Warum Zahn ziehen beim Kieferchirurgen?
Gefragt von: Karlheinz Funke | Letzte Aktualisierung: 7. Februar 2026sternezahl: 4.4/5 (38 sternebewertungen)
Zähne werden vom Kieferchirurgen gezogen, wenn sie stark beschädigt, nicht mehr zu retten sind (z.B. durch tiefe Karies, Trauma, schwere Parodontitis) oder bei komplexen Fällen wie eingeklemmten (retinierten) Weisheitszähnen, die einen chirurgischen Zugang durch Zahnfleisch und Knochen erfordern, um Komplikationen wie Infektionen zu vermeiden. Ein Chirurg wird gerufen, wenn eine einfache Extraktion nicht möglich ist und der Zahn bricht, die Wurzel ungewöhnlich geformt ist oder Knochen entfernt werden muss.
Wie entfernt ein Kieferchirurg einen Zahn?
Nach einem ersten Einschnitt können verschiedene Geräte verwendet werden, um den Zahn zu entfernen. Einige Chirurgen zerbrechen den Zahn eventuell mit einem Bohrer in Bruchstücke. Meist ermöglicht aber das Freilegen des Zahns eine Entfernung mit der Zange.
Warum muss mir ein Kieferchirurg den Zahn ziehen?
Eine chirurgische Zahnextraktion ist komplexer und in der Regel erforderlich, wenn: Ein Zahn am Zahnfleischrand abgebrochen ist . Der Zahn retiniert ist (wie beispielsweise viele Weisheitszähne). Der Zahn gekrümmte oder mehrere Wurzeln hat.
Wann ist eine operative Zahnentfernung notwendig?
Eine operative Zahnentfernung (chirurgische Zahnextraktion) ist ein zahnärztlicher Eingriff, der notwendig wird, wenn ein Zahn nicht einfach gezogen werden kann, oft wegen starker Zerstörung (Karies), Verwachsung mit dem Kieferknochen, Fehlstellung oder weil er nicht durchgebrochen ist (z.B. Weisheitszähne). Dabei wird das Zahnfleisch geöffnet, Knochengewebe abgetragen, der Zahn freigelegt und gegebenenfalls geteilt, bevor er entfernt wird, was eine sorgfältige Wundversorgung und Naht erfordert. Dr. Pawlenka
Kann ein Kieferchirurg Zähne ziehen?
Zahnextraktionen. Bei einer Zahnextraktion zieht der Kieferchirurg einen Zahn aus dem Zahnfach. Dieser Vorgang wird in der Regel dann notwendig, wenn ein Zahn so stark beschädigt oder erkrankt ist, dass er nicht mehr gerettet werden kann.
ZAHN gezogen: richtiges VERHALTEN, KEINE Schmerzen, KEINE Schwellung
35 verwandte Fragen gefunden
Wann überweist der Zahnarzt zum Kieferchirurgen?
Wenn die Entfernung von Weisheitszähnen problematisch zu werden droht – zum Beispiel bei einem erkennbar ungewöhnlichen Verlauf des Nervus mandibularis – sollte der Zahnarzt an einen Oral- oder Kieferchirurgen überweisen.
Wer entscheidet, ob ein Zahn gezogen wird?
Ihr Zahnarzt entscheidet, ob der Zahn wirklich entfernt werden muss. Dabei wägt er sorgsam ab, ob sich der Aufwand der Rettungsmaßnahmen lohnt – und wie lange der Zahn dadurch voraussichtlich erhalten bleiben kann. Kurz erklärt: In manchen Fällen ist eine Zahnextraktion nicht zwingend nötig, wird aber empfohlen.
Wann muss ein Zahn chirurgisch entfernt werden?
Operative Zahnentfernung
Sind alle zahnerhaltenden Maßnahmen fehlgeschlagen, muss ein Zahn entfernt werden. Zähne sind oft nicht einfach zu entfernen, besonders wenn sie stark zerstört sind und nur noch ein kleiner Anteil sichtbar ist.
Ist eine Zahnwurzelresektion schmerzhaft?
Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) ist während des Eingriffs dank örtlicher Betäubung meist schmerzfrei, man spürt eher Druck; danach können leichte bis mäßige Schmerzen oder ein Ziehen auftreten, die sich gut mit Schmerzmitteln lindern lassen und nach einigen Tagen abklingen. Schwellungen sind ebenfalls möglich, aber Kühlung kann helfen. Bei starken Schmerzen oder Fieber sollte umgehend der Zahnarzt aufgesucht werden.
Was passiert, wenn Wurzelreste im Kiefer bleiben?
