Warum ruft mich die TK während meiner Krankheit an?
Gefragt von: Lilli Maier MBA. | Letzte Aktualisierung: 6. September 2026sternezahl: 4.9/5 (56 sternebewertungen)
Die TK ruft Sie während der Krankheit an, um Ihre Genesung zu unterstützen, den Anspruch auf Krankengeld zu klären oder weil Sie sich für spezielle Programme (z.B. nach Herzinfarkt) registriert haben; es kann aber auch ein Phishing-Versuch sein, seien Sie vorsichtig. Bleiben Sie ruhig, prüfen Sie die Legitimität des Anrufs, geben Sie keine sensiblen Daten preis und informieren Sie sich, wenn Sie unsicher sind,.
Warum ruft die Krankenkasse an, wenn man krank ist?
Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten durch den Medizinischen Dienst begutachten zu lassen, wenn es darum geht, den Behandlungserfolg zu sichern und die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, oder. wenn Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit bestehen.
Was muss ich der Krankenkasse über meine Krankheit erzählen?
Wonach darf mich die Kasse fragen? Unstrittig ist, dass Krankenkassen zur Auszahlung des Krankengeldes bestimmte Informationen erfragen müssen und auch dürfen. Dazu gehören beispielsweise die Kontonummer und die Höhe des Gehalts.
Bin ich verpflichtet bei der Krankenkasse ans Telefon zu gehen?
Keine Pflicht für Erreichbarkeit per Telefon
Grundsätzlich müssen Krankgeschriebene ihrer gesetzlichen Krankenkasse keine Auskunft am Telefon geben und auch nicht ständig erreichbar sein.
Bin ich verpflichtet, meinen Arbeitgeber zurück zu rufen, wenn ich krank bin?
Grundsätzlich nein. Während einer Krankschreibung besteht keine Verpflichtung, dienstliche Anrufe oder Mails zu beantworten. Der Arbeitgeber darf zwar versuchen, Kontakt aufzunehmen – ein generelles Verbot gibt es nicht –, aber der erkrankte Mitarbeiter muss darauf nicht reagieren.
Rat und Tat | Richtig reagieren, wenn die Kasse anruft!
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Bin ich verpflichtet meinem Arbeitgeber zu sagen, wie lange ich krank bin?
Ja, Sie müssen Ihrem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen, dass Sie krank sind, und die voraussichtliche Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit nennen. Die Art der Erkrankung müssen Sie jedoch nicht preisgeben; die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) übermittelt diese Informationen getrennt. Eine verspätete oder unterlassene Meldung kann zu Abmahnungen und sogar Kündigungen führen.
Ist man verpflichtet, bei Krankheit ans Telefon zu gehen?
Nein, grundsätzlich musst du während einer Krankschreibung nicht ans Telefon gehen, da deine Genesung Priorität hat und das Weisungsrecht des Arbeitgebers ruht. Du bist nicht verpflichtet, erreichbar zu sein, aber in Ausnahmefällen (dringende, nur von dir zu klärende organisatorische Fragen) kann ein Anruf erfolgen – du musst ihn aber nur annehmen, wenn du dich dazu in der Lage fühlst.
Wann prüft die Krankenkasse Arbeitsunfähigkeit?
für Ihre Krankenkasse, die Ihnen Krankengeld zahlt, sollten Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sein, für Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, der/die diese Einschätzung medizinisch verantwortet.
Kann mein Chef mich zum Gespräch zwingen, wenn ich krank bin?
Nein, grundsätzlich darf der Arbeitgeber einen krankgeschriebenen Mitarbeiter nicht zwingen, zu einem Gespräch zu erscheinen, da das Weisungsrecht während der Arbeitsunfähigkeit ruht. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Arbeitnehmer in der Regel nicht verpflichtet sind, an Personalgesprächen teilzunehmen, wenn sie krankgeschrieben sind, aber in Ausnahmefällen mit berechtigtem Interesse kann ein Kontakt (z. B. telefonisch) erwartet werden, wobei der Arbeitnehmer nicht zur Teilnahme verpflichtet ist, wenn es ihm unzumutbar ist, so die Bundesarbeitsgericht. Eine Verweigerung der Teilnahme ist in der Regel nicht pflichtwidrig, aber der Arbeitgeber darf bei begründetem Verdacht auf eine vorgetäuschte AU Maßnahmen ergreifen.
Kann die Krankenkasse mich zwingen, wieder arbeiten zu gehen?
Nein, die Krankenkasse kann Sie nicht direkt zwingen, mit einer Krankschreibung wieder arbeiten zu gehen, aber sie kann die Zahlung von Krankengeld einstellen, wenn ein ärztliches Gutachten ergibt, dass Sie wieder arbeitsfähig sind. Wichtiger ist: Bei längerer Krankheit kann die Kasse Sie zu einer Reha-Maßnahme auffordern (innerhalb von 10 Wochen) und wenn Sie den Antrag nicht stellen, ruht Ihr Krankengeldanspruch – das ist ein indirekter Druck, Ihre Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, um Ihren Schutz zu sichern.
Wie verhalte ich mich, wenn die Krankenkasse Druck macht?
Dazu gehört als allererstes, dass Sie regelmäßig zum Arzt gehen und sich weiter krank schreiben lassen. Andernfalls muss die Kasse kein Geld mehr zahlen. Auch wenn Ihr Gesundheitszustand überprüft werden soll, müssen Sie kooperieren.
Wann schaltet die Krankenkasse den MDK ein?
