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Warum juckt die Scheide so?

Gefragt von: Nils Reimann  |  Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026
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Juckende Scheide wird oft durch Infektionen (Pilz, Bakterien), falsche Intimpflege (aggressive Seifen), hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Stillzeit), allergische Reaktionen (Waschmittel, Tampons) oder auch Stress verursacht, aber auch Hautkrankheiten (Ekzeme, Psoriasis) oder Diabetes können Auslöser sein; eine ärztliche Abklärung ist wichtig, da viele Ursachen ähnliche Symptome verursachen können.

Was soll man tun, wenn die Scheide juckt?

Bei juckender Scheide hilft oft eine sanfte Intimpflege mit lauwarmem Wasser, atmungsaktiver Baumwollunterwäsche und Verzicht auf reizende Produkte, aber bei anhaltendem oder starkem Juckreiz, Ausfluss oder anderen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Ursachen wie Pilzinfektionen (>>!Antimykotika<<) oder bakterielle Infektionen (>>!Antibiotika<<) gezielt zu behandeln. Sofortige Linderung kann durch kalte Kompressen oder Sitzbäder ohne Zusätze verschaffen werden, während Hausmittel wie Joghurt-Tampons vermieden werden sollten, da sie das Problem verschlimmern können. 

Was stoppt Juckreiz sofort?

Um Juckreiz sofort zu stoppen, helfen am besten Kühlen (Eispack, kalte Umschläge, kalte Dusche), da dies Nervenenden betäubt, sowie sanftes Streicheln statt Kratzen und spezielle kühlende Lotionen mit Polidocanol und Menthol. Auch feuchte Umschläge mit schwarzem Tee oder Joghurt und kühlende Bäder mit Meersalz oder Natron wirken lindernd und beruhigen die Haut. 

Ist es immer Scheidenpilz, wenn es juckt?

Bei einer Pilzinfektion sind meistens Scheide und Scheideneingang gleichermaßen befallen. Die Betroffene leidet unter einem starken Juckreiz und seltener Brennen in diesem Bereich. Genitaler Juckreiz ist zwar typisch für eine Pilzinfektion, doch haben nur etwa die Hälfte der Frauen mit Juckreiz eine Pilzinfektion!

Was tun bei juckender Scheide mit Hausmitteln?

Bei juckender Scheide können Hausmittel wie kühle Sitzbäder, Kamillendampf oder Aloe Vera lindernd wirken, aber viele Öle (z.B. Kokos-, Olivenöl) stören die Flora und beschädigen Kondome; Joghurt mit Milchsäurebakterien wird oft zur Wiederherstellung des pH-Wertes empfohlen, aber ärztliche Abklärung ist wichtig, da Hausmittel bei Infektionen oft nicht ausreichen und Kälteanwendungen (Eispack) akute Linderung verschaffen können, aber keine Heilung bieten. 

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Welche Creme wenn die Scheide juckt?

Bei Juckreiz in der Scheide helfen je nach Ursache verschiedene Cremes: Bei Scheidentrockenheit (oft mit Brennen, Schmerz) wirken hormonfreie Feuchtcremes wie Vagisan FeuchtCreme oder Lactofem FeuchtCreme (ohne Hormone, Farb- & Duftstoffe), die Feuchtigkeit spenden und pflegen. Bei Verdacht auf Scheidenpilz (oft mit Ausfluss, Rötung) helfen antimykotische Cremes mit Wirkstoffen wie Clotrimazol (z.B. Canesten GYN), die oft in Kombination mit Zäpfchen angewendet werden. Bei allgemeinem Juckreiz durch Reizung (Rasur, Kleidung) können beruhigende Cremes wie Multi-Gyn CalmingCream oder spezielle Schutzsalben wie Deumavan helfen, während spezielle Fettcremes wie Tannolact bei Entzündungen wirken. Bei anhaltendem oder starkem Juckreiz sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. 

Woher kommt Brennen und Jucken in der Scheide?

Eine Scheidenpilz-Infektion kann zu Jucken, Brennen und weißlichem Ausfluss führen. Die Ursache sind Hefepilze, die sich in der Scheide stark vermehren. Hormonelle Umstellungen, schwache Abwehrkräfte und bestimmte Medikamente können dazu beitragen.

