Warum kaufen jetzt alle Jod?
Gefragt von: Rose Binder-Adler | Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (27 sternebewertungen)
Viele Menschen kaufen jetzt Jod, weil eine unzureichende Jodversorgung in Deutschland weit verbreitet ist, was zu Schilddrüsenproblemen (Kropf, Unterfunktion), Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen kann, und weil Jod auch wichtig für Stoffwechsel, Nervensystem und die gesunde Entwicklung bei Schwangeren und Kindern ist, wobei die aktuelle Diskussion um Versorgungssicherheit und Gesundheitsprävention eine Rolle spielt, auch wenn hochdosierte Jodtabletten für den Notfall nicht eigenmächtig eingenommen werden sollten.
Warum benutzt man kein Jod mehr?
Ein Mehr an Jod - über den körpereigenen Bedarf hinaus - bringt keine gesundheitlichen Vorteile. Ein zu wenig kann allerdings zu schweren körperlichen und nervlichen Störungen führen.
Ist es sinnvoll Jodtabletten zu kaufen?
Das Bundesamt für Strahlenschutz und die Apothekerkammer raten allerdings dringend davon ab, Jodtabletten selbstständig und ohne ärztliche Absprache einzunehmen. Eine Selbstmedikation berge erhebliche gesundheitliche Risiken und habe aktuell keinerlei Nutzen.
Warum kein Jod über 45 Jahre?
Jodtabletten werden bei Erwachsenen über 45 Jahren nicht empfohlen, weil das Risiko für strahlenbedingten Schilddrüsenkrebs mit dem Alter stark sinkt, während die Wahrscheinlichkeit für funktionelle Autonomie (Schilddrüsenüberfunktion) steigt, was die Tabletten gefährlich machen kann. Bei älteren Menschen können die hochdosierten Jodtabletten eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen, die ernste Folgen haben kann, während der Nutzen (Schutz vor Krebs) durch die Strahlung geringer ist.
Wie macht sich zu wenig Jod im Körper bemerkbar?
Ein Jodmangel äußert sich oft unspezifisch durch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut und Haare sowie Verstopfung, kann aber auch zu einer sichtbaren Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) und Schilddrüsenunterfunktion führen, was Leistungsabfall, Herzrhythmusstörungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern verursachen kann. Die Symptome sind vielfältig und betreffen oft sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit.
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Für welches Organ ist ein Jodmangel schädlich?
Sie bildet Hormone, die für viele Abläufe im Körper wichtig sind. Dafür benötigt sie Jod, das in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt, beispielsweise in Meeresfisch oder Milchprodukten. Für eine vergrößerte Schilddrüse (Struma) gibt es verschiedene Ursachen – die häufigste ist Jodmangel.
Wie kann man testen, ob man Jodmangel hat?
Um einen Jodmangel zu testen, wird meist ein Jod-Urintest (einfach zu Hause oder beim Arzt) oder ein Bluttest (TSH-Wert, Jod im Vollblut) durchgeführt, da der Jodspiegel im Urin gut die aktuelle Aufnahme widerspiegelt. Der Urintest (am Morgen) gilt als einfache Methode, die Jodausscheidung zu messen (WHO-Werte: 100-199 µg/l = ausreichend). Der Arzt kann auch das TSH (Thyroid-Stimulating Hormone) im Blut bestimmen, das bei Mangel ansteigt, und einen Kropf (Struma) als sichtbares Zeichen prüfen.
Was passiert, wenn man Jod einnimmt, obwohl man es nicht benötigt?
Kann Jod schädlich sein? Ja, bei einer Überdosierung. Ein hoher Jodspiegel kann ähnliche Symptome wie Jodmangel hervorrufen, darunter Kropf (eine Vergrößerung der Schilddrüse). Außerdem kann eine hohe Jodzufuhr zu Schilddrüsenentzündungen und Schilddrüsenkrebs führen.
Welche Wirkung hat Jod auf die Psyche?
Jod trägt dazu bei, dass genügend T4 und T3 in den Ner- venzellen im Gehirn vorhanden sind, damit es wichtige Neurotransmitter wie Dopamin, Noradrenalin, Serotonin, GABA und Acetylcholin aktivieren kann. Es erfüllt damit eine wichtige Funktion des zentralen Nervensystems.
Was passiert mit Jod ohne Schilddrüse?
Patienten ohne Schilddrüse haben zwar keinen Nutzen von der Zufuhr von Jod bzw. Jodsalz, aber sie haben dadurch auch keinerlei Schaden oder Nachteil.
Was passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie mit der Einnahme von Jod beginnen?
Die langfristige Einnahme hoher Joddosen kann die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen. Dies kann zu einer Vielzahl unterschiedlicher Symptome führen, beispielsweise zu Gewichtszunahme . Wenn Sie Jodpräparate einnehmen, achten Sie auf eine angemessene Dosierung, da dies schädlich sein kann.
Wie äußert sich eine Jodvergiftung?
Symptome einer Jodvergiftung (Jodismus) umfassen akute Reizungen wie brennende Schleimhäute, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber; bei chronischem Überschuss drohen Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion mit Symptomen wie Herzrasen, Zittern, Gewichtsverlust, Haarausfall, Schlafstörungen oder Kropfbildung, sowie allergische Reaktionen mit Hautausschlägen, Schnupfen und Kopfschmerzen. Wichtig ist, dass bereits leichte Überdosierungen Autoimmunerkrankungen oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung auslösen können.
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Jodtabletten auftreten?
