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Warum Steuererklärung für Grundsteuer?

Gefragt von: Herr Klaus Peter Jürgens B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 23. August 2023
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Warum ist die Steuer so wichtig? Die durch die Grundsteuer erzielten Einnahmen fließen ausschließlich den Städten und Gemeinden zu. Derzeit sind es fast 15 Mrd. Euro jährlich. Damit zählt die Grundsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinden.

Warum Steuererklärung Grundsteuer?

Grundsteuer eine Haupteinnahmequelle der Kommunen

Für die Kommunen ist die Grundsteuer eine der wichtigsten Einnahmequellen. Sie deckte vor der Corona-Krise etwa 15% ihrer Steuereinnahmen, aus denen dann etwa Straßen, Schwimmbäder oder Theater bezahlt werden.

Was passiert wenn man Grundsteuererklärung nicht macht?

Zwangsgeld kann bis zu 25.000 Euro betragen

Verstreicht die Frist, ohne dass die Erklärung abgegeben wurde, wird das Zwangsgeld festgesetzt. Beim ersten Versäumnis betrage das Zwangsgeld zwischen 25 und 250 Euro, manchmal auch mehr, so Bauer.

Wird man vom Finanzamt angeschrieben wegen Grundsteuer?

Dafür müssen Eigentümer eine Erklärung einreichen. Möglich wird das in der Zeit von Anfang Juli bis Ende Oktober 2022 sein. Die Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung kann zum Beispiel durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Heißt, nicht jeder der eine Erklärung machen muss, wird auch angeschrieben.

Warum neue Grundsteuer Erklärung?

Warum wird die Grundsteuer neu berechnet? Gleiche Kosten trotz unterschiedlich guter Lage oder unterschiedliche Kosten bei gleichwertigem Besitz - schon länger empfanden Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer die Grundsteuer als ungerecht. Das sah auch das Bundesverfassungsgericht so und mahnte 2018 eine Reform an.

Grundsteuerreform 2022: Die 5 größten Fehler in der Grundsteuererklärung 2022 (+Elster Grundsteuer)

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Für wen wird die neue Grundsteuer billiger?

Voraussichtlich wird für Grundstücke und Immobilien auf dem Land oder in strukturschwachen Gebieten weniger Grundsteuer anfallen. Dagegen kann es für Städter, Besitzer unbebauter Grundstücke und Eigentümer von Einfamilienhäusern teurer werden.

Welche Räume gehören nicht in die Grundsteuererklärung?

Heizungsräume, Kellerräume, Abstellräume, Waschkeller, Trockenräume, Vorratskeller usw. Die Flächen dieser Zubehörräume zählen weder als Wohnfläche noch als Nutzfläche, soweit sie in einem Nutzungszusammenhang mit Wohnflächen stehen.

Was passiert nach Abgabe der Grundsteuererklärung?

Ab dem 1. Juli 2022 kann die Grundsteuererklärung (Feststellungserklärung) elektronisch beim Finanzamt eingereicht werden. Nach Erklärungsabgabe erlässt das Finanzamt zwei Bescheide, in denen u.a. der Grundsteuerwert des Grundstücks festgestellt und der Steuermessbetrag festgesetzt wird.

Was muss ich bei der Grundsteuer nicht angeben?

Grundsteuererklärung: Diese Räume müssen Sie nicht angeben

Dazu zählen laut Wohnflächenverordnung beispielsweise Kellerräume, Garagen, Heizungsräume und Dachböden. Bei Treppenhäusern müssen Sie ebenfalls genau sein, um bares Geld zu sparen.

Was müssen Hausbesitzer 2022 beachten?

Die Grundsteuer wird neu berechnet: Im Rahmen der Grundsteuerreform sollen ab dem 01. Januar 2022 alle Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden. Als Grundbesitzer müssen Sie damit rechnen, dass das Finanzamt Sie bis zum 30. Juni 2022 auffordert, eine Grundsteuererklärung abzugeben.

Wann muss ich keine Grundsteuererklärung machen?

Maßgeblich sind die Verhältnisse am Bewertungsstichtag 1. Januar 2022. Eine spätere Veränderung der Eigentumsverhältnisse, wie beispielsweise ein Verkauf, entbinden die am Bewertungsstichtag verpflichteten Eigentümer nicht von der Erklärungsabgabe.

Welche Daten brauche ich für die Grundsteuer Erklärung?

Für die Abgabe der Erklärung mit „Grundsteuererklärung für Privateigentum“ benötigen Sie insbesondere folgende Angaben: Größe des Grundstücks. Grundbuchblattnummer (falls zur Hand), Gemarkung, Flur, Flurstück. Für Eigentumswohnungen: Miteigentumsanteil am Grundstück.