Woher weiß ich, ob es Scheidenpilz ist?

Scheidenpilz erkennt man an starkem Juckreiz, Brennen im Intimbereich, Rötungen und Schwellungen der Schamlippen, weißlichem, krümeligem Ausfluss (ähnlich Hüttenkäse/Quark), Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr, sowie manchmal kleinen Knötchen oder Rissen in der Haut. Bei diesen typischen Symptomen sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, um andere Erkrankungen auszuschließen und eine geeignete Behandlung zu erhalten.
 

Was kann man mit Scheidenpilz verwechseln?

Viele Frauen verwechseln bakterielle Vaginose und Scheidenpilz, es sind aber zwei verschiedene Infektionen, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Die Symptome bei Scheidenpilz sind: Wundheit und Jucken um die Scheide, geruchloser Ausfluss mit einer Konsistenz ähnlich wie Hüttenkäse und Brennen beim Wasserlassen.

Was darf man bei Scheidenpilz nicht machen?

In jedem Fall ist es ratsam, die Schamhaare etwas zu kürzen und während des Pilzbefalls die Haut im Genitalbereich zu schonen (evtl. auf Geschlechtsverkehr verzichten). Zuckerarme und ballaststoffreiche Ernährung ist zwar gesund, ein reduzierter Zuckerkonsum hat aber keinen Einfluss auf vaginale Pilzinfektionen.

Was verschlimmert Juckreiz?

Mögliche Ursachen für Juckreiz sind trockene Haut, Insektenstiche, Kontakt zu Brennnesseln, Allergien z.B. gegen Nickel oder Latex und mechanische Reizungen der Haut, z.B. nach einer Rasur. Auch Hauterkrankungen oder Infektionen können Juckreiz verursachen.

Welches Getränk lindert Juckreiz?

Hafermilch . Hafermilch erfreut sich derzeit großer Beliebtheit als milchfreie, sojafreie und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlicher Milch. Sie kann aber auch gut für die Haut sein. Wie jeder mit von Natur aus trockener, zu Ekzemen neigender Haut weiß, besitzen Haferflocken natürliche beruhigende und pflegende Eigenschaften.

Warum hört der Juckreiz nicht auf?

In Deutschland leiden rund 14 Prozent aller Menschen unter chronischem Juckreiz. Die häufigste Ursache ist trockene Haut, vor allem bei älteren Menschen. Ein chronischer Pruritus ist meist keine eigenständige Krankheit, sondern Folge von Hauterkrankungen oder anderen Krankheiten oder äußeren schädigenden Substanzen.

Warum juckt meine Scheide?

Wunde und juckende Scheide wird oft durch Infektionen wie Scheidenpilz (sehr häufig) oder bakterielle Vaginose verursacht, aber auch Reizstoffe (Seifen, aggressive Waschmittel), Trockenheit (Menopause) oder sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) sind möglich; eine ärztliche Abklärung beim Frauenarzt ist ratsam, besonders bei starken oder anhaltenden Beschwerden oder untypischem Ausfluss, um die richtige Behandlung (oft Antipilzmittel, Probiotika oder spezielle Intimpflege) zu finden. 

Was hilft sofort gegen Juckreiz mit Hausmitteln?

Sofort hilft Kälte (kalte Umschläge, Dusche) oder kühlender Joghurt/Quark, Aloe Vera oder Schwarztee-Umschläge, da diese die Haut beruhigen, betäuben und entzündungshemmend wirken, während Haferflocken, pflanzliche Öle und Honig Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere stärken; auch Zinkpaste oder ein Essigwasser-Umschlag können Linderung bringen. 

Was hilft am besten bei Scheidenjucken?

Am schnellsten und sehr gut gegen Scheidenpilz helfen Antipilzmittel (Antimykotika). Die Therapie dauert in der Regel zwischen einem und sechs Tagen. Diese Antimykotika bestehen aus einer Salbe für den äußeren Genitalbereich und Zäpfchen zum Einführen (Vaginaltablette). Viele sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Kann man selber testen, ob man einen Scheidenpilz hat?

Mit dem Zuhause-Test Vaginalpilz von NanoRepro können Sie auf schnelle, diskrete und zuverlässige Weise ermitteln, ob eine Scheidenpilz vorliegt. Er verhilft zu mehr Klarheit, ob Symptome wie Juckreiz oder Schmerzen im Vaginalbereich auf einen Scheidenpilz zurückzuführen sind.