Verbleiben nach einer Extraktion oder nachdem ein kariös zerstörter Zahn abgebrochen ist Wurzelreste im Kiefer, so können diese ebenfalls verbliebenen Bakterien im umliegenden Knochen und / oder Weichgewebe zu einer Entzündung führen.
Wann geht man zum Kieferchirurg?
Kieferfehlstellungen: Wenn Sie unter einem starken Überbiss, Unterbiss oder einer anderen Kieferfehlstellung leiden, die nicht durch eine kieferorthopädische Behandlung allein korrigiert werden kann, ist ein chirurgischer Eingriff durch einen Kieferchirurgen notwendig.
Ist Zahnextraktion schmerzhaft?
Nein, das Ziehen eines Zahns tut unter lokaler Betäubung normalerweise nicht weh, Sie spüren höchstens Druck. Danach können Schmerzen und Schwellungen auftreten, die aber mit Schmerzmitteln gut kontrollierbar sind; leichte Nachwirkungen sind normal, starke Schmerzen sollten aber zum Zahnarzt führen. Moderne Zahnmedizin macht den Eingriff dank Betäubung und Sedierungsoptionen (wie Lachgas) sehr sanft und sicher.
Wann ist es notwendig, einen Zahn zu ziehen?
Zahn ziehen (Zahnextraktion) bedeutet die vollständige Entfernung eines Zahns durch den Zahnarzt, meist unter lokaler Betäubung, da der Zahn nicht mehr zu retten ist (z. B. bei starken Entzündungen, Karies, Parodontitis oder Weisheitszähnen). Der Zahn wird gelockert und mit einer Zange gezogen; manchmal ist ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig. Nach dem Ziehen wird ein Tupfer auf die Wunde gelegt, um die Blutung zu stoppen, und die Wunde heilt meist innerhalb von 7-10 Tagen äußerlich ab.
Ist es notwendig, einen Zahn bei einer Entzündung im Wurzelbereich zu ziehen?
Ein Zahnziehen bei einer Entzündung im Wurzelbereich ist oft die letzte Option, wenn eine Wurzelbehandlung oder Wurzelspitzenresektion nicht mehr hilft, der Zahn irreparabel zerstört ist oder die Entzündung zu stark streut. Ziel ist die Entfernung der Infektionsquelle, um Schmerzen und Komplikationen zu vermeiden; häufig muss vorher die Entzündung (z.B. mit Antibiotika) behandelt werden, damit der Eingriff sicher wird.
Wie lange dauert eine operative Zahnentfernung?
3. Wie lange dauert der Eingriff? Die Dauer hängt immer von der Art der OP ab – von 10 Minuten (Zahnentfernung) bis zu 2 Stunden (Setzen mehrerer Implantate). Wenn der Eingriff unter Vollnarkose stattfindet, müssen Sie zusätzlich die Zeit im Aufwachraum (1 – 2 Stunden) einplanen.
Welche Zähne sind schwer zu ziehen?
Wenn der Zahnarzt einen Zahn extrahiert, können Komplikationen auftreten: Der Zahn lässt sich nicht leicht lösen. Vor allem Backenzähne, bei denen mehrere Wurzelkanäle vorhanden sind, bereiten beim Ziehen unter Umständen Schwierigkeiten.
Was ist besser, Zahn ziehen oder Wurzelspitzenresektion?
Grundsätzlich ist die Wurzelspitzenresektion (WSR) vor dem Zahnziehen vorzuziehen, da sie den natürlichen Zahn erhält, was immer besser ist als künstlicher Zahnersatz; ein Zahn wird nur gezogen, wenn er zu stark beschädigt ist oder eine WSR nicht mehr sinnvoll erscheint, etwa bei fortgeschrittener Zerstörung oder komplexen Entzündungen, die durch die WSR nicht mehr beherrschbar sind. Die Entscheidung hängt vom individuellen Fall ab, aber der Zahnerhalt steht im Vordergrund.
Kann ein Zahn ohne Wurzel noch Schmerzen?
Ja, ein Zahn ohne Nerv (toter Zahn) kann definitiv Schmerzen verursachen, oft als Druckempfindlichkeit beim Kauen oder Klopfen, Schwellungen, ein unangenehmer Geschmack/Geruch oder spontane Schmerzen bei Hitze, weil sich im Inneren eine Entzündung (z.B. eine Wurzelspitzenentzündung) ausbreitet, auch wenn der Zahn selbst keine Nervenreize mehr leitet. Diese Schmerzen deuten auf eine Entzündung der Wurzelspitze oder des umliegenden Gewebes hin, die dringend zahnärztlich behandelt werden muss, um Abszesse oder weitere Komplikationen zu verhindern.
Wie hoch ist die Erfolgsquote einer Zahnwurzelresektion?
