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Warum ist Leasing teurer als Finanzierung?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Heiko Baum  |  Letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026
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Leasing wirkt oft teurer als eine Finanzierung, weil Sie das Fahrzeug nur nutzen, nicht besitzen, was zu monatlichen Kosten für Wertverlust und Service führt und oft teure Vollkasko sowie Vertragswerkstätten vorschreibt; bei einer Finanzierung zahlen Sie den vollen Wert (oder Wertverlust) ab und können das Auto am Ende behalten oder verkaufen, was Flexibilität bietet, aber höhere monatliche Raten bedeutet, bis der Kredit abbezahlt ist. Die Gesamtkosten hängen stark von Vertragskonditionen, Laufzeit, Kilometern und Zustand ab, wobei Leasing durch Zusatzkosten (Schäden, zu viele Kilometer) und Finanzierung durch Zinsen und volle Verantwortung teurer werden kann.

Was ist teurer, Finanzierung oder Leasing?

Auf die Frage „Was ist günstiger – leasen oder finanzieren“, lautet die Antwort: Die monatlichen Raten beim Leasing sind meist niedriger als bei einer Finanzierung. Bei Letzterer fallen gewöhnlich höhere Kosten an.

Warum macht Leasing keinen Sinn?

Wie andere Arten der Finanzierung hat auch Leasing nicht nur Vorteile, sondern kann auch mit Nachteilen verbunden sein: Leasingnehmer sind nicht Eigentümer des Leasingobjektes. Leasingnehmer trägt Kosten für Reparaturen am geleasten Objekt. Kündigung eines Mietvertrags oft nur mit hohen Kosten möglich.

Was ist steuerlich besser, Leasing oder Finanzierung?

Steuerlich ist Leasing oft günstiger für Gewerbe, da Raten sofort als Betriebsausgaben absetzbar sind und die Bilanz schlank halten, während Finanzierung über Abschreibungen läuft und das Fahrzeug ins eigene Anlagevermögen geht; für Privatpersonen sind beide Modelle meist nur über Werbungskosten bei Dienstreisen absetzbar, wobei Leasing flexibler ist, Finanzierung aber Eigentum schafft. Die Wahl hängt stark von der Nutzungsart, Laufzeit, Liquidität und dem steuerlichen Ziel ab (sofortige Absetzbarkeit vs. langfristiges Eigentum).
 

Wo ist der Haken bei Leasing?

Einen Haken gibt es beim Leasing nicht. Folgende Punkte sollten Leasingnehmer jedoch beachten: Das Leasingfahrzeug geht am der Vertragslaufzeit zurück an die Leasinggesellschaft.

Lease or buy? Which is currently better?

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Ist es sinnvoll, privat ein Auto zu leasen?

Privatleasing ist sinnvoll, wenn Sie häufig das Auto wechseln, Wert auf niedrige monatliche Raten, neueste Technik und planbare Kosten legen, aber kein Eigentümer werden möchten (typisch für 2-4 Jahre Laufzeit). Es ist weniger sinnvoll, wenn Sie das Auto langfristig fahren, viele Kilometer zurücklegen oder es als Wertanlage betrachten, da Sie am Ende nichts besitzen und keine Steuervorteile haben. 

Was sind die 5 größten Fehler beim Autoleasing?

Die 5 größten Fehler beim Auto-Leasing sind: Falsche Einschätzung der jährlichen Kilometerleistung, Abschluss eines riskanten Restwertleasings ohne ausreichende Absicherung, Vernachlässigung der vertraglichen Wartungspflichten in Vertragswerkstätten, mangelnde Absicherung durch eine GAP-Versicherung und unzureichende Vorbereitung auf die Rückgabe, was zu teuren Nachzahlungen führt. Vermeiden Sie hohe Kosten, indem Sie Kilometerleistung realistisch wählen, auf Kilometerleasing ohne Restwert-Klausel setzen, immer eine GAP-Versicherung abschließen und den Wagen bei Rückgabe gut prüfen. 

Kann man Leasing zu 100% absetzen?

Wird das Fahrzeug ausnahmslos betrieblich genutzt, kannst du 100 % der Leasingkosten von der Steuer absetzen. Die Realität sieht häufig jedoch anders aus, denn die private Nutzung - zumindest bis zu einem gewissen Grad - ist oft unumgänglich.

Wer zahlt Reparaturen bei Leasing?

