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Warum ist Wildlachs billiger als Zuchtlachs?

Gefragt von: Rudolf Jahn  |  Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2026
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Wildlachs ist teurer als Zuchtlachs, weil er saisonal gefangen wird, die Bestände begrenzt sind und der Fang aufwendiger ist, während Zuchtlachs ganzjährig in großen Mengen produziert wird und durch kontrollierte Fütterung sowie dichtere Besatzdichte kostengünstiger ist, auch wenn Wildlachs oft als qualitativ hochwertiger gilt.

Warum ist Wildlachs günstiger als Lachs?

Das Ergebnis: "Wildlachs ist oft günstiger, konnte bei der Verkostung aber nicht mit Zuchtlachs mithalten." Die Erklärung dazu ist einfach: Zuchtlachs enthält mehr Fett als Wildlachs – und Fett ist ein Geschmacksträger. Deshalb besitzt Lachs aus Aquakulturen im Schnitt mehr Omega-3-Fettsäuren als Wildlachs.

Was ist besser, Zuchtlachs oder Wildlachs?

Weder Wild- noch Zuchtlachs sind pauschal „besser“, sondern haben unterschiedliche Vor- und Nachteile: Wildlachs punktet oft mit weniger Fett und Schadstoffen, während Zuchtlachs meist mehr Omega-3-Fettsäuren und ein milderes, fettreichereres Aroma hat, aber bei Nachhaltigkeit und Schadstoffrisiken (abhängig von Futter/Haltung) mehr Aufmerksamkeit braucht. Der beste Lachs hängt von Ihren Prioritäten ab: Wer Wert auf geringere Belastung legt, wählt Wildlachs (z. B. aus Alaska), wer mehr Fett und Omega-3 wünscht, wählt Zuchtlachs mit guten Siegeln (Bio, ASC/MSC).
 

Ist Lachs aus Zucht oder Wildfang besser?

Weder Aquakultur- noch Wildlachs sind pauschal besser; es kommt stark auf die Herkunft und Zertifizierung an: Wildlachs hat von Natur aus mehr Omega-3 und weniger Fett, Zuchtlachs (oft fett- und Omega-3-reicher, aber das Verhältnis kann schlechter sein) ist meist günstiger, aber konventionelle Zucht belastet die Umwelt, während zertifizierter Bio- oder ASC-Lachs besser abschneidet. Der WWF empfiehlt Wildlachs aus gut gemanagten Beständen (z.B. Alaska mit MSC-Siegel) oder Bio-Lachs (z.B. Naturland), während chilenischen Zuchtlachs meidet man besser.
 

Ist Wildlachs teurer als Zuchtlachs?

Zuchtlachs macht das Rennen

Die besten tiefgekühlten Filets stammen von Biolachsen und kosten 27,20 und 30 Euro pro Kilogramm. Beim tiefgekühlten Wildlachs ist der teuerste für 26,40 Euro/kg der einzige, der geschmacklich fehlerfrei ist.

Zuchtlachs vs. Wildlachs: Welcher ist gesünder?

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Warum schmeckt Wildlachs anders als Zuchtlachs?

Später im Jahr stellen Wildlachse ihre Ernährung auf Anchovis und Sardinen um, wodurch ihr Fleisch ein helleres Rosa und einen ausgeprägteren Geschmack annimmt. In dieser Form sind die beliebtesten saisonalen Sorten deutlich teurer als Zuchtlachs.

Ist Wildlachs weniger belastet als Zuchtlachs?

Die Schadstoffmenge im Lachs wird durch den Fettgehalt und das Alter der Tiere sowie die Belastung des Futters bestimmt. Aufgrund des geringeren Fettgehaltes ist Wildlachs in der Regel deutlich weniger belastet als Zuchtlachs. Dazu trägt auch die schadstoffärmere Nahrung der Wildlachse bei.

Welchen Lachs sollte man vermeiden?

