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Warum kann in Zukunft nicht auf Barzahlung verzichtet werden?

Gefragt von: Wladimir Kruse-Kurz  |  Letzte Aktualisierung: 3. Mai 2026
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Auf Barzahlung kann in Zukunft nicht vollständig verzichtet werden, weil sie in Krisenzeiten unabhängig von Technik funktioniert, die Privatsphäre schützt, die Finanzielle Inklusion sichert (z.B. für Ältere oder technisch Abgeschottete), Impulskäufe besser steuerbar macht und als Absicherung gegen vollständige Kontrolle durch Banken und Technologieunternehmen dient. Es wird wahrscheinlich ein Mix bleiben, aber mit zunehmender Digitalisierung wird Bargeld seltener genutzt, obwohl es weiterhin wichtig bleibt.

Wird Bargeld in Zukunft abgeschafft?

Nein, es gibt bald kein Bargeld mehr, aber es wird auch nicht komplett abgeschafft; stattdessen nimmt seine Nutzung ab, während der digitale Euro als Ergänzung eingeführt wird und es eine neue EU-weite Obergrenze für Barzahlungen gibt, die ab 10.000 € gilt. Bargeld wird weiterhin ein gesetzliches Zahlungsmittel bleiben, aber die Infrastruktur (Geldautomaten) reduziert sich und digitale Bezahlmethoden dominieren zunehmend. 

Glauben Sie, dass Bargeld in Zukunft verschwinden wird?

Obwohl digitale Geldbörsen den Zahlungsverkehr grundlegend verändern, wird Bargeld in naher Zukunft wohl nicht vollständig verschwinden . Bargeld bleibt unerlässlich für die finanzielle Inklusion von Bevölkerungsgruppen ohne oder mit eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen, insbesondere in ländlichen Gebieten und Entwicklungsländern.

Warum sollten wir nicht bargeldlos werden?

Zu viel Macht in zu wenigen Händen . Eine vollständig bargeldlose Gesellschaft setzt großes Vertrauen in Banken, Kreditkartenunternehmen und Technologiekonzerne. Sie sind die Wächter des Zahlungsverkehrs, und wenn etwas schiefgeht, beispielsweise die Sperrung Ihres Kontos oder ein Hackerangriff auf ein System, könnten Sie ohne schnelle Lösung von Ihrem Geld ausgeschlossen sein.

Warum soll das Bargeld nicht abgeschafft werden?

Ziele des Vorschlags. Die Abschaffung von Bargeld soll zum einen die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und der Schwarzarbeit verbessern, zum anderen soll sie den Einsatz unorthodoxer Instrumente der Geldpolitik erleichtern. Weiterhin geht es darum, die Transaktionskosten des Zahlungsverkehrs zu senken.

Bargeld abschaffen?! #mirkosmeinung

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Warum wird Bargeld niemals verschwinden?

Die Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen, bietet Zugang zu Bargeld für Menschen ohne Bankkonto und für Verbraucher, die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes im Zusammenhang mit Kredit- oder Debitkarten haben . Dieser Trend zum Erhalt der Bargeldnutzung liefert eine klare Antwort auf die Frage: „Wird Bargeld jemals verschwinden?“

Welche Nachteile hat die Bargeldabschaffung?

Die Nachteile der Abschaffung von Bargeld sind der Verlust der finanziellen Privatsphäre, da alle Transaktionen nachverfolgbar wären, die erhöhte Abhängigkeit von Technik (Stromausfälle), die Benachteiligung sozial Schwächerer (keine Konten, weniger digitale Kompetenz), das Risiko von Cyberkriminalität, der Wegfall einer inflationsresistenten Alternative zu Negativzinsen sowie höhere Transaktionskosten für kleine Händler. Kritiker sehen darin einen Eingriff in die Freiheit und Wahlmöglichkeiten der Bürger. 

Welche Nachteile hat es, bargeldlos zu bezahlen?