Beim Leasing zahlt in der Regel der Leasingnehmer (Sie) die meisten Reparaturen und Inspektionen, da er das Fahrzeug nutzt, es sei denn, der Schaden fällt unter die Herstellergarantie oder es wurde ein Wartungs- und Verschleißpaket (Full-Service-Paket) abgeschlossen, das diese Kosten abdeckt. Unfälle und selbst verursachte Schäden sind fast immer Ihre Verantwortung, oft mit einer Vollkaskoversicherung und ggf. GAP-Deckung.
 

Wie lange sollte man maximal ein Auto finanzieren?

Die 20/4/10-Regel ist eine Faustformel für die Autofinanzierung. Sie besagt, dass mindestens 20% des Kaufpreises als Anzahlung geleistet, die Finanzierungsdauer auf maximal vier Jahre begrenzt und die monatliche Rate nicht mehr als 10% des Nettoeinkommens betragen sollte.

Was ist der Nachteil beim Leasing?

Die Hauptnachteile beim Leasing sind, dass Sie nie Eigentümer werden (das Auto gehört dem Leasinggeber), Sie an feste Laufzeiten gebunden sind und keine vorzeitige Kündigung möglich ist, sowie das Risiko von Nachzahlungen bei Überschreitung der Kilometerleistung oder Schäden bei der Rückgabe, plus der Pflicht zu Wartung in Vertragswerkstätten. Zudem müssen oft teure Vollkaskoversicherungen abgeschlossen werden, und Sie müssen alle vertraglichen Vorgaben (z.B. Werkstattbindung) einhalten, was die Flexibilität einschränkt. 

Was passiert, wenn ein Leasingauto einen Totalschaden hat?

Wenn ein Leasingauto einen Totalschaden erleidet, zahlt die Kaskoversicherung den Wiederbeschaffungswert an den Leasinggeber, der Leasingvertrag endet meist, und der Leasingnehmer muss möglicherweise eine Differenz zwischen Versicherungsleistung und Restforderung des Leasinggebers zahlen, was durch eine GAP-Deckung (Gap-Versicherung) verhindert werden kann. Ohne GAP-Versicherung können Sie auf den Restraten sitzen bleiben; mit GAP übernimmt diese Zusatzversicherung die Lücke zwischen dem, was die Versicherung zahlt, und dem, was der Leasinggeber noch will. 

Ist Anzahlung beim Leasing sinnvoll?

Ob Sie beim Leasing eine Anzahlung leisten, hängt von Ihren Finanzen und Zielen ab: Eine Anzahlung (Sonderzahlung) reduziert die monatlichen Raten und Gesamtkosten, da der Leasinggeber weniger Risiko hat. Leasing ohne Anzahlung (Null-Leasing) schont Ihre Liquidität am Start, führt aber zu höheren monatlichen Kosten. Für Privatkunden ist Leasing ohne Anzahlung oft attraktiv, gewerbliche Kunden können mit einer Anzahlung steuerliche Vorteile erzielen, je nach Erwartung der Gewinne. 

Warum leasen und nicht finanzieren?

Leasing bietet gegenüber der Finanzierung vor allem geringere monatliche Raten, die Möglichkeit, häufig das Modell zu wechseln, weniger Eigenkapital zu binden (keine oder geringe Anzahlung) und für Gewerbetreibende steuerliche Vorteile durch die Absetzbarkeit der Raten als Betriebsausgaben; Finanzierung hingegen führt zum Eigentum und bietet langfristig oft niedrigere Gesamtkosten, wenn man das Auto lange behält. 

Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten bei der Leasingrückgabe?

Die durchschnittlichen Kosten bei der Leasingrückgabe schwanken stark, liegen aber oft zwischen 300 und 1.500 Euro, wobei viele auch gar nichts zahlen, während andere bei Schäden oder Mehrkilometern deutlich mehr zahlen können (bis zu 5.000€+), insbesondere bei Restwertleasing. Häufige Kostenfallen sind übermäßige Abnutzung (Dellen, Kratzer, Innenraum), überschrittene Kilometer, fehlendes Zubehör (Schlüssel, Reifen) und hohe Nachforderungen bei Restwertverträgen, wenn der Wert niedrig ist.
 

Ist es schlau, ein Auto zu finanzieren?

Auto finanzieren ist sinnvoll, wenn Sie flexibel bleiben wollen, ein Fahrzeug sofort besitzen möchten, keine hohe Einmalzahlung leisten können/wollen, aber langfristig planen und das Auto behalten wollen, wobei niedrige Zinsen, flexible Laufzeiten und die Option auf Sondertilgungen wichtig sind, aber Sie müssen den Wertverlust tragen und sich langfristig binden. Es ist weniger sinnvoll, wenn Sie nur kurzfristig fahren wollen (dann ist Leasing besser) oder wenn Sie konsumschulden vermeiden möchten, um finanziell frei zu bleiben.
 

