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Warum keine Selbstauflösenden Fäden?

Gefragt von: Rico Frank  |  Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026
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Man verwendet selbstauflösende Fäden nicht, wenn eine Wunde langfristige Stabilität benötigt (z.B. tiefe Gelenkverletzungen), bei Infektionsgefahr (verschmutzte Wunden) oder bei sehr dünner Haut (Lidstraffung), da die Fäden an Festigkeit verlieren, die Heilung stören oder zu Narben führen können; auch bei Allergien oder Unverträglichkeiten sind sie ungeeignet. Die Entscheidung trifft der Arzt je nach Wundtyp, Heilungsprozess und Körperregion, um optimale Ergebnisse zu erzielen und Komplikationen wie Rötungen oder Wundheilungsstörungen zu vermeiden.

Warum nimmt man nicht immer selbstauflösende Fäden?

Nicht immer werden selbstauflösende Fäden verwendet, weil ihre Festigkeit abnimmt, sie nicht immer schnell genug abgebaut werden (was zu Entzündungen führen kann) und Nichtresorbierbare Fäden für bestimmte Situationen mehr Stabilität bieten oder einfach besser zugänglich sind, um sie später zu ziehen und so Infektionen zu vermeiden. Die Entscheidung hängt von der Wundheilung ab: Wo keine Zugbelastung mehr besteht, sind resorbierbare Fäden ideal; wo mehr Stabilität über lange Zeit nötig ist, werden oft nicht-resorbierbare Fäden genutzt, die dann entfernt werden müssen, um Entzündungen zu verhindern.
 

Wie lange brauchen selbstauflösende Fäden, um sich aufzulösen?

Selbstauflösende Fäden lösen sich je nach Material und Gewebeart unterschiedlich schnell auf, meistens aber innerhalb von einigen Wochen bis zu zwei Monaten (ca. 4 bis 8 Wochen) vollständig auf, wobei die Zugfestigkeit schon früher nachlässt. Die Geschwindigkeit hängt vom Material (z.B. PGA, PDO) und der Durchblutung des Gewebes ab; in gut durchbluteten Bereichen lösen sie sich schneller. 

Welche Nachteile haben resorbierbare Fäden?

Nachteile resorbierbarer Fäden sind das Risiko von Unverträglichkeiten (Rötung, Juckreiz, Entzündungen), eine verminderte Festigkeit während der Heilung, die Möglichkeit einer verzögerten oder unvollständigen Auflösung (granulome Bildung), sowie potenzielle Infektionen bei natürlichen Materialien wie Catgut, obwohl synthetische Alternativen dominieren; zudem können die Fäden zu früh versagen, wenn sie zu schnell abgebaut werden. 

Warum lösen sich auflösbare Fäden nicht auf?

Wenn selbstauflösende Fäden sich nicht lösen, kann das an oberflächlicher Nahtführung, schlechter Durchblutung oder einer langsamen Heilung liegen, oder es handelt sich doch um nicht resorbierbare Fäden, die manuell entfernt werden müssen, da sie Jahre halten können. Sie sollten unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, um das Problem zu besprechen, damit die Fäden ggf. entfernt oder die Heilung kontrolliert werden kann, besonders wenn sie stören oder Entzündungen verursachen.
 

Wann werden die Fäden entfernt?

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Wie lange darf ein Fäden in der Haut bleiben?

klammert, wird Ihnen sagen, wann Sie Ihren Arzt oder die Krankenpflegekraft aufsuchen müssen, um die Fäden bzw. Klammern entfernen zu lassen. Nicht-resorbierbare Nähte bleiben in der Regel 5 bis 14 Tage lang in der Haut, je nachdem, wo sie sich befinden. Klammern bleiben in der Regel 7 bis 10 Tage in der Haut.

Was bedeutet nicht resorbierbar?

Nicht resorbierbare Fäden

Im Gegensatz zu resorbierbaren Fäden werden sie nicht vom Körper abgebaut und müssen nach einer angemessenen Heilungszeit manuell entfernt werden. Diese Art von Fäden besteht oft aus Materialien wie Nylon, Polyester oder Polypropylen, die eine hohe Zugfestigkeit und Haltbarkeit aufweisen.

Wie lösen sich resorbierbare Fäden im Körper auf?

Bei der Hydrolyse bewirken Wassermoleküle die Aufspaltung von Nahtmaterial über einen gewissen Zeithorizont. Da der menschliche aber auch der tierische Körper zu ca. 60% aus Wasser besteht und in jeder Zelle Wasser vorhanden ist, können sich resorbierbare Fäden bis auf einzelne Ausnahmen überall im Körper auflösen.

Wann lösen sich resorbierbare Nähte auf?

