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Warum nimmt man bei Diabetes zu?

Gefragt von: Johannes Unger  |  Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2026
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Man nimmt bei Diabetes zu, weil die verbesserte Stoffwechsellage durch Insulin die Kalorienaufnahme erhöht, der Körper Wasser speichert, Zucker besser verwertet wird (statt über Urin ausgeschieden), und häufigere Unterzuckerungen zu Heißhunger führen, was durch eine angepasste Ernährung und mehr Bewegung kontrolliert werden kann. Insulin selbst fördert den Fettaufbau, was zusammen mit einer Kalorienüberschuss zur Gewichtszunahme beiträgt.

Bei welchem Diabetes-Typ nimmt man zu?

Bei Menschen mit Diabetes, egal ob Typ 1 oder 2, kann es also zu einer Gewichtszunahme kommen.

Wie kommt es, dass Diabetiker an Gewicht zunehmen?

Manche Lebensmittel können Ihnen helfen, an Gewicht zuzunehmen, ohne Ihren Blutzuckerspiegel stark ansteigen zu lassen. Dazu gehören proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte, Eier, Nüsse und Vollmilchprodukte sowie energiereiche Lebensmittel wie Margarine, Avocado, Nussbutter, Öl und Salatdressings .

Warum nimmt Diabetes zu?

Dazu zählen zum Beispiel eine kalorienreiche, ballaststoffarme Ernährung, wenig Bewegung, Übergewicht – speziell bauchbetontes Übergewicht – und Rauchen. Das Risiko einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln ist bei Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) mehr als 3-fach erhöht.

Warum nimmt man mit Diabetes nicht ab?

Weniger erfolgreich beim Abnehmen

Neben einem zu hohen Körpergewicht und weniger erfolgreichen Gewichtsreduktionen zeigten Personen mit zentraler Insulinresistenz einen erhöhten Anteil an viszeralem Fett. Dieses produziert vermehrt Entzündungsmediatoren, die die Entstehung von Typ-2-Diabetes fördern.

Diabetes einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)

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Wie kann ein Diabetiker am einfachsten abnehmen?

Der einzig nachweislich wirksame Weg ist eine Lebensstiländerung . Achten Sie auf eine gesunde Kalorienzufuhr und bewegen Sie sich mehr. Übergewicht ist problematisch, wenn Sie Diabetes haben. Menschen mit Typ-1-Diabetes können durch bestimmte Insulintherapien (sogenannte „intensive Insulintherapie“) an Gewicht zunehmen.

Was blockiert meinen Gewichtsverlust?

Ihr langsamerer Stoffwechsel verlangsamt Ihre Gewichtsabnahme, selbst wenn Sie die gleiche Kalorienmenge zu sich nehmen, die Ihnen beim Abnehmen geholfen hat. Sobald Ihr Kalorienverbrauch der Kalorienzufuhr entspricht, erreichen Sie ein Plateau. Um weiter abzunehmen, müssen Sie entweder Ihre körperliche Aktivität steigern oder Ihre Kalorienzufuhr reduzieren.

Warum nimmt man bei Diabetes?

Durch die niedrigeren Blutzuckerwerte wird weniger Wasser ausgeschieden – und das macht sich auch auf der Waage bemerkbar. Dank des zugeführten Insulins werden die Kohlenhydrate der Nahrung besser verwertet. Sie werden nicht mehr über den Urin ausgeschieden, sondern stehen dem Körper als Kalorien zur Verfügung.

Wie kann ich den Gewichtsverlust durch Diabetes stoppen?

Um ungewollten Gewichtsverlust bei Diabetes zu stoppen, müssen Sie mehr Kalorien und Nährstoffe aufnehmen, insbesondere durch proteinreiche Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte) und gesunde Fette (Öle, Avocado), um Muskelmasse zu erhalten, anstatt zu hungern, während Sie gleichzeitig Ihren Blutzucker stabilisieren (komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe) und gezielt Muskelaufbau-Übungen mit Ihrem Arzt besprechen, um Ihre Stoffwechselgesundheit zu verbessern und Blutzucker-Schwankungen zu vermeiden, die oft Ursache für Abnehmen sind. 

