Warum meldet sich mein Anwalt nicht?
Gefragt von: Frau Prof. Dr. Gabriele Metzger | Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026sternezahl: 4.5/5 (18 sternebewertungen)
Wenn Ihr Anwalt sich nicht meldet, sollten Sie zuerst die Kanzlei kontaktieren, um nach dem Grund zu fragen (Überlastung, Krankheit) und eine Frist für eine Rückmeldung setzen; wenn keine Besserung eintritt, erwägen Sie einen Anwaltswechsel, da der Anwalt zur Kommunikation verpflichtet ist, oder erheben Sie eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer, insbesondere bei nachgewiesener Untätigkeit, die dem Fall schadet.
Was tun, wenn ein Anwalt nicht antwortet?
Falls Sie immer noch keine Antwort erhalten haben, wenden Sie sich an das Sekretariat oder die Kanzlei und fragen Sie nach Ihrem Anwalt. Erkundigen Sie sich, ob es irgendwelche Gründe gibt, warum Ihr Anwalt Ihre Anrufe oder E-Mails nicht beantwortet, und bitten Sie um einen Rückruf oder eine E-Mail-Bestätigung.
Wie lange dauert es, bis ein Anwalt sich meldet?
Ein Anwalt muss Mandantenanfragen unverzüglich beantworten, was „ohne schuldhaftes Zögern“ bedeutet und oft innerhalb von ein bis drei Werktagen erwartet wird, insbesondere wenn es um Fristen geht; bei Eilbedürftigkeit kann dies sogar am selben Tag sein. Es gibt keine starre Frist, aber der Anwalt muss über alle wesentlichen Vorgänge informieren, auch mündliche oder telefonische Anfragen sind zeitnah zu beantworten.
Wie lange darf sich ein Anwalt Zeit lassen?
Ein Anwalt muss sein Mandat in angemessener Zeit bearbeiten und Mandantenfragen unverzüglich beantworten; es gibt keine feste Zeitspanne, aber er darf nicht ohne Grund schleppen und muss wichtige Fristen beachten, sonst drohen Haftung oder Kündigung, wobei Fristenverlängerungen die Bearbeitungszeit strecken können. Die Geschwindigkeit hängt vom Einzelfall ab (Dringlichkeit), doch Überlastung ist keine generelle Entschuldigung, und Sie können dem Anwalt Fristen setzen oder bei Pflichtverletzung den Anwalt wechseln.
Was kann ich tun, wenn mein Anwalt untätig ist?
Wenn Ihr Anwalt untätig ist, sollten Sie zuerst schriftlich eine letzte Frist setzen, dann das Mandat unter Angabe der Pflichtverletzung fristlos kündigen, Ihre Handakte anfordern und einen neuen, spezialisierten Anwalt konsultieren, der auch die Möglichkeit einer Anwaltshaftung prüft, eventuell mit einer Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer.
Mandantenbeschwerden 1 - Mein Anwalt ist nie erreichbar!
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Wie lange muss ich auf eine Antwort vom Anwalt warten?
Ein Anwalt muss Mandantenanfragen unverzüglich beantworten, was „ohne schuldhaftes Zögern“ bedeutet und oft innerhalb von ein bis drei Werktagen erwartet wird, insbesondere wenn es um Fristen geht; bei Eilbedürftigkeit kann dies sogar am selben Tag sein. Es gibt keine starre Frist, aber der Anwalt muss über alle wesentlichen Vorgänge informieren, auch mündliche oder telefonische Anfragen sind zeitnah zu beantworten.
Welche Pflichten hat ein Anwalt gegenüber seinem Mandanten?
Ein Anwalt hat gegenüber seinem Mandanten umfassende Pflichten, primär die bestmögliche Vertretung der Mandanteninteressen, die umfassende Aufklärung und Beratung (auch über Risiken und Alternativen), die unverzügliche Unterrichtung über wesentliche Vorgänge (insbesondere Schriftverkehr) sowie die Strikte Verschwiegenheit und die Pflicht zur Wahrung der Unabhängigkeit, ohne widerstreitende Interessen zu vertreten. Dies schließt auch die sorgfältige Bearbeitung und die zeitnahe Beantwortung von Anfragen ein, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und Schäden zu vermeiden.