Resorbierbares Nahtmaterial löst sich je nach Material und Anwendung innerhalb weniger Wochen bis Monate vollständig auf, wobei der Abbau in zwei Phasen verläuft: Verlust der Zugfestigkeit (z. B. nach 1–4 Wochen) und vollständige Resorption (z. B. nach 6 Wochen bis 6 Monaten). Schnellere Fäden (wie Vicryl rapid) lösen sich nach ca. 1–2 Monaten auf, langsamere (wie PDS) benötigen bis zu 6 Monate, um vollständig abgebaut zu werden, was von der Wundheilung abhängt. 

Was passiert, wenn Fäden im Körper bleiben?

Wenn Fäden nicht gezogen werden, kann es zu Entzündungen, Infektionen und Gewebereaktionen kommen, da sie mit dem Gewebe verwachsen, sich mit Bakterien füllen und die Wundheilung stören, was zu Wundaufreißen (Dehiszenz) und schlechter Narbenbildung führen kann, wenn sie nicht selbstauflösend sind oder sich verzögert auflösen. Selbstauflösende Fäden können auch verzögert resorbiert werden und dann Probleme verursachen, weshalb oft eine manuelle Entfernung empfohlen wird. 

Wie erkennt man selbstauflösende Fäden?

Man erkennt selbstauflösende Fäden (resorbierbares Nahtmaterial) an ihrer Kennzeichnung (oft violett oder farbig), dem Material (Polyglykolsäure, Polydioxanon), der Verpackung (Hinweis auf Resorbierbarkeit und Auflösezeit) und dem Fehlen von Fadenenden zum Ziehen; sie lösen sich nach Wochen bis Monaten auf und müssen nicht entfernt werden, was den Heilungsprozess beschleunigt.
 

Wann lösen sich selbstauflösende Fäden auf Laparoskopie?

Wir verwenden selbstauflösendes Nahtmaterial, das nach etwa sechs bis acht Wochen verschwindet.

Was passiert, wenn ein Fäden in der Wunde bleibt?

Wenn ein Faden in der Wunde bleibt (besonders nicht selbstauflösender), kann er zu Entzündungen, Schmerzen, Rötung, Schwellung und Eiterbildung führen, weil der Körper ihn als Fremdkörper erkennt und versucht, ihn abzubauen oder abzukapseln, was ein sogenanntes Granulom bilden kann, wobei die Wundheilung gestört wird. Auch selbstauflösende Fäden können Probleme machen, wenn sie zu spät abgebaut werden oder das Material Unverträglichkeiten auslöst. Es ist wichtig, dass medizinisch unsichtbare oder verbleibende Fäden von Fachpersonal entfernt oder untersucht werden, um Komplikationen zu vermeiden.
 

Können auflösbare Fäden einwachsen?

In der Regel werden nicht resorbierbare Fäden nach einiger Zeit wieder entfernt, um ein Einwachsen oder eine Entzündung zu verhindern. In den wenigsten Fällen verbleiben sie als Implantat im Körper.

Wann lösen sich selbstauflösende Fäden auf?

Selbstauflösende Fäden (resorbierbares Nahtmaterial) werden verwendet, wenn eine Entfernung unpraktisch oder riskant ist, z.B. bei inneren Nähten, Kinder-, Zahn-, Kiefer- oder Gynäkologie-OPs, da sie sich nach Wochen bis Monaten im Körper abbauen und eine erneute Vorstellung entfallen lassen. Die Auflösungszeit variiert stark je nach Material und Wunde (oft 1-2 Monate), aber auch bei selbstauflösenden Fäden kann eine Kontrolle nötig sein, um sicherzustellen, dass die Wunde gut verheilt, bevor der Faden seine volle Festigkeit verliert. 

Was ist ein Fadengranulom?

Ein Fadengranulom ist eine gutartige, knotenartige Entzündungsreaktion des Gewebes um chirurgisches Nahtmaterial, das der Körper nicht vollständig abbaut oder resorbiert hat. Es bildet sich ein Knötchen (Granulom) mit Fremdkörperriesenzellen, die versuchen, das Fadenmaterial zu umschließen und zu zersetzen, was zu lokalen Schmerzen oder Verhärtungen führen kann. Die Behandlung besteht oft in der Entfernung des Nahtmaterials oder des Granuloms selbst.
 

Wie lange können Fäden maximal drin bleiben?

Fäden bleiben je nach Körperregion unterschiedlich lange in der Wunde: Im Gesicht oft nur 4-6 Tage, am Rumpf 5-10 Tage und an stark beanspruchten Stellen wie Gelenken, Händen oder Füßen 10-14 Tage, da die Heilung dort länger dauert und die Wunde stärker belastet wird, um ein Aufgehen zu verhindern. Der genaue Zeitpunkt hängt vom individuellen Heilungsverlauf und der Wundart ab, daher ist die ärztliche Anweisung entscheidend. Bei Anzeichen einer Entzündung (Rötung, Eiter, Schwellung) müssen Fäden sofort entfernt werden, auch wenn der Termin noch nicht erreicht ist.
 