Warum sind Diabetiker Typ 1 schlank?

Gewichtsverlust bei Typ-1-Diabetes entsteht, weil der Körper bei Insulinmangel den Zucker aus dem Blut nicht in die Zellen transportieren kann, der dann vermehrt über den Urin ausgeschieden wird (führt zu Flüssigkeitsverlust) und der Körper stattdessen Fett- und Muskelreserven zur Energiegewinnung abbaut. Der fehlende Zucker in den Zellen löst Hunger aus, während der Abbau von Fett und Muskeln zum ungewollten Gewichtsverlust führt.
 

Welches Diabetesmedikament verursacht Gewichtszunahme?

Thiazolidindione, Insulinsekretagoga (Sulfonylharnstoffe, Meglitinide) und Insuline sind mit Gewichtszunahme verbunden. Sulfonylharnstoffe bergen zudem ein höheres Risiko für schwere Hypoglykämien aufgrund von Hyperinsulinämie und sind daher weniger geeignet für die Behandlung von übergewichtigen oder adipösen Patienten.

Wie kann man abnehmen, wenn man insulinresistent ist?

Die gesündeste Ernährung bei Insulinresistenz besteht aus vielen Vollwertprodukten und wenigen verarbeiteten Lebensmitteln. Schon eine Gewichtsabnahme von nur 10 % kann das Risiko für Insulinresistenz, chronische Erkrankungen und Krebs senken. Auch Sport kann bei Insulinresistenz helfen.

Was können Diabetiker trinken, um an Gewicht zuzunehmen?

Verwenden Sie Milch oder angereicherte Milch in Tee, Kaffee und anderen Getränken wie Malzgetränken und heißer Schokolade, Milchpuddings, Puddings, Müsli und herzhaften Saucen wie Petersilien-, Käse- oder Weißweinsauce .

Führt Diabetes zu Bauchfett?

Mehr Insulin bedeutet mehr Fettspeicherung, insbesondere bei Typ-2-Diabetes, wo Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerwerte zur Fettansammlung beitragen – vor allem im Bauchbereich .

Was sind die Vorboten von Diabetes?

Die wichtigsten Warnzeichen für Diabetes sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, unerklärlicher Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit und Schwächegefühl – besonders bei Kindern können auch Bettnässen, Appetitlosigkeit oder Infektionen auftreten. Weitere Symptome sind schlechte Wundheilung, trockene Haut, Juckreiz, Sehstörungen, Schwindel oder auch Bauchschmerzen und Übelkeit (oft bei diabetischer Ketoazidose). Bei Verdacht sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine Stoffwechselentgleisung zu verhindern. 

Wie nehme ich ab bei Diabetes 2?

Abnehmen bei Typ-2-Diabetes ist durch eine Kombination aus gesunder Ernährung, mehr Bewegung und ggf. Medikamenten sehr wirksam, um Blutzucker und Insulinresistenz zu verbessern und den Diabetes zurückzudrängen oder sogar in Remission zu bringen. Wichtig sind eine kalorienreduzierte Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten (Vollkorn), viel Eiweiß, Ballaststoffen, wenig Zucker und Fertigprodukten sowie regelmäßige Bewegung. Auch medizinische Unterstützung durch Ernährungsberatung, Formula-Diäten bei starkem Übergewicht oder spezielle Medikamente (GLP-1-Agonisten) kann hilfreich sein.
 

Kann Diabetes weggehen, wenn man abnimmt?

Ja, Gewichtsabnahme, besonders bei Übergewicht, kann Typ-2-Diabetes oft verbessern und sogar in eine sogenannte Remission bringen, bei der die Blutzuckerwerte wieder normal sind und Medikamente nicht mehr nötig sind. Eine Reduktion von etwa 10-15 % des Körpergewichts, oft durch eine Kombination aus kalorienarmer Ernährung und Bewegung, kann den Stoffwechsel ins Gleichgewicht bringen. Auch wenn nicht alle den Diabetes vollständig "heilen" können, sinkt das Risiko für Folgeerkrankungen erheblich, selbst wenn die Remission nicht dauerhaft ist. 

