Zum Inhalt springen

Was ändert sich 2021 Handyvertrag?

Gefragt von: Eckard Jordan  |  Letzte Aktualisierung: 25. September 2026
sternezahl: 4.3/5 (50 sternebewertungen)

Seit dem 1. Dezember 2021 bringt das neue Telekommunikationsgesetz (TKG) vor allem bessere Verbraucherrechte: Verträge verlängern sich nach der Mindestlaufzeit nur noch monatlich (statt automatisch um ein Jahr) und sind dann monatlich kündbar, Anbieter müssen eine Vertragszusammenfassung vorab liefern und Rufnummernmitnahme ist kostenlos, um Kunden mehr Flexibilität und Schutz vor unerwünschten Verlängerungen oder "untergeschobenen" Verträgen zu bieten.

Für welche Verträge gilt das neue Kündigungsgesetz?

Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist für Verträge

Das gilt für sämtliche Verbraucherverträge, die Sie seit dem 1. März 2022 mit Ihren Kunden abgeschlossen haben. Ausgenommen hiervon sind Versicherungsverträge und Mietverträge.

Was passiert mit meinem Handyvertrag nach 2 Jahren?

Was viele nicht wissen: Nach 24 Monaten ist das Gerät zwar abbezahlt. Doch läuft der Vertrag dann weiter, werden die Kosten nicht immer angepasst. Stattdessen kann die monatliche Grundgebühr in unveränderter Höhe bestehen bleiben und Sie zahlen weiter – für eine Leistung, die Sie gar nicht erhalten.

Sind alte Verträge auch monatlich kündbar?

Einen Vertrag, der sich nach Ablauf der Mindestlaufzeit stillschweigend verlängert hat, können Sie jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Dies gilt auch für Verträge, die vor dem 1. Dezember 2021 abgeschlossen wurden, wenn die Mindestvertragslaufzeit bereits abgelaufen ist.

Sind 2-Jahresverträge noch erlaubt?

Ja, 2-Jahres-Verträge sind für Verbraucher grundsätzlich noch erlaubt, aber nur unter strengen Auflagen: Nach der Mindestlaufzeit (maximal 24 Monate) müssen sie monatlich kündbar sein, und automatische Verlängerungen über die Erstlaufzeit hinaus sind nur noch bei monatlicher Kündbarkeit (oft nach 1 Monat) zulässig, wobei die Kündigungsfrist von früher drei auf nun einen Monat verkürzt wurde. Zudem müssen Anbieter bei Verträgen mit längerer Laufzeit (z. B. 24 Monate) oft auch eine 12-Monats-Option anbieten, die nicht wesentlich teurer ist, um den Wettbewerb zu fördern.
 

Den richtigen Handyvertrag finden

43 verwandte Fragen gefunden

Sind Vertragsverlängerungen von 12 Monaten zulässig?

Ja, Verträge dürfen sich um 12 Monate verlängern, aber nur unter strengen neuen Regeln für Verbraucherverträge in Deutschland, die seit 2022 gelten: Eine automatische Verlängerung ist erlaubt, aber nur, wenn der Vertrag danach monatlich mit einer Frist von maximal einem Monat kündbar ist. Bei Verträgen, die vor den neuen Regeln geschlossen wurden, sind noch Verlängerungen um ein Jahr möglich, wobei aber auch hier die Kündigungsfristen verbessert wurden (oft monatlich kündbar). Das Ziel ist, dass Verbraucher nicht mehr in endlosen Laufzeiten feststecken, und Anbieter müssen Kunden auf die Verlängerung und Kündigungsmöglichkeiten hinweisen. 

Was passiert, wenn man einen Zweijahresvertrag bricht?

Wenn Sie wegen Vertragsbruchs verurteilt werden, verurteilt Sie das Gericht zur Zahlung von Schadensersatz an die andere Partei . Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich nach der Schwere des Vertragsbruchs und dem dadurch entstandenen Schaden der anderen Partei. In manchen Fällen müssen Sie auch die Anwaltskosten der anderen Partei tragen.

Wie komme ich aus einem 2-Jahres-Handyvertrag raus?