Die Krankenkasse schaltet den Medizinischen Dienst (MD) ein, wenn sie Zweifel an der Notwendigkeit von Leistungen hat oder die Arbeitsunfähigkeit (AU) überprüfen muss – oft bei länger andauernder Krankheit, wenn der Arbeitgeber dies verlangt oder die Kasse den Behandlungserfolg sichern will, um die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu fördern, § 275 SGB V. Dies passiert, um die Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit der Ausgaben sicherzustellen und Leistungsmissbrauch vorzubeilen.
Was darf die Krankenkasse nicht fragen?
Wonach die Krankenkasse nicht fragen darf! Kein Fragerecht
- Selbsteinschätzung der eigenen Gesundheit.
- Frage nach dem Geschlecht,
- Frage nach der Gestaltung des Arbeitsplatzes,
- Frage, wann der Rentenantrag gestellt wird,
- Frage nach Problemen am Arbeitsplatz,
- Frage nach Urlaubsplänen,
Bin ich verpflichtet, die Krankenkasse zurück zu rufen?
Rein rechtlich sind Versicherte nicht verpflichtet, am Telefon persönliche Informationen an ihre Krankenkasse herauszugeben. Es gibt zwar eine Mitwirkungspflicht, diese lässt sich aber auch schriftlich erfüllen.
Was weiß die Krankenkasse über meine Krankheit?
Die gesetzlichen Krankenkassen erheben und speichern eine große Anzahl an Sozialdaten ihrer Versicherten. Dazu gehören nicht nur Angaben wie der Name und die Anschrift, sondern auch Krankheitsdiagnosen und Abrechnungsbelege aus Heilbehandlungen.
Kann man sich bei der Krankenkasse gesund melden?
Eine „Gesundschreibung“ gibt es nicht. Daher besteht auch keine Notwendigkeit, ein zusätzliches ärztliches Attest vorzulegen, dass man wieder einsatzfähig ist. Im Einzelfall kann aber eine erneute Untersuchung vor Arbeitsantritt sinnvoll sein, um den Gesundheitszustand richtig beurteilen zu lassen.
Welche Krankheiten kann ein Arzt nicht kontrollieren?
Ärzte können Krankheiten, die subjektiv sind, schwer objektivieren (z.B. Burnout-Symptome, Migräne, <Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen), psychische Erkrankungen (Depression, Angststörungen, Schizophrenie), chronische Leiden (Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma) und seltene/genetische Störungen oft nicht vollständig "kontrollieren", sondern nur behandeln, lindern und managen, wobei die Patientenmitarbeit entscheidend ist; auch selbstverursachte/artifizielle Störungen sind schwer greifbar.
Kann ich Urlaub machen, wenn ich wegen Stress krankgeschrieben bin?
Ein Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer nicht zwingen, Urlaub zu nehmen, während er krankgeschrieben ist . Wird der Urlaubsantrag des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber genehmigt, kann der Krankenurlaub während des Urlaubs ausgesetzt werden. Der Arbeitnehmer erhält während des Urlaubs Urlaubsgeld.
Wie antworte ich, wenn mein Chef mich fragt, warum ich krank bin?
Der Arbeitgeber kann diese Bescheinigung entweder direkt von Ihnen erhalten oder elektronisch darauf zugreifen. Falls Ihr Arbeitgeber nach dem Grund der Erkrankung fragt, müssen Sie darauf Schipp zufolge keine Antwort geben: "Das geht den Arbeitgeber nichts an, denn das ist Privatsphäre."
Bin ich verpflichtet mit der Krankenkasse zu telefonieren?
Die Krankenkasse ist verpflichtet das Telefonat zu protokollieren und die versicherte Person hat ein Auskunftsrecht über den Inhalt des Protokolls. Als versicherte Person ist man nicht verpflichtet ein Telefonat mit der Krankenkasse zu führen.
Warum fragt die Krankenkasse nach meiner Arbeitsunfähigkeit?
Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet (§ 275 des Sozialgesetzbuches V), in bestimmten Fällen die Arbeitsunfähigkeit (kurz: AU) von Versicherten zu prüfen. Sie beauftragen dann den MD mit der Klärung von medizinischen Sachfragen. Dies ist zum einen bei medizinischen Unklarheiten der Fall.
Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezählt wird?
Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezahlt wird? Dabei kommt es darauf an, ob Sie wegen derselben Krankheit oder wegen einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig werden: Ist dieselbe Krankheit wie beim ersten Mal der Grund, müssen mind. 6 Monate dazwischen liegen.
Was darf man, wenn man krankgeschrieben ist, nicht machen?
Wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie alles tun, was Ihrer Genesung nicht schadet; verboten sind Aktivitäten, die den Heilungsprozess behindern oder verzögern, wie anstrengender Sport (z.B. Fußball), wilde Partys, exzessiver Alkoholkonsum oder Reisen, die nicht der Erholung dienen, da dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Grundsätzlich erlaubt sind Aktivitäten des täglichen Lebens wie Einkaufen oder Spaziergänge, aber bei Unsicherheiten sollte immer der Arzt konsultiert werden, da die Regeln je nach Krankheit variieren.
Kann der Arbeitgeber zu mir nach Hause kommen?
Ja, der Arbeitgeber darf unter bestimmten Voraussetzungen zu Ihnen nach Hause kommen (z.B. bei begründetem Verdacht auf vorgetäuschte Krankheit), aber Sie müssen ihn nicht hereinlassen und haben das Recht auf Privatsphäre; ein bloßer Besuch aus Fürsorge ist auch erlaubt, aber Hausbesuche zur Kontrolle sind nur bei ernsthaften Zweifeln zulässig und müssen datenschutzkonform sein.
Was ist eine gute Ausrede, um sich krankzumelden?
Zu den triftigen Gründen für eine Krankmeldung zählen körperliche Erkrankungen, psychische Probleme, chronische Erkrankungen, die Pflege eines Angehörigen oder die Genesung von einem medizinischen Eingriff .
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