Wie kann ein Diabetiker den Gewichtsverlust stoppen?

Zu den Mechanismen, die bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus zu einer beeinträchtigten Gewichtsreduktion beitragen können, gehören etablierte Ernährungspläne, sozioökonomische Faktoren, psychosoziale Faktoren, Vorurteile und Diskriminierung .

Ist Diabetes Typ 2 meine Schuld?

Es ist nicht deine Schuld

Deshalb kann es Ihren Blutzuckerspiegel nicht im Normbereich halten. Es gibt viele Faktoren, die zu Typ-2-Diabetes führen können. Einige davon können Sie nicht beeinflussen, wie Ihre ethnische Zugehörigkeit, Stress oder wenn ein naher Verwandter an Typ-2-Diabetes leidet.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Typ-2-Diabetes?

Typ-2-Diabetes verkürzt die Lebenserwartung, aber durch konsequente Behandlung (Blutzucker, Blutdruck, Blutfette im Zielbereich) und einen gesunden Lebensstil (Nichtrauchen, Ernährung, Bewegung) kann man eine nahezu normale Lebenserwartung erreichen, wobei das Diagnosealter eine große Rolle spielt: Je jünger die Diagnose, desto stärker die Verkürzung. Eine Diagnose im Alter von 50 Jahren kann die Lebenserwartung um ca. 5 Jahre verkürzen, während eine Diagnose mit 30 Jahren bis zu 14 Jahre kosten kann. 

Welches Organ versagt bei Diabetes?

Zahlreiche Studien belegen, dass eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels Diabetespatienten vor Folgeschäden an Nieren (Nierenversagen), aber auch an Herz und Gefäßen (Arteriosklerose, Gefäßverschluss) bewahren kann.

Was sollte man nicht essen mit Metformin?

Mit Metformin sollten Sie Alkohol unbedingt meiden oder stark reduzieren, da er das Risiko für Nebenwirkungen wie eine lebensbedrohliche Laktatazidose erhöht. Auch sehr zuckerreiche Lebensmittel (Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke) und Weißmehlprodukte (Weißbrot, Nudeln) sind ungünstig, da sie den Blutzucker stark ansteigen lassen können. Bestimmte Medikamente (z.B. Kortison), aber auch Säureblocker (PPIs) können die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12 und Magnesium beeinträchtigen, daher ist hier Vorsicht geboten. 

Was blockiert Gewichtsverlust?

Wenn es darum geht, Gewicht zu verlieren, gibt es einige Lebensmittel, die den Prozess behindern können. Hierzu gehören vor allem solche, die reich an Zucker und Fett sind, wie zum Beispiel Fast Food, Limonaden oder Süßigkeiten.

Was tun, wenn die Gewichtsabnahme stoppt?

Phasen der Stagnation beim Abnehmen sind kein Grund zur Beunruhigung. Halten Sie an Ihrem bisherigen Weg fest und reduzieren Sie auf keinen Fall noch zusätzlich an Kalorien. Einzig das Sportprogramm kann nach Möglichkeit etwas gesteigert werden.

Was tun, wenn das Gewicht nicht runtergeht?

Wenn Sie nicht abnehmen, liegt es oft an einem versteckten Kalorienüberschuss, zu wenig Bewegung oder Stoffwechselproblemen; überprüfen Sie Ihre Ernährung (Kalorien, Zucker, Fett, Kohlenhydrate), steigern Sie Alltags- und Sportaktivität (Ausdauer & Kraft), reduzieren Sie Stress, achten Sie auf Schlaf, führen Sie ein Tagebuch und sprechen Sie mit einem Arzt, um medizinische Gründe wie Hormone oder Medikamente auszuschliessen oder professionelle Hilfe wie Ernährungsberatung/Medikamente zu erwägen.