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Warum ist Jura so schwer?

Gefragt von: Wilfried Menzel  |  Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2026
sternezahl: 4.3/5 (14 sternebewertungen)

Jura ist schwer wegen der immensen Stoffmenge, der langen Studiendauer (mit langem Referendariat), dem enormen Prüfungsdruck (besonders im Examen mit hohen Durchfallquoten), den anspruchsvollen, komplexen Falllösungen unter Zeitdruck und dem hohen Leistungsdruck sowie der Konkurrenz, die wenig Raum für Fehler oder Unterstützung lässt. Das System sortiert stark aus, da das Examen keine Rücksicht auf persönliche Umstände nimmt und das Ergebnis entscheidend ist.

Ist das Jurastudium wirklich so schwer?

Ja, das Jurastudium gilt als sehr anspruchsvoll und zählt zu den schwierigsten Studiengängen, hauptsächlich wegen des enormen Lernumfangs, der hohen Durchfallquoten, insbesondere im ersten Staatsexamen, und des erforderlichen strukturierten Denkens und der Abstraktionsfähigkeit. Es ist ein langer, intensiver Marathon, der analytische Fähigkeiten und Ausdauer verlangt, aber auch mit guten Berufsaussichten belohnt werden kann.
 

Ist Jura der schwerste Studiengang?

Ja, Jura gilt als eines der schwersten Studiengänge in Deutschland, bekannt für hohe Durchfallquoten, enormen Lernaufwand und die anspruchsvollen Staatsexamen, die präzises Denken und Abstraktionsvermögen erfordern. Die Schwierigkeit liegt in den abstrakten Strukturen, dem riesigen Stoffumfang (Zivil-, Straf-, öffentliches Recht) und dem oft stark individualisierten Lernen, aber mit Disziplin ist es machbar und gut vergütet, besonders mit Prädikatsexamen.
 

Wie viel Prozent schaffen Jurastudium?

2022 haben 8.765 Studierende nach durchschnittlich 10,6 Semestern erfolgreich die Erste Juristische Prüfung absolviert. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2021 (8.730) dar. Die bundesweite Bestehensquote beim staatlichen Prüfungsteil beträgt 73,8 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (75,3 % ) gesunken.

Ist Jura schwerer als Medizin?

Beide Studiengänge, Jura und Medizin, gelten als extrem anspruchsvoll und gehören zu den schwierigsten in Deutschland, wobei die Schwierigkeit subjektiv ist und stark vom Typus des Lernenden abhängt. Jura fordert vor allem strukturelles Denken und das Bewältigen hoher Durchfallquoten in den Staatsexamen, während Medizin ein breites, naturwissenschaftliches Wissen mit enormer Lernbelastung kombiniert. Es gibt keinen klaren "Gewinner" bei der Frage, welcher schwerer ist; beide erfordern Disziplin, aber auf unterschiedliche Weise.
 

Jurastudium Warnung - 8 Gründe warum du nicht Jura studieren solltest | Herr Anwalt

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Was ist das schwerste Studium der Welt?

Es gibt nicht das eine schwerste Studium, aber Medizin, Physik, Pharmazie, Maschinenbau und Jura werden durchweg als die anspruchsvollsten genannt, wegen enormer Lernpensums, hohem Abstraktionsgrad und komplexen Inhalten, wobei Medizin oft an erster Stelle steht, gefolgt von Naturwissenschaften und technischen Fächern, die hohe Durchfallquoten aufweisen, aber auch Studiengänge wie Astrophysik und Architektur gelten als extrem fordernd. Der Schwierigkeitsgrad hängt stark von den persönlichen Stärken, Interessen und der Motivation ab, so. 

Wer verdient mehr, Arzt oder Jurist?

Bestbezahlte Berufe mit Studium

Informatiker:in mit 45.100 € im Jahr. Betriebswirtschaftler:in mit 55.300 € im Jahr. Jurist:in mit 63.900 € im Jahr. Mediziner:in mit 88.300 € im Jahr.