Was kostet eine Grundsteuererklärung beim Steuerberater?

Kanzleien die einen Schwerpunkt auf die Bearbeitung von Grundsteuererklärung gesetzt haben, bieten die Erstellung der Grundsteuererklärung oft schon zu einem Pauschalpreis ab 200 bis 300 Euro an.

Warum Steuererklärung für Hausbesitzer?

2022 beschert Haus- und Grundstücksbesitzern eine besondere Pflicht: Weil Millionen Grundstücke neu bewertet werden, müssen sie eine eigene Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Genauer: eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts.

Wie viele Grundsteuererklärungen muss ich machen?

Die Grundsteuerreform hat zur Folge, dass Immobilieneigentümer 2022 eine Grundsteuererklärung abgeben müssen. Diese ist wie eine zweite Steuererklärung für dieses Jahr zu sehen.

Was brauche ich als Hausbesitzer für die Steuererklärung?

Beim Bundesmodell, das der Bund vorgestellt hatte, sind für die Neuberechnung folgende Angaben in den Unterlagen zu machen: Grundbuchdaten, Art der Nutzung, Bodenrichtwert, Aktenzeichen des Einheitswertes, Wohnfläche, Baujahr, Art der Immobilie, Angaben zu Wohnungen und Stellplätzen.

Welche Fehler sollte man bei der Grundsteuererklärung vermeiden?

Um teure Strafen zu umgehen, sollten die folgenden vier Fehler bei der Abgabe der Grundsteuererklärung vermieden werden:
  • Fehler 1: Stichtag 1. Januar 2022 für Ihre Angaben missachten.
  • Fehler 2: Veraltete Angaben zum Bodenrichtwert machen.
  • Fehler 3: Die Abgabefrist versäumen.
  • Fehler 4: Wohn- und Nutzflächen falsch berechnen.

Was passiert wenn ich die Grundsteuererklärung falsch ausfülle?

Ein Säumniszuschlag droht Steuerpflichtigen, die (vorsätzlich) falsche Angaben machen beziehungsweise ihre Steuererklärung gar nicht abgeben. Dieser Verspätungszuschlag beträgt je angefangenen Monat 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens 25 Euro. Bei drei Monaten Verspätung wären das also mindestens 75 Euro.

Wie kompliziert ist die Grundsteuererklärung?

Ist der Vorgang zu kompliziert? Es ist mehr als fraglich, ob bis Ende des Monats noch 15 Millionen Grundsteuererklärungen bei den Finanzämtern eingehen. Ungefähr so viele der insgesamt rund 36 Millionen Meldungen fehlen nämlich noch - und dies trotz dreimonatiger Fristverlängerung.

Was passiert wenn Grundsteuererklärung zu spät?

Die Finanzämter können nach Ablauf der Frist einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro pro Monat festsetzen, müssen das aber nicht zwingend tun. In den meisten Bundesländern bekommen Säumige ein Erinnerungsschreiben. Ein Zwangsgeld und eine Schätzung seitens des Finanzamts drohen erst später.

Was passiert wenn man bei der Grundsteuer zu wenig Wohnfläche angibt?

Je geringer die Wohnfläche, desto günstiger die neue Grundsteuer – das gilt in 15 der 16 Bundesländer. Lediglich Baden-Württemberg bildet eine Ausnahme. Denn für das dortige Flächenmodell ist nur die Grundstücksfläche relevant, die Wohnfläche nicht (mehr dazu hier).

Wie wirkt sich Wohnfläche auf Grundsteuer aus?

Von 1 bis 2 Meter wird die Fläche mit 50 Prozent einberechnet. Über 2 Meter müssen Sie sie komplett als Wohnfläche zählen. Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen werden mit je einem Viertel der Fläche bei der Wohnfläche einberechnet.

Was gehört zur Wohnfläche bei der Grundsteuererklärung?

Dazu gehören Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad usw. Auch die Fläche eines häuslichen Arbeitszimmers zählt als Wohnfläche. Nutzfläche: Damit sind die Flächen gemeint, die zu betrieblichen, öffentlichen oder sonstigen Zwecken dienen und keine Wohnflächen sind.

Wird durch die neue Grundsteuer alles teurer?

Dafür musste das Grundgesetz geändert werden. Für Städte und Kommunen ist die Grundsteuer eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen. Insgesamt soll die Grundsteuerreform kostenneutral ausfallen. Damit Grundbesitzer in Zukunft nicht höher besteuert werden, müssen die Kommunen allerdings ihre Hebesätze anpassen.

Wie viel Grundsteuer zahle ich für 100 Quadratmeter?

Beispielrechnung für 100-Quadratmeter-Wohnung

Bei Eigentumswohnungen beträgt sie aktuell 3,5 Promille (0,35 Prozent).