Warum ist Elternarbeit heute nicht mehr zeitgemäß?
Gefragt von: Reimund Stephan-Kiefer | Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026sternezahl: 5/5 (17 sternebewertungen)
Elternarbeit wird heute nicht als „nicht mehr zeitgemäß“ angesehen, sondern der Fokus hat sich von einer einseitigen Beratung („Elternarbeit“) hin zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit („Erziehungs- und Bildungspartnerschaft“) verschoben, da Eltern heute stärker in die Förderung ihrer Kinder eingebunden werden, aber auch durch Zeitmangel und andere Herausforderungen Unterstützung benötigen; der alte Begriff implizierte eine Expertenrolle der Fachkräfte, während die Partnerschaft die gemeinsame Verantwortung betont, was besser zum modernen Bildungsanspruch von Kitas passt.
Warum ist Elternarbeit wichtig?
Das zentrale Ziel der Elternarbeit in der Kita ist es, eine Erziehungspartnerschaft einzugehen und die Kinder bestmöglich zu fördern. Dies beinhaltet eine intensive Zusammenarbeit und einen regen Austausch über das Verhalten und die Entwicklung des jeweiligen Kindes sowie die Erziehungsziele der Eltern.
Warum sagt man nicht mehr Erzieherin?
Dabei ist der Begriff "Deutschland" gar nicht richtig, denn jedes Bundesland hat eigene Richtlinien für die Ausbildung zur/ zum Erzieher/in. So ist beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vorgesehen, die Eingangsvoraussetzungen für diese Ausbildung anzuheben: abgeschlossene Berufsausbildung oder Fachhochschulreife.
Wie nennt man Erzieher heute?
Als Erzieher/Erzieherin werden pädagogische Fachkräfte betitelt, die eine Ausbildung an einer Fachakademie für Sozialpädagogik absolviert haben. Der Begriff Erzieherin/Erzieher löst die veraltete Berufsbezeichnung Kindergärtner/Kindergärtnerin ab.
Was ist der Unterschied zwischen Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft?
Was ist Ihres Erachtens der Unterschied zwischen dem Begriff „Elternarbeit“ und „Erziehungspartnerschaft“? In der Elternarbeit verstehen wir uns als Berater und Experten, wohingegen in einer Bildungspartnerschaft auch die Eltern in den Fokus des lebenslangen Lernens eingebunden werden.
Elternarbeit | Kommunikation zwischen Eltern und Erziehern ist entscheidend | Kindergarten&Pädagogik
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Welche Sätze sollten Eltern nie zu ihren Kindern sagen?
10 Sätze, die Eltern niemals zu ihren Kindern sagen sollten
- Das interessiert mich nicht. ...
- Daran hast du die Schuld! ...
- Das habe ich dir doch gleich gesagt. ...
- Es macht mich traurig, wenn du so bist. ...
- Lass mich in Ruhe, ich habe keine Zeit. ...
- Warum kannst du nicht sein wie dieser oder jener. ...
- Hör auf zu weinen!
Welche Formen von Elternarbeit gibt es?
Angebote unter Beteiligung von Familien und Pädagog/innen:
- Feste und Feiern.
- Bazare, Märkte, Verkauf von Second-Hand-Kleidung.
- Freizeitangebote für Familien (z.B. Wanderungen, Ausflüge)
- Bastelnachmittage.
- Spielnachmittage.
- Kurse (z.B. Töpfern)
- Familiengottesdienste.
- Vater-Kind-Gruppe/-angebote.
Warum hören so viele Erzieherinnen auf?
Viele Erzieherinnen und Erzieher sind laut einer Studie überlastet und denken daran, den Beruf zu wechseln. Krippen und Kindergärten brauchen dringend mehr Geld und besser ausgebildetes Personal, fordern Experten.
Ist es besser, Lehrer oder Erzieher zu sagen?
Fazit. Man kann selbstverständlich sowohl Lehrer als auch Pädagoge sein; die Begriffe schließen sich nicht gegenseitig aus. Tatsächlich würde ich sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Lehrer, mit denen ich zusammengearbeitet habe, eine pädagogische Laufbahn anstrebt.
Wie entsteht Respektlosigkeit bei Kindern?
Respektlosigkeit bei Kindern entsteht oft durch innere Konflikte, Frustration, Überforderung oder unerfüllte Bedürfnisse, wie Aufmerksamkeit. Sie ist selten böswillig, sondern ein Kommunikationsversuch, der auf Unsicherheit, mangelnder Impulskontrolle, dem Austesten von Grenzen oder dem Nachahmen von Vorbildern basiert. Auch fehlende Empathie durch mangelnde eigene Respekterfahrung spielt eine große Rolle.
Was gehört alles zur Elternarbeit?
Zu weiteren Formate und Formen der Elternarbeit gehören:
- Aufnahmegespräche.
- Eingewöhnungsgespräche.
- Elternbriefe.
- Entwicklungsgespräche.
- Tür- und Angelgespräche.
- Elternabende.
- Eltern-Kind-Treffs wie Elterncafés.
- Kindergarten-Feste.
Sind erwachsene Kinder verpflichtet, sich um ihre Eltern zu kümmern?
Das Grundgesetz schützt alle in Deutschland befindlichen Personen davor, eine Arbeit zwangsweise durchführen zu müssen. Entsprechend können Kinder die Pflege ihrer Eltern ablehnen.
