Warum wollen Banken keine Sparbücher?
Gefragt von: Walburga Hennig | Letzte Aktualisierung: 9. Juli 2026sternezahl: 4.3/5 (9 sternebewertungen)
Banken stellen das klassische Sparbuch zunehmend ein, weil es geringe Zinsen kaum noch attraktiv macht, die Digitalisierung vorantreibt (Online-Banking ist effizienter) und der Verwaltungsaufwand (physische Urkunden, Auszahlungen) hoch ist, weshalb sie Kunden auf modernere, renditestärkere Produkte wie Tages- oder Festgeld lenken wollen, die auch Vorteile bei der Sicherheit bieten und effizienter sind.
Sind Sparbücher noch sinnvoll?
Nein, Sparbücher sind heute kaum noch sinnvoll für den Vermögensaufbau, da die Zinsen meist weit unter der Inflation liegen und das Geld real an Wert verliert, auch wenn sie Sicherheit und leichte Verfügbarkeit bieten. Ihre Stärken sind die absolute Sicherheit durch die Einlagensicherung (bis 100.000 €) und die einfache Zugänglichkeit für Notfälle oder als Sparkonto für Kinder, aber für Rendite sind Alternativen wie Tagesgeld, Festgeld oder ETFs besser geeignet.
Wann werden Sparbücher abgeschafft?
Sparbücher der Postbank und Deutschen Bank werden bis Sommer 2025 abgeschafft. Wer noch ein klassisches Sparbuch hat, muss sich bei der Postnbank und der Deutschen Bank nun umstellen. Bereits seit einigen Jahren werden keine neuen Sparbücher mehr ausgegeben.
Welche Banken geben noch Sparbücher aus?
Ja, es gibt noch Banken mit Sparbüchern, vor allem Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken bieten das klassische Papier-Sparbuch an, aber auch Online-Banken wie die GEFA BANK oder die akf bank haben attraktive, meist elektronische Sparprodukte mit guten Zinsen, oft als Tagesgeld oder spezielle Sparkonten. Viele Großbanken wie die Deutsche Bank oder Postbank setzen zunehmend auf die SparCard als digitale Alternative, die ähnliche Funktionen bietet.
Welche Alternativen gibt es zum Sparbuch?
Alternativen zum Sparbuch sind Tagesgeld (flexibel, täglich verfügbar, höhere Zinsen als Sparbuch), Festgeld (feste Laufzeit, höhere Zinsen, weniger flexibel) und risikoreichere Anlagen wie ETFs und Aktien (höhere Renditechancen, aber mit Kursrisiken verbunden) oder Immobilien, wobei die Wahl vom Risikoprofil und dem Anlageziel abhängt. Für Kinder gibt es spezielle Sparformen wie Sparbücher mit Bonus oder digitale Sparprodukte.
Ich wurde reich als ich das verstanden habe (3 Wendepunkte beim Vermögensaufbau)
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Welche Alternativen gibt es zu einem Sparbuch?
Tagesgeld oder Festgeld können Alternativen zum Sparbuch sein. Sparerinnen und Sparer können von attraktiven Zinsen und gleichzeitig von der Absicherung durch die EU-weit harmonisierten Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 € je Anleger und Bank profitieren.
Was ist die sicherste Geldanlage zur Zeit?
Die sichersten Geldanlagen sind derzeit Tagesgeld und Festgeld wegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank, auch wenn die reale Rendite durch Inflation sinken kann. Für langfristige Sicherheit werden oft auch deutsche Staatsanleihen und ein Mix aus breit gestreuten Aktien-ETFs (als Teil eines diversifizierten Portfolios) empfohlen, wobei Aktien langfristig höhere Renditen erzielen können. Eine Beimischung von Gold dient als Inflationsschutz.
Wo bekomme ich noch ein klassisches Sparbuch?
Das klassische Sparbuch und das dazugehörige Konto können Sie in der Regel nur in einer Sparkassen-Filiale eröffnen, da Ihnen die Sparurkunde (das Sparkassenbuch) in gehefteter Form direkt ausgehändigt wird.
Hat man heute noch Sparbücher?
Düsseldorf. Sparbuch und Sparkonto zählen, nach dem Girokonto, auch heute noch zu den beliebtesten Arten der Geldanlage. Rund 35 Prozent der Deutschen nutzten sie im Jahr 2024, ergab eine Umfrage des Verbands der Privaten Bausparkassen mit mehr als 2000 Teilnehmern. 2015 waren es demnach sogar noch mehr als 50 Prozent.
Wie viel Geld sollte man maximal auf dem Sparbuch haben?
Empfehlenswert ist eine Liquiditätsreserve von drei bis sechs Monatsgehältern, die man als "Notgroschen" auf der hohen Kante haben sollte. Diese Summe hält man am besten auf dem Tagesgeldkonto vor, weil dann auch Beträge über 2.000 Euro problemlos kurzfristig abgehoben werden können.
Welche Sparbücher fallen in die Verlassenschaft?
Grundsätzlich fallen alle Sparguthaben in die Verlassenschaft und sind daher zu inventarisieren, die dem Erblasser im Zeitpunkt seines Todes zustanden. Dass das betreffende Sparbuch im Todeszeitpunkt im Besitz des Erblassers stand, ist dafür aber nicht notwendige Voraussetzung.
Was ersetzt das Sparbuch?
Alternativen: Zum klassischen Sparbuch gibt es einige Alternativen, wie etwa ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto, die Geldanlage mit Aktien, Fonds oder Anleihen, aber auch Immobilien Investments.
Wie lange sollte man zur Zeit Festgeld anlegen?