Nach dem Ende der Mindestlaufzeit können Sie Ihren Vertrag in der Regel monatlich kündigen. Das schreibt das neue Telekommunikationsgesetz vor. Nutzen Sie für die Kündigung Ihres Handyvertrags idealerweise Online-Formulare oder vorgefertigte Vorlagen, die Ihr Anbieter bereitstellt.

Ist die automatische Verlängerung rechtens?

Beispielsweise sind automatische Verlängerungsklauseln in Handelsverträgen weit verbreitet, sofern beide Parteien die Möglichkeit hatten, die Bedingungen auszuhandeln und zu prüfen . In solchen Fällen bestätigen Gerichte Verlängerungen im B2B-Bereich in der Regel, solange die Klausel klar offengelegt wurde und die Kündigungsfrist angemessen war.

Wird der alte Handyvertrag automatisch gekündigt?

Die beruhigende Nachricht: Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kannst Du den Handyvertrag jederzeit monatlich kündigen. Eine automatische Verlängerung um weitere zwölf oder gar 24 Monate hat der Gesetzgeber abgeschafft.

Was passiert, wenn mein 2-Jahres-Handyvertrag ausläuft?

Wenn Ihr Mobilfunkvertrag ausläuft, funktioniert Ihr Telefon weiterhin wie gewohnt, und es ergeben sich folgende Änderungen: Ihre monatlichen Kosten sinken, wenn Sie den Kaufpreis Ihres Mobiltelefons bereits abbezahlt haben, da Sie dann nur noch für Anrufe, SMS und Daten bezahlen .

Welche Kündigungsfrist gilt für Verträge mit einer Mindestlaufzeit von bis zu zwei Jahren nach Ablauf der Erstlaufzeit?

Eine einmonatige Kündigungsfrist bedeutet, dass ein Vertrag oder Arbeitsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende beendet werden kann, was oft bei Verbraucherverträgen (Handy, Fitnessstudio) nach einer Erstlaufzeit gilt, aber auch für Arbeitnehmer bei längerer Betriebszugehörigkeit relevant wird (ab 2 Jahren). Der Zugang der Kündigung muss rechtzeitig erfolgen, damit die Frist gewahrt wird; oft ist dies zum Monatsende der Fall. 

Ist es besser, einen Handyvertrag zu kündigen oder zu verlängern?

Wer seinen alten Vertrag kündigt, bekommt allerdings bessere Angebote. Einen Fehler gilt es dann aber zu vermeiden. Kunden sollten ihren Handyvertrag stets zum Ende der Vertragslaufzeit kündigen, rät das Telekommunikationsportal "Teltarif.de".

Sind Handyverträge jetzt monatlich kündbar?

Wichtig: Seit Dezember 2021 gilt für Handyverträge mit fester Laufzeit eine gesetzliche Regelung, die besagt, dass sie nach der ersten Mindestvertragslaufzeit (z. B. 24 Monate) nur noch um maximal einen Monat verlängert werden dürfen und dann monatlich kündbar sind.

Können alte Verträge gekündigt werden?

Alte Verträge rechtzeitig kündigen

Verträge, die vor dem 1. März 2022 geschlossen wurden, unterliegen mit Ausnahme von Handy-, Telefon- und Internetverträgen der alten Rechtslage. Für sie gilt: Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein Jahr und kann nur zum Laufzeitende gekündigt werden.

Was besagt § 314 BGB?

§ 314 Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund. (1) Dauerschuldverhältnisse kann jeder Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.

Ist eine automatische Verlängerung von Altverträgen möglich?

Bei Altverträgen (vor März 2022 geschlossen) können automatische Verlängerungen noch bis zu einem Jahr gültig sein, aber seit Dezember 2021 müssen sich diese Verträge, wenn sie sich verlängern, in der Regel monatlich kündbar machen, besonders bei Telekommunikation (nach § 56 Abs. 3 TKG), während neue Verträge (ab März 2022) nach der Mindestlaufzeit monatlich kündbar sein müssen. Das Gesetz für faire Verbraucherverträge (FVKG) macht automatische Verlängerungen länger als ein Jahr schwierig und fordert Kündigungsoptionen, auch wenn Altverträge Bestandsschutz haben. 