Kann ich meinem Anwalt wegen Untätigkeit kündigen?
Sie können Ihrem Anwalt das Mandat wegen Untätigkeit jederzeit entziehen, da dies einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung darstellt, das Vertrauensverhältnis zerstört ist und Sie das Recht haben, einen neuen, engagierteren Anwalt zu beauftragen. Wichtig ist die schriftliche Kündigung, die Sie per Einschreiben oder E-Mail senden, eine letzte Frist zur Reaktion setzen (10-14 Tage) und die Herausgabe Ihrer Akte verlangen. Reagiert der Anwalt nicht, können Sie die Kündigung aussprechen und einen neuen Anwalt suchen, wobei Sie bereits gezahlte Vorschüsse anteilig zurückfordern können, wenn der Anwalt nicht leistet.
Kann ein Anwalt Fristen setzen?
In Bezug auf das Anwaltsverhältnis ergibt sich die Pflicht zur fristgemäßen Erfüllung. Das bedeutet, dass Ihr Anwalt dazu verpflichtet ist, die Leistung in einer angemessenen Frist zu erbringen – und Sie als Mandant können darauf bestehen.
Was kann ich tun, wenn mein Anwalt gegen mich arbeitet?
Wenn Ihr Anwalt Partei ergreift, die gegen Ihre eigenen Interessen steht, sind Sie nicht wehrlos. Suchen Sie zunächst das Gespräch und prüfen Sie, ob es sich um ein Missverständnis handelt. Andernfalls ziehen Sie einen Wechsel des Anwalts oder sogar rechtliche Schritte in Betracht.
Was kann ich tun, wenn mein Mandant sich nicht meldet?
Dann ist das mit der Mandatsniederlegung nämlich nicht einfach so getan. Da benötigt man eine Entpflichtung. Wenn das beides nicht gegeben ist, dann Mandant anschreiben, Frist setzen zur Kontaktaufnahme mit der Androhung das Mandat niederzulegen, wenn er sich nicht meldet.
Was passiert, wenn der Beklagte nicht reagiert?
§ 331 der Zivilprozessordnung (ZPO) regelt das Versäumnisurteil gegen den Beklagten. Dies ist ein wichtiges Instrument im deutschen Zivilrecht, das zur Anwendung kommt, wenn ein Beklagter nicht auf eine Klage reagiert oder nicht zu einem Gerichtstermin erscheint.
Was passiert, wenn mein Anwalt die Frist versäumt?
Die Einhaltung von Fristen gehört in Anwaltskanzleien zum Tagesgeschäft, sorgt aber dennoch regelmäßig für Haftungsfälle. Denn das Versäumen einer Frist ist Juristinnen und Juristen nach § 85 der Zivilprozessordnung (ZPO) als Anwaltsverschulden anzurechnen.
Wie lange muss man warten, bis ein Anwalt sich meldet?
Weitere 40 Prozent finden einen Tag als Zeitrahmen angemessen. 9 Prozent erwarten, bereits binnen weniger Stunden vom Anwalt zu hören. Bis zu eine Woche würden sich 7 Prozent der Ratsuchenden gedulden; länger allerdings nur noch 1 Prozent.
Sind Anwälte verpflichtet zu antworten?
In zivilrechtlichen Verfahren sind Sie in der Regel verpflichtet, Fragen von Anwälten und Gerichten zu beantworten und Beweismittel vorzulegen, es sei denn, Sie können sich nach § 384 ZPO auf ein Auskunftsverweigerungsrecht berufen.
Wie beschwere ich mich über meinen Anwalt?
Wenn Sie eine Beschwerde gegen eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt einlegen möchten, können Sie dies schriftlich bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer tun. Diese prüft dann die Sachlage und ergreift gegebenenfalls berufsrechtliche Maßnahmen.
Was tun, wenn der Anwalt sich nicht kümmert?
