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Warum sagt man Hammerexamen?

Gefragt von: Herr Dr. Till Schumacher  |  Letzte Aktualisierung: 1. Oktober 2026
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Man nennt den zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung (M2) auch „Hammerexamen“, weil es eine extrem anspruchsvolle, abschließende Prüfung ist, die nach dem Physikum und dem klinischen Studium absolviert werden muss und mit der Approbation (ärztliche Zulassung) endet, was Studierende als monumentalen Höhepunkt wahrnehmen. Der Begriff drückt die Härte und den Umfang der schriftlichen (320 MC-Fragen in 3 Tagen) und mündlich-praktischen Teile aus, die das gesamte medizinische Wissen und praktische Können abfragen.

Wieso heißt es Hammerexamen?

Warum heißt es Hammerexamen? „Hammerexamen“ ist der Name, den Studierende früher dem zweiten Staatsexamen im Medizinstudium gegeben haben, als der schriftliche und mündliche Teil noch kurz hintereinander nach dem Praktischen Jahr (PJ) absolviert werden mussten.

Warum heißt es Staatsexamen?

Das Wort Examen ist der lateinische Begriff für Prüfung/Untersuchung/Verhör. Das Staatsexamen ist demnach eine staatliche Abschlussprüfung in Deutschland, um die staatliche Zulassung zu einem Beruf zu erhalten.

Welches ist das Hammerexamen?

Das Hammerexamen, offiziell der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, ist die letzte große staatliche Prüfung im Medizinstudium, die nach dem klinischen Teil und vor der Approbation abgelegt wird, um die Erlaubnis zur ärztlichen Tätigkeit zu erhalten. Es besteht aus einem umfangreichen schriftlichen Teil (320 Multiple-Choice-Fragen) und einem mündlich-praktischen Teil nach dem Praktischen Jahr (PJ), bei dem klinische Fähigkeiten an Patienten demonstriert werden müssen. Das Bestehen beider Teile ist Voraussetzung für die Approbation und fließt zusammen mit dem Physikum in die Gesamtnote des Studiums ein.
 

Wieso Hammerexamen?

Nach dem Physikum (1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung) geht das 2. Staatsexamen ebenso in die Abschlussnote des Studiums ein. Da es früher schriftlich und mündlich eine Einheit bildete, wird es seit langem umgangssprachlich als „Hammerexamen“ bezeichnet.

Mein 1. Tag im Hammerexamen – so lief’s wirklich!

27 verwandte Fragen gefunden

Was ist das schwerste Berufsexamen?

Das Examen zum Wirtschaftsprüfer gilt als eine der härtesten Prüfungen im deutschen Bildungswesen, weil umfassendes Wissen aus Wirtschaftswissenschaften und Recht abgefragt wird.

Kann man mit 3.0 Abi Medizin studieren?

Ja, Medizin mit 3,0 Abitur zu studieren ist möglich, aber an staatlichen Unis nur mit viel Anlauf über Quoten wie die Zentrale Eignungsquote (ZEQ) oder TMS (Test für Medizinische Studiengänge), da die Abiturbestenquote (ABQ) Einser-Noten erfordert; Alternativen sind private Hochschulen, das Studium im Ausland (z.B. Ungarn, Polen) oder über die Bundeswehr sowie durch eine Ausbildung/FSJ, die Punkte bringt, aber der TMS ist oft der beste Weg.
 

Was ist die schwerste Prüfung im Medizinstudium?

Die höchste Durchfallquote der medizinischen Prüfungen hat das Physikum. Rund zehn Prozent der Studierenden bestehen die Prüfung nicht. Der zweite und dritte Teil der ärztlichen Prüfungen wird meist von über 97 Prozent der Studierenden geschafft.

Was bedeutet der Titel Dr. med. Univ.?

Der Titel Dr. med. univ. (lateinisch: Doctor medicinae universae) bedeutet Doktor der gesamten Medizin und ist ein in Österreich verliehener akademischer Grad für Mediziner, der durch das erfolgreiche Abschlussstudium (Diplomstudium) erworben wird, ähnlich dem deutschen Dr. med., aber als Berufsdoktorat nach dem Studium ohne zusätzliche, separate Promotionsleistung. Er zeigt den Abschluss des Medizinstudiums auf Diplom-Niveau an, wobei in Österreich oft eine Diplomarbeit verlangt wird, die wissenschaftliche Arbeit darstellt. 

Ist es zu spät mit 30 Medizin zu studieren?

Doch Psychologen beruhigen: Menschen können ein Leben lang lernen. Auch jenseits der 30 und 40 ist ein erfolgreiches Medizinstudium möglich. Späteinsteiger in die Medizin haben sogar Vorteile.

Ist man nach dem Staatsexamen Arzt?

Das Staatsexamen in der Medizin ist die zentrale Abschlussprüfung im Medizinstudium und eine der anspruchsvollsten Prüfungen im deutschen Hochschulsystem. Wer in Deutschland Ärztin oder Arzt werden will, muss diese Prüfung bestehen.

Ist das Staatsexamen der höchste Abschluss in Deutschland?

Das Staatsexamen: Ein Studienabschluss mit Prüfung von höchster Stelle. Ein Staatsexamen unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von den übrigen Studienabschlüssen in Deutschland: Die Abschlussprüfung wird von einer staatlichen Behörde abgenommen, nicht von der Hochschule.

Wie viele Jahre sind es bis zum 1. Staatsexamen Jura?

Das 1. Staatsexamen im Jura-Studium wird in der Regel nach mindestens 9 Semestern (4,5 Jahren) abgelegt, aber die durchschnittliche Studiendauer liegt eher bei 10 bis 11 Semestern (5 bis 5,5 Jahren), da Studierende oft länger für die Vorbereitung brauchen. Die offizielle Regelstudienzeit ist kürzer, aber in der Praxis wird die Zeit oft durch Praktika, Auslandsaufenthalte oder die intensive Prüfungsvorbereitung verlängert. 