Woran erkennt man einen guten Elternteil?
Ein guter Elternteil: Liebt bedingungslos
Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Sie glücklich sind. Das bestärkt es in dem Gefühl, bei Ihnen gewollt, sicher und geborgen zu sein. Ihrem Kind Liebe zu zeigen, kann so einfach sein wie es zu umarmen, Zeit mit ihm zu verbringen, gemeinsam zu essen und seinen Problemen ernst zuzuhören.
Können Erzieher als Lehrer arbeiten?
Manche Erzieher können jetzt auch als Lehrer arbeiten. Zum Beispiel: In den Grund-Schulen. Diese Erzieher können sich jetzt bewerben. und einen Berufs-Abschluss als Erzieher.
Was sind die wichtigsten Merkmale, die einen Lehrer von einem Erzieher unterscheiden?
Kurz gesagt, vermitteln Lehrer im klassischen Sinne lediglich theoretisches Wissen . Pädagogen hingegen unterrichten Schüler, lehren sie gutes Benehmen und zeigen ihnen, was richtig und falsch ist. Pädagogen konzentrieren sich darauf, Schülern soziale und moralische Werte zu vermitteln.
Werden Erzieher bald besser bezahlt?
Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE): 8 Prozent mehr Gehalt, 3 zusätzliche Tage frei. Anfang 2025 beginnt die nächste TVöD-Tarifrunde, dann wird auch über höhere Gehälter für Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Co. an kommunalen Kitas und Einrichtungen verhandelt.
Warum will ich nicht mehr als Erzieherin arbeiten?
Gründe dafür können mit den strukturellen Gegebenheiten zusammen hängen (Personalmangel, zu große Gruppen, zu viele Kinder mit speziellem Förderbedarf) und/oder mit dem Umstand, dass das in der Erzieherausbildung vermittelte Fachwissen nicht ausreicht.
Bei welchen Berufen droht die größte Lücke?
Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Pflegerinnen und Verkäufer fehlen bundesweit - ebenso Fachpersonal in anderen Berufen. Laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) dürfte sich diese Fachkräftelücke in den kommenden Jahren deutlich vergrößern.
Wie viele Schließzeiten darf eine Kita haben?
Kitas dürfen je nach Bundesland unterschiedlich viele Schließtage haben, aber oft liegt die Grenze bei etwa 20 bis 30 Tagen pro Jahr, wobei Wochenenden und Feiertage nicht mitzählen; die längste zusammenhängende Schließzeit ist meist auf maximal drei Wochen begrenzt und es muss oft eine Notbetreuung organisiert werden, falls die Grenzen überschritten werden. Die genauen Regeln regeln die Länder, oft gibt es auch zusätzliche Tage für Fortbildungen.
Welcher Erziehungsstil ist der beste?
Der autoritative Erziehungsstil ist am meisten zu empfehlen. Die Kombination aus klarer Kommunikation und altersgerechten Maßstäben kann zu emotional stabilen Erwachsenen führen, die sich in sozialen Situationen zurechtfinden und eigene Ziele setzen können.
Was ist wichtig bei Elternarbeit?
Das Gespräch, der Dialog, ist die Grundvoraussetzung der Elternarbeit. Insbesondere für Termingespräche sollte bei der Planung der Elternarbeit genügend Zeit gelassen werden. Respekt, Empathie, Verständnis und Echtheit sind wichtige Haltungen, die zu einem positiven Gesprächsverlauf beitragen.
Welche 5 Familienrollen gibt es?
Die fünf Rollen in einer dysfunktionalen Familie werden oft als Held, Mitläufer, Sündenbock, Maskottchen und verlorenes Kind kategorisiert. Nicht jede Rolle tritt in jeder dysfunktionalen Familie auf, und manchmal kann eine Person je nach Situation mehrere Rollen übernehmen.
Was sind toxische Sätze?
Toxische Aussagen sind verletzende, manipulative oder herabsetzende Äußerungen, die das Selbstwertgefühl des Gegenübers untergraben und destruktive Kommunikationsmuster fördern, oft getarnt als Witze oder ehrliche Meinungen, wie „Du bist zu empfindlich“, „Ich war nur ehrlich“ oder „Das war doch nur ein Scherz“. Sie zielen darauf ab, Schuld zuzuschieben („Das ist alles deine Schuld“) oder die Realität zu verdrehen, um die eigene Macht zu erhalten.
Was sind die 5 Säulen schlechter Erziehung?
Die fünf Säulen der Erziehung beschreiben die Kategorien: Liebe und emotionale Wärme, Achtung, Kooperation, Struktur und Förderung versus emotionale Kälte und emotionale Überhitzung, Missachtung, Dirigismus, Chaos und Unter- bzw. Überförderung.
Was ist die 3,6,9,12 Regel?
Die 3-6-9-12-Regel ist eine Orientierungshilfe für Eltern zur Mediennutzung von Kindern, die besagt: Keine Bildschirme unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, kein Internet vor 9, kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12 Jahren. Sie soll Eltern helfen, Kinder altersgerecht in die digitale Welt einzuführen, indem sie nicht nur Bildschirmzeiten begrenzt, sondern auch die gemeinsame Mediennutzung, das Vorleben verantwortungsvoller Nutzung und das begleitete Lernen im Umgang mit digitalen Medien fördert.
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