Wenn Ihr Anwalt nicht reagiert, sollten Sie zuerst sachlich schriftlich nachhaken, um das Problem zu lösen; bleibt dies erfolglos, ziehen Sie einen Anwaltswechsel in Betracht oder reichen Sie eine Beschwerde bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer ein, um berufsrechtliche Schritte zu prüfen, auch wenn dies das Vertrauensverhältnis weiter belasten kann und ein Anwalt für Anwaltshaftung helfen könnte, wenn ein Schaden entstanden ist.
Wie lange darf sich ein Rechtsanwalt Zeit lassen?
I.
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung ist es zulässig, dass der Bürger und mithin auch dessen Anwalt die bestehenden Fristen bis zum letzten Tag nutzen (BVerfG NJW 1986, 244; BVerfG NJW 1975, 1405, siehe auch der Anwaltsblatt-Beitrag "Mitternachtsfax in Zeiten des beA").
Was tun bei Untätigkeit des Anwalts?
Wenn Ihr Anwalt untätig ist, sollten Sie zuerst schriftlich eine letzte Frist setzen, dann das Mandat unter Angabe der Pflichtverletzung fristlos kündigen, Ihre Handakte anfordern und einen neuen, spezialisierten Anwalt konsultieren, der auch die Möglichkeit einer Anwaltshaftung prüft, eventuell mit einer Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer.
Was passiert, wenn man auf einen Brief vom Anwalt nicht reagiert?
Wenn man auf das Anwaltsschreiben nicht reagiert, wird der Rechtsanwalt in der Regel weitere Schritte (Mahnbescheid oder Klage) in die Wege leiten, die die Sache noch teurer und unschöner machen.
Was dürfen Anwälte nicht?
Ein Anwalt darf nicht die eigene Unabhängigkeit gefährden, Interessenkonflikte haben, unsachlich agieren, lügen (auch nicht die des Mandanten aktiv verbreiten), dem Mandanten zu Straftaten anstiften oder Vermögen veruntreuen; er muss verschwiegen sein, aber bei geplanten schweren Verbrechen (wie Mord) darf er nicht bloß schweigen, sondern muss versuchen, die Tat zu verhindern, ohne aber seine Verschwiegenheit zu brechen (Strafbarkeit entfällt durch § 139 Abs. 3 StGB).
Wann gilt ein Rechtsanwalt als befangen?
Rechtliche Grundlagen der Befangenheit
In § 45 BRAO heißt es beispielsweise, dass ein Rechtsanwalt ein entgegenstehendes Interesse nicht vertreten darf. Hierzu zählen sowohl eigene Interessen des Anwalts als auch solche, die im Widerspruch zu den Interessen seiner anderen Mandanten stehen.
Wann macht sich ein Rechtsanwalt strafbar?
Ein Anwalt macht sich strafbar, wenn er vorsätzlich Mandantengelder veruntreut, die Verschwiegenheitspflicht verletzt (z.B. durch Preisgabe vertraulicher Informationen, die einen Schaden verursachen), sich bestechen lässt, die Wahrheitspflicht bei Falschaussagen vor Gericht verletzt, Parteiinteressen kollidieren lässt (Parteiverrat), wucherische Honorare nimmt oder durch unsachliche Äußerungen Straftaten wie Beleidigung oder Nötigung begeht, was zu berufsrechtlichen Konsequenzen, aber auch strafrechtlicher Verfolgung führen kann.
Was besagt Regel 33 der Anwaltsregeln?
Regel 33 schränkt die Befugnis eines Rechtsanwalts ein, direkt mit dem Mandanten eines anderen Rechtsanwalts zu verhandeln . Es gilt allgemein als selbstverständlich, dass diese Regel auch für Rechtsanwälte gilt, die in einem Rechtsstreit oder einer Transaktion gegnerischen Parteien angehören.
Wie schnell muss ein Anwalt reagieren?
Ein Anwalt muss unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, auf Mandantenanfragen reagieren und über wesentliche Vorgänge informieren, was meist innerhalb weniger Tage (z.B. 1-2 Wochen bei normalen Fällen) oder bei Eilfällen sofort geschieht, während bei Gerichtsvorgängen strenge Fristen gelten (z.B. 2 Wochen für eine Verteidigungsanzeige) und das Gericht Fristen verlängern kann, aber Versäumnisurteile drohen, wenn Fristen versäumt werden.
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