Hat Scheidenpilz etwas mit Hygiene zu tun?

Um Scheidenpilz vorzubeugen, sollten Frauen ihren Intimbereich nicht mehr als zweimal täglich reinigen. Zwischen die Schamlippen darf nichts als Wasser gelangen. Falsche und übertriebene Intimhygiene stört das Gleichgewicht der Scheidenflora, da eindringende Reinigungsmittel über Tage in der Scheide verbleiben.

Was kann es noch sein, ausser Scheidenpilz?

Erkrankungen – Dazu zählen Ekzeme, Allergien oder Autoimmunerkrankungen der Haut. Medikamente & Strahlentherapie – Können die Scheidenflora und die Vaginalhaut beeinflussen. Psychische Ursachen – Stress oder seelische Belastungen können Beschwerden verstärken.

Wo juckt es bei Scheidenpilz?

Bei Scheidenpilz juckt und brennt es hauptsächlich an der Scheide (Vagina) und dem äußeren Genitalbereich (Vulva), also den Schamlippen und dem Scheideneingang, oft begleitet von weißlichem, bröckeligem Ausfluss, Rötung und Schwellung, was auch beim Wasserlassen oder Sex schmerzhaft sein kann. 

Kann Scheidenpilz von selber weggehen?

Leichte Scheidenpilzinfektionen können in seltenen Fällen von selbst abklingen, wenn das Scheidenmilieu sich stabilisiert; meistens verschlimmern sie sich jedoch ohne gezielte Behandlung und sollten daher zeitnah mit rezeptfreien Antimykotika (z. B. mit Clotrimazol) behandelt werden, da eine unbehandelte Infektion chronisch werden oder sich ausbreiten kann. Suchen Sie bei Unsicherheit, Schwangerschaft, Stillzeit oder ausbleibender Besserung einen Arzt auf, um die Diagnose zu sichern und eine passende Therapie zu finden, wie Gynofit und Heimat Krankenkasse empfehlen. 

Was kann es sein, wenn es kein Scheidenpilz ist?

Was, wenn es doch kein Scheidenpilz ist? Juckreiz, Brennen und Ausfluss können auch durch Allergien und Neurodermitis, durch Filzläuse, Genitalherpes, einen Östrogenmangel oder durch eine bakterielle Infektion ausgelöst werden.

Bei welcher Krebserkrankung tritt Juckreiz auf?

Juckreiz kann ein Symptom verschiedener Krebsarten sein, insbesondere bei Lymphomen (Hodgkin-Lymphom, Haut-Lymphome wie Mycosis fungoides), da die Krebszellen die Haut und das Immunsystem beeinflussen; aber auch bei Leberkrebs (durch Gallenstau), Bauchspeicheldrüsenkrebs (wenn Gallengänge blockiert sind) und sogar Hautkrebs selbst. Oft ist der Juckreiz stark, grundlos und kann von anderen Hautveränderungen begleitet sein, was eine ärztliche Abklärung nötig macht.
 

Ist es Scheidenpilz oder nicht?

Ob Sie Scheidenpilz haben, erkennen Sie an Symptomen wie starkem Juckreiz, Brennen, Rötung, Schwellung und einem weißlichen, krümeligen Ausfluss (ähnlich wie Quark), oft begleitet von Schmerzen beim Wasserlassen und Sex. Zur sicheren Diagnose ist ein Arztbesuch ratsam, auch Selbsttests aus der Apotheke können einen ersten Hinweis geben. 

Was kann man tun, wenn die Scheide juckt und brennt Hausmittel?

Bei juckender und brennender Scheide können Hausmittel wie kühle Sitzbäder (ohne Zusätze), das Tragen von atmungsaktiver Baumwollunterwäsche und eine sanfte Intimpflege mit lauwarmem Wasser Linderung verschaffen, während Joghurt-Tampons (bei Pilz) oder Aloe Vera beruhigend wirken können; aber Vorsicht: Öle können Flora stören und Kondome beschädigen, und bei anhaltenden Symptomen ist ein Arztbesuch unerlässlich, da oft spezifische Medikamente (z.B. gegen Pilz) nötig sind. 

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