Was ist das schwerste Staatsexamen?

💭 Das Jura-Staatsexamen gilt als eine der anspruchsvollsten Prüfungen in Deutschland. Es verlangt umfassendes Wissen, präzises Arbeiten unter Zeitdruck und tiefes Verständnis der Rechtsmaterien.

Was ist man nach 6 Jahren Medizinstudium?

Nach 4 bis 6 Jahren schließt Du die Facharzt Weiterbildung mit der Facharztprüfung ab. Damit erwirbst Du das Recht, Dich als Arzt niederzulassen oder als Vertragsarzt in einer medizinischen Einrichtung tätig zu werden.

Wie nennt man den Abschluss nach dem Medizinstudium?

Definition. Doktor der gesamten Medizin ist ein Titel, der nach dem erfolgreichen Abschluss des Diplomstudiums Humanmedizin in Österreich als sogenanntes Berufsdoktorat verliehen wird. Er setzt im Gegensatz zum in Deutschland üblichen akademischen Grad Doktor der Medizin (Dr. med.)

Wie nennt man einen Arzt ohne Doktortitel?

Einen Arzt ohne Doktortitel nennt man einfach Arzt oder Ärztin, ohne den Titel „Dr.“ zu führen, da die Berufsbezeichnung „Arzt/Ärztin“ ist gesetzlich geschützt und unabhängig von einer Promotion, betont die Website www.future-doctor.de. Er ist ein approbierter Mediziner, der nach dem Studium die ärztliche Zulassung (Approbation) erhalten hat und eigenständig arbeiten darf, wie das PKV-Serviceportal erklärt. Die fachliche Qualifikation ergibt sich aus der Approbation und der Facharztausbildung, nicht aus dem Doktortitel, so ärzte-markt.de.
 

Was ist der niedrigste akademische Grad?

Der Bachelor ([ˈbætʃəlɚ] oder [ ˈbætʃlɚ], auch Bakkalaureus oder Baccalaureus [m.] bzw. Bakkalaurea oder Baccalaurea [f.]) ist der niedrigste akademische Grad und üblicherweise der erste Abschluss eines gestuften Studiums an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie.

Welcher Doktortitel ist der einfachste?

Den "einfachsten" Doktortitel gibt es nicht, da jeder eine anspruchsvolle wissenschaftliche Leistung erfordert, aber es gibt schnellere Wege und einfachere Fachrichtungen, z.B. durch beschleunigte Programme im Ausland (DNP, DBA), Fast-Track-Promotionen (mit exzellentem Bachelor), oder den PhDr. (z.B. in der Slowakei), der oft schneller erreichbar ist, aber in Deutschland nicht direkt vergleichbar ist. Der Ehrendoktortitel (Dr. h.c.) erfordert keine Dissertation, wird aber für besondere Verdienste verliehen. 

Was ist der leichteste Facharzt?

Entspannter sind wohl nur Fachärzte, welche völlig ohne Patientenkontakt auskommen. Dazu zählen vornehmlich Fachrichtungen wie Laboratoriumsmedizin oder Humangenetik. Hier erleben Fachärzte eindeutig die besten, weil geregelten Arbeitszeiten.

Welchen IQ haben Medizinstudenten?

Aber für die meisten Menschen ist der IQ kein Indikator dafür, was sie erreichen können oder nicht. Der durchschnittliche IQ von Ärzten liegt anscheinend bei etwa 125 (nach Wechsler), was etwa dem 95. Perzentil entspricht. Allerdings würden viele Ärzte eher im Bereich des 85.

Welcher Doktortitel ist der schwerste?

Es gibt nicht den einen schwersten Doktortitel, da dies subjektiv ist, aber Medizin, Jura und theoretische Naturwissenschaften (Physik, Chemie) sowie Ingenieurwissenschaften gelten durchweg als besonders anspruchsvoll wegen hoher Forschungsintensität, komplexer Methodik und enormem Lernpensum. Die Schwierigkeit hängt stark vom Fachbereich, der persönlichen Eignung und dem Anspruch des Betreuers ab, wobei Fächer wie die Chirurgie (z.B. Kinderonkologie) oder spezielle Rechtsgebiete ebenfalls als extrem fordernd angesehen werden. 

Welches Medizinstudium ist das leichteste?

Es gibt nicht das leichteste Medizinstudium, aber bestimmte Unis (z.B. MH Brandenburg, RWTH Aachen, Heidelberg) gelten wegen guter Betreuung und Abschlussquoten als "leichter", während Länder wie Finnland generell stressärmer sind; am wichtigsten sind aber individuelle Lernstile und Motivation, wobei private Unis oder alternative Wege (TMS, Ausland) ebenfalls Chancen bieten, um das Studium zu beginnen. 

Kann man mit schlechtem Abi Medizin studieren?

Fazit: Auch mit schlechtem Abi kannst du Medizin studieren

Ein unterdurchschnittlicher Abischnitt ist kein Hindernis – er ist nur eine Ausgangslage. Mit der richtigen Strategie, einem guten TMS-Ergebnis und gezielter Vorbereitung kannst du dir deinen Traum vom Medizinstudium erfüllen.

Was bedeutet ein NC von 2,2?

Ein Beispiel: Ein NC von 2,2 bedeutet, dass Bewerber*innen mit einer Durchschnittsnote von 2,1 und besser – aber auch einige mit 2,2 – zugelassen wurden. Häufig können nicht alle Bewerber*innen mit der gleichen Durchschnittsnote zugelassen werden, weil die verfügbaren Studienplätze nicht ausreichen.

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