Jodtabletten können Nebenwirkungen wie Magenreizungen, allergische Reaktionen (Hautausschlag, Jucken, Husten, Durchfall) oder eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen, die sich in Herzrasen, Schwitzen, Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust zeigt, besonders bei vorbestehenden Schilddrüsenproblemen oder Überdosierung. Auch bei normaler Schilddrüse kann langfristig zu viel Jod eine Unterfunktion auslösen. Personen mit Schilddrüsenüberfunktion, Hashimoto oder Morbus Basedow sollten Jodtabletten nur nach ärztlicher Rücksprache nehmen.
Was darf man nicht zusammen mit Jod einnehmen?
Jod sollte nicht zusammen mit bestimmten Mineralien wie Calcium, Eisen, Kupfer, Magnesium und Selen in hochdosierten Präparaten eingenommen werden, da diese die Aufnahme hemmen oder zu Ungleichgewichten führen können; auch übermäßige Mengen Kohl, Süßkartoffeln oder Hirse können die Jodaufnahme stören, während Nikotin die Schilddrüse negativ beeinflusst. Bei Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto, Basedow) sollte zusätzliches Jod nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden, da es die Symptome verschlimmern kann.
Was passiert mit dem Körper, wenn die Schilddrüse entfernt wurde?
Nach einer Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) sind die Hauptfolgen die lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen bei Unterfunktion und mögliche vorübergehende oder seltene dauerhafte Stimmbandnerven- oder Nebenschilddrüsenprobleme, was zu Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Kalziummangel führen kann, die meist gut behandelbar sind. Auch vorübergehende postoperative Beschwerden wie Halsschmerzen und Wundschmerzen sind normal.
Kann Jod den Blutdruck erhöhen?
Ja, zu viel Jod kann den Blutdruck erhöhen, da es die Schilddrüse zur Überproduktion von Hormonen anregt, die Herz und Kreislauf beschleunigen und den Blutdruck steigern können (Schilddrüsenüberfunktion), aber auch zu wenig Jod kann Probleme verursachen; wichtig ist eine ausgewogene Zufuhr für eine gesunde Schilddrüsenfunktion. Eine zu hohe Dosis, oft durch Nahrungsergänzungsmittel oder jodreiche Algen, kann bei empfindlichen Menschen oder bei bereits bestehender Schilddrüsenautonomie eine Überfunktion auslösen oder verstärken, was zu Herzrasen und erhöhtem Blutdruck führt.
Was sind die Anzeichen für Jodmangel?
Ein Jodmangel äußert sich oft unspezifisch durch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut und Haare sowie Verstopfung, kann aber auch zu einer sichtbaren Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) und Schilddrüsenunterfunktion führen, was Leistungsabfall, Herzrhythmusstörungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern verursachen kann. Die Symptome sind vielfältig und betreffen oft sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit.
Welche Emotion sitzt in der Schilddrüse?
Schilddrüsenüberfunktion kann Nervosität und Angstempfinden auslösen. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann sich bei Betroffenen erheblich auf das psychische Gleichgewicht auswirken. Zu viele Hormone können nervös und aggressiv machen bzw. dazu führen, dass man leicht irritierbar, ängstlich und schreckhaft ist.
Kann Jodmangel zu Gewichtszunahme führen?
Ja, Jodmangel kann zu Gewichtszunahme führen, weil der Mangel die Schilddrüse daran hindert, genügend Hormone zu produzieren, was einen verlangsamten Stoffwechsel und eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) auslöst, die sich in unerklärlichem Zunehmen, Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten äußert. Der Körper wird träger, was die Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung begünstigt.
Soll man jeden Tag Jod nehmen?
Erwachsenen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr von 150 Mikrogramm pro Tag. Die empfohlenen Zufuhr-Mengen für Schwangere sind 220 Mikrogramm pro Tag und für Stillende 230 Mikrogramm pro Tag.
Bei welcher Krankheit kein Jod?
Bei Hashimoto-Thyreoiditis ist Jod eher schädlich
Bei Hashimoto-Thyreoiditis empfehlen wir deshalb den Verzicht auf Jodsalz: Der Verzehr von Seefisch, Sushi, Milch und Milchprodukten sollte eingeschränkt werden, mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel sollten gemieden werden.
Wer braucht viel Jod?
Beim Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs (Fleisch, Fisch, Milch, Eier) ergibt sich ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung mit Jod. Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren oder eine spezielle Diät halten müssen, sollten daher besonders auf eine ausreichende Jodversorgung achten.
Ist Schwitzen ein Symptom von Jodmangel?
Symptome eines Jodmangels
- Gewichtsverlust.
- Ruhelosigkeit.
- beschleunigter Puls.
- Durchfall.
- vermehrtes Schwitzen.
Was ist die wahrheit über Jod?
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und das hauptsächlich für die Funktion der Schilddrüse benötigt wird, da es Baustein der Schilddrüsenhormone ist, welche Stoffwechsel, Wachstum, Gehirnentwicklung und seelisches Wohlbefinden steuern. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, weshalb jodiertes Speisesalz und jodreiche Lebensmittel wie Milchprodukte und Meeresfisch wichtig sind. Ein Mangel kann zu einem Kropf und Schilddrüsenerkrankungen führen, während eine Überversorgung bei empfindlichen Personen zu Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Hautausschlägen führen kann (Jodismus).
Welche Warnsignale gibt es bei Schilddrüsenüberfunktion?
Wie erkenne ich eine Schilddrüsenüberfunktion?
- vergrößerte Schilddrüse.
- Herzklopfen, Herzrasen, teilweise Herzrhythmusstörungen.
- Zittern.
- schneller Puls, hoher Blutdruck.
- Unverträglichkeit und Empfindlichkeit bei Hitze.
- starkes Schwitzen.
- warm-feuchte Haut.
- Haarausfall, brüchige Nägel.
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