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Warum Lehrer mehr Netto?

Gefragt von: Corina Böhme-Ullrich  |  Letzte Aktualisierung: 22. April 2026
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Lehrer haben oft ein höheres Netto als Angestellte, weil verbeamtete Lehrkräfte keine Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) zahlen müssen und stattdessen Beihilfe erhalten, was zu deutlich weniger Abzügen vom Bruttogehalt führt, obwohl ihr Bruttogehalt eventuell niedriger sein kann als das eines vergleichbaren Angestellten. Angestellte Lehrer zahlen alle Sozialabgaben und haben dadurch ein geringeres Nettoeinkommen, obwohl sie oft die gleiche Arbeit machen.

Warum haben Lehrer so viel Netto?

Hamburg. Hamburg ist für Lehrkräfte besonders lukrativ. So hoch ist das Einstiegsgehalt, so entwickelt es sich.

Warum bleibt für Beamte mehr Netto vom Brutto übrig?

Beamte haben mehr Netto vom Brutto, weil ihnen die hohen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) komplett erspart bleiben; sie zahlen zwar Lohnsteuer (oft sogar weniger, da das Brutto niedriger ist), aber der Wegfall der Sozialabgaben führt zu einem größeren Nettoanteil auf dem Gehaltszettel, auch wenn sie dafür im Alter eine Pension statt Rente und eine eigene Krankenversicherung (Beihilfe) haben. 

Sind Lehrer besserverdiener?

Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt von Lehrer:innen? Der Verdienst der meisten als Lehrer:in Beschäftigten in Deutschland liegt im kununu Gehaltscheck zwischen 44.160 € und 53.520 €. Als Topverdiener:in können Lehrer:innen ein Jahresgehalt von bis zu 81.600 € brutto erreichen.

Warum verdienen verbeamtete Lehrer mehr als Angestellte?

Ein Angestellter müsste brutto etwa 6.000–6.500 € monatlich verdienen, um auf das gleiche Netto wie ein verbeamteter Lehrer zu kommen, da er höhere Sozialabgaben und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlt[8].

Gehalt als Beamter: Mehr Netto bei gleichem Verdienst - warum? | Lohnt sich das? | BR

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Welche Nachteile hat der Beamtenstatus?

Nachteile eines Beamten sind oft die fehlende Streikfähigkeit, eingeschränkte Flexibilität bei Arbeitsort und Aufgaben, starre Hierarchien, das Streikverbot, begrenzte Verhandlungsspielräume bei Gehalt und Urlaub sowie mögliche Schwierigkeiten bei der Versetzung oder der Aufnahme einer Nebentätigkeit, kombiniert mit einem schlechteren Image und potenziell niedrigeren Gehältern als in der freien Wirtschaft bei vergleichbarer Qualifikation. Auch die langfristige Bindung an den Dienstherren, selbst bei Unzufriedenheit, kann ein Nachteil sein. 

Ist A13 ein gutes Gehalt?

Ja, A13 ist ein sehr gutes Gehalt, besonders im öffentlichen Dienst, da es zum höheren Dienst gehört und ein solides Einstiegsgehalt (oft über 5.000 € brutto monatlich bei Bund und Ländern) sowie eine gute Entwicklung bietet, vergleichbar mit akademischen Gehältern und über dem Durchschnittsverdienst, mit klaren Steigerungen durch Stufen und Bundeslandunterschiede, die es zu einem stabilen und sicheren Einkommen machen.
 

Was verdienen Lehrer A13 netto?

Im April 2025 bleibt einer verbeamteten Lehrerin in Hamburg (A13, Stufe 3), wenn sie nicht verheiratet ist, keine Kinder hat, in Vollzeit arbeitet von einem Bruttogehalt von € 5.385,63 ein Nettobetrag von € 4.136,63.

Sind Lehrer Oberschicht?

Lehrer sind mit Sicherheit am oberen Ende der sozialen Absicherung und eines halbwegs sorgenfreien Lebens, aber definitiv nicht "reich". Die FAZ hat's genau beziffert, ab wann man reich ist... Na endlich mal Gesamtzahlen. Laut der Statistik ist der 90%er-Wert ab 601 000 Eur.

Wie äußert sich Burnout bei Lehrern?

Lehrer-Burnout-Symptome zeigen sich durch körperliche Erschöpfung (Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen), emotionale Symptome (Reizbarkeit, Frustration, Zynismus, emotionale Taubheit), kognitive Probleme (Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit) und verändertes Verhalten (sozialer Rückzug, Verlust der Freude an der Arbeit, Leistungsabfall, das Gefühl, nichts mehr bewirken zu können). Diese Anzeichen entwickeln sich schleichend und führen oft zu einer tiefen Leere und dem Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, trotz hoher Motivation zu Beginn.
 

Wie viele Beamte bekommen mehr als 3000 € Pension?