Welche Prüfung gilt als die schwierigste der Welt?

Die "schwerste Prüfung der Welt" ist subjektiv, aber oft werden Chinas Gaokao (Hochschulaufnahmeprüfung) und die Prüfung zum Master Sommelier genannt; auch das deutsche Wirtschaftsprüferexamen und die ESA-Astronauten-Auswahl gelten als extrem herausfordernd, wobei der Gaokao aufgrund der riesigen Teilnehmerzahl und des enormen Leistungsdrucks für viele als härteste gilt.
 

Wie viele fallen endgültig durch Jura?

Die meisten schaffen es beim zweiten Mal. Doch die Statistik zeigt: Einige scheitern endgültig. 2025 liegt die endgültige Durchfallquote im 1. Examen bundesweit bei etwa 3–4 %, in manchen Bundesländern sogar bei über 6 %.

Kann man mit 3.0 Jura studieren?

Auch mit einem Abischnitt von 3.0 kannst du Jura studieren. Es gibt Unis, bei denen es gar keinen bestimmten NC gibt.

Welches ist das leichteste Studium?

Das "leichteste" Studium gibt es nicht pauschal, da es stark von deinen Interessen, Stärken und der Definition von "leicht" abhängt (z.B. wenig Mathe, weniger Zeitaufwand), aber häufig genannte Studiengänge mit geringerer Komplexität sind Soziale Arbeit, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Germanistik, BWL und Lehramt (je nach Fächerwahl), da sie oft weniger zeitintensiv und weniger stark auf MINT-Fächer fokussiert sind. 

In welchem Bundesland ist Jura am einfachsten?

In Hamburg und Niedersachsen sind es immerhin noch über 8,5 %. Auch das kann dafür sprechen, dass das Studium den Kandidat:innen hier vergleichsweise leicht fällt. Mit einem „Ausreichend“ gerade so geschafft haben es in Bremen, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils über 25 % die meisten Prüflinge.

Welches Studium hat die höchste Durchfallquote?

Die höchsten Durchfallquoten im Studium finden sich traditionell in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, insbesondere bei Mathematik, Bauingenieurwesen, Informatik, Chemie und Physik, sowie oft auch in Medizin und Architektur, wobei Mathematik häufig als absoluter Spitzenreiter genannt wird (oft über 40%, teilweise 80% Abbruchquote), gefolgt von technischen Fächern wie Bauingenieurwesen (über 50%) und Luft- und Raumfahrttechnik (bis 65%).
 

Wie viele Stunden am Tag lernen Jura?

Zwei Lerneinheiten täglich, bestehend aus jeweils 90 konzentrierten Minuten, sind ideal. Wenn's nach mir geht, machst du das jeden Tag (auch am Wochenende), womit du auf etwa 20 fokussierte Lernstunden kommst.

Hat jemals jemand 18 Punkte in Jura erreicht?

Ja, 18 Punkte sind im juristischen Staatsexamen theoretisch erreichbar (als Höchstnote), aber extrem selten; es handelt sich um eine absolute Ausnahmeerscheinung, da die Bewertung sehr streng ist, aber es gibt Berichte über einzelne Klausuren oder Prüfungen, in denen diese Punktzahl vergeben wurde, wobei der Gesamtdurchschnitt dann meist niedriger lag. 

Was ist eine gute Note in Jura?

Eine "gute" Note im Jurastudium (Staatsexamen) entspricht 11,50 bis 13,99 Punkten und ist eine sehr starke Leistung, die nur von einem kleinen Prozentsatz der Absolventen erreicht wird, da sie deutlich über dem "befriedigend" (6,50-8,99 Pkt.) liegt und eine Voraussetzung für bestimmte Karrierewege wie das Notariat sein kann. Sie gehört zu den sogenannten Prädikatsnoten (neben "sehr gut") und signalisiert exzellente juristische Fähigkeiten.
 

Wie viele Menschen brechen Jura ab?

