass – die Basis der Musik.

Was ist der Ursprung von Blues?

Der Blues entstand um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in den Südstaaten der USA aus den Arbeitsliedern (Work Songs), Spirituals und Klagegesängen afroamerikanischer Sklaven auf den Plantagen, die ihr Leid ausdrückten. Durch die Mischung afrikanischer Rhythmen mit europäischer Harmonik und die Übernahme christlicher Kirchenlieder entwickelte sich eine neue Musikform, die oft das 12-Takt-Schema nutzt und von Emotionen wie Trauer, Einsamkeit und Ungerechtigkeit handelt. Er ist die musikalische Wurzel von Jazz, Rock, Soul und Hip-Hop. 

Was war der erste Blues-Song?

Louis Blues« war und ist der erste klassische Blues, von W. C. Handy 1914 geschrieben, der als Song der populären Musik langfristig Erfolg hatte.

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