Nachteile bargeldloser Zahlungen sind unter anderem technische Ausfälle (Strom, Internet), das fehlende Gefühl für Ausgaben, was zu Überkonsum führen kann, sowie das Risiko von Datenmissbrauch und Überwachung, da jede Transaktion eine digitale Spur hinterlässt. Zudem sind Datenschutzbedenken und die Abhängigkeit von Systemen ein Problem, da nicht überall bargeldlose Zahlungen akzeptiert werden und bestimmte Bevölkerungsgruppen (Ältere, Obdachlose) benachteiligt werden können. 

Warum sollte ich immer mit Bargeld bezahlen?

Bargeld hat Vorteile gegenüber den elektronischen Bezahlweisen: Es erlaubt anonymes Bezahlen und schützt vor kommerzieller Überwachung. Außerdem erleichtert Bargeld für viele die Budgetkontrolle.

Warum ist Geld notwendig?

Es dient als Tauschmittel, als Recheneinheit und als Mittel zur Wertaufbewahrung (Deutsche Bundesbank, Frühjahr 2019, S. 10). Wer Geld als Tauschmittel akzeptiert, muss darauf vertrauen, dass er es an anderer Stelle auch wieder nutzen kann, denn pointiert formuliert: Geld kann man nicht essen.

Warum soll man Bargeld zuhause haben?

Ein finanzielles Polster gibt das Gefühl von Sicherheit und Freiheit. Dieser Notgroschen schützt Dich bei unvorhersehbaren Ausgaben oder finanziellen Schwierigkeiten. Hier liest Du, ob Bargeld zuhause lagern als Notgroschen sinnvoll ist und wie viel Erspartes Du für schwierige Zeiten auf der hohen Kante haben solltest.

Warum jetzt Bargeld horten?

Warum das so ist? Viele horten Bargeld zu Hause, anstatt es auszugeben. Besonders während der Corona-Pandemie wurde das Horten zu einem Trend. Neben der Angst vor Krisen oder der finanziellen Unsicherheit ist es auch der Wunsch nach Kontrolle, weshalb Menschen nach einem sicheren Rückzugsort für ihr Geld suchen.

Ist Bargeld schmutzig?

Gemäss den Resultaten der Forscher kann ein durchschnittliches Portemonnaie, das Bargeld enthält, durchaus als Mikrobendschungel bezeichnet werden. Oder als portable Petrischale. Denn auf jedem Geldschein leben um die 3000 verschiedene Typen von Bakterien. Darunter auch Salmonellen, Kolibakterien und Streptokokken.

Was passiert 2027 mit Bargeld?

Insoweit wird kein Bargeld abgeschafft und insoweit gibt es kein Barzahlungsverbot. Aber Beträge ab 10.000 € sollen von Geschäftsleuten bzw. Unternehmern nicht mehr angenommen werden dürfen. Es gibt also kein vollständiges Barzahlungsverbot ab 10.000 € ab 2027.

Was passiert mit dem Bargeld, wenn der digitale Euro kommt?

Wenn der digitale Euro kommt, bleibt Ihr Geld auf dem Konto bestehen; der digitale Euro ist eine zusätzliche, freiwillige Zahlungsoption neben Bargeld und Banküberweisungen, die von der Zentralbank ausgegeben wird, um Bargeld zu ergänzen, nicht zu ersetzen. Sie können Guthaben zwischen digitaler Form (Wallet-App) und Bargeld umtauschen, wobei Geschäfte verpflichtet wären, den digitalen Euro zu akzeptieren, aber weiterhin auch Bargeld annehmen dürfen. 

Wird es in Deutschland immer Bargeld geben?

Viele Deutsche zahlen weiterhin gerne mit Bargeld - ob beim Bäcker, im Supermarkt oder im Restaurant. Aber bargeldloses Zahlen wird immer beliebter. Das hat Folgen: Vor allem im ländlichen Raum kann es inzwischen schwieriger sein, sich Bargeld zu besorgen.