Die beste Festgeld-Laufzeit hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Liquiditätsplanung ab: Kurze Laufzeiten (6-12 Monate) bieten Flexibilität bei steigenden Zinsen, mittlere Laufzeiten (2-3 Jahre) einen guten Kompromiss, während lange Laufzeiten (5-10 Jahre) höhere Zinsen sichern, aber das Geld binden. Bei unsicheren Zinserwartungen sind kurze Laufzeiten oder eine Kombination verschiedener Laufzeiten (T-Struktur) empfehlenswert, um von zukünftigen Zinsanhebungen zu profitieren, während langfristige Ziele längere Laufzeiten rechtfertigen. Achten Sie stets auf die Einlagensicherung innerhalb der EU und die Bonität der Bank.
Wie viele Sparbücher darf man besitzen?
Banken und Sparkassen bieten Ihrer Kundschaft so viele Konten an, wie sie benötigen. Hier gibt es keine Obergrenze. Jedoch sollten Sie prüfen, wie viele Konten Sie wirklich beanspruchen, um nicht den Überblick zu verlieren.
Welche Alternativen gibt es zum Sparkonto?
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Sparkonto ist eine sichere Anlage. Doch die Zinsen fallen aktuell gering aus.
- Eine längere Bindung der Geldanlage und ein höheres Risiko ermöglichen mehr Rendite. ...
- Alternativen zum Sparkonto sind zum Beispiel das Festgeldkonto, das Fondskonto, das Fondssparen und die Säule 3a.
Was ist sinnvoller, Tagesgeldkonto oder Sparbuch?
Das Tagesgeldkonto ist dem Sparbuch in fast allen Belangen überlegen, da es höhere Zinsen, volle Flexibilität ohne Kündigungsfristen (anders als beim Sparbuch, das oft nur 2.000 €/Monat ohne Kündigung erlaubt) und eine bequeme Online-Verwaltung bietet, während das Sparbuch nur bei der Option für Bargeld-Ein-/Auszahlungen in der Filiale punktet, aber mit niedrigeren Zinsen und Einschränkungen bei Abhebungen glänzt. Für kurzfristige Rücklagen ist das Tagesgeldkonto daher die bessere Wahl.
Sind alte Sparbücher noch gültig?
Banken müssen Sparbücher noch Jahrzehnte nach dem letzten Kontoumsatz auszahlen. Solange das Sparbuch nicht gekündigt wurde, kann sich die Bank nicht auf Verjährung berufen.
Wie sicher sind Sparbücher als Geldanlage?
Ein Sparbuch ist sehr sicher, da Einlagen bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung in der EU geschützt sind, selbst bei einer Bankinsolvenz, ergänzt durch oft vorhandene zusätzliche Sicherungssysteme der Bankenverbände und eine staatliche Garantie für Spareinlagen privater Verbraucher in Deutschland. Die Sicherheit des Nominalwerts ist hoch, aber die Realeinlage kann durch Inflation an Kaufkraft verlieren, was die Rendite beeinträchtigt.
Was ist die Alternative zum Sparbuch?
Alternativen zum Sparbuch sind Tagesgeld (flexibel, täglich verfügbar, höhere Zinsen als Sparbuch), Festgeld (feste Laufzeit, höhere Zinsen, weniger flexibel) und risikoreichere Anlagen wie ETFs und Aktien (höhere Renditechancen, aber mit Kursrisiken verbunden) oder Immobilien, wobei die Wahl vom Risikoprofil und dem Anlageziel abhängt. Für Kinder gibt es spezielle Sparformen wie Sparbücher mit Bonus oder digitale Sparprodukte.
Hat die Sparkasse noch Sparbücher?
Ja, die Sparkasse bietet auch heute noch klassische Sparbücher an, oft als "SB-Sparkonto" oder "Sparkonto Digital" mit Online-Zugang und Sparkassen-Card. Während man das traditionelle rote Buch in der Filiale bekommt, gibt es digitale Varianten, die auch online eröffnbar sind und Umsätze im ePostfach zeigen, mit 3 Monaten Kündigungsfrist für größere Beträge.
Was kann man mit alten Sparbüchern machen?
Alte Sparbücher in D-Mark können Ihnen bei der Bank ausbezahlt werden; Sparbücher aus Reichsmark- oder DDR-Zeiten haben ihre Gültigkeit leider verloren. Als Alternative zum klassischen Sparbuch bieten wertstabile Investmentfonds oder – für risikofreudigere Anleger:innen – Aktien sowie ETFs.
Was wird aus 10000 Euro in 10 Jahren?
In 10 Jahren wird die Kaufkraft schon nur noch bei circa 8.200 Euro liegen. Und hierbei ist noch nicht mit einkalkuliert, dass die Inflationsrate in den nächsten Jahren auch wieder deutlich ansteigen kann, wie wir es in den Jahren 2022 und 2023 gesehen haben.
Was ist die 60/40 Regel Geld?
Das bedeutet: Die festen Ausgaben wie Miete, Kreditraten, Versicherungen usw. sollten insgesamt nicht mehr als 60 Prozent ausmachen, so dass noch 40 Prozent für eure täglichen, veränderlichen Ausgaben wie Lebensmittel, essen unterwegs, fahren, Freizeit … übrigbleiben.
Ist Festgeld noch sinnvoll?
Ja, Festgeld ist sinnvoll für sicherheitsorientierte Anleger, die Geld mittelfristig parken wollen, da es garantierte Zinsen bei Kapitalerhalt bietet; es ist aber unflexibel und bei hoher Inflation nicht ideal, da man während der Laufzeit nicht auf das Geld zugreifen kann und real Verluste drohen können. Es lohnt sich besonders, um mittlere Beträge zu sichern, die man in 1 bis 5 Jahren nicht braucht, als Alternative zum Girokonto, aber für langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien/ETFs besser.
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