Warum ist meine Operationsnarbe geschwollen und hart?

Eine geschwollene und harte OP-Narbe ist oft ein normaler Teil des Heilungsprozesses, da der Körper vermehrt Kollagen bildet, was zu Verhärtungen führt (hypertrophe Narbe), aber es kann auch auf Probleme wie eine Flüssigkeitsansammlung (Serom/Hämatom) oder Infektion hindeuten, daher ist eine ärztliche Abklärung wichtig, insbesondere wenn Rötung, starke Schmerzen oder Flüssigkeitsaustritt hinzukommen. Sanfte Massagen mit Narbensalben, Ölen (z.B. Johanniskrautöl) oder spezielle Narbengele können helfen, das Gewebe weicher zu machen und die Heilung zu unterstützen, ergänzt durch eine nährstoffreiche Ernährung.
 

Wann baden nach OP mit selbstauflösenden Fäden?

Nach einer OP mit selbstauflösenden Fäden dürfen Sie normalerweise nach 1-2 Tagen vorsichtig duschen (Wunde trocken tupfen), aber erst nach vollständiger Wundheilung (ca. 2-4 Wochen) und wenn der Arzt grünes Licht gibt, wieder in die Badewanne oder schwimmen gehen, um Infektionen und Narbenprobleme zu vermeiden, wobei der Arzt immer der beste Ansprechpartner ist.
 

Was ist, wenn Fäden sich nicht auflösen?

Wenn sich Fäden nicht auflösen, kann das an zu oberflächlicher Platzierung, Materialunverträglichkeit oder zu langsamer Heilung liegen, wobei der Arzt den Heilungsverlauf prüfen sollte, da auch Entzündungen möglich sind; bei selbstauflösenden Fäden kann dies die Bildung von Granulomen verhindern, wenn sie einwachsen. Bei nicht-resorbierbaren Fäden müssen diese gezogen werden, da sie sonst Gewebereaktionen hervorrufen können. 

Wie lange dauern resorbierbare Fäden?

Die Dauer selbstauflösender Fäden variiert stark je nach Material und Anwendungsort, meistens lösen sie sich aber innerhalb von 1 bis 8 Wochen vollständig auf, wobei die Wunde in der Regel nach 2 Wochen schon ausreichend stabil ist und die Fäden ihre Hauptzugfestigkeit verlieren. Es gibt schnellere (z.B. < 40 Tage) und langsamere Fäden, deren Abbauzeit von Faktoren wie Gewebedurchblutung, Fadenstärke und Infektionen beeinflusst wird, daher ist die genaue Zeit ein grober Richtwert.
 

Warum resorbierbare Fäden?

Resorbierbare Fäden sind flexibel in ihrer Anwendung, benötigen keinen zweiten Termin zum Fadenziehen und reduzieren dadurch die Belastung des Gewebes. Das beschleunigt wiederum den Heilungsprozess und beugt Narbenbildung vor.

Wann lösen sich resorbierbare Fäden vollständig auf?

Selbstauflösende Fäden lösen sich je nach Material und Gewebeart unterschiedlich schnell auf, meist innerhalb von 1 bis 3 Monaten, wobei die volle Festigkeit oft schon nach 1 bis 3 Wochen verloren geht. Die Auflösungszeit variiert: Fäden wie PGLA90 Rapid lösen sich in ca. 42 Tagen auf, während andere Fäden (z.B. PDO) länger brauchen können. Einflüsse wie Durchblutung und Infektionen beschleunigen den Abbau.
 

Was ist ein nicht resorbierbarer Fäden im Körper?

Als nicht resorbierbar wird ein Faden dann eingeteilt, wenn er nicht vor einem Jahr resorbiert ist. So gilt zum Beispiel Seide als nicht resorbierbar, wird aber dennoch vom Körper nach Jahren komplett abgebaut. Ansonsten wird nicht resorbierbares Fadenmaterial von Binde- gewebe eingekapselt.

Wie erkenne ich resorbierbare Fäden?

Man erkennt selbstauflösende Fäden (resorbierbares Nahtmaterial) an ihrer Kennzeichnung (oft violett oder farbig), dem Material (Polyglykolsäure, Polydioxanon), der Verpackung (Hinweis auf Resorbierbarkeit und Auflösezeit) und dem Fehlen von Fadenenden zum Ziehen; sie lösen sich nach Wochen bis Monaten auf und müssen nicht entfernt werden, was den Heilungsprozess beschleunigt.
 

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