Ungesund kann vor allem konventioneller Zuchtlachs aus Massentierhaltung sein, da er Schadstoffe wie Dioxine, Pestizide und Antibiotika enthalten kann und oft mit belastetem Futter (z.B. Soja) gefüttert wird. Auch Wildlachs kann Mängel aufweisen, wenn er nicht nachhaltig gefangen wurde (z.B. durch Stellnetze, die andere Tiere gefährden) oder nach dem Fang schlecht verarbeitet wird. Seelachs (Pazifischer Pollack) ist kein echter Lachs, wird aber oft als Lachsersatz verwendet und kann Farbstoffe enthalten.
 

Warum keine Lachs aus Aquakultur?

Lachse leiden auf Tierqualfarmen

Zudem dezimiert die Aquakultur auch frei lebende Lachspopulationen, denn Rückstände von Chemikalien, Nahrung und Medikamenten aus diesen Farmen fließen ins offene Meer. Daneben gelangen auch Parasiten aus den Farmen in den Ozean.

Ist Lachs aus Aquakultur oder Wildfang besser?

Fisch: Wildfang oder Aquakultur? Nehmen wir zum Beispiel Lachs: Da ist Aquakultur besser als Wildfang, aber nur in strengster Bio-Qualität. Die gibt es zum Beispiel von Naturland. Wild sollte man den extrem überfischten Lachs gar nicht mehr essen - egal ob auf der Packung ein MSC-Siegel prangt oder nicht.

Warum hat Wildlachs Nutriscore D?

Der Nutri-Score bedeutet: In der Kategorie Fisch ist geräucherter Lachs ein Produkt mit der Bewertung D. Viel Salz, viel Fett, industriell verarbeitet,....

Woher kommt der Wildlachs von Aldi?

Der Aldi-Bio-Lachs stammt aus Aquakulturen mit EU-Bio-Logo, bestätigt Anna Steinweger, Sprecherin für die Einkaufsabteilung von Aldi. Mindestens 95 Prozent kämen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Kann Wildlachs gezüchtet werden?

90 Prozent der "Wildlachse" sind gezüchtet. In kalifornischen Gewässern hopsen viele und gesunde Königslachse herum. Dabei sind nur noch etwa zehn Prozent dieser Fische Wildtiere.

Warum darf man keinen Räucherlachs essen?

Vor allem ältere und immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten dennoch auf den Konsum von Räucherlachs verzichten. Räucherlachs ist eine bedeutende Quelle für Infektionen von Menschen mit Listeria monocytogenes.

Ist Wildlachs oder normaler Lachs gesünder?

Ein Wermutstropfen: Wildlachs ist deutlich teurer als Lachs aus Aquakultur. Doch dieser Preisunterschied spiegelt auch Qualität, Nährstoffgehalt und Fangmethoden wider. Wildlachs enthält oft weniger Fett, aber ein besseres Verhältnis von gesunden fettsäuren.

Warum soll man nicht so viel Lachs essen?

Massentierhaltung im Meer

Die Lachse werden in Netzen im offenen Meer aufgezogen. Zehntausende Tiere leben dichtgedrängt in den Aquakultur-Käfigen - Massentierhaltung unter Wasser. Viele Fische leiden unter Krankheiten und Parasiten. Jeder dritte Lachs stirbt noch während der Aufzucht.

Warum kein Wildlachs?

Gelangen sie in freie Gewässer, können sie sich mit Wildlachsen verpaaren. Das Erbgut der Wildbestände verändert sich, ihre Anpassungsfähigkeit nimmt ab. Zudem können Krankheiten und Parasiten aus den Zuchtanlagen auf die Wildlachse übertragen werden. Problematisch ist auch der Futterbedarf in der Zucht.

Welcher Lachs ist der beste Supermarkt?

Der beste Lachs im Supermarkt hängt vom Typ ab, aber oft schneiden Discounter-Eigenmarken wie Lidl ("Fischerstolz") und Aldi ("Gut Bio") bei Tests gut ab, insbesondere bei Zuchtlachs, während bei Wildlachs Bio-Produkte und spezielle Marken wie Followfood oder Costa (je nach Test) punkten, wobei der Alaska-Rotlachs (Sockeye) oft als bester Wildlachs gilt. Achten Sie auf Siegel wie MSC bei Wildlachs und Bio-Siegel für bessere Qualität.
 