Die Statistik zu den Beamtenpensionen sagt – ebenfalls netto nach Abgaben für Krankenkasse, Pflegekasse und Einkommensteuer: 46 Prozent aller Männer erhalten eine Pension von sogar über 3000 Euro. Und immerhin 16 Prozent der Ex-Beamtinnen.

Wieso geht es Beamten besser als Angestellten?

Ein großer Pluspunkt des Beamtenstatus ist eine gute Altersvorsorge. Beamte sind, anders als andere Arbeitnehmer, pensionsberechtigt. Nach 40 Dienstjahren können sie in den Ruhestand gehen und erhalten bis zu 71,75 Prozent des Bruttogehalts, welches sie in den letzten 2 Jahren vor dem Ruhestand ausgezahlt bekamen.

Sind viele Lehrer Millionäre?

Es gibt weitaus mehr Lehrer (etwa 3,8 Millionen) als approbierte Ärzte (etwa 1,1 Millionen). Selbst wenn Lehrer also nur halb so oft Millionäre werden , übertreffen sie die Ärzte in der Liste.

Warum zahlen Lehrer keine Sozialabgaben?

Beamte stehen außerhalb des Sozialversicherungssystems in Deutschland, in die der größte Teil der 33 Millionen abhängig Beschäftigten einzahlt. So sind Beamte unkündbar - und zahlen deshalb nicht in die Arbeitslosenversicherung ein.

Sind Lehrer Topverdiener?

Deutsche Lehrer beziehen im internationalen Vergleich Spitzengehälter. Das ist unter anderem Ergebnis der neuen Studie "Bildung auf einen Blick - OECD-Indikatoren 2003", die der WELT vorliegt. Die Studie beschäftigt sich im Ganzen mit der Qualität der Lernergebnisse.

Gehören Lehrer der Mittelschicht an?

Diese Gruppe von Angehörigen der Mittelschicht, die über akademische Qualifikationen verfügen, unterscheidet sich von anderen Gesellschaftsschichten durch ihre Ausbildung (typischerweise betriebswirtschaftliche Abschlüsse und Universitätsabschlüsse). Beispiele für Berufe in diesem Bereich sind Akademiker und Lehrer , Sozialarbeiter, Ingenieure, Buchhalter, Manager, Krankenpfleger und Angestellte im mittleren Management.

Ist A14 ein gutes Gehalt?

Ja, A14 ist ein sehr gutes Gehalt, besonders im öffentlichen Dienst, da es den höheren Dienst repräsentiert und Einstiegsgehälter von über 5.000 € brutto monatlich ermöglicht, die mit Erfahrung (Stufen) deutlich steigen und Zulagen hinzukommen können, was es mit vielen gehobenen Jobs in der Privatwirtschaft vergleichbar macht, oft mit besserer Work-Life-Balance und Sicherheit. Es ist ein Gehalt für Akademiker mit Masterabschluss oder vergleichbarer Qualifikation.
 

Ist A12 ein gutes Gehalt?

Ja, A12 ist ein gutes Gehalt, da es zum gehobenen Dienst gehört und mit ca. 4.300 € bis über 5.800 € monatlichem Grundgehalt (je nach Stufe und Bundesland) deutlich über dem Durchschnitt liegt, eine solide Basis für eine Beamtenpension bildet und ein gutes Leben ermöglicht, aber auch Spielraum für Vergleiche mit der freien Wirtschaft besteht. Es ist ein stabiles Einkommen, das je nach Beruf (z.B. Lehrer an Grundschulen in manchen Ländern, Polizeihauptkommissare) und Bundesland variiert. 

Welches Bundesland bezahlt Lehrer am besten?

Lehrer verdienen in Bayern oft am besten, besonders als Gymnasiallehrer oder bei bestimmten Besoldungsgruppen (A13), aber auch in Baden-Württemberg und Berlin gibt es sehr hohe Gehälter; die Unterschiede hängen stark von Schulform, Erfahrung und Besoldungsgruppe ab, wobei oft Bayern und Baden-Württemberg die Spitze bilden.
 

Kann man mit A13 gut leben?

Man lebt mit A13 schon gut, ist weg von finanziellen Sorgen, kann Essengehen wann und wie man will und die Freizeit nach dem eigenen Wünschen gestalten.

Wie hoch ist die Pension eines A13-Beamten?

Die Mindestversorgung für Beamte beträgt 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge der erreichten Besoldungsgruppe (Quelle: www.dbb.de). Für einen Beamten in A13 in Bayern bedeutet dies eine Mindestpension von etwa 2.100 bis 2.200 € brutto monatlich.

Was verdient ein Gymnasiallehrer netto im Monat?

Du kannst aber mit einem Gehalt von mindestens 48.100 € rechnen. Das Durchschnittsgehalt liegt bei 59.500 €. Damit verdienst du ungefähr 4.958 € im Monat und 20 € in der Stunde.