Die Erfolgsquote einer Wurzelspitzenresektion (WSR) liegt allgemein bei 70 bis 90 Prozent und gilt als sehr hoch, um einen Zahn langfristig zu erhalten. Moderne mikrochirurgische Verfahren mit Operationsmikroskop erhöhen die Chancen sogar auf über 90 %, da sie präzisere Arbeit ermöglichen und die Erfolgsrate bei einer erneuten WSR (Zweitresektion) deutlich verbessern können. Der Erfolg hängt von der genauen Situation ab, wie der Größe der Entzündung und der Qualität der vorherigen Wurzelbehandlung.
Wann ist die beste Tageszeit, um einen Zahn ziehen zu lassen?
Die Tageszeit für das Ziehen eines Zahnes ist weniger wichtig als die richtige Nachsorge, aber ein Termin am Vormittag oder frühen Nachmittag ist ideal, damit Sie den Rest des Tages (und die Nacht) Ruhe haben, das Blutgerinnsel sich bilden kann, Blutdruck nicht durch Anstrengung steigt, keine Nachblutung auftritt und Sie die Wunde beobachten können. Vermeiden Sie in den ersten 24 Stunden Alkohol, Koffein, Rauchen, scharfe Speisen, harte Arbeit und Sport, um die Heilung zu fördern und Komplikationen wie Nachblutungen zu verhindern.
Wie sieht ein absterbender Zahn aus?
Ein toter Zahn sieht oft dunkler (grau, braun, schwarz), stumpf und farblos aus, da das abgestorbene Gewebe die Farbe verändert und der natürliche Glanz fehlt. Er kann sich auch brüchiger anfühlen und beim Beißen anders wirken, während sich im umliegenden Zahnfleisch Schwellungen oder Empfindlichkeiten zeigen können, begleitet von einem fauligen Mundgeruch bei Fäulnisprozessen.
Wann sind Zähne nicht mehr zu retten?
Ein Zahn ist nicht mehr erhaltungswürdig, wenn Karies oder Zerstörung zu stark sind, um eine stabile Füllung/Krone zu halten, die Wurzel geschädigt ist, massive Knochenverlust (Parodontitis) vorliegt, eine Entzündung trotz Wurzelkanalbehandlung nicht ausheilt, oder er als Quelle für chronische Entzündungen gilt, die Allgemeingesundheit gefährden. Der Zahnarzt beurteilt dies anhand von Röntgenbildern und klinischen Befunden; oft sind es Kombinationen von Schäden (z.B. tiefe Karies plus Parodontitis), die eine Entscheidung erzwingen.
Wie viele Zähne kann man in einer Sitzung ziehen?
Man kann in einer Sitzung eine unterschiedliche Anzahl Zähne ziehen, oft sind es zwei bis vier bei Routinefällen, aber es können auch bis zu acht oder sogar alle Zähne, besonders bei starken Schäden durch Karies oder Parodontitis, entfernt werden, abhängig von Ihrer Gesundheit, dem Eingriff und dem Zahnarzt. Bei komplizierten Fällen, wie Weisheitszähnen, sind auch alle vier gleichzeitig üblich, um die Heilungszeit zu bündeln.
Wann darf ein Zahn nicht gezogen werden?
Ein Zahn darf nicht gezogen werden, wenn eine schwere akute Infektion oder Entzündung (z.B. Abszess), starke Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie), eine kürzliche Herzattacke, schwere Herz-Kreislauf-Probleme, akute Leukämie oder während einer Chemotherapie/Strahlentherapie vorliegt, da dies lebensbedrohliche Komplikationen verursachen kann. Auch bei stark geschwächtem Immunsystem oder wenn die umgebende Struktur gebrochen ist, wird die Extraktion verschoben. Meist sind dies aber nur zeitliche Hinderungsgründe, die nach Behandlung der Grunderkrankung behoben sind.
Ist der Kieferknochen nach einer Zahnextraktion sichtbar?
Sichtbarer Kieferknochen nach einer Zahnextraktion kann normal sein (z.B. ein kleiner Splitter oder Fibrinbelag), da sich der Knochen umbaut, aber auch ein Zeichen für Probleme wie eine trockene Alveole (Alveolitis sicca) oder eine Infektion sein, die starke Schmerzen und eine verzögerte Heilung verursacht. Normalerweise bedeckt das Zahnfleisch die Wunde nach ca. 1-2 Wochen, aber wenn der Knochen freiliegt, weisslich-gelb erscheint oder starke Schmerzen, eitert, oder nicht heilt, sollten Sie dringend Ihren Zahnarzt aufsuchen, um Komplikationen wie Osteomyelitis zu vermeiden.
Wie oft ist Röntgen unbedenklich?
Kann man Ferienhaus winterfest machen?