Wie lange darf sich ein Abo automatisch verlängern?

Verträge dürfen nun nur noch eine maximale Erstlaufzeit von 24 Monaten haben. Für Verträge, die nach dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gilt zudem, dass die automatische Verlängerung höchstens 12 Monate betragen darf, wenn du nicht rechtzeitig kündigst.

Kann man eine automatische Abo-Verlängerung widerrufen?

Der EuGH hat entschieden, dass ein Verbraucher bei einem im Fernabsatz abgeschlossenes Abo-Vertrag, der zunächst unentgeltlich ist, sich dann aber automatisch kostenpflichtig verlängert, grundsätzlich nur einmal ein Recht zusteht, den Vertrag zu widerrufen.

Für welche Verträge gilt das neue Kündigungsrecht nicht?

Das neue Kündigungsrecht (Gesetz für faire Verbraucherverträge) gilt nicht für Altverträge (vor März 2022), Versicherungsverträge, Mietverträge, Verträge mit gesetzlich strengeren Formvorschriften (z. B. Notar) und bestimmte Finanzdienstleistungsverträge, aber es gibt spezielle Ausnahmen für Telekommunikationsverträge, die auch für Altverträge gelten. Die Hauptänderung ist, dass sich Verträge nach der Mindestlaufzeit nur noch monatlich verlängern dürfen und eine Kündigung mit einem Monat Frist möglich ist, was auch den Kündigungsbutton für Online-Verträge regelt.
 

Wann habe ich ein Sonderkündigungsrecht im Handyvertrag?

Sonderkündigungsrecht Handyvertrag

Auch beim Handyvertrag gilt: Preiserhöhungen während der Laufzeit ermöglichen eine Sonderkündigung. Dazu hast du nach Ankündigung der Verteuerung sechs Wochen Zeit.

Kann ich einen Vertrag kündigen, der sich nach Ablauf der Mindestlaufzeit stillschweigend verlängert hat?

Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit verlängern sich viele Verbraucherverträge (z. B. Handy, Internet) automatisch nur noch monatlich, sodass eine Kündigung mit einer Frist von nur einem Monat zum Monatsende möglich ist, was durch das "Gesetz für faire Verbraucherverträge" (seit März 2022) geregelt wird; für ältere Verträge gelten teilweise andere Fristen, aber auch hier sind oft monatliche Verlängerungen und Kündigungen möglich, während Arbeitsverträge nach der Probezeit längere Fristen (z. B. 4 Wochen, 1 Monat) haben, die sich mit Betriebszugehörigkeit verlängern. 

Kann man trotz Vertragsverlängerung kündigen?

Endet die Erstvertragslaufzeit, kann Ihr Kunde den Vertrag mit Ihnen ohne weitere Vertragslaufzeit binnen einer einmonatigen Kündigungsfrist kündigen. Das gilt für sämtliche Verbraucherverträge, die Sie seit dem 1. März 2022 mit Ihren Kunden abgeschlossen haben.

Ist eine Vertragsverlängerung ein neuer Vertrag?

Eine Vertragsverlängerung ist der Prozess, bei dem ein bestehender Handyvertrag um einen bestimmten Zeitraum verlängert wird, ohne dass ein neuer Vertrag abgeschlossen werden muss. Dies geschieht in der Regel, wenn der ursprüngliche Vertrag ausläuft und der Kunde weiterhin die Dienste des Anbieters nutzen möchte.

Wann gilt ein Vertrag als gültig abgeschlossen?

Ein Vertrag gilt als abgeschlossen, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen – ein Angebot und eine entsprechende Annahme – vorliegen, die sich auf die wesentlichen Vertragspunkte (z.B. Ware und Preis) beziehen, und beide Parteien geschäftsfähig sind; dies kann mündlich, schriftlich oder sogar stillschweigend erfolgen, wobei spezielle Formvorschriften (wie notarielle Beglaubigung) für bestimmte Verträge gelten können.