Die Abbruchquote im Jurastudium liegt in Deutschland bei etwa 24 bis 25 Prozent, was zwar unter dem allgemeinen Universitätsdurchschnitt (ca. 32 %) liegt, aber deutlich höher ist als in Studiengängen wie Medizin oder Lehramt (ca. 11-13 %). Viele Studierende brechen das Studium sogar erst nach dem 10. Semester ab, oft wegen Leistungsdruck, mangelnder Eignung oder fehlender fachlicher Identifikation, wobei der extreme Druck und die Struktur des Examens zu psychischen Belastungen führen. 

Sind 9 Punkte im Jurastudium gut?

Ein "vollbefriedigend" erreichst du dabei schon mit 9 Punkten, ein "sehr gut" mit 14 Punkten. Ab einer Gesamtbewertung von mindestens 9 Punkten (vollbefriedigend) oder besser spricht man in den Rechtswissenschaften von einem sogenannten Prädikatsexamen.

Wie viele Juristen haben Doppelprädikat?

Ein Doppelprädikat ist relativ selten. Auf der Basis der von Rechtsanwälten erzielten Noten ist davon auszugehen, dass die Doppelprädikatsquote bei rund 13 % liegt.

Was ist das schwerste Berufsexamen?

Das Examen zum Wirtschaftsprüfer gilt als eine der härtesten Prüfungen im deutschen Bildungswesen, weil umfassendes Wissen aus Wirtschaftswissenschaften und Recht abgefragt wird.

Was ist die härteste Ausbildung in Deutschland?

Die „härteste“ Ausbildung in Deutschland ist subjektiv, aber oft werden Marinetaucher und Kampfschwimmer bei der Bundeswehr wegen extremer körperlicher/mentaler Anforderungen genannt. Im zivilen Bereich gelten Steuerfachangestellte (wegen hoher Durchfallquote) und Berufe mit viel Verantwortung und Stress wie Pflegefachmann/-frau, Fluglotse oder Mechatroniker als sehr anspruchsvoll. 

Was sind die härtesten Schulabschlüsse der Welt?

Die schwersten Schulabschlüsse sind oft mit extrem wettbewerbsorientierten Systemen verbunden, wobei Chinas Gaokao (National College Entrance Examination) und das koreanische System häufig als die härtesten gelten, da sie enormen Druck und eine massive Menge an zu bewältigendem Stoff beinhalten, gefolgt von anspruchsvollen internationalen Abschlüssen wie dem International Baccalaureate (IB). Diese Abschlüsse verlangen nicht nur umfassendes Wissen, sondern auch spezielle Fähigkeiten in Bereichen wie kritisches Denken, um an Elite-Universitäten zu gelangen. 

Ist ein Richter höher als ein Anwalt?

Anwälte haben keine leitenden oder übergeordneten Positionen gegenüber Richtern oder Staatsanwälten, da sie alle dieselbe organrechtsgrafische Funktion innehaben – die eines unabänderlichen Organs der Rechtspflege.

Wer verdient 100.000 Euro im Monat?

100.000 € pro Monat (1,2 Mio. € im Jahr) verdienen vor allem hochrangige Führungskräfte, Top-Manager, erfolgreiche Unternehmer, spezialisierte IT-Experten (KI/ML), leitende Ärzte (Chefärzte), erfolgreiche Anwälte und Top-Vertriebler in Branchen wie Tech, Pharma und Luftfahrt, oft mit Personalverantwortung, in großen Konzernen und durch variablen, erfolgsabhängigen Anteil (Provisionen, Boni). Es sind meist nicht Einstiegsgehälter, sondern das Ergebnis von Karriereentwicklung und speziellen Fähigkeiten. 

Ist Steuerberater schwerer als Jura?

Rein von den Zahlen betrachtet (auf die Durchfallquoten bezogen) scheint man wesentlich leichter durch das jura Examen zu kommen und dieses zu bestehen als das Steuerberater Examen. Wie Sinnhaftig der Vergleich insgesamt ist, steht insgesamt in Frage.

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