Welche Fische sollte man nicht mehr essen?

Man sollte Fische meiden, die vom Aussterben bedroht sind (z.B. Aal, Dornhai), wegen hoher Quecksilberbelastung (z.B. Schwertfisch, Thunfisch, Hai) oder die natürliche Giftstoffe enthalten (z.B. Steinfische, Petermännchen). Auch bestimmte Raubfische mit hohem Schwermetallgehalt wie Hecht oder Rotbarsch sollten nur selten gegessen werden, besonders von Schwangeren und Kindern. 

Ist Lachs aus Wildfang oder aus Zucht besser?

Sowohl Wildlachs als auch Zuchtlachs haben Vor- und Nachteile: Wildlachs punktet mit natürlicher Ernährung, Wildlachs weniger Fett und geringerer Schadstoffbelastung, ist aber teurer und oft überfischt. Zuchtlachs ist günstiger und meist verfügbar, enthält aber durch die Fütterung mehr Fett und damit potenziell mehr Schadstoffe, weshalb auf Nachhaltigkeitssiegel wie MSC oder ASC geachtet werden sollte, um verantwortungsvolle Zuchten zu unterstützen. Die Qualität hängt stark vom Fanggebiet, der Zuchtmethode und den Siegeln ab, wobei gut gemanagte Zuchten (z.B. Norwegen, Schottland) oder nachhaltiger Wildfang (z.B. Alaska) empfehlenswerter sind. 

Welchen Lachs kann man roh essen aus dem Supermarkt?

Gerade frischer Zuchtlachs oder auch Lachs aus Aquakulturen ist in der Regel direkt zum Verzehr geeignet. Wildlachs hingegen verbringt einen großen Teil seines Lebens im Süßwasser, was ihn besonders anfällig für Parasiten macht – vom rohen Verzehr raten wir deshalb ab.

Wie oft darf man Lachs essen?

Man sollte Lachs ein- bis zweimal pro Woche essen, idealerweise 70-100 Gramm pro Portion, da er gesund ist (Omega-3-Fettsäuren), aber auch Schadstoffbelastungen wie Dioxine und PCBs enthalten kann; Wildlachs ist oft besser als Zuchtlachs, und wichtig ist die Art der Zubereitung (gut durchgaren). 

Welcher Lachs ist bedenkenlos zu kaufen?

Um Lachs bedenkenlos zu kaufen, achten Sie auf aussagekräftige Siegel wie MSC (für Wildlachs, am besten aus Alaska) oder Bio-Siegel (EU-Bio, Naturland) sowie ASC für Zuchtlachs, da diese strengere Standards garantieren. Wildlachs aus nachhaltiger Fischerei (z.B. Alaska-Ketalachs) oder Bio-Zuchtlachs sind die sichersten Optionen; chilenischen Lachs oder Fangmethoden wie Stellnetze sollten Sie vermeiden. 

Hat Wildlachs viel Quecksilber?

Ja, Wildlachs kann Schwermetalle wie Quecksilber enthalten, da sich diese über die Nahrungskette anreichern, aber die Mengen sind oft geringer als bei Raubfischen wie Hai oder Schwertfisch und liegen bei Lachs (auch Wildlachs) meist innerhalb der zulässigen Grenzwerte, weshalb Fischkonsum (auch fettreiche Arten wie Lachs) weiterhin empfohlen wird. Der Gehalt hängt vom Fanggebiet und der Ernährung ab, Wildlachs hat oft weniger Quecksilber, aber höhere Gehalte an anderen Metallen wie Kupfer, während Zuchtlachs durch Futter beeinflusst wird.
 

Ist es gesund, jeden Tag Wildlachs zu essen?

Während Wildlachs aus dem Pazifik so wenig Toxine enthält, dass man ihn sogar zweimal täglich genießen könnte, empfiehlt es sich, Fische aus Lachsfarmen nur wohldosiert zu verspeisen, betonen Forscher aus USA und Kanada in der Zeitschrift „Environmental Health Perspectives“.

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