Wer zahlt Kratzer bei Leasing?

Gehen Schäden über die üblichen Gebrauchsspuren und Verschleißmängel hinaus, muss der Leasingnehmer nicht die Reparaturkosten, sondern nur den sogenannten Minderwert zahlen. Der Leasingnehmer haftet nur für übermäßige Abnutzung (Paragraf 538 BGB).

Wer bezahlt den TÜV beim Leasing?

Beim Leasing zahlt in der Regel der Leasingnehmer die TÜV-Kosten (Hauptuntersuchung), da er für Wartung und Verschleiß verantwortlich ist, es sei denn, es wurde ein Full-Service-Paket (Wartung & Verschleiß) abgeschlossen, bei dem der Leasinggeber diese Kosten übernimmt, was die Leasingrate erhöht. Fällt der TÜV genau in den Rückgabe-Monat, muss der Leasingnehmer die Prüfung vor der Rückgabe durchführen lassen, sonst drohen Kosten bei Mängeln. 

Was ist bei Leasing alles inklusive?

Im Leasing ist in der Regel nur die reine Nutzung des Fahrzeugs durch eine monatliche Rate abgedeckt, während Kosten für Versicherung, Wartung, Reparaturen, Reifen, Steuern und die Kfz-Steuer meist separat vom Leasingnehmer getragen werden müssen, es sei denn, man wählt ein Full-Service-Leasing, das oft Wartung, Verschleiß und manchmal sogar Versicherung inkludiert. Wichtige Vertragsbestandteile sind die Laufzeit, Kilometerleistung (Kilometerleasing) oder der bewertete Restwert (Restwertleasing), sowie eventuelle Anzahlungen und Überführungskosten. 

Ist Leasing für Privatpersonen sinnvoll?

Ja, Privatleasing lohnt sich, wenn Sie Wert auf geringe monatliche Kosten, immer neue Modelle, Flexibilität und Planungssicherheit legen und das Auto nicht langfristig besitzen möchten. Es eignet sich besonders für moderate Fahrleistungen (wenige km) und kurze Verträge (2-4 Jahre), da Sie oft die neueste Technik nutzen und sich um den Wiederverkauf kümmern müssen. Wer aber das Auto langfristig behalten oder viel fahren möchte, fährt mit dem Kauf oft besser, da Privatpersonen keine steuerlichen Vorteile haben. 

Warum ist Leasing steuerlich vorteilhaft?

Steuerlich ist das Firmenwagen-Leasing vorteilhaft, denn Sie können sowohl die Anzahlung als auch die monatlichen Raten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Somit mindern Sie Ihren Gewinn und damit die Steuerlast. Zusätzlich sind die Raten vorsteuerabzugsfähig (19 Prozent).

Wie hoch darf die Leasingsonderzahlung sein?

Zu Beginn eines Leasingvertrags leistet der Leasingnehmende oft eine einmalige Zahlung, bekannt als Leasingsonderzahlung oder Anzahlung. Diese Zahlung variiert je nach Fahrzeugtyp und Hersteller, und die Höhe der Sonderzahlung liegt üblicherweise zwischen 10 und 30 % des Neuwagenpreises.

Wer zahlt neue Reifen bei Leasing?

Wer zahlt beim Leasing die Reifen? Die regulären Standardreifen sind Teil des Fahrzeugs und werden in Form der Leasingrate vom Leasingnehmer bezahlt.

Was passiert, wenn ein Leasingauto einen Motorschaden hat?

Wenn ein Leasingwagen einen Motorschaden hat, sind meist der Leasingnehmer für die Kosten verantwortlich (insbesondere bei selbstverschuldeten Schäden oder Verschleiß), es sei denn, es liegt ein Garantie- oder Gewährleistungsfall vor. Der Leasingvertrag regelt, ob eine Vollkaskoversicherung Pflicht ist und wer Reparaturen durchführt (oft Vertragswerkstatt), wobei der Leasinggeber bei Mängeln haftet, wenn der Schaden nicht durch den Fahrer verursacht wurde. Bei Totalschäden greift oft die GAP-Versicherung, um die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restschuld zu decken. 

Wie hoch sollte eine Leasingrate maximal sein?

Die monatliche Leasingrate sollte in einem angemessenen Verhältnis zum monatlichen Nettoeinkommen stehen. Als Faustregel gilt, dass die Rate nicht mehr als 15 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens betragen sollte.