Was passiert, wenn wir kein Bargeld mehr haben?

Wenn es kein Bargeld mehr gäbe, würden alle Transaktionen digital abgewickelt, was zu mehr Transparenz für Staaten (weniger Schwarzarbeit) und Zentralbanken (mehr Kontrolle) führt, aber die Privatsphäre der Bürger einschränkt und Risiken durch Cyberkriminalität erhöht, da jede Zahlung nachvollziehbar wäre und wir komplett auf Technik angewiesen wären, was ältere Menschen und ländliche Regionen besonders betreffen würde, die weiterhin alternative Zahlungsmöglichkeiten bräuchten. 

Was ist besser als Bargeld?

In der Regel ist die kontaktlose Zahlung mit Karte oder Smartphone heute deutlich schneller als die Bezahlung mit Bargeld. Im Alltag sind Karten meist praktischer zu handhaben als ein Geldbeutel voller Münzen und Scheine. Anders als bei Münzen und Scheinen lassen sich Giro-, Debit- und Kreditkarten sperren.

Kann Bargeld verweigert werden?

Ja, Geschäfte dürfen Bargeld ablehnen, aber nur unter bestimmten Bedingungen, wie vorheriger Absprache oder bei triftigen Gründen (z.B. Sicherheitsbedenken, große Scheine/Münzen), da Bargeld zwar gesetzliches Zahlungsmittel ist, aber im privaten Geschäftsverkehr die Vertragsfreiheit gilt. Wichtig ist, dass der Kunde vor dem Kaufabschluss über die Beschränkung informiert wird, etwa durch ein Schild. 

Welche Nachteile hat das kontaktlose Bezahlen?

Eine Gefahr beim kontaktlosen Bezahlen ist die Möglichkeit, dass Kriminelle die auf der Karte gespeicherten Daten auslesen könnten, um sie im Internet für Einkäufe zu missbrauchen. Dafür genügt schon ein Smartphone mit einer Schnüffel-App, wie beispielsweise die Android-Anwendung „Scheckkartenleser“.

Wann kommt bargeldlos?

Alle Unternehmen mit Kundenkontakt müssen künftig neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsoption anbieten - EC-Karte, Kreditkarte oder kontaktloses Bezahlen. Wann kommt es? Die schrittweise Einführung ist für 2025 geplant. Ein konkretes Datum steht noch nicht fest, aber die politischen Weichen sind gestellt.

Welche Nachteile hat das bargeldlose Bezahlen?

Nachteile bargeldloser Zahlungen sind unter anderem technische Ausfälle (Strom, Internet), das fehlende Gefühl für Ausgaben, was zu Überkonsum führen kann, sowie das Risiko von Datenmissbrauch und Überwachung, da jede Transaktion eine digitale Spur hinterlässt. Zudem sind Datenschutzbedenken und die Abhängigkeit von Systemen ein Problem, da nicht überall bargeldlose Zahlungen akzeptiert werden und bestimmte Bevölkerungsgruppen (Ältere, Obdachlose) benachteiligt werden können. 

Ist eine Barzahlung teurer als eine Kartenzahlung?

Jede Barzahlung kostet im Durchschnitt knapp 24 Cent, was sie insbesondere bei kleineren Beträgen kostengünstiger macht als Kartenzahlungen. Barzahlungen verursachen relativ geringe Fixkosten und etwas höhere variable Kosten, wodurch sie bis zu einem Betrag von etwa 50 Euro günstiger sind als Debitkartenzahlungen.

Wie viel Prozent des Geldes ist Bargeld?

Deutschland. In Deutschland zahlten Bürger, gemessen an den Umsätzen, 2018 das erste Mal mehr mit Kredit- und Debitkarte als mit Bargeld. 2014 wurden noch 53,2 % der Umsätze oder 79,1 % aller Transaktionen bar beglichen, 2008 waren es 57,9 % der Umsätze und 82,5 % der Transaktionen.

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